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	<title>Marktregulierung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Nina: keine sinnvolle Zwischenüberschrift, siehe WP:WSIGA#Überschriften und Absätze</title>
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		<updated>2026-04-18T05:46:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;keine sinnvolle Zwischenüberschrift, siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:WSIGA&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:WSIGA (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:WSIGA#Überschriften und Absätze&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marktregulierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Markteingriff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man im Rahmen der [[Prozesspolitik]] die staatliche [[Überwachung]] und [[Kontrolle]] des [[Marktgeschehen]]s und der [[Marktentwicklung]] sowie die [[Einfluss|Beeinflussung]] des [[Marktverhalten]]s der [[Marktteilnehmer]] durch [[Rechtsnorm]]en und Einschaltung spezifischer [[Regulierungsbehörde]]n zur Erfüllung der [[Staatsziel]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort Marktregulierung ist ein [[Komposition (Grammatik)|Kompositum]], das sich aus dem [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)|Markt]] als Zusammentreffen von [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]] und [[Nachfrage]] nach einem [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|ökonomischen Gut]] und „Regulierung“ als Ordnung ({{laS|regulare}}, „regeln, ordnen“) zusammensetzt. [[Arnold Picot]] zufolge bedeutet Regulierung, „dass der Staat dem privaten Handeln Beschränkungen auferlegt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Arnold Picot, &amp;#039;&amp;#039;Theorien der Regulierung und ihre Bedeutung für den Regulierungsprozess&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies kann durch Gesetze, Verordnungen oder andere Mittel geschehen, die die Rahmenbedingungen des Handelns festlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Arnold Picot, &amp;#039;&amp;#039;Theorien der Regulierung und ihre Bedeutung für den Regulierungsprozess&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei unterliegen nicht alle Marktteilnehmer in einer [[Volkswirtschaft]] den gleichen Beschränkungen, sondern diese betreffen nur bestimmte [[Marktsegment]]e („sektorspezifische Regulierung“). Marktregulierung ist eine Form von Prozesspolitik&amp;lt;ref&amp;gt;[https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2066558 Jamal Ibrahim Haidar, Impact of Business Regulatory Reforms on Economic Growth, in: Journal of the Japanese and International Economies, Elsevier, vol. 26(3), S.&amp;amp;nbsp;285–307]&amp;lt;/ref&amp;gt; und wird mit [[Marktversagen]] begründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20504/regulierung &amp;#039;&amp;#039;Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag&amp;#039;&amp;#039;, 4. Auflage, Mannheim, Bibliographisches Institut 2009, Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2009, Stichwort: Regulierung]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[marktwirtschaft]]lichen Systemen gilt der Grundsatz, dass Angebot und Nachfrage durch den [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] zum Ausgleich kommen und die [[Markt|Märkte]] sich frei entfalten sollen ([[Marktfreiheit]]). Diese [[Wirtschaftsordnung]] macht hiervon jedoch Ausnahmen, wenn die [[Marktstruktur]] auf einem [[Teilmarkt]] zu strukturellen Fehlentwicklungen führt oder der Staat wegen der Bedeutung des Teilmarkts für die gesamte Volkswirtschaft eingreift. Strukturelle Fehlentwicklungen versucht der Staat durch [[Intervention (Politik)|Interventionen]] zu korrigieren (Agrarmarkt), bei volkswirtschaftlich bedeutsamen Teilmärkten macht er den [[Marktzutritt]] von Marktteilnehmern von der Überwindung gesetzlicher [[Marktzutrittsschranke]]n abhängig ([[Finanzmarkt]]). Marktregulierung wird als Alternative zwischen den Extrempositionen einer [[Freie Marktwirtschaft|freien]] (unregulierten) Marktwirtschaft und [[Kommunismus]] verstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Roman Michalczyk, &amp;#039;&amp;#039;Europäische Ursprünge der Regulierung von Wettbewerb&amp;#039;&amp;#039;, Mohr Siebeck, 2010, ISBN 978-3-16-150638-3, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Zentralverwaltungswirtschaft]] ist die Marktregulierung Teil der [[Ordnungspolitik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Regulierung wird in Wissenschaft und Praxis weder einheitlich verwendet noch definiert, er ist wesentlich durch amerikanische Literatur geprägt. Im deutschen Wirtschaftsverwaltungsrecht gibt es den Begriff erst seit etwa 1990, obwohl es Formen von Regulierung bereits seit dem 19. Jahrhundert auch in Deutschland gab.&amp;lt;ref&amp;gt;Roman Michalczyk, &amp;#039;&amp;#039;Europäische Ursprünge der Regulierung von Wettbewerb&amp;#039;&amp;#039;, Mohr Siebeck, 2010, ISBN 978-3-16-150638-3, S. 10 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das älteste aller städtischen Rechte ist das Maß- und [[Marktrecht (historisch)|Marktrecht]], welches sich gewöhnlich die Bischöfe für ihre Städte vorbehielten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Google Buch|BuchID=SCgNAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA34&amp;amp;dq=Mittelalter+marktrecht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwj69pzQgLzXAhVrJsAKHXf0B7UQ6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=Mittelalter%20marktrecht&amp;amp;f=false|Linktext=Gottfried Peter Rauschnick, &amp;#039;&amp;#039;Das Bürgerthum und Städtewesen der Deutschen im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, Bände 1-3, 1829, S. 34}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf diese Weise erhielten [[Straßburg]] im Jahre 876, [[Trier]] 902, [[Magdeburg]] 965, [[Bremen]] 966, [[Mainz]] 974, [[Speyer]] 982, [[Passau]] 999 oder [[Osnabrück]] 1002 das Marktrecht. Mit dem Marktrecht verliehen die [[Landesherr]]en das Recht, einen ständigen Markt, einen [[Wochenmarkt|Wochen-]] oder [[Jahrmarkt]] abzuhalten. Bereits im [[Mittelalter]] gab es europaweit verbreitete Grundsätze des Marktrechtes sowie leistungsfähige örtliche [[Marktordnung]]en, „darinne nicht nur wegen gedachten marktpreises verfügung geschiehet, sondern auch alles besorget und angeordnet ist, was zur marktfreiheit und gerechtigkeit diensam“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gebrüder Grimm]], &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Wörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 12, 1885, Sp. 1653 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Gilde (Kaufleute)|Gilden]] nahmen dort den Kaufleuten jeden Anreiz zum aggressiven Warenverkauf durch eine umfassende Marktregulierung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Google Buch|BuchID=J4tR8evfSJQC&amp;amp;pg=PA101&amp;amp;dq=Marktregulierung+mittelalter&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwifhqvYorLXAhVMIsAKHapFCRs4ChDoAQgoMAA#v=onepage&amp;amp;q=Marktregulierung%20mittelalter&amp;amp;f=false|Linktext=Christoph Reymann, &amp;#039;&amp;#039;Das Sonderprivatrecht der Handels- und Verbraucherverträge&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 101}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gilden beherrschten den Markt, teilten die Produktion gleichmäßig unter den Gildemitgliedern auf und sorgten für ein konstantes Einkommen. Über [[Zunft|Zünfte]] fand eine Regulierung der [[Beruf]]e und [[Berufsausbildung]] im [[Handwerk]] statt, indem sie festlegten, wer [[Meister]] werden konnte, wo er seinen Betrieb errichten oder wie viele [[Geselle]]n er beschäftigen durfte.