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	<title>Mark an der Drau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T21:54:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mark_an_der_Drau&amp;diff=1203606&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-07T01:29:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mark an der Drau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Mark Pettau, Mark hinter dem Drauwald, marchia transsilvana, Grafschaft hinter dem Drauwald&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;untere Karantaner Mark&amp;#039;&amp;#039;) war ein historisches Gebiet im Mittelalter. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts ins Leben gerufen, reichte von der Ostgrenze der alten [[Karolinger|karolingisch]]-[[Karantanien|karantanischen]] [[Gaugrafschaft]] [[Jauntal]] die [[Drau]] abwärts nach Osten bis unter [[Ptuj|Pettau]] in die Gegend von Friedau ([[Ormož]]) und wurde nach 1147 an die [[Mark an der Mur|obere Kärntnermark]] angeschlossen, dem späteren [[Herzogtum Steiermark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Kärntner Grafschaft Jaun (Jaune, Jaunetal) hatte ihre östliche Grenzmautstelle vermutlich in Hohenmauthen (Muta), dahinter begann drauabwärts der dichte Drauwald, der sich erst vor dem heutigen [[Maribor]] wieder lichtete (Marburg entstand erst nach 1147; in Feistritz (Bistrica pri Rušah, ca. 10 km westlich Maribor) lag der 1093 bezeugte Binnengrenzzoll der &amp;#039;&amp;#039;Pettauer Mark&amp;#039;&amp;#039;, wie die „Mark hinter dem Drauwald“ nach ihrem zentralen Ort Pettau auch genannt wurde.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grenzlinie im Drauwald selbst wird der Verlauf Wölka (Velka)-Tschermenitzen (Črmenica)-Graben angenommen.&lt;br /&gt;
Die Gebiete westlich dieser Linie – Mahrenberg (Radlje ob Dravi), Hohenmauthen (Muta), Saldenhofen (Vuzenica) und Windischgraz ([[Slovenj Gradec]]) – gehörten noch zum [[Herzogtum Kärnten]] (ab 976) im engeren Sinn.&lt;br /&gt;
Im Norden erstreckte sich die Mark bis zum Hügelkamm des [[Poßruck]]s bzw. weiter östlich bis zur [[Mur (Fluss)|Mur]], im Süden bis zur [[Savinja|Sann]]-[[Dravinja|Drann]]-Wasserscheide, die Grenze im Osten zum [[Königreich Ungarn]] war eher unbestimmt, die Herrschaft Ankenstein (Borl) war bis [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] überhaupt ein autonomes Gebiet ([[Eigengut|freies Eigen]]). Polstrau (Središče ob Dravi) dagegen war ungarisches Lehen bzw. Lehen vom [[Erzstift Salzburg]] bis 1803. (Ebner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
Durch die [[Schlacht auf dem Lechfeld]] 955 wurde die Ungarngefahr fürs Erste gebannt und das [[HRR|Reich]] in der Folge (970–980) durch die Errichtung eines breiten [[Mark (Territorium)|Markengürtels]] gegen die Bedrohungen aus dem Südosten abgesichert. Dazu gehörten die [[Marcha orientalis|Mark an der Donau]], die [[Mark an der Mur]], die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mark an der Drau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die [[Mark an der Sann]], die damals weit über die [[Save]] südwärts reichte und die [[Windische Mark (Slowenien)|Windische Mark]] mit umfasste, sowie die Marken [[Krain]] und [[Istrien]]. Die [[Mark Verona]], [[Friaul]] einschließend, war schon 952 der nördlichen Reichshälfte angegliedert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
980 wird ein [[Graf]] Rachwin erwähnt, in dessen Grafschaft ein gewisser Willihalm&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.manfred-hiebl.de/genealogie-mittelalter/wilhelminer_juengere/wilhelm_3_graf_in_karantanien_1010_wilhelminer/wilhelm_3_graf_in_karantanien_1010.html Wilhelm III., Graf in Karantanien] bei [http://www.manfred-hiebl.de/genealogie-mittelalter/ „Genealogie Mittelalter“]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Vater des späteren Markgrafen [[Wilhelm (Sann)|Wilhelm von der Sann]]) von Kaiser [[Otto II. (HRR)|Otto II.]] mit der späteren Herrschaft Weitenstein (Vitanje) beschenkt wird.&lt;br /&gt;
