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	<title>Marius Jacob - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T18:04:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marius_Jacob&amp;diff=1464624&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dschaba1: Literatur ergänzt</title>
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		<updated>2026-03-16T15:57:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literatur ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Marius Jacob.jpg|thumb|upright=1.3|Marius Jacob (1905)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marius Jacob&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. September]] [[1879]] in [[Marseille]] als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alexandre Jacob&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; † [[28. August]] [[1954]] in [[Reuilly (Indre)]]) war ein französischer [[Anarchismus|Anarchist]] und Volksheld. Der geniale Einbrecher hatte einen ausgeprägten Sinn für Humor und konnte sich seinen Opfern gegenüber äußerst großzügig erweisen. Er diente dem Schriftsteller [[Maurice Leblanc]] eventuell als Vorbild für seinen fiktiven Meisterdieb [[Arsène Lupin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ärmlichen Verhältnissen geboren, verdingte Jacob sich mit zwölf Jahren als Schiffsjunge. In [[Sydney]] desertierte er. Nach einer kurzen Zeit unter [[Piraterie|Piraten]], deren Geschäft ihm zu grausam war, kehrte er 1897 nach Marseille zurück. Er gab die Seefahrt auf, litt aber sein Leben lang unter Fieberschüben, deren Erreger er sich in dieser Zeit zugezogen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jacob arbeitete als [[Schriftsetzer]] und kam mit anarchistischen Kreisen in Berührung. Den Anarchisten drohte ständig Gefängnis und die [[Guillotine]]. Im Zusammenhang mit einem Sprengstoffanschlag wurde Jacob zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Danach wurde er zum [[Illegalismus|Illegalisten]], der die Reichen bestahl, um den Armen zu helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 erlangte er zum ersten Mal nationale Aufmerksamkeit, nachdem er als angeblicher Polizeikommissar mit zwei Komplizen den Inhalt der [[Asservatenkammer]] der Marseiller Polizei erbeutet hatte. Wenig später verhaftet, entkam er unter Vortäuschung von Wahnsinnsspasmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1903 beging er mindestens 150 Einbrüche und Diebstähle, meist mit nur wenigen Komplizen, wobei seine Ideen und Fertigkeiten, sein Humor und seine Großzügigkeit die Öffentlichkeit verblüfften. Jacob verblüffte die Öffentlichkeit und die Medien außerdem mit fantasievollen Verkleidungen, ironischen Scherzen am Tatort und seiner Werkzeugtasche, die 80 gedoppelte Einbruchsschlüssel, eine zusammenfaltbare Lampe und eine Leiter mit festen Haken aus Seide enthielt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Süddeutsche Zeitung |url=https://www.sueddeutsche.de/leben/arsene-lupin-meisterdetektiv-vorbild-1.5279167 |titel=Ist der Anarchist Jacob das Vorbild für den Meisterdetektiv Lupin? |abruf=2021-05-01 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl [[Maurice Leblanc]] dies stets verneinte, diente ihm Marius Jacob, neben anderen, wahrscheinlich als Vorbild für seinen Meisterdieb [[Arsène Lupin]], dessen Geschichten er ab 1905 veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 wurde Jacob nach einer Schießerei, bei der ein Polizist ums Leben kam, verhaftet und zu lebenslangem Aufenthalt in einer Strafkolonie in [[Îles du Salut|Cayenne]] verurteilt. Siebzehn Fluchtversuche schlugen fehl. Als nach den Reportagen von [[Albert Londres]] die Strafkolonie aufgelöst wurde, kam Jacob nach Paris zurück, wo er seine Strafe bis 1927 absaß. Nachdem seine Gesundheit wiederhergestellt war, arbeitete er zunächst im Kaufhaus [[Printemps (Warenhäuser)|Printemps]], dann als fliegender Händler im Tal der [[Loire]] und in der [[Touraine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 machte Jacob die Bekanntschaft von [[Louis Lecoin]], der die anarchistische Zeitschrift „[[Le Libertaire]]“ herausgab. Die beiden wurden Freunde, und Jacob schrieb für das Magazin. Er trat unter anderem für die Kriegsdienstverweigerung und für [[Sacco und Vanzetti]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 unterstützte er in Spanien die Republikaner gegen [[Francisco Franco|Franco]], kehrte jedoch wegen der aussichtslosen Lage bald nach Frankreich zurück. 