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	<title>Marktwert - Versionsgeschichte</title>
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		<updated>2023-10-15T10:37:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/2A02:8070:B583:B160:5D8F:FD63:88B0:6AD3&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2A02:8070:B583:B160:5D8F:FD63:88B0:6AD3&quot;&gt;2A02:8070:B583:B160:5D8F:FD63:88B0:6AD3&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:2A02:8070:B583:B160:5D8F:FD63:88B0:6AD3&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:2A02:8070:B583:B160:5D8F:FD63:88B0:6AD3 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Verg%C3%A4nglichkeit&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Vergänglichkeit (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Vergänglichkeit&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marktwert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;market value&amp;#039;&amp;#039;}}) ist der [[Wert (Wirtschaft)|Wert]], der einem [[Wirtschaftsobjekt]] auf einem [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)|Markt]] durch den [[Marktpreis]] von den [[Marktteilnehmer]]n beigemessen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Zu den Wirtschaftsobjekten gehören [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|körperliche Güter]] wie [[Ware]]n, [[Handelsware]]n oder [[Commodities]] und [[Immaterielles Gut|immaterielle Güter]] wie [[Dienstleistung]]en oder [[Forderung]]en. Bei den meisten [[Geschäft (Wirtschaft)|Geschäften]] des Alltags lässt sich der Marktwert anhand des Preises ermitteln. Ein Preis  ergibt sich dort, wo ein (aktiver) Markt existiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans E. Büschgen]], &amp;#039;&amp;#039;Finanzmanagement&amp;#039;&amp;#039;, 1986, S. 66 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Beim aktiven Markt handelt es sich um einen [[Liquidität|liquiden]] Markt mit [[Homogenität (Wirtschaft)|homogenen]] (also [[Präferenz (Wirtschaftswissenschaften)|Präferenz]]freien) [[Produkt (Wirtschaft)|Produkten]] und der [[Öffentlichkeit]] zugänglichen Marktpreisen ([[International Financial Reporting Standards|IAS]] 36.5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Marktwert nicht als [[Geld]]betrag, sondern als Stückzahl oder Menge einer als [[Gegenleistung]] zu [[tausch]]enden Ware angegeben wird, spricht man vom [[Tauschwert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der [[Wert (Wirtschaft)|Wert]] ist seit Mai 1897 ein [[Rechtsbegriff]], als er erstmals im deutschen [[Handelsgesetzbuch]] (HGB) auftauchte. In {{§|429|hgb|juris}} Abs. 3 HGB ist heute noch geregelt, dass der [[Frachtführer]] bei verlorenen Gütern [[Schadensersatz]] zu leisten hat, wobei sich der Wert des Gutes nach dem Marktpreis, sonst nach dem gemeinen Wert von Gütern gleicher Art und Beschaffenheit bestimmt. Das [[Reichsgericht]] (RG) definierte im Anschluss hieran im Juni 1919 den „gemeinen Wert“ als der im Handelsverkehr zu erzielende Durchschnittspreis, der dem Handelspreis und dem Marktpreis entspreche.&amp;lt;ref&amp;gt;RG, Urteil vom 16. Juni 1919, Az.: I 61/19, RGZ 96, 124, 125&amp;lt;/ref&amp;gt; Es sei der Wert, den eine [[Sache (Recht)|Sache]] nach ihrer objektiven Beschaffenheit für jedermann habe.&amp;lt;ref&amp;gt;RGZ 96, 124, 125&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 1960 schuf das [[Baurecht (Deutschland)|Baurecht]] im Baugesetzbuch den Begriff des [[Marktwert (Immobilie)|Verkehrswerts]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[TEGoVA]] (The European Group of Valuer’s Associations) definierte im Jahre 1997 den Marktwertbegriff im [[Immobilie]]nsektor: „Der Marktwert ist der geschätzte Betrag, für welchen ein Immobilienvermögen am Tag der Bewertung zwischen einem verkaufsbereiten Veräußerer und einem kaufbereiten Erwerber, nach angemessenem Vermarktungszeitraum, in einer Transaktion im gewöhnlichen Geschäftsverkehr ausgetauscht werden sollte, wobei jede Partei mit Sachkenntnis, Umsicht und ohne Zwang handelt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktwerte in Gesetzen ==&lt;br /&gt;