[[Datei:Daritveni dokument 985.jpg|mini|Schenkungsurkunde Ottos III. für Graf Rachwin aus dem Jahr 985]]&lt;br /&gt;
985: &amp;#039;&amp;#039;Auf Intervention Herzog [[Heinrich III. (Bayern)|Heinrichs von Kärnten]] schenkt [[Otto III. (HRR)|Otto III.]] dem Grafen Rachwin 15 Königs[[hufe]]n in Roßwein&amp;#039;&amp;#039; (Razvanje, südlich von Maribor).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.regesta-imperii.de/regesten/2-3-0-otto-iii/nr/0985-10-17_1_0_2_3_0_152_978.html &amp;#039;&amp;#039;985 Oktober 17, Ettenstadt&amp;#039;&amp;#039;], Regesta Imperii II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der hier Beschenkte ist wohl mit dem Grafen Rachwin von 980 identisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis um 1005 wurde das Gebiet von Aribo, „Markgraf im [[Jauntal|Jaunetal]]“, mitverwaltet,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.manfred-hiebl.de/genealogie-mittelalter/aribonen/aribo_markgraf_im_jaunetal_+_1005.html Aribo, Markgraf im Jaunetal] bei [http://www.manfred-hiebl.de/genealogie-mittelalter/ „Genealogie Mittelalter“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
einem Bruder des Bischofs [[Albuin|Albuin von Brixen]] und Mitglied des hochfreien [[Aribonen]]geschlechtes, welches neben großem Besitz in Bayern, Salzburg und Kärnten auch in der [[Steiermark]], und zwar um [[Leoben]] und [[Straßgang]] wie auch im Drau- und Sanngebiet reich begütert war. (Mell)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchliche Organisation ===&lt;br /&gt;
Gemäß der 811 von [[Karl der Große|Karl dem Großen]] vorgenommenen Teilung der kirchlichen Betreuungsgebiete in den Bereich des [[Patriarchat Aquileia|Patriarchats Aquileia]] (südlich der Drau) und den des [[Bistum Salzburg|Erzbistums Salzburg]] (nördlich der Drau) wurden im 12. Jahrhundert jeweils mehrere Pfarren, [[Urpfarre]]n mit [[Vikariat (katholisch)|Vikariat]]en und [[Eigenkirche]]n des Adels, zu [[Archidiakonat]]en zusammengefasst:&lt;br /&gt;
:Nördlich der Drau bis zum [[Poßruck]], also im Bereich der Erzdiözese Salzburg, wurden die Pfarren dem &amp;#039;&amp;#039;Archidiakon der Unteren Mark&amp;#039;&amp;#039; unterstellt. Allein der Mahrenberger Bezirk gehörte zum &amp;#039;&amp;#039;Archidiakonat Unterkärnten&amp;#039;&amp;#039; (ebenfalls zu Salzburg). Es galt hier die alte politische Grenze zwischen Mark und Herzogtum.&lt;br /&gt;
:Südlich der Drau erstreckte sich bis zur [[Save]] das &amp;#039;&amp;#039;Archidiakonat Sanntal&amp;#039;&amp;#039;, das sogar jenseits des Flusses noch Ratschach (Radeče) und Schärfenberg (Svibno) einschloss. Allerdings waren die Pfarren des Windischgrazer und Saldenhofener Bezirks dem Aquileienser &amp;#039;&amp;#039;Archidiakonat Kärnten&amp;#039;&amp;#039; unterstellt. Auch hier deckte sich dessen Ostgrenze mit der politischen Grenze zwischen dem Herzogtum Kärnten und der Mark. (Ebner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spanheimer ===&lt;br /&gt;
1122 übertrug Herzog [[Heinrich IV. (Kärnten)|Heinrich IV.]] von [[Spanheimer|Spanheim]]-Kärnten seinem Bruder [[Bernhard von Trixen|Bernhard]] die gräfliche Gewalt in der &amp;#039;&amp;#039;Mark hinter dem Drauwald&amp;#039;&amp;#039;; gleichzeitig wurde dessen Amtsbezirk bis Unterdrauburg ([[Dravograd]]) hinauf vergrößert. (Mell)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Traungauer (Otakare) ===&lt;br /&gt;
Graf Bernhard war mit Kunigunde vermählt, der Tochter des steirischen Markgrafen [[Ottokar II. (Steiermark)|Ottokar II.]]; aufgrund seines Testaments fielen durch Bernhards Tod im [[Zweiter Kreuzzug|Zweiten Kreuzzug]] bei [[Laodikeia am Lykos|Laodicea]] in [[Kleinasien]] 1147 alle seine [[Allod]]e und [[Ministeriale]]n sowie auch das markgräfliche Amtslehen an den [[Traungauer]] [[Ottokar III. (Steiermark)|Ottokar III.]]; z. B. die Herrschaften Marburg, Lembach (Limbuš), [[Radkersburg]] und die Ministerialen von Marburg, Lembach, Haidin und Dranneck oder Treun, weiters die [[Vogt]]ei über die [[Erzstift Salzburg|Salzburger]] Herrschaft [[Ptuj|Pettau]]. Die politische Abhängigkeit der Mark von Kärnten erlosch damit. (Ebner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1164 stiftete Markgraf Ottokar III. aus spanheimischem Erbe die [[Kartause Seiz]] zur Festigung seiner Landesherrschaft. (Ebner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Babenberger ===&lt;br /&gt;