&amp;lt;ref&amp;gt;Karin Rebmann/Walter Tenfelde/Ernst Uhe, &amp;#039;&amp;#039;Berufs- und Wirtschaftspädagogik&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Betreiben von Erzherzog [[Karl II. (Innerösterreich)|Karl II.]] erfolgte im Jahre 1581 die Gründung der Steyrer „Compagnie oder bürgerliche Eisenhandelsgesellschaft“ mit dem Ziel des gemeinsamen Eisen- und Stahleinkaufs zur Marktregulierung sowie finanzieller Absicherung der Hammerwerke.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Holbach/Michel Pauly (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Städtische Wirtschaft im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 314&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei dieser Marktregulierung tauchte der Staat als Käufer auf, was als Vorbild für die späteren [[Devisenmarktintervention]]en der [[Zentralbank]]en gilt. [[Jacques Savary]] wies 1675 darauf hin, dass ohne Ordnung das [[Geschäft (Wirtschaft)|Geschäft]] nicht leben könne, selbst wenn man alle nötigen Kenntnisse habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Jacques Savary, &amp;#039;&amp;#039;Le parfait négociant&amp;#039;&amp;#039;, 1675, S. 177&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Adam Smith]] forderte in seinem Buch [[Der Wohlstand der Nationen]] (März 1776), dass der Staat nicht in das [[Marktgeschehen]] eingreifen solle, sondern nur die Rahmenbedingungen von ihm so zu gestalten seien, dass die Märkte funktionieren und der Wettbewerb gesichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Smith, &amp;#039;&amp;#039;Der Wohlstand der Nationen&amp;#039;&amp;#039;, 1776/2003, S. 452&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Marktwirtschaft kann demnach nur durch staatliche Maßnahmen wie der Marktregulierung funktionieren, weil sie sich nicht selber organisieren und stabilisieren kann. Denn das Marktversagen ({{enS|market failure}}) kann durch die Marktteilnehmer nicht selbst behoben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Steven P. Crowley, &amp;#039;&amp;#039;Theories of Regulation&amp;#039;&amp;#039;, in: Columbia Law Review vol. 98, 1998, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb gab es erste Ansätze von Regulierungen bereits durch die staatlichen [[Konzession]]en bei Eisenbahnen, etwa durch den englischen „London-Birmingham Railway Act“ vom Mai 1833. In den USA entwickelte sich die Regulierung auf [[Politisches System der Vereinigten Staaten#Gewalten auf Bundesebene|Bundesebene]] ebenfalls bei der Eisenbahn um 1880.&amp;lt;ref&amp;gt;{{google Buch|BuchID=DFCGT9ZCon8C&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Roman+Michalczyk+regulierung+19.+jahrhundert&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiaybS4lbTXAhXsC8AKHfzSATIQ6AEIKTAA#v=onepage&amp;amp;q=Roman%20Michalczyk%20regulierung%2019.%20jahrhundert&amp;amp;f=false|Linktext=Roman Michalczyk, Europäische Ursprünge der Regulierung von Wettbewerb, 2010, S. 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schrieben den meist privaten Eisenbahngesellschaften mit Konzessionen die Marktordnung vor, mit der sie die Eisenbahn zu betreiben hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Karl Marx]] verwendete seit 1844 in seiner [[Kapitalismuskritik]] den [[Topos (Geisteswissenschaft)|Topos]] der „Anarchie des Marktes“ oder der „Anarchie der Produktion“. Er prangerte die „[[Unternehmenskonzentration|Konzentration]] der [[Kapital]]ien und des [[Grundbesitz]]es, die [[Überproduktionskrise|Überproduktion]], die [[Marxistische Krisentheorie|Krisen]], den notwendigen Untergang der kleinen Bürger und Bauern, das Elend des Proletariats, die Anarchie in der Produktion …“ an.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx/[[Friedrich Engels]], &amp;#039;&amp;#039;Briefwechsel&amp;#039;&amp;#039;, 1842/1948, S. 484 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinem Hauptwerk [[Das Kapital. Band I]] sprach Marx 1863 von „Anarchie und Katastrophen der kapitalistischen Produktion im großen und ganzen, …“ und von [[Kapitalist]]en, „die keine Autorität anerkennen als die der Konkurrenz“.