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	<title>Marketender - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marketender&amp;diff=156552&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Duschgeldrache2: Kat erg</title>
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		<updated>2026-04-07T17:05:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kat erg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Junod, Charles - Preußische Marketenderinnen in Nübbel (Zeno Fotografie) (cropped).jpg|mini|[[Preußische Armee|Preußische]] Marketenderinnen in [[Nübbel]] während des [[Deutsch-Dänischer Krieg|Deutsch-Dänischen Krieges]], 1864]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marketender&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{ItS|mercatante}} oder {{lang|it|&amp;#039;&amp;#039;mercadante&amp;#039;&amp;#039;}}, [[Nebenform]] zu {{lang|it|&amp;#039;&amp;#039;mercante&amp;#039;&amp;#039;|de=[[Händler]]}}) ist jemand, der [[militär]]ische Truppen begleitet und die Soldaten mit Waren und Dienstleistungen des täglichen, privaten Bedarfs versorgt. Der Begriff kommt aus dem mittelalterlichen Militärwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marketender im Militärwesen ==&lt;br /&gt;
Frühe Marketenderinnen wurden bereits bei der [[Schlacht bei Qadeš]] (auch: Kadesch) zwischen dem [[Altes Ägypten|Alten Ägypten]] unter dem [[Pharao]] [[Ramses II.]] und den [[Hethiter]]n unter König [[Muwatalli II.]] im Jahr 1274 v. Chr. erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Geschichte gehörten bereits früh sowohl männliche als auch weibliche Marketender selbstverständlich zum Tross der [[antike]]n, [[spätmittelalter]]lichen und [[frühneuzeit]]lichen [[Heer]]e. Fast jedes [[Fähnlein]] der [[Landsknecht]]e hatte im Mittelalter einen eigenen Marketender, der die Soldaten als Händler mit Lebensmitteln versorgte. Frauen kombinierten diesen Beruf häufig mit [[Prostitution]]. Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] versorgten sich die Heere vermehrt durch [[Plünderung]]en, was die Marketender oftmals überflüssig machte. Ungeachtet dessen gab es diesen Beruf auch in späterer Zeit, so z.&amp;amp;nbsp;B. als „Vivandiere“ unter [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] während des [[Russlandfeldzug 1812|Russlandfeldzugs 1812]] bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg 1914–1918]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Marketenderwagen im Lamsdorfer Gefangenenlager IV - 21. November 1915, Edwin Leetsch.jpg|mini|Marketenderwagen im [[Internierungslager Lamsdorf|Lamsdorfer Gefangenenlager IV]], November 1915]]&lt;br /&gt;
In der [[Bundeswehr]] wird der Begriff Marketender für fahrbare Kioske benutzt, welche auf Truppenübungsplätzen die Soldaten mit Marketenderwaren – Süßigkeiten, Zeitungen, Zigaretten, also üblichen Kioskwaren – versorgen. Auch Waren (unter anderem Tabak und Spirituosen), die Bundeswehrsoldaten als Teilnehmer an Übungen im Ausland und auf Auslandseinsätzen [[Zoll (Abgabe)|zollfrei]] erwerben können, werden als Marketenderwaren bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im Rahmen dieser Auslandseinsätze bietet der Marketender auch viele Waren an, die im Heimatland in einem normalen Geschäft erworben werden können (z.&amp;amp;nbsp;B. Drogerieartikel wie Rasierschaum, Duschgel und Papiertaschentücher). Da in einem Einsatzgebiet die Infrastruktur entweder nicht vorhanden oder unzureichend ist und die Sicherheitslage es dem einzelnen Soldaten oft nicht erlaubt, auf einem Markt oder [[Basar]] einzukaufen, werden auf diesem Weg die Grundbedürfnisse der Soldaten befriedigt. Insofern spielt die Versorgung durch den Marketender eine wichtige Rolle für den Erhalt der Moral der Soldaten. Das zeigt sich unter anderem auch darin, dass die Versorgung des Marketenders mit Waren heute auf dem militärischen Nachschubweg erfolgt, um die Verfügbarkeit in Krisenregionen sicherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marketenderinnen ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum allgemeinen oder männlichen Marketender ist &amp;#039;&amp;#039;die Marketenderin&amp;#039;&amp;#039; ein [[Typus (Literatur)|literarischer Typus]]. In der Literatur gibt es seit [[Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen|Grimmelshausens]] [[Der abenteuerliche Simplicissimus|Simplicissimus-Romanen]] die Figur der „Courage“. In dem Stück „[[Mutter Courage und ihre Kinder]]“ von [[Bertolt Brecht]] begleitet die Titelfigur im Dreißigjährigen Krieg Truppen als Marketenderin. Auch [[Adrienne Thomas]] lässt in ihrem Metz-Roman &amp;#039;&amp;#039;Die Katrin wird Soldat&amp;#039;&amp;#039; zum Erstaunen der auf dem Bahnhof tätigen Mädchen eine Marketenderin dem Heer hinterher in den Ersten Weltkrieg ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sexualität ===&lt;br /&gt;
Eine Marketenderin ist ein weiblicher Marketender. Das Wort steht jedoch auch für speziell weibliche Rollen im [[Tross]], unter anderem für Prostituierte. Die Frauen, die im Dreißigjährigen Krieg beim Heer blieben, verdingten sich fast ausschließlich als Prostituierte. Im 17. Jahrhundert waren Marketenderinnen, die sexuelle Dienste leisteten, an der Tagesordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Görgey: &amp;#039;&amp;#039;Klapka.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1850.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brauchtum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Musikkapelle-StGeorgen.jpg|mini|Südtiroler Musikkapelle, in der vordersten Reihe zwei Marketenderinnen beiderseits des [[Stabführer]]s]]&lt;br /&gt;
Heute wird der Begriff Marketenderin noch für Frauen verwendet, die eine Marsch- oder Blaskapelle begleiten und die Musiker mit Getränken versorgen (hauptsächlich in Süddeutschland, Österreich, Nordhessen, Südtirol und Welschtirol/Trentino). Im rheinischen [[Karneval]] wird in manchen Corps das [[Tanzmariechen]] Marketenderin genannt. Für die Marketenderinnen bei Marsch- oder Blaskapellen wird mitunter auch der Begriff „Ehrendamen“ verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johan Ludvig Runeberg]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Fähnrich Stahl]].&amp;#039;&amp;#039; Mit Zeichnungen v. Albert Edelfelt, Deutsch v. Wolrad Eigenbrodt. Söderström, Helsingfors 1942, {{DNB|575934301}}&lt;br /&gt;
* Sophie Erich: &amp;#039;&amp;#039;Kriegsfahrten einer preussischen Marketenderin während der Feldzüge von 1806 bis 1815&amp;#039;&amp;#039;. Von ihr selbst erzählt und zu ihrem Besten herausgegeben von Alfred Hüffer. Aschendorff, Münster 1863, (Auch: Mikrofiche-Ausgabe. Belser Wiss. Dienst, Wildberg 1989–1990, ISBN 3-628-41606-X, (&amp;#039;&amp;#039;Edition Corvey&amp;#039;&amp;#039;)).&lt;br /&gt;
* [[Franz W. Seidler|Franz Seidler]]: &amp;#039;&amp;#039;Frauen zu den Waffen? Marketenderinnen, Helferinnen, Soldatinnen.&amp;#039;&amp;#039; Bernard und Graefe, Bonn 1998, ISBN 3-7637-5979-4.&lt;br /&gt;
* [[Martina Kempff]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Marketenderin.&amp;#039;&amp;#039; Piper, München 2008, ISBN 978-3-492-25162-4.&lt;br /&gt;
* [[Iny Lorentz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kastellanin.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-8289-7747-2.&lt;br /&gt;
* [[Fritz Redlich (Wirtschaftshistoriker)|Fritz Redlich]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Marketender&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte]], 41. Bd., H. 3 (1954), pp. 227–252.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4219192-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Beruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landsknecht|Marketenderin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Personenbezeichnung (Militär)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärlogistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Truppenkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärökonomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Duschgeldrache2</name></author>
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