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	<title>Marmelente - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marmelente&amp;diff=324673&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Earwig: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2024-07-04T07:16:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Marmelente&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Marmaronetta angustirostris&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Édouard Ménétries|Ménétries]], 1832)&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Marmelenten&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Marmaronetta&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[Heinrich Gottlieb Ludwig Reichenbach|Reichenbach]], 1853&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = &lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Anatinae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Entenvögel&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Anatidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Gänsevögel&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Anseriformes&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Marmaronetta angustirostris qtl1.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Marmelente (&amp;#039;&amp;#039;Marmaronetta angustirostris&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Marmelente 0505264.jpg|mini|Charakteristisch für die Marmelente sind die Gefiedertupfung und der lange Schnabel.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marmelente&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Marmaronetta angustirostris&amp;#039;&amp;#039;), selten auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marmorente&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Vögel|Vogelart]] aus der Familie der [[Entenvögel]]. Obwohl diese Art nach heutigen Erkenntnissen zweimal jährlich das Gefieder mausert, weisen die Männchen kein Prachtkleid auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kear 625&amp;quot;&amp;gt; Kear, S. 625 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marmelente ist die einzige [[Art (Biologie)|Art]] der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;Marmaronetta&amp;#039;&amp;#039;. Die Gattung nimmt eine Sonderstellung zwischen Tauch- und Schwimmenten ein und stellt eine eigenständige, [[Monotypisch|monotypische]] Evolutionslinie der Enten dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bauer 83&amp;quot;&amp;gt; Bauer et al., S. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Art, die generell selten ist, gilt auf Grund von [[Habitatverlust]]en als gefährdet. Zu ihren wichtigsten Brutgebieten zählten die [[irak]]ischen [[Marschland (al-Ahwar) im Südirak: Schutzgebiet der Artenvielfalt und Reliktlandschaft mesopotamischer Städte|&amp;#039;&amp;#039;Ahwar&amp;#039;&amp;#039;-Sümpfe]], die während der [[Anfal-Operation]] in den 1980er und 1990er Jahren systematisch trockengelegt wurden. Zu Beginn des 3. Jahrtausends wurde die weltweite Winterpopulation dieser Entenart auf nur noch 14.000 bis 16.000 Enten geschätzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kear 626&amp;quot;&amp;gt; Kear, S. 626 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mitteleuropa ist die Art ein sehr seltener [[Irrgast]], wenn es möglicherweise auch in den 1890er Jahren in Ungarn Brutvögel gab. Sie ist ein Zugvogel mit einer stark variablen Zugneigung, und 1892 gab es einen Einflug einer größeren Zahl von Marmelenten in das mitteleuropäische Gebiet. Die heutigen Individuen, die in Mitteleuropa immer wieder mal beobachtet werden, sind vermutlich ausschließlich [[Gefangenschaftsflüchtling]]e.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bauer 83&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erscheinungsbild ausgewachsener Marmelenten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marmelenten sind eine kleine Entenart. Sie erreichen eine Körperlänge von 39 bis 42 Zentimetern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kear 626&amp;quot; /&amp;gt; Sie sind nur wenig größer als [[Knäkente]]n und wiegen durchschnittlich etwa 540 Gramm. Von ihrem Habitus her erinnern sie an [[Gründelenten]], nach ihrem Verhalten ist die Marmelente jedoch den [[Tauchenten]] zuzurechnen.&amp;lt;ref&amp;gt; Rutschke, S. 330 und S. 331 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Besonderheiten dieser Arten gehört, dass kein auffälliger [[Sexualdimorphismus|Geschlechtsdimorphismus]] besteht. Ihnen fehlen auch die Flügelspiegel, wie sie für die meisten anderen Enten charakteristisch sind. Das Gefieder ist hellbraun bis zu einem hellen Graubraun. Von Kopf, Hals und Vorderbrust abgesehen ist ihr gesamtes Gefieder hell cremefarben, grauweiß oder schmutziggelb getupft. