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	<title>Marktpreis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T10:38:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marktpreis&amp;diff=18131&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Regi51: Änderungen von 91.249.153.21 (Diskussion) rückgängig gemacht (HG) (3.4.12)</title>
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		<updated>2025-06-17T10:22:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/91.249.153.21&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/91.249.153.21&quot;&gt;91.249.153.21&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:91.249.153.21&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:91.249.153.21 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) rückgängig gemacht (&lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:Huggle&quot; title=&quot;Wikipedia:Huggle&quot;&gt;HG&lt;/a&gt;) (3.4.12)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gleichgewichtspreis.svg|mini|270px|Entstehung des Gleichgewichtspreises]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marktpreis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Betriebswirtschaftslehre|Betriebs-]] und [[Volkswirtschaftslehre]] der [[Preis (Wirtschaft)|Preis]], der für [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] und [[Dienstleistung]]en auf einem [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)|Markt]] zu einem bestimmten [[Zeitpunkt]] von [[Marktteilnehmer]]n bezahlt und erzielt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Güter mit einem Marktpreis kommen insbesondere [[Rohstoff (Produktion)|Roh-]], [[Hilfsstoff (Rechnungswesen)|Hilfs-]], und [[Betriebsstoff]]e („RHB-Stoffe“), [[Halbfabrikat]]e, [[Zwischenprodukt]]e, [[Fertigerzeugnis]]se und [[Handelsware]]n in Frage. Neben diesen [[Materielles Gut|materiellen Gütern]] gibt es noch [[Immaterielles Gut|immaterielle Güter]] wie [[Forderung]]en, [[Firmenwert]]e, [[Urheberrecht]]e und [[verwandte Schutzrechte]] wie [[Konzession]]en, [[Lizenz]]en, [[Patent]]e, [[Warenzeichen]], [[Markenzeichen]], [[Geschmacksmuster]] oder [[Gebrauchsmuster]]. Der Marktpreis von Dienstleistungen heißt oft [[Entgelt]], [[Gebühr]], [[Marktzins]] oder [[Provision]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der [[Merkantilist]] [[Richard Cantillon]] unterschied im Jahre 1755 erstmals zwischen &amp;#039;&amp;#039;Marktpreis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;natürlichem Preis&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Cantillon, &amp;#039;&amp;#039;Essay sur la nature de commerce en général&amp;#039;&amp;#039;, 1755/1931, S. 17 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach hänge der Marktpreis von [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]] und [[Nachfrage (Mikroökonomie)|Nachfrage]] ab und könne zeitweilig wegen der [[Marktentwicklung]] über oder unter dem natürlichen Preis liegen, weil es schwierig sei, „die Erzeugung von Waren und Nahrungsmitteln dem Gebrauch anzupassen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Cantillon, &amp;#039;&amp;#039;Essay sur la nature de commerce en général&amp;#039;&amp;#039;, 1755/1931, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; Der natürliche Preis ist bei Cantillon der Gleichgewichtspreis, zu dem [[Marktgleichgewicht]] herrscht. [[Adam Smith]] sah in seinem Buch [[Der Wohlstand der Nationen]] im März 1776 die [[Produktionskosten]] als Grundlage des Marktpreises an, sie entsprächen dem natürlichen Preis. [[David Ricardo]] schrieb 1817, der Marktpreis bestimme sich allein durch die [[Arbeitskosten]]; die Nachfrage habe keinen Einfluss auf die Preisbildung.&amp;lt;ref&amp;gt;David Ricardo, &amp;#039;&amp;#039;Über die Grundsätze der Politischen Ökonomie und der Besteuerung&amp;#039;&amp;#039;, 1817/1994, S. 325&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide unterschieden wie bereits die [[Physiokratie|Physiokraten]] zwischen dem kurzfristigen Marktpreis ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;market price&amp;#039;&amp;#039;}}, {{frS|&amp;#039;&amp;#039;prix courant&amp;#039;&amp;#039;}}) und dem dauerhaften durchschnittlichen Preis ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;natural price&amp;#039;&amp;#039;}}, {{frS|&amp;#039;&amp;#039;prix naturel&amp;#039;&amp;#039;}}; natürlicher Preis).