In {{§|9|bewg|juris}} [[Bewertungsgesetz|BewG]] ist [[Abdingbares Recht|dispositiv]] und [[Steuerrecht (Deutschland)|steuerrechtlich]] festgelegt, dass bei [[Bewertung (Rechnungswesen)|Bewertungen]] der [[Gemeiner Wert|gemeine Wert]] zugrunde zu legen ist. Dabei wird der gemeine Wert durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen [[Geschäft (Wirtschaft)|Geschäftsverkehr]] nach der Beschaffenheit des [[Wirtschaftsgut (Steuerlehre)|Wirtschaftsgutes]] bei seiner [[Veräußerung]] zu erzielen wäre. Dabei sind alle Umstände, die den Preis beeinflussen, zu berücksichtigen. Ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse sind nicht zu berücksichtigen (§ 9 Abs. 2 BewG). Die [[Handelsrecht (Deutschland)|handelsrechtlichen]] Bewertungsvorschriften des {{§|255|hgb|juris}} Abs. 4 [[Handelsgesetzbuch|HGB]] setzen den Marktpreis mit dem [[beizulegender Wert|beizulegenden Wert]] ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;Fair Value&amp;#039;&amp;#039;}}) gleich. Handelt es sich nicht um einen aktiven Markt, ist der beizulegende Zeitwert mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden zu bestimmen. Der Marktwert ist wie der Zeitwert eine [[Wertkonvention]]. Bei [[Grundstück]]en, [[grundstücksgleiches Recht|grundstücksgleichen Rechten]], [[Immobilie]]n und [[Schiff]]en ist der Marktwert ein [[Schätzung|geschätzter]] Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach {{§|1|immowertv|buzer}} Abs. 1 [[Immobilienwertermittlungsverordnung|ImmoWertV]] ist die ImmoWertV seit Mai 2010 bei der Schätzung der Verkehrswerte (Marktwerte) von Grundstücken, ihrer [[Bestandteil]]e sowie ihres [[Zubehör]]s anzuwenden. Gemäß {{§|4|schiffsbelwertv|juris}} Abs. 1 Schiffsbeleihungswertverordnung (SchiffsBelWV) vom Mai 2008 setzt sich der Beleihungswert von Schiffen aus dem aktuellen Marktwert, dem durchschnittlichen Marktwert der letzten zehn Jahre und dem Neubau- oder Kaufpreis des Schiffes zusammen. Nach der [[Legaldefinition]] des {{§|9|schiffsbelwertv|juris}} Abs. 1 SchiffsBelWV ist der aktuelle Marktwert „der geschätzte Betrag, für welchen ein Schiff am Bewertungsstichtag zwischen einem verkaufsbereiten Verkäufer und einem kaufbereiten Erwerber, nach angemessenem Vermarktungszeitraum, in einer Transaktion im gewöhnlichen Geschäftsverkehr verkauft werden könnte, wobei jede Partei mit Sachkenntnis, Umsicht und ohne Zwang handelt“. Im Baurecht wird der Marktwert mit dem Verkehrswert gleichgesetzt ({{§|194|bbaug|juris}} BauGB). Am häufigsten kommt der Marktwert als Wertkonvention in der für [[Kapitalanlagegesellschaft]]en geltenden Derivateverordnung vor, ohne dass sie ihn definiert. Bei den hierin geregelten [[Derivat (Wirtschaft)|Derivaten]] gilt als Marktwert der [[Barwert]] der erwarteten zukünftigen [[Zahlung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktwerte in verschiedenen Fachgebieten ==&lt;br /&gt;
=== Börse und Bankwesen ===&lt;br /&gt;
Im [[Börse]]n&amp;amp;shy;wesen ist der [[Börsenkurs]] von [[Wertpapier]]en, [[Devisen]] oder [[Sorten]] der Marktpreis und ihr [[Kurswert]] der Marktwert. Der [[Shareholder Value]] ist der Marktwert des [[Eigenkapital]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Bogendörfer: [https://books.google.de/books?id=mjSMXhckIoYC&amp;amp;pg=PA92&amp;amp;dq=Marktwert&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Marktwert&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Dimensionen des Risikomanagements von kapitalmarktorientierten Lebensversicherungsunternehmen&amp;#039;&amp;#039;], 2010, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Marktkapitalisierung]] ist der Marktwert aller [[Aktie]]n eines [[Börsennotierung|börsennotierten]] [[Unternehmen]]s, der [[Unternehmenswert]] ist der Marktwert eines ganzen Unternehmens. Marktwert und Bilanzwert von Unternehmen weichen im Regelfall voneinander ab. Der &amp;#039;&amp;#039;Bilanzwert&amp;#039;&amp;#039; reflektiert das sich aus der [[Bilanz]] eines Unternehmens ergebende [[Reinvermögen]]. Er ist nicht geeignet, den Marktwert eines gesamten Unternehmens zu erklären.