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	<title>Markt (Leipzig) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T10:02:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Markt_(Leipzig)&amp;diff=1047885&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mombacher: /* Gestalt */ Frank Ruddigkeit verstorben (siehe Artikel)</title>
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		<updated>2025-07-07T16:37:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gestalt: &lt;/span&gt; Frank Ruddigkeit verstorben (siehe Artikel)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Platz&lt;br /&gt;
| Name= Markt&lt;br /&gt;
| Alternativnamen= &lt;br /&gt;
| Stadtwappen= Coat of arms of Leipzig.svg&lt;br /&gt;
| Kategorie= Platz in Leipzig&lt;br /&gt;
| Bild= Markt Leipzig Wappen.jpg&lt;br /&gt;
| Bild zeigt= Pflasterung des Platzes mit Stadtwappen&lt;br /&gt;
| Ort= Leipzig&lt;br /&gt;
| Ortsteil= [[Liste der Stadtbezirke und Ortsteile Leipzigs|Zentrum]]&lt;br /&gt;
| Angelegt= Mittelalter&lt;br /&gt;
| Neugestaltet= 1926, 2013&lt;br /&gt;
| Straßen= [[Salzgäßchen]], [[Grimmaische Straße]], [[Petersstraße (Leipzig)|Petersstraße]], [[Thomasgasse]], [[Barfußgäßchen]], [[Hainstraße (Leipzig)|Hainstraße]], [[Katharinenstraße (Leipzig)|Katharinenstraße]]&lt;br /&gt;
| Bauwerke= [[Altes Rathaus (Leipzig)|Altes Rathaus]], [[Königshaus (Leipzig)|Königshaus]], [[Marktgalerie]], [[Kaufhalle (Leipzig)|Kaufhalle]], [[Barthels Hof]], [[Baarmanns Hof]],&amp;lt;br /&amp;gt; [[Alte Waage (Leipzig)|Alte Waage]], [[König-Albert-Haus]]&lt;br /&gt;
| Nutzergruppen= [[Kraftverkehr|Autoverkehr]], [[Öffentlicher Personennahverkehr|ÖPNV]], [[Radverkehr|Rad-]] und [[Fußverkehr]]&lt;br /&gt;
| Platzgestaltung= &lt;br /&gt;
| Platzfläche= ca. 1,0 ha&lt;br /&gt;
| Baukosten= &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Markt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein etwa einen [[Hektar]] großer Platz im Zentrum von [[Leipzig]]. Er gilt als Mittelpunkt der Stadt. An ihm steht das [[Altes Rathaus (Leipzig)|Alte Rathaus]], wodurch ihm geschichtlich besondere Bedeutung zukam. Der Markt hieß von 1950 bis 1954 &amp;#039;&amp;#039;Platz des Friedens&amp;#039;&amp;#039;. Seine Pflasterung steht unter [[Denkmalschutz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Denkmaldatenbank des Landes Sachsen|09290352|Abruf=2022-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gestalt ==&lt;br /&gt;
Der Markt ist ein nahezu rechteckiger, mit seiner größeren Ausstreckung ziemlich genau von Nord nach Süd verlaufender Platz von etwa 140 Meter Länge. Seine mittlere Breite beträgt etwa 70 Meter, wobei er im Norden etwa 12 Meter breiter ist als im Süden. Auf ihn münden sieben Innenstadtstraßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:City-Tunnel Zugang Grimmaische Straße.jpg|mini|links|Südlicher S-Bahn-Zugang mit dem Alten Rathaus im Hintergrund (2013)]]&lt;br /&gt;
Der Platz besitzt eine [[Granit]]pflasterung, in die mit dunkleren Steinen ein [[Raute]]nmuster eingefügt ist. Die Kantenlänge der Rauten beträgt im Mittel etwa zehn Meter, wobei sich die Größe der Rauten der unterschiedlichen Platzbreite anpasst. In die zentrale Raute in Höhe des Rathausturmes ist mit farbigen Steinen das [[Leipzig#Wappen und Flagge|Leipziger Stadtwappen]] eingelegt. An den Seiten des Platzes verlaufen gepflasterte Fahrstraßen mit dem Namen Markt. Der Platz ist als [[Fußgängerzone]] ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzigen Aufbauten auf dem Platz sind die Zugänge zu dem unter dem Platz befindlichen [[S-Bahn Mitteldeutschland|S-Bahn]]-[[Haltepunkt]] [[City-Tunnel Leipzig#Bahnhof Leipzig Markt|Leipzig Markt]]. Der südliche Zugang führt vor dem Rolltreppenteil vom Platzniveau aus zunächst über die restaurierte, mit [[Rochlitzer Porphyr]] verkleidete Treppenanlage des ehemaligen [[Untergrundmessehaus]]es. Diese trägt an