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx, &amp;#039;&amp;#039;Das Kapital&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1863, S. 377&amp;lt;/ref&amp;gt; Marx ging von der Zügellosigkeit der Märkte und Kapitalisten aus, die unkontrolliert ihrer [[Profit]]gier nachgehen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marver H. Bernstein fand im Jahre 1955 heraus, dass Marktregulierungen über längere Zeiträume hinweg oft zu einem als [[Capture]] bezeichneten Zustand führen, der sich dadurch auszeichnet, dass der Regulierer durch die intensive Zusammenarbeit mit dem regulierten Unternehmen dessen Sichtweise annimmt und keine effektive Regulierung mehr erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;Marver H. Bernstein, &amp;#039;&amp;#039;Regulating Business by Independent Commissions&amp;#039;&amp;#039;, 1955, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Gründung der [[EWG]] im März 1957 erhielt der Begriff Marktregulierung einen [[Interventionismus|interventionistischen]] Inhalt, denn die EWG griff in den [[Gemeinsame Agrarpolitik|Agrarmarkt]] durch Aufkäufe der [[Überproduktion]] landwirtschaftlicher Produkte (Milch- und Molkereiprodukte) durch [[Produktionsquote]]n preisstabilisierend ein („[[Butterberg]]“, „[[Milchschwemme]]“). Um die landwirtschaftlichen Erzeugnisse in den freien Warenverkehr der neu gegründeten EWG einzubeziehen und zugleich die öffentliche Unterstützung der Landwirtschaft zu erhalten, wurden die bisherigen nationalstaatlichen Interventionsmechanismen auf die Ebene der EWG übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.europarl.europa.eu/about-parliament/en?ftuId=FTU_5.2.1.html Europäisches Parlament, Kurzdarstellungen zur Europäischen Union, 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der im Dezember 2009 in Kraft getretene [[Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union]] (AEUV) sieht in {{Art.|39|AEUV|dejure}} Abs. 1c AEUV die Stabilisierung der Märkte vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von [[George Stigler]] im Jahre 1971 begründete normative Theorie der Regulierung&amp;lt;ref&amp;gt;George Stigler, &amp;#039;&amp;#039;The Theory of Economic Regulation&amp;#039;&amp;#039;, in: Bell Journal of Economics and Management Science, vol. 3, 1971, S. 3–18&amp;lt;/ref&amp;gt; geht davon aus, dass der Staat stets dann in die Märkte eingreift, wenn dadurch Missstände beseitigt und das [[Allgemeinwohl]] verbessert werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard A. Posner]], &amp;#039;&amp;#039;Theories of Economic Regulation&amp;#039;&amp;#039;, in: Bell Journal of Economics and Management Science vol. 5,  1974, S. 326&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Analyse des Anlasses für die Etablierung von Regulierung werden zwei Theoriestränge unterschieden. Der positive Ansatz von Stigler geht davon aus, dass Regulierung durch die Marktteilnehmer selber hervorgerufen wird. Für seine Theorie, dass auch die Regulierung selbst ein nachgefragtes Gut ist, wurde er mit dem [[Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften|Wirtschaftsnobelpreis]] ausgezeichnet. Die normativen Theorien dagegen sehen Marktversagen als Anlass. Alle Theorien beziehen sich allerdings nur auf die verschiedenen Spielarten von Regulierung in den Vereinigten Staaten.