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Kinne]]: [https://books.google.de/books?id=dXpiHlek7eEC&amp;amp;pg=PA24&amp;amp;dq=Marktwert&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Marktwert&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Integratives Wertemanagement&amp;#039;&amp;#039;], 2009, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Tobin’s Q]] eignet sich ebenso für die [[Unternehmensbewertung]] wie [[Substanzwertverfahren|Substanzwert-]], [[Ertragswertverfahren]] oder weitere Methoden. Der Verkehrswert wird in verschiedenen [[Wirtschaftszweig|Branchen]] zur [[Wertermittlung]] herangezogen, so beispielsweise bei [[Verkehrswert (Kfz)|Kraftfahrzeugen]] oder [[Marktwert (Immobilie)|Immobilien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Bankwesen]] spielt der Marktwert als Grundlage bei der [[Sicherheitenbewertung]] von [[Kreditsicherheit]]en und bei der [[Bankbilanzierung]] von [[Derivat (Wirtschaft)|derivativen]] [[Bankgeschäft]]en eine wesentliche Rolle. Bei den Kreditsicherheiten werden [[bankenaufsicht]]srechtlich Immobilien in den Vordergrund gestellt, was auf andere Kreditsicherheiten entsprechend angewandt werden kann. Gemäß Art.&amp;amp;nbsp;4 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Nr.&amp;amp;nbsp;76 [[Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Kapitaladäquanzverordnung)|Kapitaladäquanzverordnung]] ist der Marktwert im Hinblick auf Immobilien der geschätzte Betrag, „zu dem die Immobilie am Tag der Bewertung nach angemessenem Marketing im Rahmen eines zu marktüblichen Konditionen getätigten Geschäfts, das die Parteien in Kenntnis der Sachlage, umsichtig und ohne Zwang abschließen, vom Besitz eines veräußerungswilligen Verkäufers in den Besitz eines kaufwilligen Käufers übergehen dürfte“. Eine ähnliche Regelung findet sich in {{§|16|pfandbg|juris}} Abs. 2 [[Pfandbriefgesetz|PfandBG]] als der geschätzte Betrag, „für welchen ein [[Beleihungsobjekt]] am Bewertungsstichtag zwischen einem verkaufsbereiten Verkäufer und einem kaufbereiten Erwerber, nach angemessenem Vermarktungszeitraum, in einer Transaktion im gewöhnlichen Geschäftsverkehr verkauft werden könnte, wobei jede Partei mit Sachkenntnis, Umsicht und ohne Zwang handelt“. Der Marktwert eines [[Derivat (Wirtschaft)|Derivats]] leitet sich aus dem Marktwert des zugrunde liegenden [[Basiswert]]es ab. Am Tag des Geschäftsabschlusses ist noch kein Marktwert vorhanden, danach kann sich ein positiver oder negativer Marktwert entwickeln. Nur letzterer ist am [[Bilanzstichtag]] in Form einer [[Rückstellung]] zu berücksichtigen. Damit ergibt sich für Banken ein [[Marktrisiko]] aus der negativen Veränderung der Marktwerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Versicherungswesen ===&lt;br /&gt;
Im [[Versicherungswesen]] sind [[Zeitwert]], [[Neuwert (Versicherungsrecht)|Neuwert]] und [[Wiederbeschaffungswert]] verwendete und dem Marktwert nahekommende Begriffe; der Zeitwert ist zudem die Differenz zwischen dem tatsächlichen Kurs eines [[Optionsschein]]es und seinem [[Innerer Wert|inneren Wert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmensbilanzierung ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Bilanzierung]] sagen Marktwert und [[Buchwert]] etwas über das bilanzielle oder ökonomische Risiko aus. Gesetzliche [[Bewertung (Rechnungswesen)|Bewertungsvorschriften]] sorgen hierbei auch dafür, dass das bilanzielle Risiko das ökonomische im Regelfall nicht übersteigt. Steigt beispielsweise der