&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Eugen Ott, &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Preistheorie&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 22&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Jean Baptiste Say]] verstand 1827 unter dem Marktpreis „dasjenige Geld-Quantum, um welches ein Product durchgängig zu kaufen oder zu verkaufen steht“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=mPJBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA536&amp;amp;dq=Marktpreis+begriff&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Marktpreis%20%20&amp;amp;f=false Jean Baptiste Say/Karl Eduard Morstadt, &amp;#039;&amp;#039;Ausführliche Darstellung der Nationalökonomie oder der Staatswirthschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1830, S. 536]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ricardo erkannte, dass der Marktpreis das Verhältnis zwischen [[Angebot und Nachfrage]] anzeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean Baptiste Say/Karl Eduard Morstadt, &amp;#039;&amp;#039;Ausführliche Darstellung der Nationalökonomie oder der Staatswirthschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1830, S. 539&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Juni 1794 in Kraft getretene [[Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten|Allgemeine Preußische Landrecht]] (PrALR) legte in Art. 353 PrALR fest, dass – wenn im Vertrag der Marktpreis oder der [[Börsenpreis]] als [[Kaufpreis]] bestimmt ist – „so ist im Zweifel hierunter der laufende Preis, welcher zur Zeit und an dem [[Leistungsort|Orte der Erfüllung]] oder an dem für letzteren maßgebenden Handelsplatze nach den dafür bestehenden örtlichen Einrichtungen festgesetzt ist,..“ der mittlere Preis zu verstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=L3f4FwS_POgC&amp;amp;pg=PA355&amp;amp;dq=Marktpreis+preu%C3%9Fisches+landrecht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Marktpreis%20preu%C3%9Fisches%20landrecht&amp;amp;f=false Carl Koch, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Landrecht für die preußischen Staaten&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, 1863, S. 355]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es stellte damit Marktpreis und Börsenpreis erstmals auf eine Ebene. Der [[Jurist]] [[Wilhelm Endemann (Politiker)|Wilhelm Endemann]] definierte 1853 den Marktpreis als den Preis „welcher für eine Waare im offenen Handel (im kaufmännischen Markt- oder Börsenverkehre) zu einer bestimmten Zeit allgemein verlangt und gewährt wird“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=DUk7AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA270&amp;amp;dq=Marktpreis+begriff&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Marktpreis%20begriff&amp;amp;f=false Wilhelm Endemann, &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch des Handelsrechts&amp;#039;&amp;#039;, 1853, S. 270]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Demnach haben nur die im [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)|Markt]] oder an der [[Börse]] umgesetzten Waren einen Marktpreis. Das [[Allgemeines Deutsches Handelsgesetzbuch|ADHGB]] vom Mai 1861 übernahm den Marktpreis in Art. 357d ADHGB. Das [[Reichsoberhandelsgericht]] (ROHG) definierte im April 1871 den Marktpreis in einem Urteil folgendermaßen: „Als Marktpreis eines gewissen Platzes ist … derjenige Durchschnittspreis zu betrachten, welcher sich bei Vergleichung einer erheblichen Zahl von an diesem Orte geschlossenen [[Geschäft (Wirtschaft)|Geschäften]] als der, von den besonderen persönlichen Beziehungen und sonstigen speziellen Umständen des Geschäftsschlusses unabhängige, gemeine Werth der betreffenden Waare darstellt“.&amp;lt;ref&amp;gt;ROHG, Urteil vom 13. April 1871 Az.: Rep. 130/71, ROHGE 2, 194, 196&amp;lt;/ref&amp;gt; Es schrieb dem Marktpreis die Merkmale [[Repräsentativität]] und [[Objektivität]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktpreis in den Wirtschaftswissenschaften ==&lt;br /&gt;
