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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Markow-Prozess</id>
	<title>Markow-Prozess - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T17:57:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Markow-Prozess&amp;diff=104675&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leonry: Anpassen der Formatierung</title>
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		<updated>2026-04-26T17:00:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anpassen der Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Markow-Prozess&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beschreibt eine Klasse stochastischer Prozesse. Sie sind nach [[Andrei Andrejewitsch Markow (Mathematiker, 1856)|Andrei Andrejewitsch Markow]] benannt. Für Markow-Prozesse ist die Wahrscheinlichkeit, einen Zustand anzunehmen einzig  von dem Zustand abhängig, in dem sie sich davor befanden, aber nicht von der gesamten Vergangenheit des Prozesses. Markow-Prozesse haben somit ein „kurzes Gedächtnis“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fall einer endlichen Zustandsmenge basiert die mathematische Formulierung auf den Konzepten der [[Diskrete Verteilung|diskreten Verteilung]] und der [[Bedingte Wahrscheinlichkeit|bedingten Wahrscheinlichkeit]]. Bei Prozessen mit kontinuierlicher Zeit sind weiterführende mathematische Konzepte wie [[Filtrierung (Wahrscheinlichkeitstheorie)|Filtrierung]] und [[bedingte Erwartung]] erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Gegeben sei ein stochastischer Prozess &amp;lt;math&amp;gt; X=(X_t)_{t \in T} &amp;lt;/math&amp;gt;, wofür die Indexmenge &amp;lt;math&amp;gt; T &amp;lt;/math&amp;gt; gilt, dass &amp;lt;math&amp;gt; T \subset [0,\infty) &amp;lt;/math&amp;gt; sowie &amp;lt;math&amp;gt; 0 \in T &amp;lt;/math&amp;gt; und sie abgeschlossen bezüglich Addition ist. Jedes &amp;lt;math&amp;gt; X_t &amp;lt;/math&amp;gt; nehme Werte im [[Zustandsraum (Stochastik)|Zustandsraum]] &amp;lt;math&amp;gt; (E, \mathcal B(E)) &amp;lt;/math&amp;gt; an, demnach nimmt &amp;lt;math&amp;gt; X &amp;lt;/math&amp;gt; Werte in &amp;lt;math&amp;gt; (E^{\times T}, \mathcal B (E)^{ \otimes T}) &amp;lt;/math&amp;gt; an. Dabei ist &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal B (E) &amp;lt;/math&amp;gt; die [[Borelsche σ-Algebra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prozess heißt dann ein &amp;#039;&amp;#039;Markow-Prozess&amp;#039;&amp;#039; mit Verteilungen &amp;lt;math&amp;gt; (P_x)_{x \in E} &amp;lt;/math&amp;gt; auf &amp;lt;math&amp;gt; (\Omega, \mathcal A) &amp;lt;/math&amp;gt;, wenn gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Für alle &amp;lt;math&amp;gt; x \in E &amp;lt;/math&amp;gt; ist &amp;lt;math&amp;gt; X &amp;lt;/math&amp;gt; ein stochastischer Prozess auf &amp;lt;math&amp;gt; (\Omega, \mathcal A, P_x) &amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt; P_x(X_0=x)=1 &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Es existiert ein [[Markow-Kern]] &amp;lt;math&amp;gt; \kappa &amp;lt;/math&amp;gt; von &amp;lt;math&amp;gt; (E, \mathcal B(E)) &amp;lt;/math&amp;gt; nach &amp;lt;math&amp;gt; (E^{ \times T}, \mathcal B (E)^{\otimes T}) &amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt; \kappa(x, B)= P_x(X \in B) &amp;lt;/math&amp;gt; für alle &amp;lt;math&amp;gt; B \in  \mathcal B (E)^{ \otimes T} &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
# Es gilt die [[schwache Markow-Eigenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stetige Zeit und diskreter Zustandsraum ===&lt;br /&gt;
Analog lässt sich die Markow-Kette auch für kontinuierliche Zeit und diskreten Zustandsraum bilden. Das heißt, dass sich zu bestimmten Zeitpunkten der Zustand sprunghaft ändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei &amp;lt;math&amp;gt;(X(t))_{t \ge 0}&amp;lt;/math&amp;gt; ein stochastischer Prozess mit kontinuierlicher Zeit und diskretem Zustandsraum. Dann gilt bei einem homogenen Markow-Prozess&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\forall n \in\N,\ 0 &amp;lt; t_1 &amp;lt; \dotsb &amp;lt; t_n,\ t &amp;gt; 0,\ i_1, \ldots, i_n, j \in S:&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: &amp;lt;math&amp;gt;\begin{align}&lt;br /&gt;
