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	<title>Marlene Moeschke-Poelzig - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T09:42:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marlene_Moeschke-Poelzig&amp;diff=765877&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RonMeier: ISBN; Kleinkram</title>
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		<updated>2025-08-03T09:54:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ISBN; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Berlin Grosses Schauspielhaus Poelzig Foyer.jpg|mini|Skulpturale Leuchten im Foyer des Großen Schauspielhauses, Berlin (um 1920)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marlene Moeschke-Poelzig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Oktober]] [[1894]] in [[Hamburg]] als &amp;#039;&amp;#039;Helene Gertrud Martha Moeschke&amp;#039;&amp;#039;;&amp;lt;ref&amp;gt;Geburtsregister StA Hamburg 21, Nr. 2761/1894&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[14. März]] [[1985]] ebenda&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister StA Hamburg-Eimsbüttel, Nr. 531/1985&amp;lt;/ref&amp;gt;) war eine deutsche [[Bildhauer]]in und [[Architekt]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach ihrer Ausbildung zur Bildhauerin an der [[Kunstgewerbeschule Hamburg]] (1914–1916) und einer Tätigkeit an der [[Kunstgewerbeschule München]] 1916/1917 erhielt sie 1917/1918 ein Atelierstipendium der [[Preußische Akademie der Künste|Preußischen Akademie der Künste]] in Berlin. Auf einer Veranstaltung der [[Berliner Sezession]] lernte sie im Frühjahr 1918 den Architekten [[Hans Poelzig]] kennen, mit dem sie bis zu dessen Tode im Jahre 1936 eine enge und auch künstlerisch sehr fruchtbare Partnerschaft verbinden sollte. Gemeinsam war dem Künstlerpaar auch seine Leidenschaft für [[Film]] und [[Theater]]. 1924 wurde Marlene Moeschke Hans Poelzigs zweite Ehefrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1918 arbeitete Marlene Moeschke neben bildhauerischen auch an kunstgewerblichen Projekten, an Grabmalen und Möbelentwürfen. 1919 war sie maßgeblich beteiligt am Umbau einer ehemaligen Berliner Markthalle zum [[Großes Schauspielhaus|Großen Schauspielhaus]] für [[Max Reinhardt]]. 1920/1921 gründete sie mit Hans Poelzig zusammen das &amp;#039;&amp;#039;Bauatelier Poelzig&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 wurde das erste der drei Kinder des Paares geboren. 1930 bezog die Familie das von Marlene Moeschke-Poelzig entworfene Atelier- und Wohnhaus in der Tannenbergallee 28, [[Berlin-Westend]].&amp;lt;ref&amp;gt;S.: &amp;#039;&amp;#039;Haus Poelzig in Berlin-Westend. Erbaut von Marlene Poelzig.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Innen-Dekoration.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 42, 1931, S. 314–322 ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/innendekoration1931/0336/image Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.artnet.de/k%C3%BCnstler/max-krajewski/wohnhaus-hans-und-marlene-poelzig-tannenbergallee-BTRK9zkFxnv-PHzTYBbG3g2 |titel=Wohnhaus Hans und Marlene Poelzig, Tannenbergallee 28, Berlin-Westend (13 works) , 1930 |werk=artnet |abruf=2019-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Haus hat einen abgeschlossenen Bereich für die Kinder. Die Gartengestaltung entwarfen die Gartenarchitekten [[Karl Foerster]], [[Hermann Mattern]] und insbesondere [[Herta Hammerbacher]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bauwelt.de/rubriken/betrifft/Suedlage-mit-Abrisssubstanz-3531885.html |titel=BAUWELT - Südlage mit Abrisssubstanz? |sprache=de |abruf=2020-10-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit seinen großflächigen Verglasungen, der fließenden Verbindung von Innen- und Außenräumen sowie variabel nutzbaren Mehrzweckräumen galt das Gebäude zeitgenössischen Fachzeitschriften als beispielhafte Synthese von Familienleben und künstlerischer Arbeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Yi