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	<title>Marinus van der Goes van Naters - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-16T06:12:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hoofdbestuur PvdA. Jrh. dr. M. van der Goes van Naters, fractievoorzitter van d…, Bestanddeelnr 901-4783.jpg|mini|Marinus van der Goes van Naters (1946)]]&lt;br /&gt;
[[Jonkheer]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marinus van der Goes van Naters&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Dezember]] [[1900]] in [[Nijmegen]]; † [[12. Februar]] [[2005]] in [[Wassenaar]]) war ein [[Niederlande|niederländischer]] [[Politiker]]. Er war ein prominentes Mitglied der [[Sozialdemokraten|sozialdemokratischen]] Parteien, sowohl in der niederländischen, als auch in der [[Europa|europäischen]] Politik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1937 bis 1967 war er Mitglied der [[Zweite Kammer der Generalstaaten|Zweiten Kammer der Generalstaaten]], von 1945 bis 1951 Fraktionsvorsitzender der [[Sociaal-Democratische Arbeiderspartij|SDAP]] bzw. [[Partij van de Arbeid|PvdA]]. Von 1952 bis 1958 gehörte van der Goes van Naters der gemeinsamen Versammlung der [[Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl|Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl]] (EGKS), anschließend bis 1967 dem [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] an. 1952/53 erarbeitete er einen Plan zur [[Saarfrage]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Van der Goes van Naters war Abkömmling der Familie [[Van der Goes]], einem adeligen Geschlecht aus [[Nijmegen]], mit einem [[Protestantismus|protestantisch]]-[[Liberalismus|liberalen]] Hintergrund. Er besuchte das &amp;#039;&amp;#039;Nijmeegs [[gymnasium]]&amp;#039;&amp;#039; und studierte dann von 1919 bis 1923 [[Rechtswissenschaft]] an der [[Universität Leiden]]. Nach seinem Studium ließ er sich in Nijmegen als [[Rechtsanwalt]] nieder. Van der Goes schloss an sein &amp;#039;&amp;#039;praktijk&amp;#039;&amp;#039; (Praxisphase der niederländischen Rechtsanwaltausbildung) 1930 eine [[Promotion (Doktor)|Promotion]] in Jura an, danach ließ er sich in [[Heerlen]] nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Vorkriegs- und Kriegszeit ===&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trat er der &amp;#039;&amp;#039;[[Partij van de Arbeid|Sociaal-Democratische Arbeiderspartij]]&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Sozialdemokratische Arbeiterpartei&amp;#039;&amp;#039;) bei und wurde dort 1935 Vorstandsmitglied. Am 8. Juni 1937 wurde er in die &amp;#039;&amp;#039;[[Tweede Kamer]]&amp;#039;&amp;#039; (2. Kammer) des [[Generalstaaten|niederländischen Parlaments]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Van der Goes verbrachte den größten Teil des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] in Gefangenschaft, zusammen mit dem Rest der politischen Spitze, die nicht nach [[England]] geflüchtet war. Er saß hintereinander im [[Konzentrationslager Buchenwald]], im Internierungslager in [[Haaren (Niederlande)|Haaren]] und schließlich in [[St. Michielsgestel]]. Dort wurde er 1944 durch die [[Alliierte]]n befreit, bei ihrem Einmarsch in die [[Niederlande]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naters, M. van der Goes van - SFA001007552.jpg|mini|Van der Goes van Naters im Jahr 1947]]&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach der Befreiung kehrte Van der Goes in die niederländische Politik zurück. 1945 wurde er der erste Nachkriegs-[[Fraktionsvorsitzende]] der SDAP und behielt diesen Posten auch 1946, als die Partei ihren Namen in [[Partij van de Arbeid]] (PvdA, Partei der Arbeit) änderte. Van der Goes kümmerte sich in dieser Zeit um den Wiederaufbau und die [[Reparationszahlung]]en aus [[Deutschland]]. Er war führende Kraft bei den Plänen in großem Rahmen deutsches Territorium als [[Entschädigung|Kompensation]] für niederländische Kriegsschäden zu [[Niederländische Annexionspläne nach dem Zweiten Weltkrieg|annektieren]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich gehörte er, wegen seines sozialdemokratischen Hintergrunds, einer Gruppe an, die internationale Zusammenarbeit und die europäische Einheit als Mittel zur Vermeidung weiterer Kriege ansah. Van der Goes engagierte er sich ab 1948 in der [[Sozialistische Bewegung für