<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Markerimpfstoff</id>
	<title>Markerimpfstoff - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Markerimpfstoff"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Markerimpfstoff&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T20:29:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Markerimpfstoff&amp;diff=1725026&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Liowalter79: /* growthexperiments-addlink-summary-summary:1|2|0 */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Markerimpfstoff&amp;diff=1725026&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-01-03T22:15:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|2|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Markerimpfstoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Markervakzine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;DIVA-Impfstoff&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;-Vakzine&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Tier[[Impfung|impfstoff]], der es erlaubt, geimpfte von infizierten Tieren zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
Wenn eine [[Virusinfektion]] eine [[Immunantwort]] auslöst, werden [[Antikörper]] gebildet, welche die Viren abwehren. Um festzustellen, ob ein Tier mit bestimmten Viren infiziert ist, kann durch eine [[serologisch]]e Untersuchung überprüft werden, ob die entsprechenden Antikörper vorhanden sind. Die erwünschte Reaktion auf eine Impfung ist aber ebenfalls die Bildung von Antikörpern gegen die Krankheitserreger, so dass bei konventionell geimpften Tieren aus der serologischen Untersuchung nicht mehr auf eine Infektion geschlossen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Markerimpfstoff werden, zum Beispiel durch Löschen bestimmter [[Gen]]e, ausgewählte stark [[immunogen]]e Merkmale unterdrückt, so dass zwar die für den Schutz nötigen Antikörper immer noch gebildet werden, aber keine gegen die entfernten Merkmale. Damit wird es möglich zu unterscheiden, ob ein Tier die Antikörper wegen einer Infektion oder wegen einer Impfung in sich trägt, weil bei nicht-infizierten, aber geimpften Tieren einige Antikörper fehlen, die bei infizierten Tieren nachgewiesen würden. Der Name dieser Impfstoffe kommt vom in der Biologie verwendeten Begriff &amp;#039;&amp;#039;Marker&amp;#039;&amp;#039; (etwa „Markierung“, siehe [[Marker (Genetik)]], [[Biomarker (Medizin)|Biomarker]]), die Abkürzung „DIVA“ vom [[Englische Sprache|engl.]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;di&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;fferentiation of &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;i&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nfected and &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;v&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;accinated &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nimals&amp;#039;&amp;#039; („Unterscheidung von infizierten und geimpften Tieren“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Markerimpfstoffe sind vor allem in der Nutztierhaltung bedeutend und bei Versuchen, eine [[Tierseuche]] landesweit auszurotten. Eine verbreitete Strategie, um Tierseuchen zu kontrollieren, ist, infizierte Tiere durch serologische Tests zu finden und betroffene Herden zu [[Keulung|keulen]]. Weil ein konventionell geimpftes Tier durch diese Tests als infiziert erscheint, sind Impfungen gegen seltene Krankheiten in vielen Ländern verboten, geimpfte Tiere oder auch Fleisch von geimpften Tieren dürfen nicht importiert werden, das Sperma eines geimpften Tieres nicht für die [[künstliche Besamung]] verwendet werden. Markerimpfstoffe und entsprechende serologische Tests können diese Beschränkungen und damit auch viele Schlachtungen unnötig werden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis werden Markerimpfstoffe unter anderem eingesetzt, um die [[Infektiöse Bovine Rhinotracheitis]] (IBR), eine Rinderkrankheit, und die [[Aujeszkysche Krankheit]] oder Pseudorabies, deren Wirtstiere Schweine sind, in gewissen Ländern auszurotten. Im Fall der Aujeszkyschen Krankheit ist der Markerimpfstoff auf natürliche Weise entstanden, indem ein bestimmtes [[Glykoprotein]] (gE) beim Impfvirus verschwand; die Nützlichkeit als Markerimpfstoff wurde erst später erkannt. Inzwischen sind verschiedene Markerimpfstoffe erhältlich, zum Beispiel gegen die [[Maul- und Klauenseuche]], die allerdings noch nicht weltweit durch Behörden und Industrie akzeptiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Positive Markerimpfstoffe werden durch [[Gentechnik|gentechnische]] Einfügung eines Marker-Antigens in den Impfstamm hergestellt, wodurch im Tier zusätzliche Antikörper auftreten. Allerdings lassen sich mit solchen Impfstoffen nicht geimpfte, aber trotzdem erkrankte Tiere abgrenzen. Bei negativen Markerimpfstoffen fehlen dem Impfstamm Teile des Genoms. Sie können gentechnisch hergestellt werden, aber auch natürlich entstehen. Durch das Fehlen wird die [[Humorale Immunantwort|humoralen Abwehr]] modifiziert, so dass zwischen nur infizierten, nur geimpften und geimpften plus infizierten Tieren unterschieden werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=EP| V-Nr=1957103| Code=B1| Titel=Bakterieller Impfstoff gegen bakterielle Infektionserreger für die Anwendung bei Tieren| A-Datum=2006-11-21| V-Datum=2014-08-20| Anmelder=Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover| Erfinder=Gerald-F. Gerlach et al}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenliteratur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Joachim Selbitz, Gottfried Alber, Manfred Moos: &amp;#039;&amp;#039;Tierärztliche Impfpraxis.&amp;#039;&amp;#039; 3., neubearbeitete Auflage, Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-8304-1056-5, S.&amp;amp;nbsp;10–11 ({{Digitalisat|1=https://books.google.ch/books?id=7iMwYq0hV1cC&amp;amp;pg=PT21&amp;amp;hl=de}}).&lt;br /&gt;
* Alan D. T. Barrett, Lawrence R. Stanberry: &amp;#039;&amp;#039;Vaccines for Biodefense and Emerging and Neglected Diseases.&amp;#039;&amp;#039; Academic Press, London 2008, ISBN 0-12-369408-6, S.&amp;amp;nbsp;229–230 ({{Digitalisat|1=https://books.google.ch/books?id=6Nu058ZNa1MC&amp;amp;pg=PA229&amp;amp;hl=de}}).&lt;br /&gt;
* Karl Maramorosch, Aaron J. Shatkin, Frederick A. Murphy: &amp;#039;&amp;#039;Advances in Virus Research.&amp;#039;&amp;#039; Academic Press u.&amp;amp;nbsp;a., London u.&amp;amp;nbsp;a. 2002, ISBN 0-12-039858-3, S.&amp;amp;nbsp;52–52 ({{Digitalisat|1=https://books.google.ch/books?id=EARPWrOjXJ4C&amp;amp;pg=PA52&amp;amp;hl=de}}).&lt;br /&gt;
* Aart de Kruif: &amp;#039;&amp;#039;Tierärztliche Bestandsbetreuung beim Milchrind.&amp;#039;&amp;#039; 2. Ausgabe, Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-8304-1046-8, S.&amp;amp;nbsp;159 ({{Digitalisat|1=https://books.google.ch/books?id=QqlCs5SUdqQC&amp;amp;pg=PA159&amp;amp;hl=de}}).&lt;br /&gt;
* [[Hermann Hager]], Franz von Bruchhausen, Siegfried Ebel, Eberhard Hackenthal, Ulrike Holzgrabe:  &amp;#039;&amp;#039;Stoffe L-Z.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Folgewerk, Folgeband 5). 5., vollständig neubearbeitete. Ausgabe, Springer, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1999, ISBN 3-540-62646-8, S.&amp;amp;nbsp;831–832, 841–842 ({{Digitalisat|1=https://books.google.ch/books?id=9vXLeczklTMC&amp;amp;pg=PA831&amp;amp;hl=de}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Impfstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tierseuchenbekämpfung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Liowalter79</name></author>
	</entry>
</feed>