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	<title>Markt Berolzheim - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Markt_Berolzheim&amp;diff=91880&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;CommonsDelinker: Ersetze Wappen_von_Markt_Berolzheim.svg durch DEU_Markt_Berolzheim_COA.svg (von CommonsDelinker angeordnet: File renamed: Criterion 4 (harmonizing names of</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Markt_Berolzheim&amp;diff=91880&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-18T03:08:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ersetze Wappen_von_Markt_Berolzheim.svg durch &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:File:DEU_Markt_Berolzheim_COA.svg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:File:DEU Markt Berolzheim COA.svg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;DEU_Markt_Berolzheim_COA.svg&lt;/a&gt; (von &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:User:CommonsDelinker&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:User:CommonsDelinker (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;CommonsDelinker&lt;/a&gt; angeordnet: &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:COM:FR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:COM:FR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File renamed&lt;/a&gt;: &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:COM:FR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:COM:FR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Criterion 4&lt;/a&gt; (harmonizing names of&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Markt&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Markt Berolzheim COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 49/00/36/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 10/50/48/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Markt Berolzheim in WUG.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Bayern&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = Mittelfranken&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Weißenburg-Gunzenhausen&lt;br /&gt;
|Verwaltungsgemeinschaft = Altmühltal&lt;br /&gt;
|Höhe              = 424&lt;br /&gt;
|PLZ               = 91801&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 09146&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 09577149&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 2 [[Gemeindeteil]]e&lt;br /&gt;
|Straße            = Großholzer Weg 11&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.vgem-altmuehltal.de/markt-markt-berolzheim www.vgem-altmuehltal.de/markt-markt-berolzheim]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Fritz Hörner&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel= [[Bürgermeister#Bayern|Erster Bürgermeister]]&lt;br /&gt;
|Partei            = [[Grüne Bayern|GRÜNE]]/Unabhängige Liste&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Markt Berolzheim Panorama Luftaufnahme (2020).jpg|mini|300px|Markt Berolzheim, Luftaufnahme (2020)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Markt Berolzheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Umgangssprache|umgangssprachl.]] „B-Heim“, &amp;#039;&amp;#039;Beheim&amp;#039;&amp;#039; ausgesprochen und in früherer Zeit – bis in die 1970er Jahre – „Berlza“) ist ein [[Marktgemeinde#Bayern|Markt]] im [[Mittelfranken|mittelfränkischen]] [[Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:marktberolzheim.buchleite.jpg|mini|300px|Blick auf den Ortskern von Markt Berolzheim von der [[Buchleite bei Markt Berolzheim|Buchleite]] aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographische Lage ===&lt;br /&gt;