Marktwert eines Wertpapiers über seinen Buchwert, ist das ökonomische Risiko größer als das bilanzielle ([[stille Reserven]]). Sinkt hingegen der Marktwert unter den Buchwert, sind ökonomisches und bilanzielles Risiko identisch, weil das [[Niederstwertprinzip]] eine [[Abschreibung]] vorschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=eB7MBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA92&amp;amp;dq=Marktwert&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Marktwert&amp;amp;f=false Jan Scheffler, &amp;#039;&amp;#039;Hedge-Accounting: Jahresabschlussrisiken in Banken&amp;#039;&amp;#039;, 1994, S. 92]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Marktwert von verzinslichen Geschäften ([[Tagesgeldkonto|Tagesgeld]], [[Termingeld]]) hängt von der [[Bonität]] des [[Schuldner]]s, Betrag, [[Laufzeit (Wirtschaft)|Laufzeit]] und [[Zinssatz]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Scheffler, &amp;#039;&amp;#039;Hedge-Accounting: Jahresabschlussrisiken in Banken&amp;#039;&amp;#039;, 1994, S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt; Derivate weisen im Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses einen Marktwert von Null auf und sind dann bilanziell ein ausgeglichenes [[schwebendes Geschäft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=E--FMWSBTPsC&amp;amp;pg=PA109&amp;amp;dq=hgb+Marktwert&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hgb%20Marktwert&amp;amp;f=false Christian Schwarz, &amp;#039;&amp;#039;Derivative Finanzinstrumente und hedge accounting&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 108]&amp;lt;/ref&amp;gt; Lediglich ein während der [[Laufzeit (Wirtschaft)|Laufzeit]] entstehender &amp;#039;&amp;#039;negativer Marktwert&amp;#039;&amp;#039; stellt einen drohenden Verlust dar, wofür nach {{§|249|hgb|juris}} Abs. 1 Satz 1 HGB eine [[Rückstellung]] vorzunehmen ist. Liegt der Marktwert über einen angenommenen [[Fairer Wert|fairen Wert]], spricht man von einer &amp;#039;&amp;#039;Überbewertung&amp;#039;&amp;#039;, im umgekehrten Fall von einer &amp;#039;&amp;#039;Unterbewertung&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kunstwerke ===&lt;br /&gt;
Der Marktwert von [[Kunstwerk]]en ([[bildende Kunst]], [[Antiquität]]en) auf dem [[Kunstmarkt]] ist nicht fester Bestandteil eines Kunstwerkes, sondern wird ihm von außen beigemessen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=K8_gKmzbcTcC&amp;amp;pg=PA15&amp;amp;dq=Marktwert+Kunstwerke&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Marktwert%20Kunstwerke&amp;amp;f=false Holger Bonus, &amp;#039;&amp;#039;Kunst der Ökonomie: Umwelt und Identität&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 16]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist kaum anhand objektiver Maßstäbe bestimmbar, denn es treffen subjektive, vom Käufer ausgehende Symbolwerte auf [[Wert (Philosophie)|ästhetische Werte]].&amp;lt;ref&amp;gt;Isabelle Graw, &amp;#039;&amp;#039;Der große Preis – Kunst zwischen Markt und Celebrity-Culture&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Marktwert eines Kunstwerkes findet seine Objektivierung im [[Marktpreis]]. Der (objektive) Tauschwert spiegelt dabei den subjektiven Wert eines Kunstgutes wider, der wiederum durch den gestifteten [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] bestimmt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=BdWRBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA20&amp;amp;dq=Marktwert+Kunstwerke&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Marktwert%20Kunstwerke&amp;amp;f=false Manuela Landwehr, &amp;#039;&amp;#039;Kunst und ökonomische Theorie&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 20]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wertbestimmungskriterien sind der Bekanntheitsgrad und [[Wiedererkennungswert]] des [[Künstler]]s, [[Materialwert]], [[Unikat]], [[Modetrend]]; langfristig ist jedoch der „ästhetische Wert“ maßgeblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Tasos Zembylas, &amp;#039;&amp;#039;Kunst oder Nichtkunst: Über Bedingungen und Instanzen ästhetischer Beurteilung&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 61&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Verringerung des Preisrisikos können [[Gutachten]], die auch die [[Echtheit]] bestätigen, eine wichtige Hilfe bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Profifußball ===&lt;br /&gt;
