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	<title>Markus Schinwald - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T07:13:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Markus_Schinwald&amp;diff=2502763&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sprachraum: Kategorie korrigiert. Bitte Regisseure genauso wie Schauspieler immer in die korrekte Unterkategorie einordnen, z.B. Filmregisseur und/oder Theaterregisseur</title>
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		<updated>2026-04-14T09:09:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie korrigiert. Bitte Regisseure genauso wie Schauspieler immer in die &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Regisseur#Unterkategorien&quot; title=&quot;Kategorie:Regisseur&quot;&gt;korrekte Unterkategorie&lt;/a&gt; einordnen, z.B. Filmregisseur und/oder Theaterregisseur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Markus Schinwald MAK 2026 BHO-9689.jpg|mini|Markus Schinwald (2026)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Markus Schinwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1973]] in [[Salzburg]]) ist ein international renommierter [[österreich]]ischer [[Künstler]]. Sein vielgestaltiges, disziplinübergreifendes Werk umfasst Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur, Ready-made, Installation und verschiedene zeitbasierte Formate, wie Film, Theater, Tanz und Puppenspiel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ropac.net/de/gallery-documents/58/ |titel=Markus Schinwald: CV und internationale Ausstellungen (Einzel + Beteiligungen) |sprache=de |abruf=2026-01-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgangsimpuls vieler Arbeiten bildet die kritische Beobachtung unbewusster gesellschaftlicher Veränderungen. Subtil lässt Markus Schinwald sichtbar werden, wie Raumgestaltungen, Medien und Moden auf psychischer wie physischer Ebene Einfluss nehmen und sich auf individuelles wie kollektives Verhalten auswirken können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.parnass.at/news/im-portrait-markus-schinwald |titel=Im Portrait – Markus Schinwald |datum=2026-01-13 |sprache=de |abruf=2026-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
1973 in Salzburg geboren, besuchte Markus Schinwald zunächst die Linzer Modeschule&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://lentiaschool.at/ |titel=business &amp;amp; design school Lentia |datum=2024-09-26 |sprache=de |abruf=2026-01-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und legte dort die Matura ab. Schulbegleitend erlernte er das Schneiderhandwerk.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ingeborg Wiensowski |Titel=Kunst: Markus Schinwald |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2001-06-25 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/kunst-markus-schinwald-a-140967.html |Abruf=2026-01-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss studierte er Visuelle Gestaltung/Design an der [[Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz|Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz]] bei [[Herbert Lachmayer]], sowie Kulturwissenschaften an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Humboldt-Universität Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.basis-wien.at/db/person/16123 |titel=basis wien - Markus Schinwald |sprache=de |abruf=2026-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Ausstellungstätigkeit begann bereits Mitte der 90er Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Time out; das Kunstprojekt der RENTA Gruppe Nürnberg 1997 |Hrsg=Franz Ackermann |Verlag=Kunsthalle Nürnberg |Ort=Nürnberg |Datum=1997 |ISBN=1136425233}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit Birgitta Rottmann und Meike Schmidt-Gleim erhielt er 2000 das begehrte Max-Schindler Stipendium in den Mackey Apartments, Los Angeles.