der dem Platz zugewandten Seite ein Bronzerelief von [[Frank Ruddigkeit]] (1939–2025) zur Geschichte des Platzes. An der Nordseite des Marktes reichen die Rolltreppen bis auf Platzniveau, und ein Personenaufzug ist vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der erste [[Marktplatz (Städtebau)|Marktplatz]] der 1015 in der Chronik des [[Thietmar von Merseburg]] erstmals erwähnten Siedlung &amp;#039;&amp;#039;urbs Libzi&amp;#039;&amp;#039; lag weiter nördlich an der Kreuzungsstelle von &amp;#039;&amp;#039;[[Via Regia]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Via Imperii]]&amp;#039;&amp;#039; im Gebiet des heutigen [[Richard-Wagner-Platz (Leipzig)|Richard-Wagner-Platzes]]. Im Folgenden entwickelte sich der Ort in Richtung Südosten, sodass auch sein Zentrum weiter nach Südosten zu liegen kam. 1165 erteilte der [[Markgraf]] [[Otto (Meißen)|Otto der Reiche]] von [[Markgrafschaft Meißen|Meißen]] durch den sogenannten Stadtbrief dem jungen Leipzig das [[Stadtrecht]] und das [[Marktprivileg]]. In einer Skizze des Leipziger Straßensystems von [[Herbert Küas]] (1900–1983) für diese Zeit ist bereits ein größerer Platz an der Stelle des heutigen Marktes eingezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|978-3-945027-04-2|Seiten=14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 200 Jahre später entstand hier das Rathaus der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; widths=&amp;quot;160&amp;quot; heights=&amp;quot;110&amp;quot; class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Markt Leipzig zur Messezeit, um 1840.jpg|Messetreiben um 1840&lt;br /&gt;
 Untergrundmessehaus im Bau.jpg|Untergrundmessehaus im Bau&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptaufgabe des Marktes war die Versorgung der Stadtbevölkerung durch die Bauern der Umgebung über die Wochenmärkte, die auch heute noch stattfinden. Aber auch der Fernhandel spielte auf dem Platz eine wesentliche Rolle, insbesondere zu den Zeiten der Leipziger Messen. Das galt bis zur Einführung der [[Mustermesse]] im Jahr 1895, für die spezielle Ausstellungshäuser und später das [[Alte Messe Leipzig|Technische Messegelände]] geschaffen wurden. Als zu Beginn der 1920er Jahre der Ausstellungsplatz nicht mehr ausreichte, wurde 1924/1925 unter dem Markt das Untergrundmessehaus mit 1800 m² Ausstellungsfläche errichtet, das bis 2004 genutzt wurde. Eine spezielle Marktveranstaltung ist der seit 1458 bis heute auf dem Platz und in den Nebenstraßen stattfindende [[Leipziger Weihnachtsmarkt]], einer der ältesten und größten Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Marktplatz war aber auch bis ins 19. Jahrhundert [[Richtstätte]] für die Vollstreckung von Todesurteilen. So wurden unter anderen hingerichtet 1525 der Schmied Michael Rumpfer wegen seiner Anführerschaft im [[Bauernkrieg]], 1527 der Buchdrucker [[Hans Hergot]] wegen der Verbreitung einer sozialutopischen Schrift, 1537 der Rittergutsbesitzer Moritz Pflugk wegen Ehebruchs und Mordes und als Letzter 1824 der [[Perücke]]nmacher [[Johann Christian Woyzeck]], der aus Eifersucht seine Geliebte erstochen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; widths=&amp;quot;160&amp;quot; heights=&amp;quot;110&amp;quot; class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Leipzig am 19. Oktober 1813 001.jpg|Siegesparade der Alliierten nach der Völkerschlacht (1813)&lt;br /&gt;
 Johann Woyzecks Hinrichtung.jpg|Hinrichtung Johann Woyzecks (1824)&lt;br /&gt;