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die cremefarbenen Federn dunkle, graubraune Säume haben. Die Körperunterseite ist gebändert. Am Hinterkopf befinden sich haubenartig verlängerte Federn. Beim Weibchen ist diese Federhaube schwächer ausgeprägt. Der Bereich rund um die Augen ist dunkel. Dieser dunkle Augenfleck kann sich bis zum Nacken hinziehen. Der Schwanz ist weiß. Sie haben einen langen schmalen und schwarzen Schnabel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marmelenten weisen ganzjährig ein einheitliches Federkleid auf. Allerdings glänzt beim Männchen der Schnabel während der Fortpflanzungszeit. Er weist dann ein schmales blaues Band hinter dem Nagel auf. Blau sind auch die Schnabelränder und die untere Basis der Oberschnabels. Außerhalb der Fortpflanzungszeit verblasst dieses blaue Band zu einem blassen Grau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weibchen sind grundsätzlich etwas kleiner als die Männchen. Bei ihnen wirkt das Kurzprofil runder, da bei ihnen die Federhaube entweder kleiner ist oder sogar gänzlich fehlt. Der Schnabel ist etwas kürzer und der dunkle Augenfleck ist weniger groß. Auch die Kopfplatte ist etwas heller als beim Männchen gefiedert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kear 625&amp;quot; /&amp;gt; Bei den Weibchen ist der Schnabel während der Fortpflanzungszeit matt schwarz. Er weist an der Basis des Oberschnabels eine unterschiedlich große olivgrüne Färbung auf. Bei nichtbrütenden Weibchen verblasst diese in der Regel zu einem Grauton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stimme ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rufe der Marmelenten sind nur selten zu hören. Die Männchen äußern in der Balzzeit gelegentlich ein nasales &amp;#039;&amp;#039;jiib&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;ji-üb&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;kij&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;ch queije&amp;#039;&amp;#039;. Ein Quaken, wie es für die Weibchen anderer Entenarten charakteristisch ist, ist vom Weibchen der Marmelente nicht zu hören.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Heiner Bergmann; Hans-Wolfgang Helb; Sabine Baumann; &amp;#039;&amp;#039;Die Stimmen der Vögel Europas – 474 Vogelporträts mit 914 Rufen und Gesängen auf 2.200 Sonogrammen&amp;#039;&amp;#039;, Aula-Verlag, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-89104-710-1, S. 54 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kolbe 262&amp;quot;&amp;gt; Kolbe, S. 262 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erscheinungsbild der Küken und Jungvögel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rücken, der hintere Nacken sowie die Kopfplatte sind bei den Küken der Marmelente graubraun bis dunkel sandfarben. An den Flügeln und den Flanken finden sich hellbraune Farbpartien. Die Körperunterseite sowie die Kopfseiten sind cremefarben bis gelblich Weiß. Die Wangen, das Kinn und die Kehle sind hell zimtfarben. Ein braungrauer Farbstrich läuft von der Schnabelbasis über das Auge bis zum Nacken. Auf dem Mittelrücken sowie den [[Bürzel]]seiten weisen sie je zwei kleine helle Längsstreifen auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kolbe 262&amp;quot; /&amp;gt; Die Küken weisen mit diesem Erscheinungsbild viel Ähnlichkeit zu den Küken von Stockenten auf. Allerdings ist ihre Oberseite dunkler und die hellen Farbpartien sind weniger stark abgegrenzt. Stockentenküken sind an Wangen, Kinn und Kehle auch eher gelblich als hell zimtfarben gefärbt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kear 625&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei frisch geschlüpften Küken ist der Oberschnabel grünlich grau. Der Nagel ist braun. Der Unterschnabel ist dagegen fleischfarben. Die Beine und die Füße sind olivgrau, während die Schwimmhäute braun sind. Bei heranwachsenden Marmelenten färbt sich der Schnabel zu einem blaugrau oder dunkelgrau um. Die Schwimmhäute werden gleichfalls dunkel blaugrau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harrison &amp;amp; Castell&amp;quot;&amp;gt;Collin Harrison und Peter Castell: &amp;#039;&amp;#039;Field Guide Bird Nests, Eggs and Nestlings&amp;#039;&amp;#039;, HarperCollins Publisher, überarbeitete Auflage von 2002, ISBN 0-00-713039-2, S. 74 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Junge Marmelenten ähneln den [[Adult|adulten]] Marmelenten. Ihr Rückengefieder ist aber noch eher einheitlich dunkel und weist nicht die helle Fleckung der ausgewachsenen Enten auf. Die hellen Randtropfen gehen bei ihnen noch verwaschen in die dunkleren Federanteile über. Bei ihnen ist auch der dunkle Augenfleck noch nicht so ausgeprägt. Bei jungen Männchen tritt das blaue Band an der Schnabelspitze bereits im fünften Lebensmonat das erste Mal auf. Bei den jungen Weibchen entwickeln sich zum selben Zeitpunkt die grauen Flecken an der Schnabelbasis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kear 625&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marmelente war einst rund um das [[Mittelmeer]] und in [[Zentralasien]] verbreitet. Sie wurde in der Nacheiszeit auf Reliktvorkommen zurückgedrängt und hat einen weiteren großen Teil ihres Lebensraumes in der [[Neuzeit]] durch menschliche Eingriffe verloren. Sie ist ein Brutvogel der mediterranen Subregion und kommt damit nur in den wärmsten und trockensten Teilen der [[Paläarktis]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kolbe 262&amp;quot; /&amp;gt; Heute kommt sie nur noch in [[Andalusien]] und in der [[Camargue]] sowie auf [[Mallorca]] (Spanien) vor. Verstreute Vorkommen gibt es außerdem noch in Teilen [[Tunesien]]s und [[Marokko]]s. In Zentralasien ist die Marmelente von [[Tadschikistan]] und [[Usbekistan]] bis in den [[Iran|Nordiran]] und [[Afghanistan]] verbreitet. Im Frühjahr 2023 wurde darüber hinaus ein bislang unbekanntes, bedeutendes Brutvorkommen an den schwer zugänglichen, zum [[UNESCO-Weltnaturerbe]] zählenden [[Seen von Ounianga]] im nördlichen [[Tschad]] entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jens Hering, Heidi Hering, Martin Winter |Titel=Ein Massenbrutplatz inmitten der Sahara: Die Marmelenten von Ounianga |Sammelwerk=Der Falke – Journal für Vogelbeobachter |Nummer=12/2023 |Seiten=10–15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei in Mitteleuropa beobachteten Marmelenten handelt es sich wohl immer um [[Gefangenschaftsflüchtling]]e, da diese Enten beliebte Parkvögel sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Südspanien, Nordafrika, in der Türkei sowie an den Ufern des Kaspischen Meeres ist die Marmelente ein Standvogel. Im übrigen Verbreitungsgebiet zieht sie nach Ägypten, an den Persischen Golf oder überwintert an Gewässern in Pakistan. Die im Westen des Verbreitungsgebietes brütenden Marmelenten ziehen in geringer Zahl bis in den Senegal und an den Tschadsee.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gooders 76&amp;quot;&amp;gt; Gooders und Boyer, S. 76 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensraum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marmelenten brüten an vegetationsreichen Teichen, Tümpeln und Seen sowohl im [[Süßwasser|Süß]]- als auch im [[Brackwasser]]. Sie finden sich auch in soda- und natronhaltigen Senken der Halbwüsten, sofern diese einen Vegetationsgürtel aufweisen. Grund für die verhältnismäßige Seltenheit dieser Ente sind ihre hohen Anforderungen an ihren Lebensraum. Anders als viele andere Entenarten zieht die Marmelente nicht zwischen Rast- oder Brutplatz und Nahrungsrevier. Stattdessen hält sie sich an einem einzigen Gewässer auf, das alle ihre Anforderungen an ihren Lebensraum erfüllen muss. Es muss seicht sein und einen dichten Schilfgürtel aufweisen. Diese Gewässer sind typischerweise nahrungsreich und werden vom Menschen besonders gerne trockengelegt, um sie in Agrarflächen umzuwandeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gooders 76&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nahrung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marmelente ernährt sich überwiegend von [[Insekt]]en und Mollusken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kolbe 262&amp;quot; /&amp;gt; Pflanzliche Nahrung macht nur einen geringen Anteil aus. Der Nahrungserwerb erfolgt gründelnd und tauchend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Marmaronetta angustirostris MWNH 1005.JPG|miniatur|Gelege, Sammlung [[Museum Wiesbaden]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paarbildung findet im Winter statt. Marmelenten sind keine territorialen Vögel und brüten in lockeren, kolonieartigen Verbänden. Das Nest wird gut versteckt auf dichtbewachsenen [[Bult (Bodenerhebung)|Bülten]] errichtet. Gelegentlich wird es auch ähnlich wie bei der [[Brandgans]] in Erdhöhlen errichtet. Es sind mehrere Fälle belegt, in denen Marmelenten sogar im Reetdach älterer Häuser und Hütten nisteten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harrison &amp;amp; Castell&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Nest befindet sich meist in unmittelbarer Gewässernähe und ist mit Gräsern und Dunen ausgelegt. Die Nestdunen sind mittelgrau mit fast weißen Zentren und Spitzen. Das Gelege besteht in der Regel aus neun bis dreizehn Eiern. Es sind aber auch Gelege gefunden worden, die nur fünf oder bis zu achtzehn Eier enthielten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harrison &amp;amp; Castell&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wärmeliebende Art ist der Brutbeginn verhältnismäßig spät. In Spanien brütende Vögel legen ihre Eier erst im Mai oder zu Beginn des Junis.