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://sbgv1.orf.at/stories/495270 |titel=Venedig: Kunstbiennale mit Markus Schinwald - oesterreich.ORF.at |abruf=2026-01-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Internationale Bekanntheit erlangte er durch seine maßgebliche Beteiligung an der Abschlusspräsentation: Group X - Oxygen: Flipping through Frederick Kiesler (2000).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.makcenter.org/exhibitions/group-x |titel=Final Projects: Group X - Oxygen: Flipping through Frederick Kiesler |datum=2000-09-26 |sprache=en-US |abruf=2026-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurde in der Expositur des [[Museum für angewandte Kunst (Wien)]] im [[Schindler House]] in [[Hollywood]] gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die intensive Auseinandersetzung mit den konzeptuellen Grundannahmen des Architekten und Künstlers [[Friedrich Kiesler]], die alle Lebensbereiche mit einschließen und das Thema [[Gesamtkunstwerk]] umkreist, blieb für ihn prägend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2011 vertrat er Österreich auf der 54. [[Biennale di Venezia|Biennale]] in Venedig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://universes.art/de/biennale-venedig/2011/pavilions |titel=Pavillons. Biennale Venedig 2011: Austria Artist: Markus Schinwald; Commissioner: Eva Schlegel; Venue: Pavilion at Giardini |sprache=de-DE |abruf=2026-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2018 erhielt er einen Lehrauftrag an der [[Yale University]] im Fachbereich Film, Video &amp;amp; Interdisciplinary.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Nicole Scheyerer |url=https://ropac.net/press-documents/178/ |titel=UNTER DEN FLÜGELN DES SCHWANS {{!}} Zu Gast im beeindruckenden Wiener Studio des Künstlers Markus Schinwald, in dem der Sensenmann umgeht |sprache=en |abruf=2026-01-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2021 inszenierte er &amp;#039;&amp;#039;Danse Macabre&amp;#039;&amp;#039; für die [[Wiener Festwochen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Helmut Ploebst |url=https://www.derstandard.at/story/2000127182238/markus-schinwalds-danse-macabre-der-tod-als-urkommunist |titel=Markus Schinwalds „Danse Macabre“: Der Tod als Urkommunist |sprache=de-AT |abruf=2026-01-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr nahm er einen Ruf auf die Professur für Malerei an der [[Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe|Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kunstakademie-karlsruhe.de/akademie/professor-innen/markus-schinwald/ |titel=Markus Schinwald - Staatliche Akademie der Künste Karlsruhe |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Eröffnung der [[Heidi Horten]] Collection (Wien) 2022 gestaltete er im Auftrag von [[Agnes Husslein]]-Arco und mit Bildhauer [[Hans Kupelwieser]] einen fingierten &amp;#039;&amp;#039;Tearoom.&amp;#039;&amp;#039; Auf immersive Weise wird die dort präsentierte Sammlung kleinformatiger, kunsthandwerklicher Preziosen in die nachempfundene Atmosphäre historischer [[Wunderkammer]]n und bürgerlicher Rückzugsorte des 19. Jahrhunderts getaucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Datum=2023|Abruf=|Titel=Heidi Horten Collection: collection guide|ISBN=978-3-99153-071-8|Verlag=VFMK|Autor=Agnes Husslein-Arco, Rolf H. Johannsen|Ort=Vienna|Hrsg=Heidi Horten Collection|Seiten=216}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen Repräsentation und Intimität changierend, inszeniert und vermittelt das entworfene Interieur sowohl Funktionen der adaptierten historischen Räumlichkeiten, wie Funktionen der Sammlung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Agnes Husslein-Arco, Christiane Kuhlmann |url=https://hortencollection.com/media/398/download/In_situ_Werke_Tea-Room.pdf?v=1 |titel=In Situ: Künstlerische Interventionen von Andreas Duscha, Hans Kupelwieser, Constantin Luser, Markus Schinwald, Oswald Stimm |werk=https://hortencollection.com |hrsg=Heidi Horten Collection |datum=2022 |abruf=2026-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss folgte eine Einladung an das [[Museum für angewandte Kunst (Wien)]]. In enger Zusammenarbeit mit Sammlungsleitern entwarf Markus Schinwald ein künstlerisches Konzept für die Neugestaltung der zentralen Schausammlung &amp;#039;&amp;#039;Wien 1900 – Alltag. Gesamtkunstwerk&amp;#039;&amp;#039;. Mit diesem 2026 fertiggestellten Auftrag setzte Direktorin [[Lilli Hollein]] die Tradition des Hauses fort, zeitgenössische Künstler in die Museumgestaltung einzubeziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/3000000304765/2026-zeigt-das-mak-neue-wien-1900-schau-und-schlingensief |titel=2026 zeigt das Mak neue „Wien 1900“-Schau und Schlingensief |sprache=de-AT |abruf=2026-01-21|autor=Katharina Gossow|werk=https://www.derstandard.at/|hrsg=DER STANDARD|datum=2026-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mak.at/ausstellung/wien1900 |titel=WIEN 1900 – Alltag. Gesamtkunstwerk Neuaufstellung der MAK Schausammlung |werk=https://www.mak.at/ |abruf=2026-01-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Markus Schinwald lebt zwischen [[Karlsruhe]], [[Wien]] und [[New York City|New York]]. Er ist mit der US-amerikanischen Musikerin und Kulturwissenschaftlerin Ginger Dellenbaugh verheiratet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gingerdellenbaugh.com/ |titel=Ginger Dellenbaugh |sprache=en-US |abruf=2026-01-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Aufgrund seines perspektivenreichen, kulturtheoretisch fundierten Zugangs tendiert Markus Schinwald zum Arbeiten in Werkserien. Diese Arbeitsweise ermöglicht ein dynamisches Aufarbeiten seiner zentralen Fragestellungen zu den Bedingungen körperlicher Wahrnehmung und Entscheidungsfreiheit über einen längeren Zeitraum hinweg:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den frühen Arbeiten, häufig [[Kleiderskulpturen]], wie sie auch von [[Erwin Wurm]] bekannt sind, bildet sich sein Herkommen aus dem Bereich [[Mode]] ab. Das &amp;#039;&amp;#039;Jubelhemd&amp;#039;&amp;#039; (1997)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://magasin3.com/en/artwork/jubelhemd-2/ |titel=Jubelhemd |werk=Magasin III |sprache=en-US |abruf=2026-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zählt zu seinen vielbeachteten Schlüsselwerken. Markus Schinwald nähte die Ärmel eines weißen Herrenhemdes verkehrt herum an. Durch diese dezente Transformation eines üblichen und weit verbreiteten Bekleidungsstückes der Herrenausstattung, wird auf humorvolle Weise zur Anschauung gebracht, wie Kleider körperliches Verhalten prägen. Der Träger wird zu einer Jubelgeste oder zur Kapitulation (?) mit erhobenen Armen gezwungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.quart.at/bibliothek/alle_ausgaben/nr_15_10/geschichten_und_falten |titel=Stephan Hilpold - Geschichten und Falten {{!}} Quart Heft für Kultur Tirol Nr. 15/10 |abruf=2026-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2025 inspirierte diese Arbeit die schwedische Komponistin [[Lisa Streich]] zu einer musikalischen Verarbeitung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.srf.ch/audio/musik-unserer-zeit/konzert-jubelhemd-von-lisa-streich?id=AUDI20250702_NR_0008 |titel=Konzert: «Jubelhemd» von Lisa Streich |sprache=de |abruf=2026-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn der 2000er Jahre entwickelte Markus Schinwald [[Porträt]]serien, teils unter Rückgriff auf historisches Material, etwa Gemälde der Biedermeierzeit oder auch Lithographien aus dem 19. Jahrhundert (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Josef