Der Ort liegt oberhalb der [[Altmühl]] im [[Altmühltal]] am Fuße des [[Hahnenkamm (Altmühltal)|Hahnenkamms]], eines Höhenzugs der [[Fränkische Alb|Fränkischen Alb]], auf ca. 420–{{Höhe|500|DE-NHN}}. Die Gegend liegt in [[Westmittelfranken]] und wird auch als [[Altmühlfranken]] bezeichnet. Unweit westlich des Ortes liegt der [[Berolzheimer Wald]]. Höchste Erhebung der Gemeinde ist der [[Gemeindeberg (Markt Berolzheim)|Gemeindeberg]] (ca.&amp;amp;nbsp;{{Höhe|627}}). Durch den Ort führen die [[Liste der Staatsstraßen in Mittelfranken#St 2230|Staatsstraße&amp;amp;nbsp;2230]] und die [[Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg]]. Im Waldgebiet bei Markt Berolzheim liegen mehrere Quellen, die zum [[Berolzheimer Mühlbach]] zusammenfließen. Ein weiteres Fließgewässer in der Gemeinde ist der [[Vorderer Graben|Vordere Graben]]. Er fließt in die Altmühl, die die Ostgrenze der Gemeinde bildet. Städte in der Nähe sind [[Treuchtlingen]], [[Weißenburg in Bayern]] und [[Gunzenhausen]]. Der Weiler Großholz gehört politisch, der Weiler [[Lengenfeld (Alesheim)|Lengenfeld]] kirchlich zu Markt Berolzheim. Südlich des Ortes liegt das Naturschutzgebiet [[Buchleite bei Markt Berolzheim|Buchleite]], als Geotop ausgewiesen ist der [[Hunnenstein (Markt Berolzheim)|Hunnenstein]] südwestlich von Markt Berolzheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachbargemeinden sind:&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
|NORDWEST = [[Meinheim]]&lt;br /&gt;
|NORD = [[Meinheim]]&lt;br /&gt;
|NORDOST = [[Alesheim]]&lt;br /&gt;
|WEST = [[Heidenheim (Mittelfranken)|Heidenheim]], [[Meinheim]]&lt;br /&gt;
|OST = [[Alesheim]]&lt;br /&gt;
|SUEDWEST = [[Heidenheim (Mittelfranken)|Heidenheim]]&lt;br /&gt;
|SUED = [[Treuchtlingen]],&lt;br /&gt;
|SUEDOST = [[Alesheim]], [[Treuchtlingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde hat zwei [[Gemeindeteil]]e (in Klammern ist der [[Siedlungstyp]] angegeben):&amp;lt;ref&amp;gt;{{BLO Ortsdatenbank|objekt=Gemeinde Markt Berolzheim |val=1512|abruf=2019-12-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BayernPortal Ortsteile|val=70330391634 |objekt=Gemeinde Markt Berolzheim |abruf=2021-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Großholz (Markt Berolzheim)|Großholz]] ([[Einöde]])&lt;br /&gt;
* Markt Berolzheim (Hauptort)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Gemarkung}}Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die [[Gemarkung]] Markt Berolzheim. Die Gemarkung hat eine Fläche von 14,556&amp;amp;nbsp;km². Sie ist in 1864 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 7808,99&amp;amp;nbsp;m² haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/093638 |titel=Gemarkung Markt Berolzheim (093638) |werk=geoindex.io |hrsg=Geoindex Aktiengesellschaft |abruf=2024-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://v.bayern.de/yRPdn |titel=Webkarte |titelerg= [[Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem|ALKIS®]]-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen |werk=[[BayernAtlas]] |hrsg=[[Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Bayern|LDBV]] |abruf=2024-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet liegt am Rande des Hahnenkamms, eines Teils der [[Altmühlalb]]. In hohen Lagen [[Kalkstein]] ([[Weißer Jura]]), über [[Sandstein]] ([[Brauner Jura]]) in [[Lehm]] ([[Schwarzer Jura]]) übergehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Das Klima von Markt Berolzheim ist geprägt durch abgeschwächtes Mittel[[gebirgsklima]]. Das Sonnenmaximum ist im Juni und im Juli, das Niederschlagsminimum im März. Gemittelte Niederschlagsmenge beträgt 650–800&amp;amp;nbsp;Millimeter im Jahr, im Winter an rund 35&amp;amp;nbsp;Tagen Schneefall. Die Jahresmitteltemperatur beträgt 7,8&amp;amp;nbsp;°C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bis zum 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Erste Spuren menschlichen Lebens sind aus der Zeit um 10.000&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. nachweisbar. Eine erste feste Besiedlung dürfte um 3800&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. erfolgt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regierungszeit des Kaisers [[Trajan]] entstand dort eine römische Siedlung der Provinz [[Rätien]]; in der Flur &amp;#039;&amp;#039;Steinhausäcker&amp;#039;&amp;#039; fand man eine römische [[Villa rustica|Villa]]. Im 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert kam es nördlich einer bereits bestehenden Siedlung namens Benzing auf der gegenüberliegenden Seite des Dorfbaches mit Berol(t)sheim zu einer weiteren Besiedelung,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Buchner, S. 47&amp;quot;&amp;gt;Buchner, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt; vielleicht als Sitz eines [[Franken (Volk)|fränkischen]] Sippenführers namens Berolt oder Berolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt 46/47 (1931/32), S. 103, 50/51 (1935/36), S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name des neuen Orts ging im Laufe der Zeit auch auf die Ursiedlung über.