Auch [[Profifußball]]spieler haben auf dem [[Transfer (Fußball)|Transfermarkt]] einen Marktwert. Dieser errechnet sich objektiv aus dem Bilanzwert des Spielers bei seinem [[Fußballverein]]&amp;lt;ref&amp;gt;der Lizenzvertrag ist [[immaterieller Vermögensgegenstand]] im [[Anlagevermögen]] in der Bilanz&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem Vielfachen des Jahresgehalts des Spielers. Subjektive Merkmale, die letztlich beim [[Transfer (Fußball)|Transfer]] in die [[Ablösesumme]] einfließen, können zudem der [[Leistung (Sport)|sportliche Erfolg]] (geschossene [[Tor (Fußball)|Tore]]), die [[gesundheit]]liche Verfassung und das [[Lebensalter]] sein. Durch Vertragsverhandlungen, vertraglich festgeschriebene Ablösesummen oder auslaufende Verträge kann sich die Ablösesumme vom Marktwert unterscheiden. Der [[Mathematiker]] [[Christian Hesse (Mathematiker)|Christian Hesse]] wies 2012 nach, dass der durchschnittliche Marktwert einer der [[Fußball-Bundesliga]] angehörenden [[Fußballmannschaft]] mit ihrem zum Ende der [[Fußball-Bundesliga 2007/08|Saison 2007/08]] erreichten Tabellenplatz bei einem sehr hohen [[Korrelationskoeffizient]]en von 0,80 positiv [[Korrelation|korrelierte]], so dass die enormen Transfersummen berechtigt seien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=SeK8DPSr3JQC&amp;amp;pg=PA32-IA1&amp;amp;dq=marktwert+transfersumme&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=marktwert%20transfersumme&amp;amp;f=false Christian Hesse, &amp;#039;&amp;#039;Christian Hesses mathematisches Sammelsurium: 1:0=Unendlich&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 32]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volkswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
In der [[Volkswirtschaftslehre]] kann das [[Bruttoinlandsprodukt]] als der Marktwert aller für den Endverbrauch bestimmten [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] und [[Dienstleistung]]en definiert werden, die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes in einem Staat produziert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Nicholas Gregory Mankiw, &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 522&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktwertmaximierung ==&lt;br /&gt;
Marktwertmaximierung ist in der [[Kapitalmarkttheorie]] das [[Unternehmensziel]] von [[Marktteilnehmer]]n, im Rahmen ihres [[Marktverhalten]]s [[Handelsobjekt]]e zu handeln, durch die ihnen der größtmögliche [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] zukommt. Sie streben eine Wertsteigerung durch den optimalen Einsatz ihres verfügbaren [[Eigenkapital]]s an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Konzeption_eines_integrierten_IV_Systems/Gle8K5O-TTgC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Marktwertmaximierung&amp;amp;pg=PA53&amp;amp;printsec=frontcover Andre Daldrup, &amp;#039;&amp;#039;Konzeption eines integrierten IV-Systems zur ratingbasierten Quantifizierung des regulatorischen und ökonomischen Eigenkapitals im Unternehmenskreditgeschäft unter Berücksichtigung von Basel II&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 53]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Marktwertmaximierung wird in der US-amerikanischen und deutschen Fachliteratur seit 1977 als Unternehmensziel diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sanford