&amp;lt;ref&amp;gt;Roman Michalczyk, &amp;#039;&amp;#039;Europäische Ursprünge der Regulierung von Wettbewerb&amp;#039;&amp;#039;, Mohr Siebeck, 2010, ISBN 978-3-16-150638-3, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich begründete man die Regulierung mit dem Marktversagen [[Natürliches Monopol|natürlicher Monopole]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Müller/Ingo Vogelsang, &amp;#039;&amp;#039;Staatliche Regulierung&amp;#039;&amp;#039;, 1979, S. 36–41&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Samuel Peltzman]] stellte 1976 dieser Theorie die positive Theorie der Regulierung gegenüber, bei der auch der Regulierer einen eigenen [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] verfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;Sam Peltzman, &amp;#039;&amp;#039;Toward a More General Theory of Regulation&amp;#039;&amp;#039;, in: The Journal of Law and Economics vol.19, 1976, S. 211 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem haben [[Wirtschaftskrise]]n, [[Finanzkrise]]n oder [[Bankenkrise]]n zum Einsatz oder zur Verschärfung von Regulierungen im [[Finanzwesen]] beigetragen. Der US-amerikanische [[Glass-Steagall Act]] vom Februar 1932 reagierte auf die im Oktober 1929 beginnende [[Great Depression]], die [[Deutsche Bankenkrise]] vom Juni 1931 brachte die Einführung des [[Kreditwesengesetz]]es im Januar 1935. Die [[Devisenmarktintervention]]en der Zentralbanken vor allem in der Ära der frei schwankenden [[Wechselkurs]]e ([[Floating (Währungskurse)|„Floating“]]) ab März 1973 galten als massive Marktregulierung, und zwar nicht durch Gesetze, sondern durch operative Eingriffe in das Marktgeschehen zur Stabilisierung der Währungskurse. Als Folge hiervon führte die [[Insolvenz]] der [[Herstatt-Bank]] im Juni 1974 zu einer verbesserten [[Einlagensicherung]] sowie im August 1974 zum [[Grundsatz Ia]], der [[Kreditinstitut]]e zwang, die [[Exposure (Finanzwirtschaft)|offenen Positionen]] in [[Devisen]] und [[Edelmetall]]en in einem bestimmten Verhältnis zum [[Eigenmittel (Kreditinstitut)|haftenden Eigenkapital]] zu begrenzen. Die [[Finanzkrise ab 2007]] löste in allen [[EU-Mitgliedstaaten]] insbesondere Regulierungen wie [[Basel II]] mit [[Solvabilitätsverordnung]] (SolvV) und den [[Mindestanforderungen an das Risikomanagement (BA)|Mindestanforderungen an das Risikomanagement]] (MaRisk) aus, die noch im Januar 2007 in Kraft traten. Die [[Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Kapitaladäquanzverordnung)|Kapitaladäquanzverordnung]] ersetzte im Januar 2014 die SolvV und gilt als umfassendste Kontingentierung der [[Bankgeschäft]]e und [[Kreditrisiko|Kreditrisiken]] von Kreditinstituten in allen EU-Mitgliedstaaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben der Marktregulierung ==&lt;br /&gt;
Die Marktregulierung befasst sich vor allem mit drei Schwerpunkten, nämlich der [[Monopolisierung]], negativen [[Externalität]]en und [[Informationsasymmetrie]]n:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Google Buch|BuchID=IVAfBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA74&amp;amp;dq=Marktregulierung+Monopole&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjI7MuRi7TXAhVEIcAKHb-eDsIQ6AEIPTAE#v=onepage&amp;amp;q=Marktregulierung%20Monopole&amp;amp;f=false|Linktext=Arthur Benz/Susanne Lütz/Uwe Schimank/Georg Simonis (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Governance&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 74 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Natürliches Monopol|Natürliche Monopole]] ([[Eisenbahn]], [[Energieversorgung]] oder [[Telekommunikation]]) binden [[Transaktion (Wirtschaft)|ökonomische Transaktionen]] an ihr stationäres Netz ([[Schienennetz]], [[Versorgungsnetz]], [[Kommunikationsnetz]]), wobei die [[Betriebskosten (Betriebswirtschaftslehre)|Betriebskosten]] der Monopole mit zunehmendem [[Auslastungsgrad]] nur unwesentlich steigen. [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerb]] ist hier wegen [[Marktschranke]]n, [[Skaleneffekt]]en und [[Ressource]]nverbrauchs nicht erwünscht. Eine Marktregulierung muss [[Walter Eucken]] zufolge dort greifen, wo Marktteilnehmer natürliche Monopole haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Eucken, &amp;#039;&amp;#039;Grundsätze der Wirtschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;, 1952, S. 