&amp;lt;ref&amp;gt;Buchner, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, in der Zeit [[Karl der Große|Karls des Großen]], gehörte das Gebiet zum [[Sualafeldgau]]. Wohl schon im 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entstanden zwei Pfarreien, die zum [[Bistum Eichstätt]] gehörten und seit der [[Reformation]]szeit [[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch-lutherisch]] sind. 1129 und später erschien der Ortsname als Peroluesheim, 1167 als Berolteshaim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert hatte der Ort drei Adelssitze (Burgen), das am Waldrand stehende, wohl auf römischen Grundmauern errichtete [[Burgstall Steinhaus (Markt Berolzheim)|Steinhaus am Goppelt]], das als erstes der Burgen abging, ein erstmals 1326 erwähntes „stark bewehrtes Wasserhaus“, die [[Burg Berolzheim]], das spätere Untere Schloss, das gegenüber der „wahrscheinlich im 8./9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert an der Stelle eines keltisch-römischen Heiligtums“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Buchner, S. 47&amp;quot; /&amp;gt; erbauten Kapelle (und heutigen Pfarrkirche) [[St. Michael (Markt Berolzheim)|St. Michael]] lag, und das [[Oberes Schloss (Markt Berolzheim)|Obere Schloss]] nahe der St.-Marien-Kapelle, von der 1183 über eine Weihe berichtet wurde&amp;lt;ref&amp;gt;Sammelblatt HV Eichstätt 46/47 (1931/32), S. 107&amp;lt;/ref&amp;gt; und die 1352 als [[St. Bartholomäus (Markt Berolzheim)|St.-Bartholomäus-Pfarrkirche]] erschien.&amp;lt;ref&amp;gt;Kufeld, S. 3, Schrenk/Zink, S. 127, Buchner, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Ortsadelige „von Berolzheim“ nannten sich 1129 ein Tageno, 1167 ein Heinrich, 1212 ein Marquard und 1326 und 1344 ein Willing. Ab 1332 erschien die Adelsfamilie Frick, dann die [[Vestenberg (Adelsgeschlecht)|Vestenberg]] und 1370 die [[Lentersheim (Adelsgeschlecht)|Lentersheim]]. 1574 erwarb [[Wolfgang II. von Pappenheim]] das Obere Schloss.&amp;lt;ref&amp;gt;Carben, S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Unteren Schloss saßen 1311 die [[Truhendingen (Adelsgeschlecht)|Truhendinger]], die [[Salach (Adelsgeschlecht)|Salacher]], 1332 die [[Holzingen (Adelsgeschlecht)|Holzinger]], 1477 die Emser und 1572 die Pappenheimer; 1667 hatten die ansbachischen Markgrafen den Besitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Sammelblatt HV Eichstätt 39 (1924), S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Grundherrschaft war, wie im Mittelalter vielerorts, somit sehr zersplittert. Ein Salbuch von 1491 weist in Berolzheim außerdem Besitz des [[Kloster Auhausen|Klosters Auhausen]] nach.&amp;lt;ref&amp;gt;Historischer Atlas von Bayern. Schwaben Reihe I Heft 8: Nördlingen, S. 304.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1574 erhielt die Gemeinde einen kaiserlichen Wappenbrief, in dem Berolzheim als „Fleckhen“ bezeichnet wird; ob damit ein Marktflecken gemeint war, ist ungewiss.&amp;lt;ref&amp;gt;Carben, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wurde der Ort 1631 von den [[Lothringer]]n verwüstet und niedergebrannt und sieben&amp;amp;nbsp;Jahre später von kaiserlich-bayerischen Truppen gebrandschatzt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sammelblatt HV Eichstätt 48 (1933), S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt; nur fünf Häuser blieben stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kufeld, S. 4f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Krieg fiel auch der Chorturm der oberen Kirche zum Opfer; er wurde 1688 bei gleichzeitiger Langhauserweiterung wiederhergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Schrenk/Zink, S. 127f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1667 kauften die [[Fürstentum Ansbach|Markgrafen von Bayreuth-Ansbach]] von pappenheimischen Erben den Ort&amp;lt;ref&amp;gt;Carben, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; und errichteten dort ein eigenes Verwalteramt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HistAtlasFI8-43&amp;quot;&amp;gt;{{Hofmann Gunzenhausen-Weißenburg 1960|SEITE=43}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Vogtamtsverwalter