die Vereinigten Staaten von Europa|Sozialistischen Bewegung für die Vereinigten Staaten von Europa]] bzw. dem daraus hervorgegangenen &amp;#039;&amp;#039;Mouvement Gauche Européenne&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 geriet van der Goes in der Frage [[Niederländisch-Indien]]s in einen Konflikt mit seinem [[Ministerpräsident]]en [[Willem Drees]]. Vor allem in der Frage von [[Neuguinea]] liefen die Meinungen stark auseinander. Van der Goes wollte hier mit der Republik [[Indonesien]] verhandeln. Er verlor den Machtkampf und musste als Fraktionsvorsitzender zurücktreten, blieb aber auch nach den Wahlen von 1952 Mitglied der Tweede Kamer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben wurde er als Vertreter der niederländischen Generalstaaten Mitglied in der gemeinsamen Versammlung der [[Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl|Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl]] (EGKS) bzw. ab 1958 im daraus hervorgegangenen [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]]. Dort gehörte er der [[Sozialdemokratische Fraktion im Europaparlament|Sozialdemokratischen Fraktion]] (SOC) an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Van der Goes erarbeitete 1952–53 im Auftrag des [[Europarat]]s einen Bericht zur [[Saarfrage]], in dem er für eine Europäisierung des [[Saarland 1947 bis 1956|Saargebiets]] plädierte. Damit bereitete er das 1954 zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland vereinbarte [[Abkommen zwischen den Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über das Statut der Saar#Europäisches Saarstatut|europäische Saarstatut]] vor, das jedoch in einer Volksabstimmung von den Saarländern abgelehnt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Leuvrey: &amp;#039;&amp;#039;La Sarre et le Conseil d’Europe 1949–1954.&amp;#039;&amp;#039; In: Rainer Hudemann, Raymond Poidevin: &amp;#039;&amp;#039;Die Saar 1945–1955. Ein Problem der europäischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, R. Oldenbourg Verlag, München 1995, S. 97–114, auf S. 109–113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Per Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Das Saarstatut des Europarats. Vorstoß in europäisches integrationspolitisches Neuland.&amp;#039;&amp;#039; In: Rainer Hudemann, Raymond Poidevin: &amp;#039;&amp;#039;Die Saar 1945–1955. Ein Problem der europäischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, R. Oldenbourg Verlag, München 1995, S. 115–126, auf S. 109–113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Elzer: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Wiedervereinigung an der Saar. Das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen und das Netzerk der prodeutschen Opposition 1949–1955.&amp;#039;&amp;#039; Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 2007, 61–62.&amp;lt;/ref&amp;gt; Des Weiteren setzte sich van der Goes für den Verbleib des in der Nähe seiner Heimatstadt Nijmegen gelegenen, zwischen Deutschland und den Niederlanden umstrittenen [[Wylerberg]]s &amp;#039;&amp;#039;(Duivelsberg)&amp;#039;&amp;#039; bei den Niederlanden ein, was 1963 im Grenzvertrag zwischen beiden Staaten geregelt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Pelzers: &amp;#039;&amp;#039;Marinus van der Goes van Naters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biografisch woordenboek Gelderland.&amp;#039;&amp;#039; S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Van der Goes erfüllte diese Aufgaben bis 1967, als er sowohl das niederländische, als auch das europäische Parlament verließ. In den dazwischen liegenden Jahren hatte er sich für den Wiederaufbau, die europäische Integration und die Zusammenarbeit in der Entwicklung mit ärmeren Ländern eingesetzt.&lt;br /&gt;
Er war auch einer der ersten Politiker in den Niederlanden, der für die Erhaltung der [[Umwelt]] eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach seiner politischen Laufbahn ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Koninklijk huis, prinsen, decoraties, Bernhard, prins, Goes van Naters V.D., Bestanddeelnr 016-0673.jpg|mini|Prinz Bernhard verleiht van der Goes die &amp;#039;&amp;#039;Zilveren Anjer&amp;#039;&amp;#039; (1964)]]&lt;br /&gt;
