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	<title>Markttiefe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T15:31:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Markttiefe&amp;diff=270820&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leonry: Umformulierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Markttiefe&amp;diff=270820&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-29T08:48:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Umformulierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Markttiefe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man die Fähigkeit eines [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)|Marktes]], ohne signifikante Veränderungen des [[Marktpreis]]es auch großes [[Marktvolumen]] umsetzen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Markttiefe, Marktbreite und [[Marktenge]] werden vor allem im [[Börse]]nwesen zur Einschätzung der Aufnahmefähigkeit und [[Markteffizienzhypothese|Markteffizienz]] von [[Finanzmarkt|Finanzmärkten]] ([[Geldmarkt|Geld-]], [[Devisenmarkt|Devisen-]] und [[Kapitalmarkt]], insbesondere Börsen) für [[Handelsobjekt]]e benutzt. Die [[Begriffsinhalt]]e können jedoch auch auf alle [[Gütermarkt|Gütermärkte]] entsprechend übertragen werden. Alle Begriffe sind vom Begriffsinhalt voneinander unterscheidbar, besitzen jedoch einen inneren ökonomischen Zusammenhang zur [[Marktliquidität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marktliquidität erfordert nämlich&amp;lt;ref&amp;gt;Albert S. Kyle, &amp;#039;&amp;#039;Continuous Auctions and Insider Trading&amp;#039;&amp;#039;, in: Econometrica vol. 53 (6),1985, S. 1317&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marktbreite&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|market breadth}}) mit niedrigen [[Transaktionskosten]] in Form einer geringen [[Geld-Brief-Spanne]],&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Markttiefe&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|market depth}}) mit niedrigen Transaktionskosten für großes Marktvolumen und&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erholungsfähigkeit&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|market resiliancy}}), indem Abweichungen vom [[Innerer Wert|inneren Wert]] schnell korrigiert werden.&lt;br /&gt;
Marktliquidität liegt nur vor, wenn alle drei Kriterien erfüllt sind. Ein liquider Markt ist durch hohe Markttiefe, Marktbreite und Erholungsfähigkeit gekennzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alexander Kempf |Titel=Wertpapierliquidität und Wertpapierpreise |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2013-03-08 |ISBN=978-3-322-86901-2 |Seiten=18 f. |Online=https://books.google.de/books?id=e8PJBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA18&amp;amp;lpg=PA18&amp;amp;dq=Garbade+1982&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=NxJDXqaHPh&amp;amp;sig=ACfU3U0873JFwG-Mfx0QxCnn4EB4ordfMg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwifzO6zsfTnAhVJiqQKHZ2gD_MQ6AEwBHoECAcQAQ#v=onepage&amp;amp;q=Garbade%201982&amp;amp;f=false |Abruf=2026-04-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es kann von einer [[Allgemeine Marktbehinderung#Marktstörung|Marktstörung]] gesprochen werden, wenn mindestens eines der Kriterien der Marktliquidität nicht erfüllt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markttiefe ==&lt;br /&gt;
„Ein Markt wird als tief bezeichnet, wenn sowohl [[Limitorder|limitierte]] [[Kaufentscheidung|Kauf-]] als auch [[Verkaufsentscheidung|Verkaufsaufträge]] im Markt vorliegen, die zu einem [[Börsenkurs|Preis]] in der Nähe des bestehenden Marktpreises ausgeführt werden können. Findet [[Handel (Finanzwirtschaft)|Handel]] in einem tiefen Markt statt, kann ein auftretendes Ungleichgewicht zwischen Kauf- und Verkaufsaufträgen mit Hilfe der im Markt vorhandenen [[Wertpapierorder|Aufträge]] ausgeglichen werden, ohne dass es zu erheblichen Kurssprüngen kommt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Olaf Oesterhelweg/Dirk Schiereck, &amp;#039;&amp;#039;Messkonzepte für die Liquidität von Finanzmärkten&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 391&amp;lt;/ref&amp;gt; Markttiefe bezieht sich deshalb vor allem auf die Preiskontinuität.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Gärtner |Titel=Die Liquidität am deutschen Kapitalmarkt: Erholungsfähigkeit der DAX-30-Titel |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2007-09-25 |ISBN=978-3-8350-0337-8 |Seiten=8 |Online=https://books.google.de/books?id=CCozMqqzKJYC&amp;amp;pg=PA8&amp;amp;dq=Markttiefe&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjDsayWpvTnAhVQ26QKHUTZDm4Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=Markttiefe&amp;amp;f=false |Abruf=2026-04-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Orderbuch&lt;br /&gt;
Die Markttiefe lässt sich anschaulich im [[Orderbuch]] anhand des [[Notierungssprung]]es erläutern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;               &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurslimit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
  10.000 Stück         40,10 Euro&lt;br /&gt;
               ...  („Loch“ im Orderbuch)&lt;br /&gt;
   5.000 Stück         40,01 Euro&lt;br /&gt;