hatte neben der grundherrlichen Verwaltung die niedere [[Gerichtsbarkeit]] inne;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HistAtlasFI8-64&amp;quot;&amp;gt;{{Hofmann Gunzenhausen-Weißenburg 1960|SEITE=64}}&amp;lt;/ref&amp;gt; hochgerichtlich war bis 1797 das [[Oberamt Hohentrüdingen]] zuständig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HistAtlasFI8-107&amp;quot;&amp;gt;{{Hofmann Gunzenhausen-Weißenburg 1960|SEITE=107}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Eichstätter Besitz in Berolzheim war das Domkapitelische Kastenamt [[Pleinfeld]] zuständig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HistAtlasFI8-92&amp;quot;&amp;gt;{{Hofmann Gunzenhausen-Weißenburg 1960|SEITE=92}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1783 ließ ein Großbrand von den 125 Anwesen nur noch 40 Häuser übrig; die 1754 eingeführte Ansbachische Brandversicherung machte aber einen „schmucken Wiederaufbau“ möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HistAtlasFI8-53&amp;quot;&amp;gt;{{Hofmann Gunzenhausen-Weißenburg 1960|SEITE=53}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1758 bis 1760 wurde das Langhaus der unteren Kirche im [[Markgrafenstil]] neu erbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Schrenk/Zink, S. 126.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als 1797 das Oberamt Hohentrüdingen und damit das Verwalteramt Berolzheim zum [[Justiz- und Kammeramt Heidenheim]] im [[Wassertrüdinger Kreis]] umgestaltet wurde, erhielt Berolzheim eine der beiden Gerichtschreibereien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HistAtlasFI8-220&amp;quot;&amp;gt;{{Hofmann Gunzenhausen-Weißenburg 1960|SEITE=220}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. und 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
1806 kam Berolzheim zum [[Königreich Bayern]] und wurde 1808 mit der [[Einöde]] Großholz, wo zwei Familien wohnten, [[Steuerdistrikt]] und 1809 [[Zweites Gemeindeedikt|Munizipalgemeinde]], 1818 Markt im [[Landgericht Heidenheim]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HistAtlasFI8-236&amp;quot;&amp;gt;{{Hofmann Gunzenhausen-Weißenburg 1960|SEITE=236}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1809 gab es 143&amp;amp;nbsp;Hausnummern (125&amp;amp;nbsp;Wohnhäuser),&amp;lt;ref name=&amp;quot;HistAtlasFI8-107&amp;quot; /&amp;gt; 1824 166&amp;amp;nbsp;Anwesen mit 966&amp;amp;nbsp;Einwohnern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HistAtlasFI8-236&amp;quot; /&amp;gt; 1835 wurde der Ort [[Windischhausen]] von der Oberen Pfarrei als selbständige Pfarrei abgetrennt; ursprünglich zum Dekanat [[Hechlingen]]/[[Dittenheim]]/Heidenheim gehörend, sind die beiden Pfarreien von Markt Berolzheim seit 1925 dem [[Evangelisch-Lutherisches Dekanat Pappenheim|Evangelisch-Lutherischen Dekanat Pappenheim]] zugeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HistAtlasFI8-263&amp;quot;&amp;gt;{{Hofmann Gunzenhausen-Weißenburg 1960|SEITE=263}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1920 hat die Gemeinde den Namen &amp;#039;&amp;#039;Markt Berolzheim&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3406096697|Seite=477}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1950 zählte man 223&amp;amp;nbsp;Anwesen und 1495&amp;amp;nbsp;Einwohner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HistAtlasFI8-236&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Berolzheim (17).jpg|mini|hochkant|[[St. Michael (Markt Berolzheim)|Untere Kirche St.&amp;amp;nbsp;Michael]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religionen ===&lt;br /&gt;
Die überwiegende Mehrheit der Einwohner ist [[evangelisch]], nur ein kleiner Teil [[Römisch-katholische Kirche|katholisch]].&lt;br /&gt;
* Die evangelische Gemeinde teilt sich in die Kirchengemeinden [[St. Maria (Markt Berolzheim)|St.&amp;amp;nbsp;Maria]] (Obere Kirche) und [[St. Michael (Markt Berolzheim)|St.&amp;amp;nbsp;Michael]] (Untere Kirche), die jedoch seit 1941 eine gemeinsame Pfarrstelle bilden, aber noch getrennte Kirchenvorstände haben. Zur evangelischen Gemeinde gehören die Einwohner des Weilers Lengenfeld, der am anderen Altmühlufer liegt. Gottesdienste finden im Wechsel in beiden Kirchen statt, öffentlich wird nur die Kirchweih von St.&amp;amp;nbsp;Maria gefeiert.&lt;br /&gt;
