<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Marktverhalten</id>
	<title>Marktverhalten - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Marktverhalten"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marktverhalten&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T01:36:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marktverhalten&amp;diff=379397&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Arabsalam: rv auf vertrauenswürdige Version, siehe auch https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia%3AVandalismusmeldung&amp;diff=263019659&amp;oldid=263019615</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marktverhalten&amp;diff=379397&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-04T11:35:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;rv auf vertrauenswürdige Version, siehe auch https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia%3AVandalismusmeldung&amp;amp;diff=263019659&amp;amp;oldid=263019615&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marktverhalten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man in der [[Mikroökonomie]] das [[Sozialverhalten|Verhalten]] der [[Marktteilnehmer]] auf einem [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)|Markt]] im Hinblick auf die [[Marktdaten]] von [[Marktpreis]] und [[Marktvolumen|Menge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Allgemein versteht man unter Marktverhalten die [[Handeln|Aktionen]] und [[Reaktionsparameter|Reaktionen]] der Marktteilnehmer bei ihrem Eingriff in das [[Marktgeschehen]]. Dazu gehören insbesondere das [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Anbieten]] und [[Nachfrage (Mikroökonomie)|Nachfragen]] nach [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Gütern]] und [[Dienstleistung]]en, die Geschäftsanbahnung durch [[Werbung]], der Geschäftsabschluss und der Abschluss und die Durchführung von [[Vertrag|Verträgen]]. Auch ein [[Unterlassen (Deutschland)|Unterlassen]] kann ein Marktverhalten darstellen, wenn Gesetze die Marktteilnehmer Unterlassungspflichten unterwerfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Volkswirtschaftslehre]] verhalten sich die [[Wirtschaftssubjekt]]e ([[Verbraucher]], [[Unternehmen]], [[Staat]], [[Ausland]]) auf einem Markt rational, also vernunftgemäß und zweckvoll im Sinne des [[Rationalprinzip]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=SHSoBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA50&amp;amp;dq=Marktverhalten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Marktverhalten&amp;amp;f=false Günter Petermann, &amp;#039;&amp;#039;Marktstellung und Marktverhalten des Verbrauchers&amp;#039;&amp;#039;, 1963, S. 51]&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Marktteilnehmer treten [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Anbieter]] und [[Nachfrage (Mikroökonomie)|Nachfrager]] auf. Sie tauschen auf einem bestimmten Markt [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] und/oder [[Dienstleistung]]en aus und verfolgen dabei eine bestimmte [[Strategie (Wirtschaft)|Strategie]], um ihre [[Ziel]]e zu erreichen. Marktverhalten und [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerb]] sind untrennbar miteinander verbunden. Der Wettbewerb beeinflusst das Unternehmerverhalten, die Verhaltensweisen der Unternehmer wiederum entscheiden über die [[Wettbewerbsintensität]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=1-i1XAFfFvwC&amp;amp;pg=PA9&amp;amp;dq=Marktverhalten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Marktverhalten&amp;amp;f=false Dieter Krusche, &amp;#039;&amp;#039;Marktverhalten und Wettbewerb&amp;#039;&amp;#039;, 1961, S. 9]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Unterschieden werden kann allgemein zwischen &amp;#039;&amp;#039;marktkonformem&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;marktfeindlichem&amp;#039;&amp;#039; Marktverhalten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=NC4Bd2C-MJcC&amp;amp;pg=PA719&amp;amp;dq=Verdr%C3%A4ngungswettbewerb+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjT8cOy0_f2AhWMneAKHWfwDIo4ChDoAXoECAMQAQ#v=onepage&amp;amp;q=Verdr%C3%A4ngungswettbewerb%20lexikon&amp;amp;f=false Michael Hohlstein, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Volkswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, 2009, S. 719]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;marktkonformes Marktverhalten&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