295&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Regulierungsaufgaben werden in diesen Fällen häufig von einer [[Regulierungsbehörde]] wahrgenommen, es sind hier vor allem zu nennen&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Czada, &amp;#039;&amp;#039;Markt&amp;#039;&amp;#039; in: Arthur Benz/Susanne Lütz/Uwe Schimank/[[Georg Simonis]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Governance&amp;#039;&amp;#039;, 1. Auflage 2007, GWV Fachverlage GmbH, ISBN 978-3-531-14748-2, S. 73 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Sicherstellung einer ausreichenden Infrastruktur, die auch eine Versorgung bei Spitzenlast gewährleistet; die Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung. Unternehmen haben ein natürliches Interesse, bevorzugt lukrative Ballungsgebiete zu versorgen ([[Rosinenpicken|Rosinenpickerei]]), die Versorgung weniger attraktiver Gebiete kann erheblich kostenintensiver sein. Deshalb wird für derartige Monopolisten häufig ein gesetzlicher [[Kontrahierungszwang]] erlassen, das heißt, dass das Unternehmen die Leistungserbringung gegenüber keinem (zahlungskräftigen) Bürger ablehnen darf. Konsumentenschutz erfolgt zudem durch Kontrolle der [[Allgemeine Geschäftsbedingungen|AGB]]&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Baumgartner, &amp;#039;&amp;#039;Ausgliederung und Öffentlicher Dienst&amp;#039;&amp;#039;, Springer-Verlag, 2006, ISBN 978-3-211-31115-8, S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Höchstpreisregulierung]]. Damit ein Monopolist potentielle Wettbewerber von der Netznutzung nicht ausschließen kann, werden oft [[Netzzugang]]sregelungen getroffen, vor allem [[Marktzutritt|Marktzugangs]]-, Preis- und Tarifregulierungen.&lt;br /&gt;
* [[Negative Externalität]]en treten auf, wenn einzelne Marktteilnehmer finanzielle oder sonstige [[Belastung (Eigentum)|Lasten]] auf unbeteiligte [[Dritter|Dritte]] überwälzen und damit [[soziale Kosten]] erzeugen (beispielsweise schädigt der [[Schadstoffausstoß]] einer Chemiefabrik den benachbarten Obstanbau). Externalitäten sind also nicht kompensierte Auswirkungen ökonomischer Entscheidungen auf unbeteiligte Marktteilnehmer.&amp;lt;ref&amp;gt;[[N. Gregory Mankiw]], &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 3. Aufl., Stuttgart, 2004, S. 221–227&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese nicht kompensierten Auswirkungen können negativ oder positiv sein. Negative Externalitäten bewirken eine Produktionsmenge über dem sozialen Optimum, positive Externalitäten eine Produktionsmenge unter dem sozialen Optimum. Im Fall von Externalitäten ist das Ziel der Marktregulierung, nicht kompensierte Auswirkungen durch verschiedene Instrumente zu internalisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;N. Gregory Mankiw, &amp;#039;&amp;#039;Principles of Economics&amp;#039;&amp;#039;, 6. Auflage, South-Western College Publications. S. 201&amp;lt;/ref&amp;gt; Negative Externalitäten können aus der Monopolbildung resultieren und können [[Umweltbelastung]]en oder [[Gesundheit]]sschäden zur Folge haben. Marktregulierung erfolgt hier beispielsweise durch das [[Immissionsrecht]].&lt;br /&gt;
:;Umweltverschmutzung:&lt;br /&gt;
:Mögliche Regulierungsmaßnahmen sind:&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Czada, &amp;#039;&amp;#039;Markt&amp;#039;&amp;#039; in: Arthur Benz/Susanne Lütz/Uwe Schimank/Georg Simonis (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Governance&amp;#039;&amp;#039;, 1. Auflage 2007, GWV Fachverlage GmbH, ISBN 978-3-531-14748-2, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt; gesetzliche Vorschriften zur [[Umweltverträglichkeit]] technischer Anlagen, die Besteuerung des [[Schadstoffausstoß]]es oder der [[Emissionsrechtehandel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bodo Sturm/Carsten Vogt, &amp;#039;&amp;#039;Umweltökonomik&amp;#039;&amp;#039;, Physica-Verlag, 2011, ISBN 978-3-7908-2642-5, S. 99&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:;Finanzwesen:&lt;br /&gt;