Um die Wende des 12. zum 13. Jahrhundert wurde den Ungarn der [[Ormož|Friedauer Bezirk]] durch den salzburgischen Ministerial Friedrich von [[Pettau (Adelsgeschlecht)|Pettau]] entrissen. (Mell)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ungarn, Böhmen ===&lt;br /&gt;
Nach dem Aussterben der [[Babenberger]] 1246 war deren Hinterlassenschaft, Österreich und Steiermark, natürliches Objekt der Begierde vieler Herrscher; 1254 fiel das steirische Draugebiet mit großen Teilen der übrigen Steiermark im [[Frieden von Ofen]] an Ungarn, doch schon 1260 gelang es [[Ottokar II. (Böhmen)|Ottokar von Böhmen]], sich nach dem Sieg in der [[Schlacht bei Kressenbrunn]] auch die ganze Steiermark einzuverleiben. In der [[Schlacht von Dürnkrut und Jedenspeigen]] 1278, in der Ottokar von [[Rudolf I. (HRR)|Rudolf I.]] besiegt wurde, soll Ottokar durch einen Mahrenberger den Tod gefunden haben. ([[Seifried von Mahrenberg]], ein herausragender steirischer Edler, war einige Jahre vorher von Ottokar aus nichtigen Gründen gefoltert und getötet worden.) (Reichel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Habsburger ===&lt;br /&gt;
Noch 1336 wird die &amp;#039;&amp;#039;march umb Marchpurg&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. (Mell)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1362 fiel den [[Habsburger]]n noch das Gebiet von Windischgraz ([[Slovenj Gradec]]) zu, das seit 1228 von den [[Patriarchat Aquileia|Patriarchen von Aquileja]] besessen wurde (davor [[Andechs (Adelsgeschlecht)|Grafen von Andechs]], siehe [[Heinrich (Istrien)|Heinrich von Istrien]]), aber weder zur Steiermark noch zu Kärnten gehörte. 1407 zählte es nachweislich zur Steiermark, doch erst vor 1482 wurde es endgültig den steirischen Herzögen zugewiesen. (Ebner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Herwig Ebner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die politische und verfassungsrechtliche Stellung der Traungauer in der ehemaligen Untersteiermark&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Gerhard Pferschy]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Werden der Steiermark. Die Zeit der Traungauer&amp;#039;&amp;#039;. Festschrift zur 800. Wiederkehr der Erhebung zum Herzogtum. Verlag Styria, Graz u. a. 1980, ISBN 3-222-11281-9 (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Steiermärkischen Landesarchives&amp;#039;&amp;#039; 10), S. 277–307.&lt;br /&gt;
* Rudolf Reichel: &amp;#039;&amp;#039;Abriss der steirischen Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. 2. gänzlich umgearbeitete und vermehrte Auflage. Leuschner &amp;amp; Lubensky, Graz 1884.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Anton Mell]] |Titel=Grundriß der Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte des Landes Steiermark |Hrsg=Historische Landeskommission für Steiermark |Verlag=Verlag der Universitäts-Buchhandlung Leuschner &amp;amp; Lubensky |Ort=Graz / Wien / Leipzig |Datum=1929 |Online=http://www.literature.at/viewer.alo?objid=19290&amp;amp;page=1&amp;amp;viewmode=fullscreen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mark (Fränkisches Reich)|Drau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mark (Heiliges Römisches Reich)|Drau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Slowenien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Kärntens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Steiermark]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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