Obwohl er offiziell im Ruhestand war, blieb Van der Goes doch politisch interessiert und aktiv. Von 1970 bis 1973 war er [[Dozent|Gastdozent]] an der Universität von [[Ruanda]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach widmete er sich seiner Autobiographie &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Met en tegen de tijd: Een tocht door de twintigste eeuw&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; (Mit und gegen die Zeit: Ein Streifgang durch das 20. Jahrhundert), welche 1980 erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich blieb er im Hintergrund seiner PvdA aktiv. Von seiner Wohnung in Wassenaar aus verkündete er seine (selten gemäßigte) Meinung zur Tagespolitik in der Parteizeitung der PvdA, was zu heftigen Kontroversen an der Parteibasis führte, besonders wenn der &amp;#039;&amp;#039;rode jonker&amp;#039;&amp;#039; (rote Junker) sich weniger positiv über populäre Politiker wie [[Wim Kok]] ausließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marinus van der Goes van Naters wurde 1951 zum [[Orden vom Niederländischen Löwen|Ritter im Orden des niederländischen Löwen]] ernannt. 1967 wurde er, als Dank für seinen Einsatz für das Land, zum [[Orden von Oranien-Nassau|Kommandeur des Ordens von Oranien-Nassau]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Enkelsohn ist der Journalist und PvdA Abgeordneter Im Europaparlament [[Thijs Berman]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb in Wassenaar am 12. Februar 2005, im hohen Alter von 104 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bernd-A. Rusinek]]: &amp;#039;&amp;#039;Westforschungstraditionen nach 1945. Ein Versuch über Kontinuität,&amp;#039;&amp;#039; in: Burkhard Dietz, Helmut Gabel, Ulrich Tiedau (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Griff nach dem Westen. Die „[[Westforschung]]“ der völkisch-nationalen Wissenschaften zum nordwesteuropäischen Raum 1919–1960&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, Waxmann, Münster 2003, S. 1141–1201 [http://www.rusinek.eu/wp-content/uploads/2012/02/Westforschungstraditionen-nach-1945-Versuch-%C3%BCber-Kontinuit%C3%A4t-Langfassung.pdf Volltext]: Goes van Naters S. 53f, S. 65; sein großdeutscher Kontrahent [[Franz Steinbach]] passim&amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf [[Institut für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande|IGL-Archiv]], Akte IGL 89, enthält Franz Steinbach, »Bemerkungen zu der [[Saarkampf|Saar-Denkschrift]] des Herrn van der Goes van Naters«, 28. Oktober 1953. Steinbach wollte, wie seit Jahrzehnten, die deutsche Westgrenze möglichst weit nach Westen legen, wogegen sich Goes van Naters verwahrte&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|13174030X}}&lt;br /&gt;
* [https://www.parlement.com/9291000/biof/00471 Biographie von parlement.com]&lt;br /&gt;
* [https://resources.huygens.knaw.nl/bwn1880-2000/lemmata/bwn6/goes Eintrag] im &amp;#039;&amp;#039;Biografisch Woordenboek van Nederland&amp;#039;&amp;#039; (niederländisch)&lt;br /&gt;
== Notizen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13174030X|LCCN=n/81/24516|VIAF=10987120}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Goes Van Naters, Marinus Van Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Europäischen Parlaments für die Niederlande vor 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zweiten Kammer der Generalstaaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens von Oranien-Nassau (Kommandeur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens vom Niederländischen Löwen (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederländer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2005]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hundertjähriger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fraktionsvorsitzender (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Goes van Naters, Marinus van der&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Goes van Naters, Jonkheer Marinus van der&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=niederländischer Politiker, MdEP&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Dezember 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nijmegen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Februar 2005&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wassenaar]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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