J. Grossman]]/[[Joseph E. Stiglitz]], &amp;#039;&amp;#039;On Value Maximization and Alternative Objectives of the Firm&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Finance 32 (2), 1977, S. 389 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie gilt nur dann, wenn zwischen den [[Aktionär]]en Einmütigkeit besteht. Ist der [[Kapitalmarkt]] in der Lage, die individuellen [[Präferenz (Wirtschaftswissenschaften)|Präferenz]]en der Eigentümer auszugleichen, wird Einmütigkeit erreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Gaber, &amp;#039;&amp;#039;Gewinnermittlung und Investitionssteuerung&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Fisher-Separationstheorem]] bei einem &amp;#039;&amp;#039;vollkommenen und vollständigen&amp;#039;&amp;#039; [[Kapitalmarkt]] zeigt, dass die Investoren den Einkommensstrom aus der Investitionstätigkeit in für sie optimale Konsumströme transformieren können, wodurch die Marktwertmaximierung für alle Marktteilnehmer optimal ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Harry DeAngelo, &amp;#039;&amp;#039;Compotition and Unanimity&amp;#039;&amp;#039;, in American Economic Review 71, 1981, S. 21 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei einem &amp;#039;&amp;#039;unvollkommenen und unvollständigen&amp;#039;&amp;#039; Kapitalmarkt kann dagegen Marktwertmaximierung erreicht werden, wenn die [[Competitivity-Bedingung]] und die [[Spanning-Bedingung]] gleichzeitig erfüllt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Sanford J. Grossman/Joseph E. Stiglitz, &amp;#039;&amp;#039;Stockholder Unanimity in Making Production and Financial Decisions&amp;#039;&amp;#039;, in: The Quarterly Journal of Economics 94 (3), 1980, S. 564&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschieden wird zwischen der allgemeinen und der individuellen Marktwertmaximierung. Letztere wird [[Shareholder Value]] genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Wertorientierte_Unternehmensf%C3%BChrung_und/ej8FBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Marktwertmaximierung&amp;amp;pg=PR13&amp;amp;printsec=frontcover Helmut Laux, &amp;#039;&amp;#039;Wertorientierte Unternehmensführung und Kapitalmarkt&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 240]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine allgemeine Marktwertmaximierung betrifft alle Handelsobjekte des Kapitalmarkts. Aktionäre bevorzugen die [[Aktie]]n derjenigen [[Aktiengesellschaft]]en, deren [[Unternehmensplanung]] die [[Börsenkapitalisierung]] am höchsten werden lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Grundz%C3%BCge_der_Investitions_und_Finanzie/guejBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Marktwertmaximierung&amp;amp;pg=PA46&amp;amp;printsec=frontcover Reinhard H. Schmidt, &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Investitions- und Finanzierungstheorie&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 44]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies kann übertragen werden auf alle nicht an der [[Wertpapierbörse]] notierten Unternehmen, bei denen als Kenngröße der [[Unternehmenswert]] gilt. Werden Börsenkapitalisierung oder Unternehmenswert maximiert, ist das Ziel der Marktwertmaximierung erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragene Bedeutungen ==&lt;br /&gt;
Der Begriff ist auch im Personalwesen ([[Entlohnung]], Renommée) sowie umgangssprachlich im Bereich potentieller interpersoneller Partnerschaften ([[Attraktivität]]) verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4516039-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonomischer Markt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilanzrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertermittlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WikiBayer</name></author>
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