&amp;lt;ref&amp;gt; Gooders und Boyer, S. 77 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harrison &amp;amp; Castell&amp;quot; /&amp;gt; Es brütet allein das Weibchen. Die Inkubationszeit beträgt 25 bis 27 Tage. Das Männchen verlässt das Weibchen zu Beginn der Brutzeit, um mit anderen Erpeln lockere Schwärme zu bilden. Die Küken werden nach dem Schlüpfen vom Weibchen in die [[Röhricht|ried]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;nahe Flachwasserzone geführt und dort aufgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestand ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marmelente ist eine global gefährdete Vogelart. Sie wird von der [[IUCN]] als „potenziell gefährdet“ (&amp;#039;&amp;#039;near threatened&amp;#039;&amp;#039;) eingeordnet. Die wichtigste Ursache für den deutlichen Bestandsrückgang ist der Habitatverlust. Etwa fünfzig Prozent der Bruthabitate wurden im 20. Jahrhundert durch Trockenlegung von Feuchtgebieten, Wasserbaumaßnahmen, Röhrichtmahd oder -beweidung sowie eine intensivierte landwirtschaftliche Nutzung zerstört. Der europäische Brutbestand beträgt nur noch 390 bis 1.000 Brutpaare, der Winterbestand ist mit vierhundert bis 1.200 Individuen etwas höher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bauer 83&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wiedervernässung der [[irak]]ischen &amp;#039;&amp;#039;Ahwar&amp;#039;&amp;#039;-Sümpfe ergab eine Zählung im Winter 2010 dort 46.000 Marmelenten, etwa das Doppelte der vorher geschätzten gesamten Weltpopulation.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.birdlife.org/community/2011/01/miracle-in-the-marshes-of-iraq|wayback=20210212023752|text=Artikel in Birdlife international}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Erstbeschreibung]] der Marmelente stammt aus dem Jahr 1832 und geht auf den französischen Zoologen [[Édouard Ménétries]] zurück. Als wissenschaftlichen Namen der neuen Art wählte er das [[Binomen]] &amp;#039;&amp;#039;Anas angustirostris&amp;#039;&amp;#039; und stellte sie damit zunächst in die Gattung der [[Eigentliche Enten|Eigentlichen Enten]]. Das [[Artepitheton]] setzt sich aus den lateinischen Begriffen &amp;#039;&amp;#039;angustus&amp;#039;&amp;#039; für „schmal“ und -&amp;#039;&amp;#039;rostris&amp;#039;&amp;#039; für „auf den Schnabel bezogen“ zusammen. Den [[Holotyp]] hatte Ménétries selbst in der Nähe von [[Lənkəran (Stadt)|Lənkəran]] im heutigen Aserbaidschan gesammelt. Er befindet sich heute in der Sammlung des Zoologischen Instituts der [[Russische Akademie der Wissenschaften|Russischen Akademie der Wissenschaften]] in [[St. Petersburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alfredo Salvador, Juan A. Amat, Andy J. Green |Titel=Marbled Duck (Marmaronetta angustirostris), version 2.0 |Hrsg=G. M. Kirwan, B. K. Keeney |Sammelwerk=Birds of the World |Datum=2023 |DOI=10.2173/bow.martea1.02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1853 stellte [[Ludwig Reichenbach]] für die Marmelente die neue, monotypische Gattung &amp;#039;&amp;#039;Marmaronetta&amp;#039;&amp;#039; auf, um erheblichen Unterschieden zu anderen &amp;#039;&amp;#039;Anas&amp;#039;&amp;#039;-Arten, etwa im Verhalten und bei der Gefiederfärbung, Rechnung zu tragen. Diese Einschätzung findet jedoch erst als Folge der umfangreichen Arbeit des amerikanischen Ornithologen [[Paul Johnsgard]] aus dem Jahr 1961 zur systematischen Stellung der Marmelente Anerkennung in der Fachwelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul A. Johnsgard |Titel=The systematic position of the Marbled Teal |Sammelwerk=Bulletin of the British Ornithologists’ Club |Band=81 |Nummer=3 |Datum=1961 |Seiten=37-43}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Moderne [[Molekularbiologie|molekulargenetische]] Untersuchungen bestätigen die Sonderstellung der Marmelente und zeigen, dass es sich bei &amp;#039;&amp;#039;Marmaronetta&amp;#039;&amp;#039; um