* Die katholische Gemeinde [[St. Hedwig (Markt Berolzheim)|St. Hedwig]], eine Kuratie der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Treuchtlingen,&amp;lt;ref&amp;gt;Schematismus der Diözese Eichstätt 2007, S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt; entstand erst in der Nachkriegszeit durch Zuzug von Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten, hauptsächlich aus dem [[Sudetenland]]. Die Kirche, im Grundriss ein gleichseitiges Fünfeck mit freistehendem Glockenturm, ist ein Werk des Ingolstädter Architekten [[Josef Elfinger]] († 1988) und entstand 1961. Sie wirkt im Innern durch die Glasmosaiken von [[Max Wendl]] „wie von warmem Licht durchflutet“.&amp;lt;ref&amp;gt;Schrenk/Zink, S. 128.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eine [[Kehillah|jüdische Gemeinde]] bestand in Markt Berolzheim vom 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert (1631 erste Erwähnung) bis 1938. In der ersten Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts waren zeitweise knapp 20 % der Einwohner [[Jüdische Religion|israelitischen Glaubens]] (1812 174&amp;amp;nbsp;jüdische Einwohner von insgesamt 898). 1933 wurden noch 65 jüdische Einwohner gezählt. Die [[Synagoge]] (Standort „In der Hölle“) wurde beim [[Novemberpogrom]] 1938 niedergebrannt. Die letzten 24 jüdischen Bewohner wurden inhaftiert und vertrieben. Am Standort der Synagoge befindet sich heute ein Denkmal für die frühere jüdische Gemeinde. Die jüdischen Familiennamen Berolzheimer und Berlitzheimer erinnern in verschiedenen Ländern der Welt an die jüdische Niederlassung am Ort. Auch die Vorfahren des Gründers der [[Berlitz Sprachschulen]] stammen aus Markt Berolzheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Im Ort hatten 1809 912&amp;amp;nbsp;Einwohner ihren Wohnsitz. Bis 1933 wuchs das Dorf auf 1063&amp;amp;nbsp;Einwohner. Es folgte die Vernichtung der rund 100&amp;amp;nbsp;Personen umfassenden jüdischen Gemeinde in der [[Novemberpogrome 1938|Reichspogromnacht]] 1938 sowie der Zuzug von Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten nach dem Krieg. Die Gemeinde wuchs bis 1950 auf etwa 1500&amp;amp;nbsp;Einwohner, wobei in den Folgejahren wieder ein Rückgang auf 1150&amp;amp;nbsp;Personen erfolgte. In den letzten Jahren wuchs der Ort durch neue Siedlungen auf etwa 1350&amp;amp;nbsp;Einwohner, auch durch vermehrte Zuzüge aus dem Städtedreieck Treuchtlingen, [[Gunzenhausen]] und [[Weißenburg in Bayern|Weißenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Marktgemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der Marktgemeinderat besteht aus zwölf Mitgliedern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; width=&amp;quot;60%&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;#eeeeee&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| || [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]] || [[SPD Bayern|SPD]] || [[Grüne Bayern|Grüne]] || [[Wählergruppe|Bürgerliste]] || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gesamt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahlen in Bayern 2002|2002]] || 6 || 3 || 2 || 1 || 12 Sitze&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahlen in Bayern 2008|2008]] || 5 || 2 || 4 || 1 || 12 Sitze&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahlen in Bayern 2014|2014]] || 3 || 3 || 4 || 2 || 12 Sitze&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Kommunalwahlen in Bayern 2020|2020]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.marktberolzheim.de/wiki/Kommunalwahl2020 |titel=Kommunalwahl 2020 |abruf=2020-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|4&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|3&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|5&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
| 12 Sitze&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; CSU/Freie Wähler &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp; &amp;lt;sup&amp;gt;2 &amp;lt;/sup&amp;gt;SPD/Vereinigte Wählergruppe &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp; &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Bündnis 90/Die Grünen-Unabhängige Liste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Fritz Hörner (Bündnis 90/Die Grünen) wurde bei der [[Kommunalwahlen in Bayern 2008|Kommunalwahl im Jahre 2008]] zum Ersten Bürgermeister des Marktes gewählt und löste am 1.&amp;amp;nbsp;Mai 2008 Hermann Bauer (CSU) ab, der nicht mehr zur Wahl antrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorherige Bürgermeister (bzw. bis 1881 Gemeindevorsteher):&lt;br /&gt;