Kriehuber]]), die er in einer Form der [[Appropriation Art|Appropriation]] in altmeisterlicher Manier virtuos überarbeitete. Als ob er mit den Porträtierten in näherer Verbindung stünde, betitelte er die Gemälde lediglich mit Vornamen. Die Porträtierten präsentieren nichts außer sich selbst und jene verschiedenen besonderen Gegebenheiten, in die sie ihr individuelles Leben eingepasst haben. So versieht Markus Schinwald die Dargestellten mit schlaufen-, halfter-, masken- und schmuckartigen Apparaturen. Sie wirken wie merkwürdige Prothesen, schränken die Proträtierten in ihrer mimischen Bewegungsfreiheit ein, stellen still. Sich selbst entfremdet, bisweilen sogar völlig verhüllt sind sie wehrlos den Blicken des Betrachters ausgesetzt. Die Frage nach Möglichkeiten individueller Autonomie steht im Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den verstörenden Halbfiguren-Bildnissen begegnete der Besucher erneut in einem enigmatischen Labyrinth aus herabhängenden Wänden, die Markus Schinwald 2011 in den österreichischen Pavillon auf der Biennale in Venedig eingezogen hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Datum=2011|Abruf=2026-01-26|Titel=Markus Schinwald: La Biennale di Venezia 2011, 54. Esposizione Internazionale d&amp;#039;Arte, Österreichischer Pavillon|ISBN=978-3-86984-223-3|Verlag=Verl. für Moderne Kunst|Ort=Nürnberg|Autor=Eva Schlegel mit Texten von Thomas Macho, Mirjam Schaub und Philipp Kaiser}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der [[Malerei]] wechselte Schinwald bald zu dem Medium der [[Performance (Kunst)|Performance]] sowie der [[Fotografie]] und [[Videokunst]]. Seine Protagonisten sind dabei oft eingezwängt in außergewöhnliche Räume, verrenken sich in widernatürlichen Handlungen und kreieren dadurch höchst surreale Situationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Markus Schinwald verarbeitete dabei Einflüsse aus dem Opernbereich, setzte sich mit Genres der Unterhaltungsindustrie auseinander und stellte zudem einen Bezug zu den Theorien von [[Sigmund Freud]] her. Dabei zieht sich die Vorstellung, dass ein intensiver psychischer Zustand auch körperlich in Erscheinung tritt, wie ein roter Faden durch seine Arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere in der 2004 entstandenen Fotografie und dem gleichnamigen Video (35 mm, 3 min) „1st Part Conditional“, wird Markus Schinwalds Statement deutlich: [Es handelt sich um einen] &amp;#039;&amp;#039;„Film über die [[Konversion (Psychologie)|Konversion]] einer psychischen Verdrehung in eine physische [[Konvulsion]].“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Schinwald. Tableau.Twain, AK Frankfurter Kunstverein, Berlin/New York 2004, S. 227.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.essl.museum/kuenstler/schinwald.html |wayback=20120616130104 |text=&amp;#039;&amp;#039;Markus Schinwald&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2025 zeigte die Galerie Ropac (Salzburg) in der Ausstellung „Interiors Inc.“ eine Serie von neun Gemälden, an denen Markus Schinwald seit 2021 in bewusster Verlangsamung seines Schaffensprozesses gearbeitet hatte. Sie sind Collagen aus älteren kleinformatigen Bilder des 18. und 19. Jahrhunderts, die der Künstler auf dem Markt erworben und in eigene großformatige Bildschöpfungen über die Wahl einer entsprechenden Malweise, Farbpalette und Stimmung integriert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Markus Schinwald versteht diese Serie als eine Gegendemonstration zu einem von sozialen Medien diktierten kulturellen Zugang, der elektronisch generierte Verlinkungen anstelle von behutsam rekonstruierender Kontextbestimmungen setzt. Mit diesen über Jahre hinweg entstandenen Bildern, so äußerte sich der Künstler gegenüber der Kulturjournalistin Hedwig Kainberger, drücke er