1939 kaufte er sich in Reuilly ein kleines Haus. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gewährte er [[Résistance|Widerstandskämpfern]] bei sich Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. August 1954 tötete Marius Jacob seinen Hund Négro und sich selbst durch eine Überdosis [[Morphin|Morphium]]. Er hinterließ die Nachricht: &amp;#039;&amp;#039;„Linge lessivé, rincé, séché, mais pas repassé. J’ai la cosse. Excusez. Vous trouverez deux litres de rosé à côté de la paneterie. À votre santé.“&amp;#039;&amp;#039; („Wäsche gewaschen, gespült, getrocknet, aber nicht gebügelt. Ich habe keine Lust mehr. Entschuldigt. Ihr findet zwei Liter Rosé neben dem Brotkorb. Zum Wohl.“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Michael Halfbrodt]]: &amp;#039;&amp;#039;Alexandre-Marius Jacob: Die Lebensgeschichte eines anarchistischen Diebes&amp;#039;&amp;#039;. Moers: Syndicat A anarcho-syndikalistischer Medienvertrieb, 1994&lt;br /&gt;
* Alexandre Jacob: &amp;#039;&amp;#039;Travailleurs de la nuit&amp;#039;&amp;#039;. L&amp;#039;Insomniaque, 1999, ISBN 2-908744-50-3 (französisch)&lt;br /&gt;
* Alexandre Jacob: &amp;#039;&amp;#039;Extermination à la française – lettres de prison et du bagne à sa mère&amp;#039;&amp;#039; (Briefe aus dem Gefängnis und der Strafkolonie an seine Mutter). L&amp;#039;Insomniaque, 2000 (französisch)&lt;br /&gt;
* William Caruchet: &amp;#039;&amp;#039;Marius Jacob / biographie&amp;#039;&amp;#039;. Nouvelles Éd. Séguier, 2003, ISBN 2-840490-09-9 (französisch)&lt;br /&gt;
* Alain Sergent: &amp;#039;&amp;#039;Un Anarchiste de la Belle Époque: Alexandre Marius Jacob&amp;#039;&amp;#039;. Libertaires, 2005, ISBN 2-914980-17-5 (französisch)&lt;br /&gt;
* Bernard Thomas: &amp;#039;&amp;#039;Les Vies d&amp;#039;Alexandre Jacob (1879–1954), mousse, voleur, anarchiste, bagnard…&amp;#039;&amp;#039;. Fayard-Mazarine, 1998, ISBN 2-863742-93-0 (französisch)&lt;br /&gt;
* Jean-Marc Delpech: &amp;#039;&amp;#039;Alexandre Jacob l&amp;#039;honnête cambrioleur&amp;#039;&amp;#039;. Atelier de création libertaire, 2008, ISBN 978-2-35104-022-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Graphic Novel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Léonard Chemineau, Matz: &amp;#039;&amp;#039;Marius Jacob. Die Arbeiter der Nacht.&amp;#039;&amp;#039; Bahoe Books, Wien 2024, ISBN 978-3-903478-07-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.angelfire.com/country/reuilly/marius.html Webseite über Marius Jacob]&lt;br /&gt;
* [http://herel.free.fr/index.html Comic über Marius Jacob]&lt;br /&gt;
* [http://www.federation-anarchiste.org/ml/article.php3?id_article=5 Bericht von Alexis Danan]&lt;br /&gt;
* [http://www.atelierdecreationlibertaire.com/alexandre-jacob Der Blog von Alexandre Jacob, dem ehrenwerten Dieb]&lt;br /&gt;
* [http://dadaweb.de/wiki/Marius_Jacob Eintrag zu Marius Jacob im Lexikon der Anarchie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119191865|LCCN=n93124498|VIAF=29643566}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jacob, Marius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Anarchismus (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arsène Lupin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1954]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jacob, Marius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Jacob, Alexandre (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Anarchist und Volksheld&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. September 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Marseille]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. August 1954&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Reuilly (Indre)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dschaba1</name></author>
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