* 1837–1840: Bleicher&lt;br /&gt;
* ab 1840: Cramer&lt;br /&gt;
* bis 1862: &amp;#039;&amp;#039;keine Aufzeichnungen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1862–1863: Georg Bieber&lt;br /&gt;
* 1863–1881: Joh. Georg Hüttmeier&lt;br /&gt;
* 1882–1906: Leonhard Prosiegel&lt;br /&gt;
* 1906–1919: Paul Büttner&lt;br /&gt;
* 1919–1932: Karl Guthmann&lt;br /&gt;
* 1933–1945: Friedrich Seegmüller&lt;br /&gt;
* 1945: Christian Haag &amp;#039;&amp;#039;(von der [[Office of Military Government for Germany (U.S.)|amerikanischen Militärregierung]] eingesetzt)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1945–1948: Karl Weißlein sen. &amp;#039;&amp;#039;(von der amerikanischen Militärregierung eingesetzt)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1948–1978: Ludwig Reichardt&lt;br /&gt;
* 1978–2008: Hermann Bauer (CSU)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde ist Mitglied der [[Verwaltungsgemeinschaft Altmühltal]] mit Sitz in [[Meinheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Kurzdarstellung= Wappen Markt Berolzheim&lt;br /&gt;
|Blasonierung   = [[Geteilter Schild|Geteilt]] von Blau und Silber, oben ein silberner [[Eisenhut]], unten ein nach [[Heraldisch vorn|vorn]] schreitender schwarzer Bär mit roter Zunge und Halsband&lt;br /&gt;
|Quelle         = {{HdBG GKZ}}&lt;br /&gt;
|Begründung     = Der Eisenhut steht für die Stadt [[Pappenheim]], zu der Markt Berolzheim im Mittelalter gehörte, der Bär steht für den Adeligen Berolt, welcher dem Ort seinen Namen gab.&lt;br /&gt;
|Zusatz         =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
[[Datei:marktberolzheim.felsenkeller.jpg|mini|Ehemalige Bierkeller im Wald]]&lt;br /&gt;
[[Datei:marktberolzheim.stmaria.jpg|mini|hochkant|Kirche St. Maria mit Oberem Friedhof]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berolzheim (56).jpg|mini|Umfangreiche Grabenanlage des Oberen Schlosses]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Baudenkmäler in Markt Berolzheim}}&lt;br /&gt;
Neben den drei Kirchen und den Denkmälern für Kriegsopfer zählen die Berolzheimer Bierkeller am Waldrand zu den sehenswerten Bauwerken. Letztere, um 1850 errichtet, wurden vor einigen Jahren renoviert und dienen heute als Lagerhallen für Ernte und Gerät von Landwirten und Waldarbeitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung der seit der [[Reformation]] evangelischen Kirchen ist unklar. Bereits 1186 gibt es in Urkunden ein Bericht über die Renovierung eines Gotteshauses – ob damit jedoch St.&amp;amp;nbsp;Maria oder St.&amp;amp;nbsp;Michael gemeint waren, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[St. Maria (Markt Berolzheim)|Kirche St. Maria]]: Bereits 1329 als Kapelle des Oberen Schlosses (daher auch der gebräuchliche Name Obere Kirche) urkundlich erwähnt, zählt sie zu den ältesten Gotteshäusern im Kreis. Ab 1352 als [[Pfarrkirche]] bezeichnet, handelte es sich ursprünglich um eine [[Chorturmkirche]], einen für die Region typischen Bau mit kurzem, viereckigem Turm mit darin integriertem Altarraum und relativ kleinem [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]]. Diese Eigenart ging jedoch durch die Zerstörung der Kirche im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] 1632 und den anschließenden Ausbau verloren; heute hat die Kirche ein hohes, spitzes Turmdach, in dem [[Turmfalke]]n nisten. Auf der Turmspitze befindet sich eine [[Windrichtungsgeber|Wetterfahne]] in Form eines Elefanten. Ein erster evangelischer Pfarrer ist ab 1528 nachweisbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Carben, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt; 1688 wurde zunächst der Turm, später das Langhaus wieder aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Carben, S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt; 1751 riss ein starker Sturm die Turmspitze herunter, die Sanierung erfolgte erst vier Jahre später. 