seine Sorge über ein dramatisches Verschwinden von Kultur aus. Medial gestiftete Kurzzeiterinnerungen lösen individuelles wie kollektives Langzeitgedächtnis aus, ersticken die Selbstwahrnehmung in einer dauernden Gegenwartsschleife und verunmöglichen ein Geschichts- und Zukunftsverständnis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Hedwig Kainberger|url=https://www.sn.at/kultur/bildende-kunst/markus-schinwald-in-der-galerie-ropac-gemaelde-wachsen-aus-der-traurigkeit-art-613829|titel=Markus Schinwald in der Galerie Ropac: Gemälde wachsen aus Traurigkeit|werk=https://www.sn.at/kultur/bildende-kunst|datum=2025-10-03|abruf=2026-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ähnliche, zivilisationskritische Haltung ist Markus Schinwalds Museumsgestaltungen inne. Mit der Einbettung von Objekten in atmosphärische Räume, die ein individuelles assoziatives Nacherleben historischer Entstehungssituationen ermöglichen, schafft er Rezeptionsbedingungen, die auf erfahrendes Verstehen zielen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie ==&lt;br /&gt;
* dictio pii (2001)&lt;br /&gt;
* diarios [barragan] (2003)&lt;br /&gt;
* diarios [to you] (2003)&lt;br /&gt;
* 1st Part Conditional (2004)&lt;br /&gt;
* Children&amp;#039;s Crusade (2004)&lt;br /&gt;
* Orient (2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anerkennungen ==&lt;br /&gt;
* 2007: [[Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst]]&lt;br /&gt;
* 2008: [[Großer Kunstpreis des Landes Salzburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen ==&lt;br /&gt;
* 2000: [[Schindler House]], West Hollywood: &amp;#039;&amp;#039;Group X - Oxygen: Flipping through Frederick Kiesler&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2001: [[Museum für Angewandte Kunst Köln]]: &amp;#039;&amp;#039;Köln Untragbar. Mode als Skulptur&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bettina Köhler |Titel=Untragbar. Mode als Skulptur? Barbara Graf. Zum Beispiel. Die anatomischen Gewänder |Sammelwerk=FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur |Nummer=40 |Datum=2005-12-01 |ISSN=2197-6910 |DOI=10.57871/fkw4020051020 |Online=https://www.fkw-journal.de/index.php/fkw/article/view/1020 |Abruf=2026-01-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2001: [[Moderna Museet]], Stockholm&lt;br /&gt;
* 2004: [[Frankfurter Kunstverein]] &amp;#039;&amp;#039;Tableau Twain&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2006: Aspen Art Museum, Colorado&lt;br /&gt;
* [[Museo d’Arte Moderna di Bologna]]&lt;br /&gt;
* 2007: Augarten Contemporary, Wien&lt;br /&gt;
* [[Essl Museum]] &amp;#039;&amp;#039;FOTO.KUNST. Zeitgenössische Fotografie aus der Sammlung Essl&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2008: [[Migros Museum für Gegenwartskunst]], Zürich&lt;br /&gt;
* 2009: [[Kunsthaus Bregenz]] &amp;#039;&amp;#039;Vanishing Lessons&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Kunsthalle (Budapest)|Műcsarnok]], Kunsthalle Budapest&lt;br /&gt;
* 2011: [[Biennale di Venezia]], Commissioner [[Eva Schlegel]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.labiennale.at/2011/ la Biennale 2011, Markus Schinwald, Commissioner Eva Schlegel]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Lentos]], Kuratorin [[Stella Rollig]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lentos.at/de/45_2606.asp Markus Schinwald Einzelausstellung 2011 im Lentos Linz]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Kunstverein Hannover]]&lt;br /&gt;
* 2012/2013: Galerie Wilson im [[Palais de Tokyo]], Paris: &amp;#039;&amp;#039;Overture&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2014: SFMoMA und CCA Wattis Institute for Contemporary Arts, San Francisco&lt;br /&gt;
* 2014/2015: M Leuven&lt;br /&gt;