 P(X(t_n + t) = j \mid X(t_n) = i_n, \ldots, X(t_1) = i_1)&lt;br /&gt;
 &amp;amp;= P(X(t_n + t) = j \mid X(t_n) = i_n)\\&lt;br /&gt;
 &amp;amp;= P(X(t) = j \mid X(0) = i_n)\\&lt;br /&gt;
 &amp;amp;=: p_{i_n,j}(t)&lt;br /&gt;
\end{align}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch hier lassen sich Übergangsmatrizen bilden: &amp;lt;math&amp;gt;P(t) := [ p_{i,j} (t) ]&amp;lt;/math&amp;gt; für alle &amp;lt;math&amp;gt;t &amp;gt; 0&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;P(0) := I&amp;lt;/math&amp;gt; (Hierbei steht &amp;lt;math&amp;gt;I&amp;lt;/math&amp;gt; wie üblich für die [[Einheitsmatrix]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt die [[Chapman-Kolmogorow-Gleichung]] und &amp;lt;math&amp;gt;(P(t))_{t\geq0}&amp;lt;/math&amp;gt; ist entsprechend eine [[Halbgruppe]], die unter gewissen Voraussetzungen einen [[Infinitesimaler Erzeuger|infinitesimalen Erzeuger]], nämlich die [[Q-Matrix]] hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
Inhomogene Markow-Prozesse lassen sich mithilfe der [[Elementare Markow-Eigenschaft|elementaren Markow-Eigenschaft]] definieren, homogene Markow-Prozesse mittels der [[Schwache Markow-Eigenschaft|schwachen Markow-Eigenschaft]] für Prozesse mit stetiger Zeit und mit Werten in beliebigen Räumen definieren. Meist beschränkt man sich hierbei aber aus Gründen der Handhabbarkeit auf [[Polnischer Raum|polnische Räume]]. Eine Verschärfung der schwachen Markow-Eigenschaft ist die [[starke Markow-Eigenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel ==&lt;br /&gt;
Ein klassisches Beispiel für einen Markow-Prozess in stetiger Zeit und stetigem Zustandsraum ist der [[Wiener-Prozess]], die mathematische Modellierung der [[Brownsche Bewegung|brownschen Bewegung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel für einen Markow-Prozess in stetiger Zeit und diskretem Zustandsraum ist der homogene [[Poisson-Prozess]], der die Q-Matrix &amp;lt;math&amp;gt; p_{ij}=\lambda \mathbf{1}_{\{j=i+1\}} - \lambda \mathbf{1}_{\{j=i\}} &amp;lt;/math&amp;gt; besitzt, oder allgemeiner jeder [[Geburts- und Todesprozess]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
In der [[Finanzmathematik]] werden auf dem [[Wiener-Prozess]] basierende Markow-Prozesse zur Modellierung von Aktienkurs- und Zinsentwicklungen verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ehrhard Behrends |Titel=Markovprozesse und stochastische Differentialgleichungen: Vom Zufallsspaziergang zur Black-Scholes-Formel |Verlag=Springer Spektrum |Ort=Wiesbaden |Datum=2013 |Reihe=SpringerLink Bücher |ISBN=978-3-658-00987-8 |Sprache=de}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jewgeni Borissowitsch Dynkin, Alexander Adolfowitsch Juschkewitsch |Titel=Sätze und Aufgaben über Markoffsche Prozesse |Verlag=Springer Berlin Heidelberg |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=1969 |Reihe=Heidelberger Taschenbücher |NummerReihe=51 |ISBN=978-3-540-04546-5 |Sprache=de}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Achim Klenke |Titel=Wahrscheinlichkeitstheorie |Auflage=3. Aufl. 2013 |Verlag=Springer Berlin Heidelberg Imprint Springer Spektrum |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2013 |Reihe=Springer-Lehrbuch Masterclass |ISBN=978-3-642-36018-3 |Sprache=de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Markow-Prozesse| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leonry</name></author>
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