1916 schlug der Blitz in den Turm ein, dabei brannte der Dachstuhl ab. Die Kirche hat drei Glocken von 1436, 1673 und 1925. Die beiden älteren sollten im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen werden. Nach dem Krieg fand man sie jedoch in [[Hamburg]] wieder und die Kirche erhielt sie zur Freude der Gemeinde zurück. Die Kirche im heutigen Bauzustand inmitten eines Friedhofs ist ein typischer Vertreter des ansbachischen [[Protestantismus]] ([[Markgrafenstil]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[St. Michael (Markt Berolzheim)|Kirche St. Michael]]: Erstmals 1344 urkundlich erwähnt, handelte es sich um einen Kirchenbau ähnlich St.&amp;amp;nbsp;Maria. Das Präsentationsrecht hatte das Eichstätter Domkapitel. Nach der Oberen Kirche wurde 1571 auch St.&amp;amp;nbsp;Michael als Untere Kirche evangelisch. 1758 wurde das Langhaus der Kirche teilweise abgerissen und durch den Ansbacher Hofbaumeister [[Johann David Steingruber]] neu aufgebaut. Der Turm wurde nach Blitzschlag 1777 mehrfach umgebaut, zuletzt 1838. Im Turm hängen fünf Glocken von 1702, 1926 (eine von 1715 wurde im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen), 1973 und 1982. Die fünfte Glocke ist die älteste und stammt aus der Zeit, als der Turm errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[St. Hedwig (Markt Berolzheim)|Kirche St. Hedwig]]: Aufgrund der vielen Nachkriegsflüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten regte Kurat Schneid den Bau einer katholischen Kirche an, die am zweiten Adventssonntag 1962 geweiht wurde. Die Kirche wurde 1984 durch eine Sprengstoffexplosion in einer benachbarten Scheune erheblich beschädigt. Sie entspricht in ihrer Bauweise einer typischen, neuzeitlich errichteten Kirche; Architekt war [[Josef Elfinger]] aus [[Ingolstadt]].&amp;lt;ref&amp;gt;St. Willibalds-Bote Eichstätt vom 1. Oktober 1961, S. 12 (Grundsteinlegung)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist gemeinsame Kirche für die Katholiken in Markt Berolzheim und Treuchtlingen-Wettelsheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bodendenkmäler ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Bodendenkmäler in Markt Berolzheim}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturdenkmäler ===&lt;br /&gt;
Innerhalb der Gemeindegemarkung finden sich fünf Naturdenkmäler sowie drei ausgewiesene Naturschutzgebiete.&lt;br /&gt;
* {{Hauptartikel|Buchleite bei Markt Berolzheim}} Oberhalb des Ortes wurde die Buchleite 1994 als 48.&amp;amp;nbsp;Naturschutzgebiet [[Mittelfranken]]s ausgewiesen, ein rund 30&amp;amp;nbsp;Hektar großer, für den [[Hahnenkamm (Altmühltal)|Hahnenkamm]] und den Naturpark Altmühltal typischer Nordhang mit [[Streuobstwiese]]n, [[Hutung]]en und von Schafen abgeweideten Wiesen. Dort stehen auch sieben rund 300 Jahre alte Linden, die „Sieben Linden“, eines der Naturdenkmäler. Inmitten dieser Linden steht eine Tränke für Schafe.&lt;br /&gt;
* Altmühlfeuchtwiesen an der Grenze zur Gemarkung Trommetsheim; die Flächen bis zur alten, ursprünglichen Altmühl befinden sich im Markt Berolzheimer Gemeindegebiet&lt;br /&gt;
* Naturwaldreservat Göppelt, ein rund 40&amp;amp;nbsp;[[Hektar]] großes Laubmischwaldgebiet mit einigen Quellwasseraustritten&lt;br /&gt;
* Verschiedene [[Linden (Botanik)|Linden]] rings um den Ort, Alter zwischen 90 und 150 Jahren&lt;br /&gt;
* „Hunnensteine“ unweit des früheren Steinbruchs auf der Juraebene&amp;lt;ref&amp;gt;zum Begriff „Jura“ siehe → [[Jura (Gebirge)#Bedeutungsfeld Jura-Höhenzüge]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wahrscheinlich handelt es sich um [[Brekzie]]n, die vom [[Ries-Ereignis|Meteoreinschlag]] im [[Nördlinger Ries]] stammen. Ursprünglich waren es zwei Steine; der liegende Stein wurde von Unbekannten entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
Jedes dritte Wochenende im August findet die [[Kirchweih]] statt. Es handelt sich hier um eine typisch fränkische Wirtshauskirchweih.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Der Markt gehört zur &amp;#039;&amp;#039;Region 8&amp;#039;&amp;#039; des Regierungsbezirks Mittelfranken und ist als wirtschaftliches [[Kleinzentrum]] ausgewiesen. Während es in Nachbargemeinden teilweise keine Läden und nur wenige Gewerbebetriebe gibt, haben sich im Ort einige Betriebe und Läden halten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