* 2015: Magasin III, Museum for Contemporary Art, Stockholm&amp;lt;ref&amp;gt;Webpräsentation der Ausstellung im [https://www.magasin3.com/en/exhibition/markus-schinwald-3/ Magasin III - Markus Schinwald]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2017: Centro de Arte Contemporáneo de Málaga: &amp;#039;&amp;#039;Children`s Crusades&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2021: Fondazione Coppola, Vicenza: &amp;#039;&amp;#039;Misfits&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2023:, Phileas. The Austrian office for Contemporary Art, Wien: &amp;#039;&amp;#039;Panorama (and other satellites)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2024: [[Szépművészeti Múzeum]], Kunstmuseum Budapest: &amp;#039;&amp;#039;The Portrait’s Home – Home Portraits&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Hamburger Kunsthalle]]: &amp;#039;&amp;#039;Illusion: Dream – Identity – Reality&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2025: Thaddaeus Ropac, Salzburg: &amp;#039;&amp;#039;Interiors Inc&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sammlungen ==&lt;br /&gt;
* Museum of Modern Art (MoMA), New York&lt;br /&gt;
* SFMoMA, San Francisco&lt;br /&gt;
* Belvedere Wien&lt;br /&gt;
* museum moderner kunst stiftung ludwig wien [mumok]&lt;br /&gt;
* Falckenberg-Sammlung in den Deichtorhallen Hamburg&lt;br /&gt;
* Hamburger Kunsthalle&lt;br /&gt;
* Musée d’Art Moderne de Paris&lt;br /&gt;
* Kunsthaus Zürich&lt;br /&gt;
* Tate Modern London&lt;br /&gt;
* Museo d&amp;#039;Arte Contemporanea Donna Regina (MADRE), Neapel&lt;br /&gt;
* [https://magasin3.com/en/artwork/eric-2/ Museum for Contemporary Art (MAGASIN III)], Stockholm&lt;br /&gt;
* Israel Museum, Jerusalem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Moderna Museet, &amp;#039;&amp;#039;dictio pii,&amp;#039;&amp;#039; Stockholm: Moderna Museet, 2001. ISBN 91-7100-662-1.&lt;br /&gt;
* Frankfurter Kunstverein, [[Nicolaus Schafhausen]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;MARKUS SCHINWALD, Tableau Twain,&amp;#039;&amp;#039; New York: Lukas&amp;amp;Sternberg, 2004. ISBN 0-9745688-7-2&lt;br /&gt;
* Atelier Augarten und migros museum, [[Agnes Husslein-Arco]], [[Heike Munder]], [[Thomas D. Trummer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Markus Schinwald&amp;#039;&amp;#039;. Zürich 2007, ISBN 978-3-905829-22-8.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Markus Schinwald, vanishing lessons: [anlässlich der Ausstellung Markus Schinwald, Vanishing Lessons, 14. Februar bis 13. April 2009, Kunsthaus Bregenz] / mit Texten von Jörg Heiser; Hans Dieter Huber; Rudolf Sagmeister. Übers. Nicholas Grindell; Ausstellungskatalog und Konferenzschrift |Hrsg=Kunsthaus Bregenz |Verlag=König |Ort=Köln |Datum=2009 |ISBN=9783865605368}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hans Dieter Huber |Titel=Unheimliche Lektionen. Ästhetische Bedingungen im Werk von Markus Schinwald |Verlag=arthistoricum.net |Ort=Heidelberg |Datum=2018 |DOI=10.11588/artdok.00005967 |URN=nbn:de:bsz:16-artdok-59677|Kommentar=Erstveröffentlichung 2009}}&lt;br /&gt;
* Kunstverein Hannover, LENTOS Museum Linz (Hrsg.) mit Texten von Roland Meyer, Ute Stuffer, Wolfgang Ullrich: &amp;#039;&amp;#039;Markus Schinwald,&amp;#039;&amp;#039; Nürnberg: Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2011. ISBN 978-3-86984-236-3.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Markus Schinwald: La Biennale di Venezia 2011, 54. Esposizione Internazionale d&amp;#039;Arte, Österreichischer Pavillon |Hrsg=Eva Schlegel unter Mitwirkung von Philipp Kaiser, Thomas Macho, Mirjam Schaub |Verlag=Verlag für moderne Kunst |Ort=Nürnberg |Datum=2011 |ISBN=978-3-86984-223-3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Markus Schinwald: [on the occasion of Markus Schinwald&amp;#039;s Exhibition presented at the CAPC Museum of Contemporary Art of Bordeaux, from May 16 to September 15, 2013] |Hrsg=Markus Schinwald, Alexis Vaillant, mit Texten von Virginia Dellenbaugh |Verlag=CAPC |Ort=Bordeaux |Datum=2013 |ISBN=978-2-87721-219-9}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Juliane Schörghuber |Titel=Markus Schinwald: Deformierte und deformierende Elemente |Ort=Wien |Datum=2014 |DOI=10.25365/thesis.33947 |URN=nbn:at:at-ubw:1-30285.79815.759964-8}}&lt;br /&gt;
