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	<title>Marksteinzeuge - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T02:00:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marksteinzeuge&amp;diff=1503519&amp;oldid=prev</id>
		<title>84.157.250.193: /* GPS-Vermessung */ Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2024-01-08T06:28:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;GPS-Vermessung: &lt;/span&gt; Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marksteinzeuge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grenzsteinzeuge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grenzzeuge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, heutzutage auch &amp;#039;&amp;#039;Untervermarkung&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;unterirdische Sicherung&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.sead.de/fileadmin/content/Formulare_Vorschriften/fortfuehrungsvermessungserlass.pdf |wayback=20160304044552 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-04-30 00:35:51 InternetArchiveBot}} S. 24 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird ein Gegenstand bezeichnet, mit dem eine [[Abmarkung]] gesichert wird. Dazu wird während des Abmarkens unter den [[Grenzstein]] ein zusätzlicher Gegenstand vergraben, um bei Grenzstreitigkeiten oder bei Verlust des Steins dessen genaue Lage bezeugen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material ==&lt;br /&gt;
Marksteinzeugen bestehen meist aus gebranntem [[Ton (Bodenart)|Ton]] (sogenannter &amp;#039;&amp;#039;Tonzeuge&amp;#039;&amp;#039;), glasiert oder unglasiert, manchmal aber auch aus [[Porzellan]], [[Glas]], [[Beton]] oder [[Kunststoff]]. In Württemberg wurde oft einfacher [[Mauerziegel|Ziegelbruch]] oder ein Stück [[Kohle]] verwendet. In manchen Gegenden wurden oder werden auch mit dem Boden nach oben vergrabene Glasflaschen oder ein [[Drainagerohr]] als Zeugen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.vermessung-glaubitz.de/Glossar_Lexikon/Grenzstein.html |wayback=20110318061911 |text=vermessung-glaubitz.de |archiv-bot=2019-04-30 00:35:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die meisten Gemeinden, ab Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, verwendeten zuerst Ziegelbruchstücke, später kamen Tonplättchen mit den Anfangsbuchstaben der Gemeinden und zum Teil auch der Jahreszahl in Gebrauch. In der Spätphase der „Verzeugung“ Mitte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurden überwiegend Zeugen mit Darstellungen der Gemeindewappen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Hauptsächlich wurden die Grenzsteinzeugen im süddeutschen Raum verwendet und hier vor allem in [[Württemberg]]. Auch aus [[Baden (Land)|Baden]], [[Hessen]], der Nord[[schweiz]], aus [[Bayern]], [[Österreich]], [[Thüringen]] und [[Sachsen]] sind Zeugen überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geheimnis ==&lt;br /&gt;
Für das Verlegen der Zeugen unter die Grenzsteine waren die &amp;#039;&amp;#039;[[Feldgeschworene]]n&amp;#039;&amp;#039; (lokal „[[Untergänger]]“, „Siebener“, „Hoagmoar“) zuständig. Damit stellten die Feldgeschworenen einen gewichtigen kommunale [[Träger (öffentliches Recht)|Rechtsträger]] dar. Sie entschieden bei Grenzstreitigkeiten mit Hilfe ihres „Zeugengeheimnisses“ (auch: &amp;#039;&amp;#039;Siebenergeheimnis&amp;#039;&amp;#039;) über den Standort eines Steins.