* Straße: Anschluss an die [[Liste der Staatsstraßen in Mittelfranken#St 2230|Staatsstraße&amp;amp;nbsp;2230]] Treuchtlingen–Gunzenhausen, sowie [[Gemeindeverbindungsstraße]] nach [[Trommetsheim]] und Gemeindeverbindungsweg nach Großholz&lt;br /&gt;
* Eisenbahn: Eröffnung der [[Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg#Geschichte|Bahnstrecke Gunzenhausen–Treuchtlingen]] am 2.&amp;amp;nbsp;Oktober 1869. Bis 1978 Haltestation für Nahverkehrszüge, ab 1982 Rückbau und Auflösung des Bahnhofs&lt;br /&gt;
* Buslinien: Nach Einstellung des Bahnverkehrs Aufnahme der Buslinie Gunzenhausen–Treuchtlingen, heute &amp;#039;&amp;#039;[[Verkehrsverbund Großraum Nürnberg|VGN]]&amp;#039;&amp;#039;-Buslinie. Es besteht auch eine &amp;#039;&amp;#039;VGN&amp;#039;&amp;#039;-Linie Weißenburg–Markt Berolzheim.&lt;br /&gt;
* Östlich des Ortes verläuft der Fernradwanderweg &amp;#039;&amp;#039;[[Altmühltalradweg]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
* Volksschule Markt Berolzheim mit Grund- und Hauptschule im Schulverband Markt Berolzheim-Dittenheim.&lt;br /&gt;
* Kindergarten &amp;#039;&amp;#039;Villa Kunterbunt&amp;#039;&amp;#039; der evangelischen Kirchengemeinde &amp;#039;&amp;#039;St. Maria/St. Michael&amp;#039;&amp;#039;, mitfinanziert durch die Gemeinde. Er bietet Platz für 75&amp;amp;nbsp;Kinder in drei Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Gemeinde ==&lt;br /&gt;
* [[Kaspar Achatius Beck]] (1685–1733), Jurist&lt;br /&gt;
* [[Johann Carl Cramer]] (1825–1850), [[Baptisten|baptistischer]] Pionier in [[Bremen]] und [[Ostfriesland]]&lt;br /&gt;
* [[Theodor Doerfler]] (1869–1938), Jurist und Politiker&lt;br /&gt;
* [[David Rosenbaum]] (1877–1958), Kaufmann.&lt;br /&gt;
* Carl Carben († 1928), Lokalhistoriker Berolzheims&lt;br /&gt;
* [[Hans Doerfler]] (1863–1942), Geheimer Sanitätsrat, Pionier der allgemeinen Chirurgie und über 50 Jahre Chefarzt am Krankenhaus Weissenburg i. Bay.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sieglinde Buchner: &amp;#039;&amp;#039;Benzing und Bratting oder die Frühgeschichte von Markt Berolzheim&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Alt-Gunzenhausen. Beiträge zur Geschichte der Stadt und Umgebung&amp;#039;&amp;#039;. 52 (1997), S. 39–48.&lt;br /&gt;
* {{LexikonFranken |Stichwort= Berolsheim |Band=1 |Sp=365|SpBis=366}}&lt;br /&gt;
* Carl Carben: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ortsgeschichte von Markt-Berolzheim&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. v. d. Gemeinde Markt-Berolzheim. Gunzenhausen 1929, VII, 86 Seiten&lt;br /&gt;
* {{Gröber Bezirksamt Gunzenhausen|SEITE = 46|SEITE_BIS=52}}&lt;br /&gt;
* {{Hofmann Gunzenhausen-Weißenburg 1960}}&lt;br /&gt;
* {{Hönn Lexicon Topographicum|STICHWORT=Beroldsheim|SEITE = 317}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Markt Berolzheim – Aus Vergangenheit und Gegenwart. Die Fortschreibung der Carl Carben-Chronik&amp;#039;&amp;#039;. 1998 vom Heimatverein herausgegeben&lt;br /&gt;
* Wilhelm Kraft: &amp;#039;&amp;#039;Markt Berolzheim. Was uns der Name des Ortes lehrt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Gunzenhauser Heimat-Bote&amp;#039;&amp;#039;, Band IV (1934), Nr. 33 und 34.&lt;br /&gt;
* D. Schattenmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Frühgeschichte Markt Berolzheims&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Alt-Gunzenhausen. Beiträge zur Geschichte der Stadt und Umgebung&amp;#039;&amp;#039;. Heft 13 (1936), S. 28–33&lt;br /&gt;
* {{Stumpf Bayern 2. Teil 1853|STICHWORT = Beroldsheim |SEITE = 725 |SEITE_BIS = 726}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.marktberolzheim.de/ Markt Berolzheim]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/berolzheim_synagoge.htm Informationsseite zur jüdischen Geschichte von Markt Berolzheim]&lt;br /&gt;
* {{LStDV GKZ|09577149}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4511337-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4511337-3|VIAF=238116349}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Markt in Mittelfranken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindegründung 1809]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemarkung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;CommonsDelinker</name></author>
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