Ling Pan |Titel=Buch über Architektin: Das Marlene-Poelzig-Haus fehlt |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2025-07-30 |ISSN=0931-9085 |Online=https://taz.de/Buch-ueber-Architektin/!6103892/ |Abruf=2025-07-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Landesdenkmalamt Berlin]] entschied 1990 gegen einen [[Denkmalschutz]] für das Haus, weil es 1954 zu stark umgestaltet worden war. Im April 2020 wurde eine [[Petition]] auf [[change.org]] gestartet, um das Haus vor dem drohenden [[Abriss (Bauwesen)|Abriss]] zu retten und für die Aufnahme in die Berliner [[Liste der Kulturdenkmale in Berlin-Westend|Denkmalliste]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Poelzig-Villa steht vor dem Abriss.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tagesspiegel.&amp;#039;&amp;#039; 9. April 2020. [https://leute.tagesspiegel.de/charlottenburg-wilmersdorf/talk-of-the-kiez/2020/04/09/118855/ (leute.tagesspiegel.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Seitdem engagiert sich eine private Initiative für den Erhalt des Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karin Berkemann |url=https://www.moderne-regional.de/demo-fuer-marlene/ |titel=Demo für Marlene |werk=moderneREGIONAL |datum=2021-06-12 |sprache=de-DE |abruf=2021-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://hausmarlenepoelzig.de/ |titel=hausmarlenepoelzig.de |sprache=de-DE |abruf=2025-07-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Initiative „Haus Marlene Poelzig“ verlieh der Debatte um den Erhalt eine feministische Perspektive, da es sich um das einzige nachweislich von einer Architektin der Weimarer Republik realisierte Wohnhaus handelte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moeschke-Poelzig war außerdem in großem Maße an der Gestaltung der Innenarchitektur des [[Haus des Rundfunks|Hauses des Rundfunks]] beteiligt. Der berühmteste Anteil, der bis heute erhalten ist, sind die Leuchten im Foyer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fritz Lothar Büttner |Hrsg= |Titel=Das Haus des Rundfunks in Berlin |Ort= |Datum=1965 |ISBN= |Seiten=28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus des Rundfunks Berlin, Charlottenburg (Westend), Bild 1.jpg|mini|Die Leuchten im Foyer des [[Haus des Rundfunks]]]]&lt;br /&gt;
Nach Hans Poelzigs Tod im Jahre 1936 führte sie das Bauatelier noch einige Zeit alleine fort. 1937 musste sie dieses auf Druck der [[NSDAP]] auflösen. Sie verkaufte ihr Wohnhaus, verließ Berlin und lebte im letzten Abschnitt ihres Lebens wieder in Hamburg. Neuer Besitzer der Immobilie in der Tannenbergallee wurde [[Veit Harlan]]. Weil das Gebäude mehrfach umgebaut wurde, unterlag es keinem [[Denkmalschutzgesetz Berlin|Denkmalschutz]]. Es wurde im November 2021, trotz zahlreicher Proteste, abgerissen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.berlin.de/landesdenkmalamt/aktivitaeten/buergerschaftliches-engagement/haus-marlene-poelzig-1266433.php |titel=Initiative Haus Marlene Poelzig |werk=berlin.de |sprache=de |abruf=2024-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Architekturhistoriker Volker M. Welter hat nachvollzogen, wie Harlan das ursprüngliche Freiheitsideal des Entwurfs ideologisch umdeutete, was den späteren Abriss jedoch nicht verhinderte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Marlene Moeschke-Poelzig schuf neben Skulpturen flammenartiger Formensprache auch avantgardistische Kostüme und Bühnenbilder; ihre organisch fließenden Entwürfe bewegten sich konsequent zwischen Kunsthandwerk und Architektur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Ihr Wohnhaus von 1930 gilt heute als Höhepunkt ihres Œuvres, weil es natürliche Belichtung strategisch nutzte, um den Übergang von Atelier-, Wohn- und Spielbereichen aufzulösen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Internationale Fachpresse lobte die „großzügige Integration von Care-Räumen“, ein damals progressives Konzept, das Privat- und Berufsleben gleichwertig behandelte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitgenössische Kritik verortete Moeschke-Poelzig oft lediglich als „Assistentin“ ihres Ehemannes; Briefe belegen jedoch, dass Hans Poelzig wiederholt um eigenständige Aufträge für sie kämpfte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Nach seinem Tod fehlte ihr diese Unterstützung, was zum allmählichen Rückzug aus dem Architekturberuf beitrug.