 Deutsches Turnfest 1863 Festzug Markt.jpg|Festzug zum Allgemeinen Deutschen Turnfest 1863&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz war auch Ort von Veranstaltungen und Demonstrationen. Zwischen 1488 und 1497 wurden zwölf [[Ritterturnier]]e ausgetragen, und 1585 traten erstmals englische Komödianten auf. Die Siegesfeier der Verbündeten nach der [[Völkerschlacht bei Leipzig|Völkerschlacht]] 1813 fand am 19. Oktober auf dem Markt statt. Am 3. März 1848 sprach der spätere Abgeordnete der [[Frankfurter Nationalversammlung]] [[Robert Blum]] (1807–1848) vom Balkon des Rathauses zu 5000 Leipzigern. Der Festumzug zum [[Allgemeines Deutsches Turnfest 1863|Allgemeinen Deutsches Turnfest 1863]] mit 22.000 Teilnehmern führte auch über den Markt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Aufstand vom 17. Juni 1953|17. Juni 1953]] war der Markt einer der Orte des Aufstandes in Leipzig, aber auch seiner Niederschlagung in Präsenz sowjetischer Panzer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite book |title=Der Aufstand. Juni &amp;#039;53 - Augenzeugen berichten |last=Hofmann |first=Hannes |language=de |isbn=3-360-01229-1 |vauthors=Hofmann |authorlink= |last2=Praschl |first2=Gerald |editor-last=Wolff |editor-first=Jochen |publisher=Das Neue Berlin |location=Berlin |page=60}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1995 bis 2017 und wieder ab 2024 finden jährlich die von [[Peter Degner]] (1954–2020) organisierten mehrtägigen &amp;#039;&amp;#039;Classic Open&amp;#039;&amp;#039; statt, eine Kombination aus Gastronomie und klassischer Musik, teils live, teils als Konserve, von 2018 bis 2023 ersetzt durch die  &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Markt Musik&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tag24.de/nachrichten/leipziger-markt-musik-feiert-im-august-2018-premiere-vor-dem-alten-rathaus-609337 |titel=„Classic Open“ war einmal: Neues Musik-Festival lockt nach Leipzig |werk=[[Tag24]] |datum=2018-05-29 |abruf=2022-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Demonstration gegen Rechtsextremismus am 21. Januar 2024, zu der 5000 Teilnehmer angemeldet waren, erwies sich der Marktplatz für die 60.000 Teilnehmer als viel zu klein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web |title=Demos gegen rechts: Bundesweit Hunderttausende auf den Straßen |url=https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/demonstrationen-gegen-rechts-afd-100.html |date=2024-01-21 |website=mdr.de/Nachrichten |access-date=2024-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896 erhielt der Markt Anschluss an das [[Geschichte des Straßenbahnnetzes Leipzig|Straßenbahnnetz]]. An der Südseite führte eine zweigleisige Trasse von der Thomaskirche zum Augustusplatz. Auf dieser Strecke fuhren bis 1951 die Linien 6 und 7. Eine zweite Verbindung führte aus der Katharinenstraße kommend eingleisig direkt am Rathaus entlang, zuletzt mit den Linien 1 und 21. Sie wurde bereits 1936 zur [[Betriebsstrecke]] herabgestuft und 1951 stillgelegt. Seit 1999 hat die [[Busverkehr in Leipzig|Buslinie 89]] eine Haltestelle an der Südseite des Marktes. Über den S-Bahn-Haltepunkt unter dem Markt ist seit 2013 die Leipziger Innenstadt auch von zahlreichen Orten des Umlandes direkt zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bebauung ==&lt;br /&gt;
=== Randbebauung ===&lt;br /&gt;
Das bedeutendste Gebäude der Randbebauung des Marktes ist an seiner Ostseite das Alte Rathaus, dessen Anfänge auf das 15. Jahrhundert datieren. Mitte des 16. Jahrhunderts erhielt es weitestgehend seine heutige äußere Gestalt im Stil der [[Sächsische Renaissance|Sächsischen Renaissance]]. In der entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn verlaufenden Hausnummerierung des Marktes trägt es die Nummer 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; widths=&amp;quot;160&amp;quot; heights=&amp;quot;110&amp;quot; class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Altes Rathaus Leipzig 2013.jpg|Altes Rathaus (2013)&lt;br /&gt;
 Jöchers Haus 1860.jpg|Kochs Hof und Jöchers Haus (um 1860)&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 183-21044-0131, Leipzig, Herbstmesse, Pavillon der Nationalen Front.jpg|Pavillon der Nationalen Front (1953)&lt;br /&gt;
