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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Marktrauschen</id>
	<title>Marktrauschen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T05:38:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marktrauschen&amp;diff=461618&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leonry: Umformulierung</title>
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		<updated>2026-04-29T09:47:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Umformulierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marktrauschen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch unter dem [[Anglizismus]] &amp;#039;&amp;#039;Noise&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|„Rauschen“}}) bekannt, beschreibt im [[Börse]]nwesen die [[Zufall|zufälligen]] [[Volatilität]]en der [[Börsenkurs]]e, die nicht auf kursrelevanten [[Fundamentalanalyse|Fundamentaldaten]] beruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Preistreiber der Börsenkurse sind somit nicht nur der auf [[betriebswirtschaftliche Kennzahl|betriebswirtschaftlichen Kennzahlen]] beruhende [[Innerer Wert|innere Wert]] von [[Finanzprodukt]]en (vor allem [[Aktie]]n), sondern auch irrationale Ursachen – eben dem Marktrauschen. Entsprechende nicht-fundamentale Ursachen sind Marktrauschen, [[Information]]en sind dagegen fundamental relevant.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel C. Freiherr von Heyl, &amp;#039;&amp;#039;Noise als finanzwirtschaftliches Phänomen&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff geht auf eine 1986 in der US-amerikanischen [[Fachliteratur]] verwendete [[Analogie (Sprachwissenschaft)|Analogie]] zurück, die aus der [[Nachrichtentechnik]] das [[Weißes Rauschen|„weiße Rauschen“]] ({{enS|white noise}}) einer zufälligen Störgröße entlehnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Fischer Black, &amp;#039;&amp;#039;Noise&amp;#039;&amp;#039;, in: The Journal of Finance no. 3, 1986, S. 529&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach diesem Verständnis ist laut Christian Röckemann „Noise das Grundrauschen des [[Kapitalmarkt]]es, das unsystematisch auftretende [[Handeln]] von [[Marktteilnehmer]]n ohne fundamentale Auslöser“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Börsendienste und Anlegerverhalten: Ein empirischer Beitrag zum Noise Trading |Verlag=Deutscher Universitätsverlag |Datum=2013-04-09 |ISBN=978-3-322-97693-2 |Seiten=50f. |Autor=Christian Röckemann}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für ihn sind das Marktrauschen „verzerrte [[Wahrscheinlichkeitsverteilung]]en zukünftiger [[Ertrag|Erträge]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktteilnehmer ==&lt;br /&gt;
Deshalb gibt es Marktteilnehmer, die vor allem auf dem [[Aktienmarkt]] aufgrund fundamentaler Informationen handeln und solche, die auf das „Geräusch des Marktes“ achten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Letztere sind die „Noise Trader“, sie handeln nicht aufgrund des [[Rationalprinzip]]s,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; sondern aufgrund nicht-fundamentaler [[Gerücht]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=y0usDgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA346&amp;amp;dq=Noise+Trading+b%C3%B6rse&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjnnr_S4KvoAhWGyMQBHdi2An8Q6AEILzAB#v=onepage&amp;amp;q=Noise%20Trading%20b%C3%B6rse&amp;amp;f=false Sylvia Mieszkowski/Sigrid Nieberle (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Unlaute: Noise / Geräusch in Kultur, Medien und Wissenschaften seit 1900&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 346]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Hinblick auf das Marktrauschen ist zwischen den [[Arbitrage]]uren mit vollkommen rationalen und unverzerrten Erwartungen bezüglich der [[Aktienrendite]] und irrational agierenden „Noise Tradern“ zu unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andrei Shleifer]], &amp;#039;&amp;#039;Inefficient Markets: An Introduction to Behavioral Finance&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr atypisches Verhalten kommt zustande, weil ihre Handelsentscheidungen auf Rauschen oder „Pseudosignalen“&amp;lt;ref&amp;gt;Andrei Shleifer, &amp;#039;&amp;#039;Inefficient Markets: An Introduction to Behavioral Finance&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt; beruhen, die sie fälschlicherweise als marktrelevante Informationen einstufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer Black, &amp;#039;&amp;#039;Noise&amp;#039;&amp;#039;, in: The Journal of Finance no. 3, 1986, S. 531&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Pseudosignalen gehören [[Empfehlung]]en von [[Technische