:Das [[Finanzwesen]] besteht vor allem aus [[Kreditinstitut]]en und [[Versicherer]]n, die auf den [[Finanzmarkt|Finanzmärkten]] als [[Marktteilnehmer]] agieren. Unregulierte Finanzmärkte haben in der Vergangenheit mehrmals schwere [[Finanzkrise|Finanz-]] und [[Wirtschaftskrise]]n verursacht. Zum Beispiel führten der [[Schwarzer Donnerstag|Schwarze Donnerstag]] bzw. in Europa der [[Schwarzer Freitag|Schwarze Freitag]] von 1929 zur Großen Depression und zur [[Weltwirtschaftskrise]]. Auch die [[Finanzkrise ab 2007]] wurde durch [[Deregulierung]]en bzw. unzureichende Finanzmarktregulierungen verschärft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[OECD]], &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsausblick Vol. 2011/1&amp;#039;&amp;#039;, Nummer 89, Mai 2011, OECD Publishing, ISBN 978-92-64-09252-5, S. 342&amp;lt;/ref&amp;gt; Regulierungsmaßnahmen sind hier u.&amp;amp;nbsp;a. [[Finanzmarktaufsicht]], [[Bankenregulierung]] oder [[Systemrelevanz|Systemrelevante]] Banken gesetzlich zur Bildung von [[Kernkapitalquote|Kapitalrücklagen]] zu zwingen, damit im Falle einer [[Finanzkrise]] keine [[Rettungsaktion (Wirtschaft)|Rettungsaktion]] auf Steuerzahlerkosten erforderlich wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Czada, &amp;#039;&amp;#039;Markt&amp;#039;&amp;#039; in: Arthur Benz/Susanne Lütz/Uwe Schimank/Georg Simonis (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Governance&amp;#039;&amp;#039;, 1. Auflage 2007, GWV Fachverlage GmbH, ISBN 978-3-531-14748-2, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Regulierung der [[Versicherungsmarkt|Versicherungsmärkte]] wird überwiegend mit den Besonderheiten des Produktes [[Versicherung (Kollektiv)|Versicherungen]] und des [[Produktionsverfahren]]s begründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Lehmann |Titel=Zur Regulierung von Versicherungen: Rechtfertigungsanalyse und ausgewählte Praxisbeispiele |Sammelwerk=Zeitschrift für die gesamte Versicherungswissenschaft (ZVersWiss) |Band=108 |Verlag=Springer Sciences |Datum=2019-10-14 |Seiten=227–253 |Online=https://link.springer.com/article/10.1007/s12297-019-00446-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonderheiten sind die hohe [[Informationsasymmetrie]] zwischen [[Versicherungsnehmer]] und Versicherer und die besondere Gläubigerposition der Versicherungsnehmer,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Google Buch|BuchID=cANpL7tZVbsC&amp;amp;pg=PA329&amp;amp;dq=regulierung+versicherungen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiRtoSMztDlAhXE2aQKHcYwAFgQ6AEIQzAD#v=onepage&amp;amp;q=regulierung%20versicherungen&amp;amp;f=false|Linktext=Thomas Rabe, &amp;#039;&amp;#039;Liberalisierung und Deregulierung im Europäischen Binnenmarkt für Versicherungen&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 329}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die durch [[Solvabilität II]] besonders geschützt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In allen [[EU-Mitgliedstaaten]] tauchte der [[Regulierter Markt|regulierte Markt]] im Zusammenhang mit der [[Richtlinie 2004/39/EG über Märkte für Finanzinstrumente]] auf, die in Deutschland mit dem [[Finanzmarktrichtlinie-Umsetzungsgesetz]] (FRUG) im November 2007 in deutsches Recht [[Transformation (Recht)|transformiert]] wurde. Der [[Rechtsbegriff]] „regulierter Markt“ ersetzt seitdem den [[Amtlicher Markt|„amtlichen Markt“]] und den [[Geregelter Markt|„geregelten Markt“]], die nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Forschung und Technologie:&lt;br /&gt;
