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	<title>Markus Horovitz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Márkus Horovitz.jpg|mini|Márkus Horovitz, vor 1910]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Markus Horovitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[Hebräische Sprache|hebräisch]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;מרדכי הלוי הורוויץ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geb. [[14. März]] [[1844]] in Ladány bei [[Tokaj]], [[Kaisertum Österreich]]; gest. [[27. März]] [[1910]] in [[Frankfurt am Main]]) war ein ungarischer [[Historiker]] und [[Orthodoxes Judentum|orthodox]]er [[Rabbiner]] in [[Lębork|Lauenburg i. Pom.]], [[Gniezno|Gnesen]] und Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Markus Horovitz wurde als Sohn einer alten Familiendynastie von Gelehrten geboren. Seiner Ausbildung zum Rabbiner ging er in Újhely, Verbé sowie einer renommierten Rabbinerschule in [[Eisenstadt]] bei [[Esriel Hildesheimer]] nach. Nach seinem Abitur folgte er seinem Lehrer Hildesheimer und studierte [[Philosophie]] und orientalische Sprachen an den Universitäten von [[Wien]], [[Budapest]] und [[Berlin]], promovierte 1871 in [[Tübingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Frankfurt a. M. |Sammelwerk=[[Im deutschen Reich]] |WerkErg=Zeitschrift des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens |Datum=1910-05 |Seiten=392-394 |Kommentar=Nachruf Markus Horovitz |Online=https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/titleinfo/2343223 |Abruf=2023-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktionen ===&lt;br /&gt;
Als Rabbiner war er zunächst ab 1871 in Lauenburg i. Pom. und dann ab 1874 in [[Gniezno|Gnesen]] tätig. 1878 wurde er als orthodoxer Rabbiner der Israelitischen Gemeinde nach Frankfurt am Main berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit bestanden stark zugespitzte Differenzen zwischen den [[Reformiertes Judentum|reformierten]] und orthodoxen Juden dieser Gemeinde, die in der Drohung der Orthodoxen gipfelten, die Gemeinde zu verlassen und eine [[Austrittsgemeinde (Judentum)|&amp;#039;&amp;#039;Austrittsgemeinde&amp;#039;&amp;#039;]] unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Israelitische Religionsgesellschaft&amp;#039;&amp;#039; zu gründen. Während das [[Gesetz über die Verhältnisse der Juden]] von 1847 den Zusammenschluss der verschiedenen religiösen Strömungen als [[Einheitsgemeinde (Judentum)|&amp;#039;&amp;#039;Einheitsgemeinde&amp;#039;&amp;#039;]] festgeschrieben hatte (gültig bis 1938), schuf die so genannte [[Lex Miquel-Lasker|Lex Lasker]] ab 1874 die Möglichkeit eines Ausscheidens aus Gewissensgründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Grund des Disputs beruhte auf der reformierten bzw. liberalen Ausrichtung der Frankfurter [[Hauptsynagoge (Frankfurt am Main)|Hauptsynagoge]]. Dem dort zelebrierten Ritus wollten die Orthodoxen unter maßgeblicher Führung des Rabbiners [[Samson Raphael Hirsch]] nicht länger folgen. Der Vorstand der Israelitischen Gemeinde Frankfurts sah in der Berufung von Horovitz eine Option, die Spaltung zu vermeiden und berief diesen gleichzeitig in eine so bezeichnete Ritualkommission. Vor Amtsantritt machte Horovitz zur Auflage, dass er nicht nur den liberalen Rabbinern der Gemeinde gleichgestellt sein, sondern auch die Aufsicht über sämtliche religionsgesetzlichen Einrichtungen haben müsse. Aus der mangelnden Akzeptanz der liberalen Hauptsynagoge auf Seiten der Orthodoxen ergab sich deren Forderung nach dem Bau einer eigenen orthodoxen Synagoge. Dieses zwischen 1881 und 1882 direkt am [[Jüdischer Friedhof Battonnstraße|mittelalterlichen jüdischen Friedhof]] der Stadt errichtete Bauwerk wurde umgangssprachlich Horovitzsynagoge genannt, nach dem an sie grenzenden Platz, dem früheren Judenmarkt, auch [[Börneplatzsynagoge]]. Während seiner Amtszeit erweiterte Horovitz die bereits bestehende Israelitische Religionsschule Frankfurts zu zwei [[Modellschule]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.judengasse.de/dhtml/P137.htm Markus Horovitz] auf: judengasse.