   5.000 Stück         40,00 Euro&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Notierungssprünge zwischen 40,01 und 40,10 Euro besteht im Orderbuch ein „Loch“, weil es für diese Kurse keine limitierten Wertpapierorders gibt. Diese „Löcher“ weisen auf geringe Markttiefe hin. Kauft nun ([[ceteris paribus]]) die Geldseite unlimitiert bis zu 10.000 Stück, steigt der Preis „quasi-stetig“ (diskret mit dem Notierungssprung) auf 40,01 Euro für die letzten Aktien an. Ab 10.001 Stück steigt der Preis für die letzte Aktie nun aber sprunghaft auf 40,10 Euro an. Der Markt weist hier nun briefseitig eine eingeschränkte Tiefe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Form einer Kennziffer kann die Markttiefe beispielsweise als Steigung des Orderbuchs (zwischen zwei benachbarten Kurslimits) berechnet werden;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lawrence R. Glosten |Titel=Is the Electronic Open Limit Order Book Inevitable? |Sammelwerk=The Journal of Finance |Band=Jg. 49 |Nummer=4 |Datum=1994-09 |Seiten=1127–1161 |Sprache=en |JSTOR=2329182}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Geldkurs|Geld-]] und [[Briefkurs|Briefseite]] werden getrennt betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktbreite ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Marktbreite&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich auf das [[Handelsvolumen (Börse)|Handelsvolumen]] der Aufträge. Um den [[Gleichgewichtspreis]] herum können große limitierte Aufträge hohe Volumina besitzen, wodurch gewährleistet wird, dass es bei unlimitierten Aufträgen nicht zu großen Preisveränderungen kommt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Kenneth D. Garbade, &amp;#039;&amp;#039;Securities markets&amp;#039;&amp;#039;, 1982, S. 420 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Terminologie ist in der Fachliteratur jedoch nicht einheitlich. Zuweilen wird Marktbreite auch als die Vielfalt des Marktangebots interpretiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; details=&amp;quot;S. 130 f.&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dirk Schilling |Titel=Der Ausschluss von Minderheitsaktionären: Eine sozialökonomische und rechtswissenschaftliche Analyse |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2006-05-30 |ISBN=978-3-8350-0403-0 |Online=https://books.google.de/books?id=hiQYLoitEbkC&amp;amp;pg=PA131&amp;amp;dq=Markttiefe&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjDsayWpvTnAhVQ26QKHUTZDm4Q6AEIODAC#v=onepage&amp;amp;q=Markttiefe&amp;amp;f=false |Abruf=2026-04-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Autor Kyle versteht unter Marktenge die Markttiefe des Autors [[Kenneth D. Garbade]] und unter Markttiefe die Marktbreite von Garbade. Für Garbade ist ein Markt tief, wenn über und unter dem aktuellen Gleichgewichtskurs Kauf- und Verkaufsinteresse besteht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktenge ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Marktenge&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|market tightness}}) liegt vor, wenn sich nur 5 % der Aktien in [[Streubesitz]] befinden und über einen erheblichen Zeitraum kein Handel in Aktien der betroffenen Gesellschaft stattgefunden hat.&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfG, Urteil vom 27. April 1999, Az.: 1 BvR 1613/94 = {{Rspr|BVerfGE 100, 289}}, 309&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ist noch nicht der Fall, wenn ein Handel in den betreffenden Aktien innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten in einem Monat an 15 und in den beiden anderen Monaten an 8 Tagen stattgefunden hat.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 12. März 2001, Az.: II ZR 15/00 = {{Rspr|BGHZ 147, 108}}, 122&amp;lt;/ref&amp;gt; Abgesehen von dieser rechtlichen Wertung spricht man von Marktenge, wenn es bei bestimmten Handelsobjekten regelmäßig zu geringen Börsenumsätzen kommt. Gründe können eine relativ niedrige [[Marktkapitalisierung]], ein geringer Streubesitz oder eine Kombination aus beiden sein. Die [[Volatilität]] ist sehr hoch, die Geld-Brief-Spanne sehr breit, und Kurse repräsentieren nicht den [[Fundamentalanalyse|Fundamentalwert]]. Marktenge ist ein Indiz für geringe [[Liquidierbarkeit]] und damit ein [[Marktliquiditätsrisiko]], weil die [[Marktliquidität]] gering oder nicht vorhanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Eine hohe Markttiefe stabilisiert die Börsenkurse, weil Kauf- oder Verkaufsentscheidungen nur marginale Preisschwankungen zur Folge haben. Diese geringere Volatilität verbessert wiederum die [[Sicherheit]] der [[Marktteilnehmer]], so dass über weitere Transaktionen die Markttiefe erhöht wird und dadurch ein positiver [[Netzwerkeffekt]] entsteht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=SkhMbl0F9SgC&amp;amp;pg=PA88&amp;amp;dq=Markttiefe&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjDsayWpvTnAhVQ26QKHUTZDm4Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=Markttiefe&amp;amp;f=false Dirk Glebe, &amp;#039;&amp;#039;Börse verstehen&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 88]&amp;lt;/ref&amp;gt; Markttiefe und Marktbreite sind auch Indikatoren für den in einem Markt vorherrschenden Grad der [[Informationsasymmetrie]]. Mit steigender Marktliquidität nimmt der Diffusionsgrad privater Informationen zu, als Folge nähern sich die Marktpreise dem inneren Wert der Handelsobjekte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; details=&amp;quot;S. 131&amp;quot; /&amp;gt; Mit zunehmendem Marktvolumen der [[Noise Trading|Noise trader]] steigt die Markttiefe, weil der Markt jede Änderung des Angebots auf Verhaltensänderungen durch [[Marktrauschen]] zurückführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; details=&amp;quot;S. 196 f.&amp;quot; /&amp;gt; Auf den Gütermärkten führt Marktenge stets zu [[Lieferengpass|Lieferengpässen]] und [[Regallücke]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Börsenhandel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Markttechnische Kennzahl]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leonry</name></author>
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