** [[Anpassung (Betriebswirtschaftslehre)|Anpassung]]&lt;br /&gt;
*** [[Mengenanpasser|Mengenanpassung]] an einen gegebenen Marktpreis (wie der [[Einkauf]] im [[Supermarkt]]),&lt;br /&gt;
*** &amp;#039;&amp;#039;Preisanpassung&amp;#039;&amp;#039; an eine gegebene Menge (bei der [[Auktion]]),&lt;br /&gt;
*** &amp;#039;&amp;#039;Optionsempfang&amp;#039;&amp;#039;: Akzeptieren des Preis- und Mengendiktats des Marktpartners (wie bei [[Tarif]]preisen).&lt;br /&gt;
** [[Marktstrategie]]n:&lt;br /&gt;
*** &amp;#039;&amp;#039;Autonome Strategie&amp;#039;&amp;#039;: eine Reaktion anderer Marktteilnehmer wird nicht berücksichtigt (wie bei [[Monopol]]preisen),&lt;br /&gt;
*** &amp;#039;&amp;#039;Konjekturale Strategie&amp;#039;&amp;#039;: die vermutete Reaktion anderer Marktteilnehmer wird bei der Wahl der eigenen Aktion berücksichtigt (bargaining&amp;lt;ref&amp;gt;Form der [[Preisbildung]], bei der Preis und Menge eines Gutes auszuhandeln sind wie beim [[Bilaterales Monopol|bilateralen Monopol]]&amp;lt;/ref&amp;gt; bei [[Tarifverhandlung]]en),&lt;br /&gt;
*** &amp;#039;&amp;#039;Überlegenheitsstrategie&amp;#039;&amp;#039;: die vorab bekannte Reaktion anderer Marktteilnehmer wird bei der Wahl der eigenen Aktion eingeplant (Preisoffensive des [[Marktführer]]s). &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marktfeindliches Marktverhalten&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
** [[Verdrängungswettbewerb]]: Konkurrenten werden letztlich zum [[Marktaustritt]] gezwungen,&lt;br /&gt;
** [[Wirtschaftskartell]]e: schalten den [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerb]] aus,&lt;br /&gt;
** [[Konzern]]e: steigern ihre [[Marktmacht]],&lt;br /&gt;
** [[Boykott]]e,&lt;br /&gt;
** [[Streik]]s/[[Aussperrung]]en.&lt;br /&gt;
Der Autor sieht auch Streiks und Aussperrungen als marktfeindliches Marktverhalten an, obwohl dieses Verhalten nach erfolglosem Verlauf der Tarifverhandlungen mit der [[Marktwirtschaft]] als systemkonform angesehen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marktteilnehmer können auch danach unterschieden werden, wie sie sich im Hinblick auf den [[Marktpreis]] und die [[Absatzmenge]] auf dem Markt verhalten. Es gibt Mengenfixierer/Mengenanpasser, Preisfixierer/Preisanpasser und Optionsfixierer/Optionsemfänger.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mengenanpasser&amp;#039;&amp;#039;: Auf einem [[Vollkommener Markt|vollkommenen Markt]] können Anbieter oder Nachfrager aufgrund ihres geringen [[Marktanteil]]s den Preis durch ihr Verhalten nicht beeinflussen; sie verhalten sich daher als Mengenanpasser. Der einzelne Anbieter (&amp;#039;&amp;#039;Polypolist&amp;#039;&amp;#039;) oder Nachfrager (P&amp;#039;&amp;#039;olypsonist&amp;#039;&amp;#039;) sieht den Marktpreis als ein von ihm nicht beeinflussbares [[Daten|Datum]] an und wählt die [[Gewinnmaximierung|gewinnmaximale]] Absatzmenge ([[Nutzenmaximierung|nutzenmaximale]] Bezugsmenge) in Abhängigkeit vom Preis.&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Albers (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, 1980, S. 110&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum gegebenen Preis wird lediglich die Menge angeboten (nachgefragt), die als gewinnmaximal (nutzenmaximal) erscheint. Der Preis ist [[Datenparameter]], die Menge ist [[Aktionsparameter]].&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Mengenfixierer&amp;#039;&amp;#039; ist der dem Mengenanpasser gegenüberstehende Marktteilnehmer. Entsprechend ist die Menge für ihn Datenparameter, der Preis Aktionsparameter.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Preisanpasser&amp;#039;&amp;#039; ist, wer durch sein Verhalten zwar die Menge nicht beeinflussen kann, dafür jedoch den Absatzpreis als seinen Aktionsparameter selbst bestimmen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=kwJMjGaEWLIC&amp;amp;pg=PA76&amp;amp;dq=preisanpasser&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=preisanpasser&amp;amp;f=false Mathias Gerlach, &amp;#039;&amp;#039;Markteintrittswettbewerb in homogenen Oligopolen&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 73]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der &amp;#039;&amp;#039;Cournot-Preisanpasser&amp;#039;&amp;#039; (benannt nach [[Antoine-Augustin Cournot]]) setzt seinen Preis als Antwort ([[Reaktionsparameter]]) auf die gegebenen Preise der Konkurrenten und geht davon aus, dass seine Preisentscheidung keinen Einfluss auf die Konkurrenzpreise hat.&lt;br /&gt;