* Galerie Thaddaeus Ropac, Dominique de Font-Réaulx, &amp;#039;&amp;#039;Markus Schinwald,&amp;#039;&amp;#039; Paris: Galerie Thaddeus Ropac, 2016. ISBN 978-2-91005-570-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123059542}}&lt;br /&gt;
* [https://ropac.net/de/artists/79-markus-schinwald/ Markus Schinwald auf der Website der ihn vertretenden Galerie Ropac]&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/kunst-markus-schinwald-a-140967.html Ingeborg Wiensowski, &amp;#039;&amp;#039;Markus Schinwald. Bei ihm jubeln die Hemden, atmen die Pullover.&amp;#039;&amp;#039;..; Spiegel Juni 2001]&lt;br /&gt;
* [https://www.quart.at/bibliothek/alle_ausgaben/nr_15_10/markus_schinwald Markus Schinwald | Quart Heft für Kultur Tirol Nr. 15/10]&lt;br /&gt;
* [https://www.kunstverein-hannover.de/de/ausstellungen/399-markus-schinwald Einführender Text zur Ausstellung Markus Schinwald im Kunstverein Hannover (2011)]&lt;br /&gt;
* [https://sammlung-essl.at/jart/prj3/essl/main.jart?content-id=1363947043047&amp;amp;rel=de&amp;amp;article_id=1364874376436&amp;amp;reserve-mode=active Lisa Grünwald auf der Website der Sammlung Essl 2011]&lt;br /&gt;
* B[https://sbgv1.orf.at/stories/495270 erichterstattung des ORF über Markus Schinwald im Österreich Pavillon auf der 54. Biennale in Venedig 2011]&lt;br /&gt;
* [https://www.parnass.at/news/markus-schinwald-im-gespraech-mit-jasper-sharp Markus Schinwald im Gespräch mit Jasper Sharp 2017]&lt;br /&gt;
* Dance Macabre für die Wiener Festwochen 2021 zur Komposition von Matthew Chamberlain mit dem Performer [[Oleg Soulimenko]], [https://www.youtube.com/watch?v=_YWeMQwGlDw Videoclip (2020) auf Youtube]&lt;br /&gt;
* [https://www.parnass.at/news/wiener-festwochen-markus-schinwald-im-interview Wiener Festwochen: Markus Schinwald im Interview mit Walter Seidl, Parnass 2020]&lt;br /&gt;
* [https://ropac.net/press-documents/178/ Nicole Scheyerer, &amp;#039;&amp;#039;Unter den Flügeln des Schwans. Zu Gast im Wiener Studio des Künstlers Markus Schinwald&amp;#039;&amp;#039;, Falter November 2020]&lt;br /&gt;
* [https://ropac.net/usr/library/documents/main/exhibitions/763/massalzburg25_pressrelease_de_v01.pdf Pressemitteilung der Galerie Ropac, Salzburg anlässlich einer Lesung mit Sunnyi Melles am 4. Oktober 2025 in der Villa Knast, Salzburg]&lt;br /&gt;
* [https://www.sn.at/kultur/bildende-kunst/markus-schinwald-in-der-galerie-ropac-gemaelde-wachsen-aus-der-traurigkeit-art-613829 Hedwig Kainberger, Gemälde wachsen aus der Traurigkeit: zu Markus Schinwald in der Galerie Ropac, in: Salzburger Nachrichten 2025]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123059542|LCCN=nb2003096218|VIAF=8285179}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schinwald, Markus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzeptkünstler (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Videokünstler (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Performancekünstler (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer einer Biennale di Venezia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schinwald, Markus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Künstler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1973&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Salzburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Sprachraum</name></author>
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