das [[Schwestertaxon]] einer [[Klade]] bestehend aus den übrigen Gattungen der [[Tribus (Biologie)|Tribus]] der [[Tauchenten]] handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bradley C. Livezey |Titel=A Phylogenetic Analysis of Modern Pochards (Anatidae: Aythyini) |Sammelwerk=The Auk |Band=113 |Nummer=1 |Datum=1996 |DOI=10.2307/4088937 |Seiten=74–93}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Haltung als Ziergeflügel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Welterstzucht der Marmelente gelang um die Wende ins 20. Jahrhundert in einem britischen Zoo. Während der ersten Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurden weltweit nur wenige Marmelenten gehalten. Der britische [[Wildfowl Trust]] importierte im Jahre 1948 mehrere Enten aus dem Irak und begründete mit ihnen eine erfolgreiche Erhaltungszucht. Tiere aus dieser Nachzucht gelangten in eine Reihe von europäischen und nordamerikanischen Zoos. In Europa ging die Anzahl der gehaltenen Marmelenten jedoch in den 1980er Jahren zurück, da sich Zoos und Privathalter vermehrt auf andere Arten konzentrierten.&amp;lt;ref&amp;gt; Kolbe, S. 262 und S. 263 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Asteroid [[(8593) Angustirostris]] des äußeren [[Asteroidengürtel|Hauptgürtels]] ist nach der Marmelente benannt, deren wissenschaftlicher Name &amp;#039;&amp;#039;Marmaronetta angustirostris&amp;#039;&amp;#039; lautet. Zum Zeitpunkt der Benennung des Asteroiden am 2. Februar 1999 befand sich die Marmelente auf der europäischen [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste gefährdeter Arten]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lutz D. Schmadel]]: [https://books.google.de/books?id=aeAg1X7afOoC&amp;amp;pg=PA645&amp;amp;dq=Schmadel+(8588)+Avosetta&amp;amp;hl=en&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=KL-rUaPKGo3ktQbwsIHYBQ#v=onepage&amp;amp;q=Schmadel%20%288588%29%20Avosetta&amp;amp;f=false Dictionary of Minor Planet Names]. Springer, Heidelberg 2012, 6. Auflage, Seite 645 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Hans-Günther Bauer]], [[Einhard Bezzel]] und [[Wolfgang Fiedler (Biologe)|Wolfgang Fiedler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas. Alles über Biologie, Gefährdung und Schutz.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Nonpasseriformes – Nichtsperlingsvögel.&amp;#039;&amp;#039; Aula-Verlag Wiebelsheim, Wiesbaden 2005, ISBN 3-89104-647-2.&lt;br /&gt;
* [[John Gooders]] und [[Trevor Boyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Ducks of Britain and the Northern Hemisphere.&amp;#039;&amp;#039; Dragon’s World Ltd, Surrey 1986, ISBN 1-85028-022-3.&lt;br /&gt;
* [[Janet Kear]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ducks, Geese and Swans.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, 2005, ISBN 0-19-854645-9.&lt;br /&gt;
* [[Hartmut Kolbe]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Entenvögel der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer Verlag 1999, ISBN 3-8001-7442-1.&lt;br /&gt;
* [[Erich Rutschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wildenten Europas. Biologie, Ökologie, Verhalten.&amp;#039;&amp;#039; Aula Verlag, Wiesbaden 1988, ISBN 3-89104-449-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Marmaronetta angustirostris|Marmelente (&amp;#039;&amp;#039;Marmaronetta angustirostris&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN|Year=2024.1|ID=22680339|ScientificName=Marmaronetta angustirostris|YearAssessed=2022|Assessor=BirdLife International|Download=2024-07-04}}&lt;br /&gt;
* {{BirdLifeSpecies&lt;br /&gt;
 |ID=22680339&lt;br /&gt;
 |EnglName=Marbled Teal&lt;br /&gt;
 |ScientificName=Marmaronetta angustirostris&lt;br /&gt;
 |Download=1. März 2022&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Avibase|ID=6362936EA12874F1|ScientificName=Marmaronetta angustirostris|CommonName=Marmelente}}&lt;br /&gt;
* {{eBird.org |ID= martea1 |Name= Marmelente (&amp;#039;&amp;#039;Marmaronetta angustirostris&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{xeno-canto|ID=Marmaronetta-angustirostris|ScientificName=Marmaronetta angustirostris|Name=Marmelente}}&lt;br /&gt;
* {{Encyclopedia of Life|ID=45513546|Name=Marbled Duck|Wissenschaftlich=Marmaronetta angustirostris}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Marmelente}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tauchenten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vogel als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Earwig</name></author>
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