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.infranken.de/regional/kitzingen/Feldgeschworene-Siebener-werden-Kulturerbe;art218,2070804 &amp;#039;&amp;#039;Feldgeschworene: Siebener werden Kulturerbe&amp;#039;&amp;#039;.] [[Mediengruppe Oberfranken|infranken.de]], 4. August 2016; abgerufen am 18. September 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.unesco.de/kultur/immaterielles-kulturerbe/bundesweites-verzeichnis/eintrag/feldgeschworenenwesen-in-bayern.html &amp;#039;&amp;#039;Immaterielles Kulturerbe: Feldgeschworenenwesen in Bayern&amp;#039;&amp;#039;.] [[Deutsche UNESCO-Kommission]]; abgerufen am 18. September 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu ihren Aufgaben gehörte auch der Grenzgang, bei dem in regelmäßigem Turnus der Grenzverlauf abgegangen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Grenzzeuge, Grabenstetten 1846, Kreis Reutlingen.jpg|Grabenstetten, Kreis Reutlingen, 1846&lt;br /&gt;
   YW.JPG|Grenze [[Yach]] (jetzt Elzach) – Oberwinden (jetzt Winden), Kreis Emmendingen&lt;br /&gt;
   Neuhausen.jpg|Neuhausen, Kreis Esslingen&lt;br /&gt;
   StBlasien Zeuge.jpg|St. Blasien, Landkreis Waldshut&lt;br /&gt;
   Marksteinzeuge Walddorf Walddorfhäslach Slg. OW.jpg|Walddorf (Gmde. [[Walddorfhäslach]]), Landkreis Reutlingen, Abmessungen: ca. 6,5&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;6,3&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;1,3&amp;amp;nbsp;cm&lt;br /&gt;
   Marksteinzeuge Häslach Walddorfhäslach Slg. OW.jpg|Häslach (Gmde. [[Walddorfhäslach]]), Landkreis Reutlingen, Abmessungen: Durchmesser ca. 3,6&amp;amp;nbsp;cm, Länge ca. 14,7&amp;amp;nbsp;cm&lt;br /&gt;
   Marksteinzeuge Rübgarten Pliezhausen Slg. OW.jpg|Rübgarten (Gmde. [[Pliezhausen]]), Landkreis Reutlingen, Abmessungen: Durchmesser ca. 5,6&amp;amp;nbsp;cm, Höhe ca. 1,3&amp;amp;nbsp;cm&lt;br /&gt;
   Marksteinzeuge Pliezhausen Slg. OW.jpg|Pliezhausen (Gmde. [[Pliezhausen]]), Landkreis Reutlingen, Abmessungen: Länge ca. 8,9&amp;amp;nbsp;cm, Seitenlängen ca. 6,0&amp;amp;nbsp;cm und 6,3&amp;amp;nbsp;cm, Höhe ca. 1,3&amp;amp;nbsp;cm&lt;br /&gt;
   Markstein-Zeuge H Wolf MW PF5704AB H9.jpg|[[Markgröningen]], Landkreis Ludwigsburg&lt;br /&gt;
   Marksteinzeuge Stuttgart Slg. OW.jpg|[[Stuttgart]], Abmessungen: ca. 9,9&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;4,9&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;1,2&amp;amp;nbsp;cm&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== GPS-Vermessung ==&lt;br /&gt;
Heute werden Grenzpunkte per [[Differential-GPS]] beziehungsweise [[Echtzeitkinematik]]     auf den Zentimeter genau vermessen. Meist werden die Grenzpunkte zusätzlich durch umliegende Vermessungspunkte gesichert. Dadurch kann ein verschobener oder verschwundener Grenzstein wieder rekonstruiert werden. In Deutschland wird das Korrektursystem [[Satellitenpositionierungsdienst der deutschen Landesvermessung|SAPOS]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Horst Bäuerle: &amp;#039;&amp;#039;Geheime Grenzsteinzeugen: Dokumentation der Vielfalt von Grenzsteinzeugen im Landkreis Freudenstadt (den ehemaligen Landkreisen Freudenstadt und Horb) sowie anderen Ländern (Bayern, Schweiz, Thüringen), Herrschaften, Städten und Gemeinden.&amp;#039;&amp;#039; dbb Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-87863-174-3.&lt;br /&gt;
* Franz Burger: &amp;#039;&amp;#039;Grenzsteinzeugen aus dem Großherzogtum Baden.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Neuhausen 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Marksteinzeugen in Baden-Württemberg}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ale-mittelfranken.bayern.de/publikationen/linkurl_1_14.pdf Siebenervereinigungen in Mittelfranken] (PDF; 804&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.franzburger.kilu.de/datenbanken.html Marksteinzeugen] aus Baden-Württemberg (private Seite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grenzmarkierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vermessungspunkt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>84.157.250.193</name></author>
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