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horovitz war einer der Begründer und Direktoren des 1896 gegründeten [[Allgemeiner Rabbiner-Verband in Deutschland|Rabbinerverbandes in Deutschland]] und Präsident des Deutsch-Jüdischen Waisenhauses in [[Jerusalem]]. Im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit der verschiedenen Strömungen des Judentums wirkte er beispielsweise auch auf die von ihm mit initiierte Gründung des [[Hilfsverein der deutschen Juden|Hilfsvereins der deutschen Juden]], der Vereinigung traditionell-gesetzestreuer Juden und des Verbandes der deutschen Juden im [[B’nai B’rith]] Orden, in deren Vorständen er wirkte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2022-12 |url=http://deposit.d-nb.de/cgi-bin/exilframe.pl?ansicht=3&amp;amp;zeitung=aufbau&amp;amp;jahrgang=10&amp;amp;ausgabe=10&amp;amp;seite=03000016 |text=Adolf Kober: Markus Horovitz, Zum Gedenken anlässlich seines 100. Geburtstages, in: Aufbau (Deutsche Exilpresse), 10. März 1944 |archivebot=2022-12-12 11:53:09 InternetArchiveBot}} auf: d-nb.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1897 gehörte Horovitz zu den [[Protestrabbiner]]n, die sich gegen den von [[Theodor Herzl]] propagierten [[Zionismus]] mit dem Ziel eines jüdischen Nationalstaates wandten. Diese Auseinandersetzungen wurden auch in der Frankfurter Gemeinde geführt, wo [[Jacob Löb Goitein]] zu einem der Gegenspieler von Horovitz wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Markus Horovitz war Vater von elf Kindern, unter ihnen [[Jakob Horovitz]] (er war, wie der Vater, Rabbiner in Frankfurt am Main) und der Orientalist [[Josef Horovitz]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gudrun Jäger: &amp;#039;&amp;#039;Der jüdische Islamwissenschaftler Josef Horovitz und der Lehrstuhl für semitische Philologie an der Universität Frankfurt am Main 1915–1949.&amp;#039;&amp;#039; In: Jörn Kobes, Jan-Otmar Hesse (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Wissenschaftler zwischen 1933 und 1945.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein-Verlag, Göttingen 2008, S. 61–79, hier S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Enkel, der in Großbritannien geborene israelische Journalist David Horovitz gründete die [[Nachrichtenportal|Internet-Zeitung]] [[The Times of Israel]].&amp;lt;ref&amp;gt;David Horovitz: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.timesofisrael.com/in-frankfurt-grappling-with-traces-of-my-familys-nazi-shattered-world/ In Frankfurt, grappling with traces of my family&amp;#039;s Nazi-shattered world]&amp;#039;&amp;#039;, TOI, 21. Juni 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publikationen ===&lt;br /&gt;
* div. Essays über die Herkunft der ungarischen Juden in: &amp;#039;&amp;#039;Izraelita Közlöny.&amp;#039;&amp;#039; 1869.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Jüdischen Gemeinde in Eisenstadt.&amp;#039;&amp;#039; 1869.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jose ben Jose.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Presse.&amp;#039;&amp;#039; 1873.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Rabbinen.&amp;#039;&amp;#039; 4 Bände, 1882–1885, Olms, Hildesheim/New York 1972, 2. überarb. und erw. Aufl., ISBN 3-487-04282-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Ärzte in Frankfurt/M.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1886.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Matte Levi.&amp;#039;&amp;#039; Sammlung talmudischer Gutachten zum Eherecht, Frankfurt am Main 1891.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wohlthätigkeitspflege bei den Juden im Alten Frankfurt.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1896.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Statistik der Jüdischen Bevölkerung im Alten Frankfurt.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1896.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Frankfurter Rabbinerversammlung vom Jahre 1603.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1897.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Inschriften des alten Friedhofs der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt a. M.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1901.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von Liszka nach Berlin.&amp;#039;&amp;#039; [[J. Kauffmann Jüdischer Buchverlag und Buchvertrieb|Verlag J. Kauffmann]], Frankfurt am Main 1914.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reputation ===&lt;br /&gt;