Voraussetzungen für den Marktpreis sind die [[Homogenität (Wirtschaft)|Homogenität]] der Produkte/Dienstleistungen, ein [[Fair Value#Marktpreise|aktiver Markt]] mit umsatzwillgen Käufern und Verkäufern und öffentlich beobachtbare Preise. Die klassische Nationalökonomie benutzte den durch Angebot und Nachfrage zustande kommenden Marktpreis als Gegensatz zum „natürlichen Preis“.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Th. Gabler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, 1984, Sp. 233&amp;lt;/ref&amp;gt; Wird von einem Gut zu wenig oder zu viel angeboten oder nachgefragt, so steigt oder sinkt der Marktpreis über oder unter den natürlichen Preis. Bei [[Überangebot]] liegt der Marktpreis also eher unter den [[Herstellungskosten]], bei Übernachfrage steigt er darüber.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=nRLMBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA17&amp;amp;dq=Adam+Smith+marktpreis+produktionskosten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Adam%20Smith%20marktpreis%20produktionskosten&amp;amp;f=false Wolfram Braun, &amp;#039;&amp;#039;Die Organisation ökonomischer Aktivitäten&amp;#039;&amp;#039;, 1987, S. 17]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[Preisbildung]] kann es vorkommen, dass sich kein stabiles Gleichgewicht einstellt. Das [[Spinnwebtheorem]] beschreibt einen Fall, in dem der Marktpreis um das Marktgleichgewicht mit zunehmender, konstanter oder abnehmender [[Amplitude]] oszilliert. Das Konzept des Marktpreises löste Vorstellungen von einem [[Gerechter Preis|gerechten Preis]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gleichgewichtspreis ===&lt;br /&gt;
Der Marktpreis kann um den natürlichen Preis [[Schwingung|oszillieren]], muss aber schließlich immer wieder dessen Höhe erreichen,&amp;lt;ref&amp;gt;Eckart Karselt, &amp;#039;&amp;#039;Die Kostenidee in der modernen Theorie&amp;#039;&amp;#039;, 1934, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt; denn der natürliche Preis ist laut Adam Smith der „zentrale, auf den die Preise aller Güter ständig hinstreben“.&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Smith, &amp;#039;&amp;#039;Der Wohlstand der Nationen&amp;#039;&amp;#039;, 1776/1982, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Gleichgewichtspreis liegt grafisch im [[Marktdiagramm]] am [[Schnittpunkt]] der [[Angebotskurve|Angebots-]] und [[Nachfragekurve]]. Am Schnittpunkt ergibt sich eine [[Markträumung]], weil angebotene und nachgefragte Mengen übereinstimmen; diese Menge ist die &amp;#039;&amp;#039;Gleichgewichtsmenge&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=INFPFmbOdpYC&amp;amp;pg=PA52&amp;amp;dq=Gleichgewichtspreis&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Gleichgewichtspreis&amp;amp;f=false Horst Siebert/Oliver Lorz, &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 52 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus der &amp;#039;&amp;#039;Angebotsfunktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;x_a = f(p)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der &amp;#039;&amp;#039;Nachfragefunktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;x_n = f(p)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
lässt sich folgende Gleichgewichtsfunktion ableiten:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;x_a - x_n = 0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin sind:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;x_a&amp;lt;/math&amp;gt; die Angebotsmenge&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;x_n&amp;lt;/math&amp;gt; die Nachfragemenge&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt; der Marktpreis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend wird bei einem Überangebot der Preis hin zum Gleichgewichtspreis sinken, bei Übernachfrage entsprechend steigen. Auch der Gleichgewichtspreis erfüllt sämtliche [[Preisfunktion]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalkulation ===&lt;br /&gt;