 17 Juni Memorial Leipzig.JPG|Panzerspur als Erinnerung an den 17. Juni 1953 (2014)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich von ihm standen bis zu ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg die [[Barock]]bauten [[Jöchers Haus]] von 1707 (Nr.&amp;amp;nbsp;2) und [[Kochs Hof (Leipzig)|Kochs Hof]] von 1739 (Nr.&amp;amp;nbsp;3). Sie wurden nicht wieder aufgebaut. An der Stelle von Jöchers Haus stand in den 1950er Jahren etwa zurückgesetzt ein Pavillon der [[Nationale Front (DDR)|Nationalen Front]], der am 17. Juni 1953 in Flammen aufging&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite book |title=Der Aufstand. Juni &amp;#039;53 - Augenzeugen berichten |language=de |isbn=3-360-01229-1 |editor=Jochen Wolff |publisher=Das Neue Berlin |location=Berlin |date= |page=60}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, zur Herbstmesse des gleichen Jahres aber wieder aufgebaut war. Er verschwand, als Anfang der 1960er Jahre, den ehemaligen Bereich von Kochs Hof einschließend, ein Wohnkarree mit der &amp;#039;&amp;#039;Milchbar Pinguin&amp;#039;&amp;#039; entstand. Den Platz von Jöchers Haus nimmt nun das verbreiterte [[Salzgäßchen]] ein, wo eine nachgebildete Spur eines sowjetischen Panzers an den Aufstand erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; widths=&amp;quot;160&amp;quot; heights=&amp;quot;110&amp;quot; class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Leipzig - Markt + 4 + 5 + 6 + 7 01 ies cropped.jpg|Bebauung der Nordseite (2015)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Nordseite des Marktes mit den Hausnummern 4–7 steht im Osten die nach totaler Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1963/1964 wiedererbaute [[Alte Waage (Leipzig)|Alte Waage]] von 1555, bei der allerdings nur der Renaissancegiebel nach historischem Vorbild rekonstruiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Krieg weniger zerstörten Gebäude Nr. 5 und 6 sind hinter den Fassaden etagenweise verbunden. Nr. 5 wurde 1909 von den Architekten Alfred und Leopold Stentzler mit barocken Anklängen in der Fassadengestaltung erbaut. In der Nummer 6, bis zu ihrer Neuerrichtung und Anbindung an die Nr. 5 im Jahr 1922 unter Beibehaltung des historischen steilen Daches als [[Baarmanns Hof]] bezeichnet, war die älteste Bausubstanz aus dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. In einer der Mansardenwohnungen des Daches wohnte 1787 der Schriftsteller [[Johann Gottfried Seume]] (1763–1810).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadtbau.com/gewerbe/markt-5-6/ |titel=Markt 5-6, Leipzig |werk=Website der [[Leipziger Stadtbau AG]] |abruf=2023-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Frontseite des Gebäudes Nr. 7 mit der Gaststätte &amp;#039;&amp;#039;Zum Weinstock&amp;#039;&amp;#039; wächst seit über 100 Jahren ein Weinstock der Sorte &amp;#039;&amp;#039;[[Räuschling|Echter Räuschling]]&amp;#039;&amp;#039;, der seit 1996 unter [[Naturschutz]] steht und vom Ratswinzer zu Leipzig gepflegt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leipzig.de/buergerservice-und-verwaltung/aemter-und-behoerdengaenge/satzungen?tx_ewerkformsmanager_pi%5Baction%5D=download&amp;amp;tx_ewerkformsmanager_pi%5Bcontroller%5D=Statues&amp;amp;tx_ewerkformsmanager_pi%5Buid%5D=95&amp;amp;cHash=dbd322fac2b46e4180a41c463ba1cb9b |titel=Verordnung der kreisfreien Stadt Leipzig zur Festsetzung des Naturdenkmals Nr. 21: &amp;quot;Echter Weinstock am Markt 7&amp;quot; |werk=Website der Stadt Leipzig |format=PDF |abruf=2022-03-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; widths=&amp;quot;160&amp;quot; heights=&amp;quot;110&amp;quot; class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Leipzig - Markt + 9König-Albert-Haus 01.jpg|König-Albert-Haus (2015) zwischen Kaufhalle und Barthels Hof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Westseite des Marktes beginnt mit [[Barthels Hof]] (Nr.