:Wenn ein Unternehmen eine neue [[Technologie]] entwickelt oder ein Wissenschaftler eine neue [[Entdeckung]] macht, können andere Unternehmen oder andere Wissenschaftler von dieser [[Innovation]] profitieren, ohne dass der ursprüngliche Erfinder kompensiert wird. Regulierungsmaßnahmen sind hier u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;lt;ref&amp;gt;N. Gregory Mankiw, &amp;#039;&amp;#039;Principles of Economics&amp;#039;&amp;#039;. 6. Auflage, South-Western College Publications. S. 201 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Subvention]]en oder [[Patent]]e.&lt;br /&gt;
* [[Informationsasymmetrie]]n bestehen zwischen [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Anbieter]] und [[Verbraucher]] von [[Produkt (Wirtschaft)|Produkten]] oder [[Dienstleistung]]en in Bezug auf [[Marktpreis]]e und [[Produktqualität]]/[[Dienstleistungsqualität]] (Verbraucher sind [[Allgemeine Geschäftsbedingungen (Deutschland)#Inhaltskontrolle|übervorteilt]], wenn sie das [[Preis-Leistungs-Verhältnis]] nicht einschätzen können und daher ohne regulative Eingriffe von überhöhten Preisen bedroht sind). Beispiele sind u.&amp;amp;nbsp;a. [[Lebensmittel]]qualität, [[Arzneimittel]] und ärztliche Leistungen. Marktregulierung erfolgt hier durch&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Czada, &amp;#039;&amp;#039;Markt&amp;#039;&amp;#039; in: Arthur Benz/Susanne Lütz/Uwe Schimank/Georg Simonis (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Governance&amp;#039;&amp;#039;, 1. Auflage 2007, GWV Fachverlage GmbH, ISBN 978-3-531-14748-2, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt; Kennzeichnungspflichten, [[Verbraucherschutz]] sowie die Pflicht zu [[Produktkennzeichnung]]en oder [[Aufklärungspflicht]]en.&lt;br /&gt;
Regulierung wird zum Teil über die Bekämpfung von Marktversagen hinaus in ihrer „Gewährleistungsfunktion“ als Voraussetzung und Rahmen für den Markt gesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Ruthig/[[Stefan Storr]]: &amp;#039;&amp;#039;Öffentliches Wirtschaftsrecht&amp;#039;&amp;#039;. Verlag C.F. Müller, Heidelberg 2008, ISBN 3-8114-8110-X, S. 15, Fn. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Marktzutritt für bestimmte [[Wirtschaftszweig]]e ist in vielen Staaten durch Marktregulierung generell beschränkt. So benötigen [[Kreditinstitut]]e eine [[Banklizenz]] ({{§|32|kredwg|juris}} Abs. 1 Satz 1 [[Kreditwesengesetz|KWG]]) oder [[Versicherer]] eine Erlaubnis ({{§|8|vag_2016|juris}} Abs. 1 [[Versicherungsaufsichtsgesetz (Deutschland)|VAG]]) durch die [[BaFin]], ohne die der Marktzutritt zum Finanzmarkt nicht möglich ist. Besonderen Märkten wie den [[Börse]]n ([[Wertpapierbörse|Wertpapier-]] oder [[Warenbörse]]n) sind gesetzliche Rahmenbedingungen vorgegeben, in Deutschland seit Januar 1897 durch das [[Börsengesetz (Deutschland)|Börsengesetz]].&lt;br /&gt;
Zur Marktregulierung gehören auch [[Höchstpreis]]e, [[Mindestpreis]]e oder staatliche Maßnahmen zu Lasten oder zu Gunsten des [[Export]]s ([[Exportbeschränkung]]) oder [[Import]]s ([[Einfuhrkontingent]]) in das oder aus dem Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Der Staat kann auf [[Marktversagen]] oder [[Marktstörung]]en (wie [[Monopol]]e, [[marktbeherrschende Stellung]] oder sonstige [[Marktmacht]]) durch Marktrecht, Marktordnung, [[Interventionismus]] ([[Staatsinterventionismus]]), [[Marktschranke]]n, [[Regulierungsbehörde]]n ([[Kartellbehörde]]n, [[Bankenaufsicht]], [[Bundesnetzagentur]]) oder bloße [[Moralischer Appell|moralische Appelle]] reagieren. Marktregulierung dient damit dem Schutz der Marktteilnehmer, insbesondere dem Verbraucherschutz und der Sicherung des Wettbewerbs. Sie kann Märkte abschotten oder bestimmte Marktteilnehmer privilegieren oder behindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Preiskontrolle]]&lt;br /&gt;
* [[Preisstopp]]&lt;br /&gt;
* [[Regulativer Kapitalismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4201190-5}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marktversagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nina</name></author>
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