** Der &amp;#039;&amp;#039;Chamberlin-Preisanpasser&amp;#039;&amp;#039; (benannt nach [[Edward Hastings Chamberlin]]) fixiert seinen Preis in Relation zu einem Referenzpreis (Leitpreis), der von einem [[Marktführer]] oder als Durchschnittspreis aller Konkurrenten gesetzt wird.&lt;br /&gt;
Für den Preisanpasser ist der Preis ein Aktionsparameter, die Menge ein Datenparameter.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Preisfixierer&amp;#039;&amp;#039; ist die [[Gegenpartei]] des Preisanpassers, so dass für ihn der Preis ein Datenparameter und die Menge ein Aktionsparameter darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=0jHnqPyluiMC&amp;amp;pg=PA280&amp;amp;dq=Mengenfixierer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Mengenfixierer&amp;amp;f=false Rainer Fischbach/Klaus Wollenberg, &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftslehre 1&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 280]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Polypolistische Verhaltensweise&amp;#039;&amp;#039; liegt bei Preisfixierung vor, wenn der Marktteilnehmer der Auffassung ist, dass die Konkurrenz auf seine Aktionen nicht reagiert.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Monopolistische Verhaltensweise&amp;#039;&amp;#039;: der Marktteilnehmer rechnet nicht mit Reaktionen der Konkurrenz, sondern ausschließlich mit der Reaktion der Marktgegenseite.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Oligopolistische Verhaltensweise&amp;#039;&amp;#039; ist vorhanden, wenn ein Teilnehmer nicht nur mit Reaktionen der Marktgegenseite, sondern auch mit Aktionen der Konkurrenz zu rechnen hat.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Optionsfixierer&amp;#039;&amp;#039;: im bilateralen [[Monopol]] setzt der Optionsfixierer (Monopolist) sowohl den Preis als auch die Menge fest und überlässt dem Optionsempfänger die Wahl, entweder zu akzeptieren oder vom Geschäft Abstand zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=UyChAq72vd4C&amp;amp;pg=PA110&amp;amp;dq=mengenanpasser+datum&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=mengenanpasser%20datum&amp;amp;f=false Willi Albers (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, 1980, S. 110]&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Optionsfixierer sind Preis und Menge ein Aktionsparameter.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Optionsempfänger&amp;#039;&amp;#039; ist der dem Optionsfixierer gegenüberstehende Marktteilnehmer, so dass Preis und Menge für ihn ein Datenparameter sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Verschiedene [[Gesetz]]e haben zum Ziel, einen Teilbereich des Marktverhaltens zu regeln. Eine Norm regelt dem [[Bundesgerichtshof]] (BGH) zufolge das Marktverhalten „im Interesse der Mitbewerber, Verbraucher oder sonstigen Marktteilnehmer, wenn sie einen Wettbewerbsbezug in der Form aufweist, dass sie die wettbewerblichen Belange der als Anbieter oder Nachfrager von Waren oder Dienstleistungen in Betracht kommenden Personen schützt“.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 3. Juli 2003, Az.: I ZR 211/01 – Telefonischer Auskunftsdienst = {{Rspr|BGHZ 155, 301}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober 2015 definierte der BGH die Marktverhaltensregelung als „eine Vorschrift, die dem Schutz von Rechten, Rechtsgütern oder sonstigen Interessen von Marktteilnehmern dient, ist eine Marktverhaltensregelung, wenn das geschützte Interesse gerade durch die Marktteilnahme (…) berührt wird“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lexetius.com/2015,4631 BGH, Urteil vom 8. Oktober 2015, Az.: I ZR 225/13]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er bezog sich dabei auf das [[Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb|UWG]]. [[Unlauterer Wettbewerb]] im Sinne des {{§|3a|uwg_2004|juris}} UWG liegt unter anderem vor, wenn gegen Gesetze verstoßen wird, die im Interesse der Marktteilnehmer das Marktverhalten regeln. Das Marktverhalten ist dasjenige Verhalten eines Marktteilnehmers, das auf den Wettbewerb bezogen ist. Darunter sind Handlungen zu verstehen, die als unmittelbare Teilnahme am Wettbewerb anzusehen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=XQzgVlYaazsC&amp;amp;pg=PA108&amp;amp;dq=marktverhalten+gesetze&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=marktverhalten%20%20&amp;amp;f=false Axel von Walter, &amp;#039;&amp;#039;Rechtsbruch als unlauteres Marktverhalten&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 88]&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit ist der Verstoß gegen eine Marktverhaltensregelung grundsätzlich auch ein