&amp;amp;nbsp;8), der gleichzeitig die Adresse [[Hainstraße (Leipzig)|Hainstraße]]&amp;amp;nbsp;1 hat. Er wurde in den Jahren 1747 bis 1750 von [[George Werner]] für den Leipziger Kaufmann Gottlieb Barthel erbaut. Der vom Vorgängerbau &amp;#039;&amp;#039;Zur Goldenen Schlange&amp;#039;&amp;#039; von 1523 erhaltene Erker wurde bei der Errichtung der neobarocken Straßenfassade 1870/1871 in den Innenhof verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leipzigentdecken.de/tag/markt-8/ |titel=Barthels Hof |werk=.leipzigentdecken.de |abruf=2022-03-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Ecke zum [[Barfußgäßchen]] steht mit der Hausnummer 9 das [[König-Albert-Haus]], dessen Fassadengestaltung dem Übergang vom [[Historismus]] zum [[Reformstil]] zuzurechnen ist und dessen Name sich auf den sächsischen König [[Albert (Sachsen)|Albert]] (1828–1902) bezieht. Es wurde 1912/1913 nach Plänen des Leipziger Architekten [[Emil Franz Hänsel]] (1870–1943) errichtet. Eine Passage mit zwei Lichthöfen führt zum Barfußgäßchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gegenüber liegende Eckhaus am Barfußgäßchen ist mit der Nr. 10 die sogenannte [[Kaufhalle (Leipzig)|Kaufhalle]] vom Leipziger Architekten [[Eduard Pötzsch]] (1803–1889) aus den Jahren 1845/1846. Es ist eines der letzten für die Waren- statt der späteren Mustermesse errichteten Durchgangshäuser. Seit 1989 ist der Durchgang zur [[Klostergasse (Leipzig)|Klostergasse]] die [[Handwerkerpassage]]. Im Vorgängerbau, dem Eckoldschen Haus, wurde 1655 der Jurist und Philosoph [[Christian Thomasius]] (1655–1728) geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; widths=&amp;quot;160&amp;quot; heights=&amp;quot;110&amp;quot; class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Lzg. Markt Westseite 1885.jpg|Westseite um 1885, noch ohne Bismarckhaus&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 183-C1119-0091-001, Leipzig, Markt, Mehrzweckgebäude, Messeamt.jpg|Messeamt am Markt im Bau (1964)&lt;br /&gt;
 Leipzig - Markt + 10 01 ies.jpg|Marktgalerie und Kaufhalle (2015)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten vier Häuser der Westseite wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Es waren [[Aeckerleins Hof]] (erbaut 1714), die [[Engel-Apotheke (Leipzig)|Engel-Apotheke]] (1728), [[Stieglitzens Hof]] (1733) und das [[Bismarckhaus (Leipzig)|Bismarckhaus]] (1895). Die Brache wurde 1965 mit [[Messeamt am Markt]] im Stile der internationalen [[Moderne]] bebaut. Der massive Baukörper harmonierte nicht mit der kleinteiligen Bebauung des Marktes und wurde 2005 durch die strukturierte [[Marktgalerie]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Südseite stehen das [[Messehaus am Markt]] und das [[Königshaus (Leipzig)|Königshaus]] mit den Hausnummern 16 und 17. Das Erstere, ein Büro- und Geschäftshaus in Stahlskelettbauweise mit Muschelkalkfassade und großen Fensterflächen, entstand von 2004 bis 2005 durch Umbau des von 1961 bis 1963 für die [[Leipziger Buchmesse#Geschichte|Buchmesse]] erbauten Messehauses. Dessen Vorgängerbau, das Messehaus National, erbaut 1879 und benannt nach dem zuvor hier befindlichen Café National, war im Krieg zerstört worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; widths=&amp;quot;160&amp;quot; heights=&amp;quot;110&amp;quot; class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Markt 16 Leipzig 1913.jpg|Messehaus National (1913)&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 183-B0904-0091-031, Leipzig, &amp;quot;Messehaus am Markt&amp;quot;.jpg|Königshaus und Messehaus am Markt (1963)&lt;br /&gt;