Als orthodoxer Rabbiner der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main erlangte Horovitz Ansehen, weil es ihm gelungen war, sich einerseits gegen die liberalen Juden durchzusetzen, aber gleichzeitig die Abspaltung eines Teils der Orthodoxen zu vermeiden. Er bewahrte die Einheit der Frankfurter Gemeinde, während es in anderen deutschen Städten zur Spaltung kam. Er stellte in der praktischen Arbeit unter Beweis, dass ein Miteinander der unterschiedlichen religiösen Strömungen und Riten möglich ist, sofern allen entsprechender Raum und Respekt zuteilwird. Seine Arbeit wurde daher von vielen anderen jüdischen Gemeinden in Deutschland als vorbildhaft angesehen. Er gilt vielen Juden bis heute als Repräsentant eines geeinten Judentums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabmal ==&lt;br /&gt;
Rabbi Horovitz wurde auf dem Jüdischen Friedhof in der Rat-Beil-Straße zu Frankfurt am Main begraben. Die Reden anlässlich seiner Trauerfeier und Beisetzung wurden seinerzeit veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://lccn.loc.gov/ltf90006374 Reden Trauerfall Markus Horovitz, 1919] auf: lccn.loc.gov&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|9|642|643|Horovitz, Markus|Baruch Horovitz|118707132}}&lt;br /&gt;
* [[Carsten L. Wilke|Carsten Wilke]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der Rabbiner. Teil 1. Die Rabbiner der Emanzipationszeit in den deutschen, böhmischen und großpolnischen Ländern 1781–1871&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 2004&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Horovitz, Markus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon deutsch-jüdischer Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; Band 12: &amp;#039;&amp;#039;Hirs–Jaco.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; 2008, ISBN 978-3-598-22692-2, S. 265–271.&lt;br /&gt;
* Jeannette Strauss Almstad, [[Matthias Wolfes]]: &amp;#039;&amp;#039;Markus Horovitz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL).&amp;#039;&amp;#039; Band 31, Bautz, Herzberg 2010, Sp. 664–669.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118707132}}&lt;br /&gt;
* [https://www.jewishencyclopedia.com/ Jewish Encyclopedia] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118707132|titel=Horovitz, Markus|datum=2021-10-28}}&lt;br /&gt;
* [https://search.cjh.org/primo-explore/search?query=creator,contains,Markus%20Horovitz,AND&amp;amp;tab=default_tab&amp;amp;search_scope=LBI&amp;amp;vid=lbi&amp;amp;facet=tlevel,include,online_resources&amp;amp;facet=creator,include,Horovitz,%20M&amp;amp;mode=advanced&amp;amp;offset=0 Digitalisierte Werke von Markus Horovitz] in der Bibliothek des [[Leo Baeck Institut]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118707132|LCCN=n/85/74376|VIAF=35251062}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Horovitz, Markus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rabbiner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ungar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1844]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Horovitz, Markus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=ungarischer Historiker und orthodoxer Rabbiner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. März 1844&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Ladány bei [[Tokaj]], [[Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. März 1910&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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