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Der Abriss des Hauses 2021 wurde von Fachwelt und Öffentlichkeit als Symptom einer strukturellen Nicht-Beachtung von Architektinnen gewertet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Diese Diskussion hat die 2025 veröffentlichte Anthologie „Haus Marlene Poelzig, Berlin. Abriss und Aufbruch“ (Hrsg. Hannah Dziobek, Hannah Klein und Initiative Haus Marlene Poelzig) aufgegriffen; fünfzehn Essays zeichnen darin sowohl die Biografie der Architektin als auch die Leerstellen der Architekturgeschichtsschreibung nach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Der Band versteht sich als „essayistischer Rundgang“ durch das verlorene Gebäude und fordert eine intersektionale Erinnerungskultur, die Privilegien benennt und Care-Arbeit im Entwurfsprozess sichtbar macht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ulrike Eichhorn]]: &amp;#039;&amp;#039;Architektinnen. Ihr Beruf. Ihr Leben&amp;#039;&amp;#039;. Edition Eichhorn, Berlin 2013, ISBN 978-3-8442-6702-0.&lt;br /&gt;
* Heike Hambrock: &amp;#039;&amp;#039;„Übrigens erregt mich so ein Architekturproblem enorm.“ Marlene Poelzig: Bildhauerin, Architektin, Ehefrau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frau Architekt. Seit mehr als 100 Jahren: Frauen im Architekturberuf. Over 100 Years of Women in Architecture.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Mary Pepchinski u.&amp;amp;nbsp;a. Wasmuth, Tübingen, Berlin 2017, ISBN 978-3-8030-0829-9, S. 113–121.&lt;br /&gt;
* Initiative Haus Marlene Poelzig, Hannah Dziobek, Hannah Klein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Haus Marlene Poelzig, Berlin. Abriss und Aufbruch.&amp;#039;&amp;#039; Urbanophil Verlag, Berlin 2025, ISBN 978-3-9824959-6-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Marlene Poelzig|Marlene Moeschke-Poelzig|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.br.de/nachrichten/kultur/warum-die-villa-poelzig-nicht-abgerissen-werden-darf,S0pZC6U &amp;#039;&amp;#039;Warum die Villa Poelzig nicht abgerissen werden darf&amp;#039;&amp;#039;], Beitrag des Bayerischen Rundfunks von 2020 zum Verfall der Villa Poelzig in der Tannenbergallee.&lt;br /&gt;
* Tanja Scheffler: [https://www.bauwelt.de/rubriken/betrifft/Suedlage-mit-Abrisssubstanz-3531885.html &amp;#039;&amp;#039;Südlage mit Abrisssubstanz?&amp;#039;&amp;#039;], Bauwelt vom Oktober 2020.&lt;br /&gt;
* Karla Rabe: [https://www.berliner-woche.de/westend/c-bauen/besteht-noch-hoffnung-fuers-poelzig-haus_a297827 &amp;#039;&amp;#039;Besteht noch Hoffnung fürs Poelzig-Haus?&amp;#039;&amp;#039;], Berliner Woche vom 8. Januar 2021.&lt;br /&gt;
* [[Falk Jaeger]]: [https://www.stylepark.com/de/news/blickpunkt-architektinnen-marlene-poelzig &amp;#039;&amp;#039;Blickpunkt: Architektinnen – Marlene Moeschke-Poelzig&amp;#039;&amp;#039;], stylepark.com, 10. März 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123352134|LCCN=n2006051749|VIAF=67371500}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Moeschkepoelzig, Marlene}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Moeschke-Poelzig, Marlene&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Moeschke, Marlene (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Bildhauerin und Architektin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Oktober 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. März 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RonMeier</name></author>
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