 Leipzig - Markt + 17 + Petersstraße + 1Messehaus 01 ies cropped.jpg|Königshaus und Messehaus am Markt (2015)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Königshaus entstand 1560 und wurde unter Beibehaltung der Bausubstanz 1706/07 von [[Johann Gregor Fuchs]] (1650–1715) im barocken Stil für den Großkaufmann [[Andreas Dietrich Apel]] (1662–1718) aufwändig umgebaut. Seinen Namen erhielt es bei der Umwandlung in ein Geschäftshaus im Jahr 1904. Er erinnert an den [[Kurfürstentum Sachsen|sächsischen Kurfürsten]] und [[Königreich Polen|König von Polen]] [[August II. (Polen)|August den Starken]] (1670–1733), der bei seinen zahlreichen Besuchen in Leipzig stets hier logierte. Das Haus hatte weiter zahlreiche prominente Gäste, darunter den preußische König [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich der Große]] (1712–1786) und [[Napoléon Bonaparte]] (1769–1821). 1932 wurde an das Haus anschließend eine Passage angelegt, die heute zur [[Messehofpassage]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; widths=&amp;quot;120&amp;quot; heights=&amp;quot;180&amp;quot; class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Goldener Brunnen Leipzig.jpg|Goldener Brunnen (1650)&lt;br /&gt;
 Die Gartenlaube (1888) b 561.jpg|Siegesdenkmal (1888)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauten auf der Platzfläche ===&lt;br /&gt;
Abgesehen von der Randbebauung gab es auf dem Leipziger Markt erst zwei längerfristige Bauten, den [[Goldener Brunnen|Goldenen Brunnen]] und das [[Siegesdenkmal (Leipzig)|Siegesdenkmal]]. Die 40 mal 80 Meter große Holzbaracke der &amp;#039;&amp;#039;Reklameburg&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite book |title=Wie Leipzigs Innestadt verschwunden ist. 150 verlorene Bauten aus 150 Jahren |last=Ringel |first=Sebastian |language=de |isbn=978-3-948049-00-3 |publisher=edition überland |location=Leipzig |date=2019 |page=104}}, Die Reklameburg stand etwa dort, wo danach der südliche Zugang zur Untergrundmessehalle, heute zur S-Bahn, erbaut wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt; errichtet vom Messeamt, stand nur von 1922 bis 1924 im südlichen Teil des Platzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Goldene Brunnen befand sich im nordöstlichen Teil des Platzes, wurde 1495 erstmals erwähnt, 1581 im [[Renaissance]]-Stil neu errichtet sowie 1650 mit einer Haube versehen und reichlich vergoldet. Mit einer Handpumpe konnte Wasser aus dem darunter liegenden Brunnenschacht gefördert und an vier Stellen Pleißewasser entnommen werden, das von den [[Leipziger Wasserkünste|Wasserkünsten]] geliefert wurde. Der Brunnen wurde 1828 abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Siegesdenkmal, 1888 geschaffen nach einem Entwurf von [[Rudolf Siemering]] (1835–1905), stand auf dem nördlichen Teil des Marktes und bezog sich auf den [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg 1870/71]]. Im Zentrum saß [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Kaiser Wilhelm I.]] (1797–1888) unter der Statue der [[Germania (Personifikation)|Germania]], umgeben von Heerführern des Krieges als Reiter. Der Stadtrat ließ das Denkmal in der zweiten Jahreshälfte 1946 abreißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-936508-03-8|Seiten=382}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Markt (Leipzig)|Markt|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.leipzig-lexikon.de/STRASSEN/01016.HTM |titel=Markt |werk=Leipzig-Lexikon |abruf=2022-02-06}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51.340598|EW=12.374688|type=landmark|region=DE-SN|dim=400}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Plätze in Leipzig, Ortsteil Zentrum}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1192951832|VIAF=2965156619144128780009}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Markt (Leipzig)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußgängerzone in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinrichtungsstätte in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Leipzig)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mombacher</name></author>
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