Aus Sicht der [[Preiskalkulation]] ist der Marktpreis ein nachfrageorientierter Preis, der sich aus dem im Markt realisierbaren Durchschnittserlös abzüglich der durch den [[Kostenträger]] verursachten [[Gesamtkosten]] errechnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=aMnJBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA261&amp;amp;dq=Marktpreis+begriff&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Marktpreis%20begriff&amp;amp;f=false Ludwig G. Poth, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Marketing Begriffe von A – Z&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 261]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Selbstkosten]] und die [[Gewinnmarge]] sind die Bestandteile des kalkulatorischen Marktpreises. Dabei können preistaktische Überlegungen wie die [[Preisuntergrenze]] berücksichtigt werden. Die retrograde Kalkulation (auch Rückrechnung genannt) orientiert sich am Marktpreis. Der Konkurrenzdruck und gut informierte Käufer bestimmen den Marktpreis, der durch den Anbieter nicht beeinflussbar ist, so dass er sich als [[Mengenanpasser]] verhält. Ausgehend vom Marktpreis ergibt die Rückrechnung letztlich denjenigen [[Einstandspreis]], zu dem sich die [[Produktion]]/[[Weiterverarbeitung (Produktion)|Weiterverarbeitung]] und der anschließende [[Vertrieb]] noch lohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktpreis im Recht ==&lt;br /&gt;
Der Marktpreis ist auch ein [[Rechtsbegriff]], bei dem es jedoch an einer [[Legaldefinition]] fehlt. Der [[Bundesgerichtshof]] (BGH) sieht im Marktpreis das ortsübliche [[Entgelt]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Rspr|BGH NJW 2000, 1254}}, 1255 zum Kaufvertrag&amp;lt;/ref&amp;gt; also der am [[Erfüllungsort]] zur [[Erfüllung (Recht)|Erfüllungszeit]] für bestimmte Waren einer bestimmten Gattung gezahlte Durchschnittspreis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Rspr|BGH NJW 1979, 758}}, 759&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Handelsrecht (Deutschland)|Handelsrecht]] ist der Marktpreis mit dem [[Börsenpreis]] gleichgestellt. Börsenpreise sind alle [[Börsenkurs]]e, die für die an einer [[Börse]] gehandelten [[Effekten]] ([[Effektenbörse]]) oder [[Commodities]] ([[Warenbörse]]) [[Notierung|notiert]] werden. Alle übrigen Preise auf einem aktiven Markt sind Marktpreise. Soweit jedoch kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, ist der [[Beizulegender Zeitwert|beizulegende Zeitwert]] mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden zu bestimmen (§ 253 Abs. 4 HGB). Das [[Niederstwertprinzip]] des {{§|253|hgb|juris}} Abs. 4 [[Handelsgesetzbuch|HGB]] verlangt beim [[Umlaufvermögen]] die Zugrundelegung von Börsen- oder Marktpreisen, um den niedrigsten Wert eines [[Vermögensgegenstand]]s zu ermitteln. Dabei setzt {{§|255|hgb|juris}} Abs. 4 HGB den beizulegenden Zeitwert dem Marktpreis gleich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BT-Drs|16|10067}} BT-Drucksache 16/10067 vom 30. Juli 2008, &amp;#039;&amp;#039;Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts&amp;#039;&amp;#039;, S. 61&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierdurch sind sowohl der Börsenpreis als auch der den beizulegende Zeitwert handelsrechtlich dem Marktpreis gleichgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bilanzrecht (Deutschland)|Bilanzrechtlich]] ist der Marktpreis ein Preis, der für vergleichbare Vermögenswerte wie dem zu bewertenden Vermögenswert auf einem aktiven Markt am [[Bilanzstichtag]] (zeitgleich) gezahlt wird. Vergleichbar bedeutet hierbei, dass alle preisbildenden Parameter weitgehend gleich sind, so dass keine [[Anpassung (Betriebswirtschaftslehre)|Anpassungen]] des beobachteten Preises vorgenommen werden müssen. Ein aktiver Markt zeichnet sich dadurch aus, dass weitgehend homogene Vermögenswerte zu öffentlich zugänglichen Preisen gehandelt werden und in der Regel jederzeit vertragswillige Käufer und Verkäufer zu finden sind. Der Marktpreis wird als an einem aktiven Markt ermittelt angesehen, wenn er an