Analyse|Chartanalysten]], [[Börsenguru]]s oder [[Börsenbrief]]en, soweit sie auf nicht fundamentalen Analysen beruhen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=VoB1DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA258&amp;amp;lpg=PA258&amp;amp;dq=Noise+(Finanzmarkt)&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=Vi4nqdmv--&amp;amp;sig=ACfU3U0f3FQ2kcgQ19WvBBj3uaucRfc9Nw&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj2nK6WidvnAhUNuqQKHRJMAngQ6AEwBHoECAoQAQ#v=onepage&amp;amp;q=Noise%20(Finanzmarkt)&amp;amp;f=false Waldemar Wagner, &amp;#039;&amp;#039;Nichtlineare Zeitreihenanalyse als neue Methode für Eventstudien&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S. 258 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Noise Trader“ betätigen sich im „[[Noise Trading]]“, das zufällige Schwankungen der Börsenkurse hervorruft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=DyIkBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA777&amp;amp;dq=Trader+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjj2bbW_NDnAhWQ2qQKHR2jBcwQ6AEITDAE#v=onepage&amp;amp;q=Trader%20%20&amp;amp;f=false Wolfgang Gerke, &amp;#039;&amp;#039;Gerke Börsen Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 574 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese „Noise Trader“ sind meist vom [[Herdenverhalten]] geleitete Marktteilnehmer, die durch [[Handlungsbereitschaft|Stimmungen]] oder [[Soziale Gruppe|Gruppen]] dazu motiviert werden, in steigende Kurse hinein zu kaufen ([[Hausse]]) oder in fallende hinein zu verkaufen ([[Bullen- und Bärenmarkt|Baisse]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel C. Freiherr von Heyl, &amp;#039;&amp;#039;Noise als finanzwirtschaftliches Phänomen&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 52&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ist der so genannte „Stimmungs-Noise“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=_F0lTr-3fJQC&amp;amp;pg=PA50&amp;amp;dq=Noise+b%C3%B6rse&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjkk-vtp9PnAhWQ-KQKHVshC98Q6AEIQTAD#v=onepage&amp;amp;q=Noise%20b%C3%B6rse&amp;amp;f=false Bertram Scheufele/Alexander Haas, &amp;#039;&amp;#039;Medien und Aktien&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 50]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch überreagieren sie auf neue Informationen oder [[Extrapolation|extrapolieren]] Marktentwicklungen der Vergangenheit unkritisch in die Zukunft. Dieses Marktrauschen kann sowohl bei [[Kaufentscheidung|Kauf-]] als auch bei [[Verkaufsentscheidung]]en zugrunde liegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Der Handel an Börsen ist ohne Marktrauschen nicht denkbar. Das aus dem Noise Trading entstehende [[Kursrisiko]] wird in effizienten Börsen korrekt bewertet und von den Noise Tradern selbst übernommen. Damit erhalten sie für das von ihnen selbst generierte Risiko einen angemessenen Ausgleich und verlieren somit im [[Erwartungswert]] durch ihr Verhalten kein Geld. Das Verhalten der Noise Trader beeinflusst die rationalen Marktteilnehmer insofern, als diese bei gegebener [[Risikobereitschaft]] eine höhere [[Risikoprämie]] in Kauf nehmen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;Handelskammer Hamburg (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Die Hamburger Börse 1558-2008: Trends im Börsenwesen&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 238&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Regelfall weisen Finanzmärkte ein relativ geringes Grundrauschen auf, das als Verhältnis zwischen der Stärke eines Signals und dem Grundrauschen gemessen wird ({{enS|signal to noise ratio}}). Dieses Verhältnis kann auf [[Teilmarkt|Teilmärkten]] mit einem kontinuierlichen Fluss irrelevanter Informationen jedoch besonders hoch sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=tB43wEzMgfMC&amp;amp;pg=PA29&amp;amp;lpg=PA29&amp;amp;dq=Noise+(Finanzmarkt)&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=DyZnqjW2Dg&amp;amp;sig=ACfU3U3sXtopFlndyvYcG7OpXgCLxdER0A&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj2nK6WidvnAhUNuqQKHRJMAngQ6AEwA3oECAcQAQ#v=onepage&amp;amp;q=Noise%20%20&amp;amp;f=false Paul Windolf (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Finanzmarkt-Kapitalismus: Analysen zum Wandel von Produktionsregiment&amp;#039;&amp;#039;, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 45, 2005, S. 29 FN 24]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4380085-3}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Börsenhandel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftspsychologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leonry</name></author>
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