Wettbewerbsverstoß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt &amp;#039;&amp;#039;berufsbezogene&amp;#039;&amp;#039; ([[Arzt|Ärzte]], [[Zahnarzt|Zahnärzte]], [[Apotheke]]n, [[Rechtsanwalt|Rechtsanwälte]], [[Notar]]e, [[Steuerberater]], [[Wirtschaftsprüfer]]), &amp;#039;&amp;#039;produktbezogene&amp;#039;&amp;#039; ([[Lebensmittelrecht]], [[Preisangabenverordnung]]), &amp;#039;&amp;#039;absatzbezogene&amp;#039;&amp;#039; (Werberecht), &amp;#039;&amp;#039;geschäftsbezogene&amp;#039;&amp;#039; ([[AGB-Recht]], [[Fernabsatzrecht]], [[Telemediengesetz]]) und &amp;#039;&amp;#039;sonstige Marktverhaltensregelungen&amp;#039;&amp;#039; ([[Jugendschutz]], [[Datenschutz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vielzahl weiterer Gesetze regelt Teilbereiche des Marktverhaltens. Dazu gehören unter anderem das [[Telekommunikationsgesetz (Deutschland)|Telekommunikationsgesetz]] oder die [[Marktordnung]] regulierende Spezialgesetze wie [[Versicherungsaufsichtsgesetz (Deutschland)|Versicherungsaufsichtsgesetz]], [[Kreditwesengesetz]] oder [[Wertpapierhandelsgesetz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Praktische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Der Verbraucher verhält sich auf dem [[Konsumgütermarkt]] (insbesondere im [[Lebensmitteleinzelhandel]]) meist als Mengenanpasser,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ZwZ5Dha1oNwC&amp;amp;pg=PA65&amp;amp;dq=Verbraucher+Mengenanpasser&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Verbraucher%20Mengenanpasser&amp;amp;f=false Rudolf Eder, &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftliche Theorie des technischen Fortschritts&amp;#039;&amp;#039;, 1967, S. 65]&amp;lt;/ref&amp;gt; weil er den Preis hinnehmen muss und bei gegebenem [[Einkommen]] die nutzenmaximale Menge erwirbt. Bei teureren Konsumgütern kann er verhandeln und deshalb – in geringem Maße – den Preis mitbestimmen. [[Standardisiertes Privatkundengeschäft|Verbraucher]] als Bankkunden sind Optionsempfänger, da sie wegen ihrer fehlenden [[Verhandlungsmacht]] Bankpreise und die Mengen der [[Finanzprodukt]]e nicht beeinflussen können. Banken stellen sie vor die Wahl, Bankpreise und Mengen zu akzeptieren oder es kommt kein [[Bankgeschäft]] zustande.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jacob Krümmel]], &amp;#039;&amp;#039;Bankzinsen&amp;#039;&amp;#039;, 1964, S. 233 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit steigender Verhandlungsmacht können [[Unternehmensfinanzierung|Firmenkunden]] die Bankkonditionen beeinflussen und avancieren zum Preisanpasser.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jacob Krümmel, &amp;#039;&amp;#039;Bankzinsen&amp;#039;&amp;#039;, 1964, S. 234 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zentralbank]]en können sich aufgrund ihrer Stellung in [[Bankensystem]]en im Rahmen ihrer [[Offenmarktpolitik]] als Preis- oder Mengenfixierer verhalten. Entweder legen sie den [[Zinssatz]] fest ([[Leitzins]]) und überlassen es den [[Geschäftsbank]]en, wie viel [[Wertpapier]]e angeboten oder gekauft werden, oder sie bestimmen die Menge der angebotenen oder nachgefragten Wertpapiere und passen den Zinssatz so an, dass genau diese Menge auf dem [[Geldmarkt]] umgesetzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=S2-EBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA409&amp;amp;dq=Mengenfixierer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Mengenfixierer&amp;amp;f=false Volker Häfner, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Volkswirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 409]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Deutsche Bundesbank]] und die [[EZB]] treten im Regelfall bei ihrer Offenmarktpolitik als Preisfixierer auf, denn beim [[Zinstender]] können die Geschäftsbanken Wertpapiere durch Zinsgebote ersteigern. Entsprechend verhalten sich die Geschäftsbanken als Preis- oder Mengenanpasser. So sind die [[Refinanzierungskosten]] ein Datenparameter, das von der Zentralbank durch den Leitzins vorgegeben wird. Zuzüglich [[Kreditmarge]] ergeben die Refinanzierungskosten den [[Kreditzins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4135561-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marktpsychologie]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonomischer Markt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preistheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wettbewerbsrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Arabsalam</name></author>
	</entry>
</feed>