einer [[Börse]], von einem [[Händler]], von einer [[Wirtschaftszweig|Branchengruppe]] oder von einer [[Aufsichtsbehörde]] leicht und regelmäßig erhältlich ist und auf aktuellen und regelmäßig auftretenden [[Transaktion (Wirtschaft)|Markttransaktionen]] zwischen unabhängigen dritten Marktteilnehmern beruht. Ist [[Wertersatz]] zu leisten, bestimmt sich der Wert des Gutes nach dem Marktpreis ({{§|429|hgb|juris}} Abs. 3 HGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das BGB erwähnt den Börsen- oder Marktpreis vor allem bei der [[Verwertung]] von [[Kreditsicherheit]]en ([[Verpfändung]]: {{§|1221|bgb|juris}} BGB, {{§|1235|bgb|juris}} Abs. 2 BGB; gesetzliches [[Pfandrecht]]: {{§|1259|bgb|juris}}, Pfandrecht an Rechten: {{§|1279|bgb|juris}} und {{§|1295|bgb|juris}} BGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind [[Steuerrecht (Deutschland)|steuerrechtlich]] [[Wirtschaftsgut (Steuerlehre)|Wirtschaftsgüter]] vergleichbarer Art und Güte am Markt tatsächlich erhältlich, so stimmt der Marktpreis in aller Regel mit dem [[Teilwert]] überein.&amp;lt;ref&amp;gt;BFH, Urteil vom 29. Juli 1965, Az.: IV 164/63 U 0 = {{Rspr|BFHE 83, 413}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Der Marktpreis dient zur [[Bewertung (Rechnungswesen)|Bewertung]] der [[Menge (Mathematik)|Mengen]] von Wirtschaftsgütern, es gilt mithin:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Vorratsvermögen} = \text{Bestand} \cdot \text{Marktpreis}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Der Marktpreis ist somit für die nach der [[Inventur]] stattfindende [[Bilanzierung]] eine unverzichtbare [[Wertkonvention]]. In der [[Volkswirtschaftslehre]] dient der Marktpreis als Berechnungsgrundlage der [[Volkswirtschaftliche Kennzahl|volkswirtschaftlichen Kennzahlen]] der [[Inflationsrate]], des [[Bruttoinlandsprodukt]]s oder des [[Preisindex]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Verbreitungsgrad eines Marktes können folgende Marktpreise unterschieden werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Marktform]]&lt;br /&gt;
! Marktpreis&lt;br /&gt;
! ökonomische &amp;lt;br /&amp;gt; Ebene&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wochenmarkt]]&lt;br /&gt;
| lokaler [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] || [[Mikrodaten]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Binnenmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Binnenmarktpreis]] || [[Mesoebene|Mesodaten]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Weltmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Weltmarktpreis]] || [[Makrodaten]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimmen [[Weltmarktpreis]] und [[Binnenmarktpreis]] (zufällig) überein, so handelt es sich um ein [[Marktgleichgewicht]]. Liegt der Weltmarktpreis über dem [[Gleichgewichtspreis]] auf dem Binnenmarkt, so wird die inländische [[Produktion]] ihr [[Güterangebot]] im Rahmen der [[Angebotskurve]] ausdehnen; umgekehrt wird die inländische Güterproduktion sinken oder eingestellt, weil der Weltmarktpreis niedriger ist als der Binnenmarktpreis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Internationaler_Handel/Z1slBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Weltmarktpreis&amp;amp;pg=PA36&amp;amp;printsec=frontcover Peter Zweifel/Robert H. Heller, &amp;#039;&amp;#039;Internationaler Handel: Theorie und Empirie&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 36]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/marktpreis-38454 Marktpreis] – Definition im Gabler Wirtschaftslexikon&lt;br /&gt;
* [https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20083/marktpreis Marktpreis] – kurzer Artikel der [[Bundeszentrale für politische Bildung]] auf &amp;#039;&amp;#039;bpb.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4139135-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preispolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preistheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelsrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Regi51</name></author>
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