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	<title>Marineflieger - Versionsgeschichte</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marineflieger&amp;diff=218494&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ambross07: /* Geschichte */ Linkfix mit AWB</title>
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		<updated>2025-01-17T17:21:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Linkfix mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Aircraft of CVW-15 on deck of USS Kitty Hawk (CV-63), 15 January 1980 (330-CFD-DN-SN-85-06347).jpg|mini|Verschiedene [[Trägergestützte Flugzeuge|trägergestützte]] Flugzeugtypen und Hubschrauber auf dem Flugdeck der &amp;#039;&amp;#039;Kitty Hawk&amp;#039;&amp;#039;, 1980]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marineflieger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man die zu den Seestreitkräften eines Landes gehörenden Fliegerkräfte. Sie können mit [[Trägergestützte Flugzeuge|trägergestützten Flugzeuge]]n und [[Hubschrauber]]n ausgerüstet sein, die von [[Schiff]]en oder [[Flugplatz|Flugplätzen]] an Land für [[Marine]]aufgaben eingesetzt werden. Auch [[Luftschiff]]e gehörten einst zum Arsenal von Marinefliegern. Die bekanntesten Marineflieger sind die von [[Flugzeugträger]]n aus operierenden Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CaudronLaFoudre.jpg|mini|Die &amp;#039;&amp;#039;[[Foudre (Schiff, 1896)|Foudre]]&amp;#039;&amp;#039; war der Vorgänger der ersten Flugzeugträger (1911)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:USS Leyte (CVS-32) operating with a blimp in February 1958 (USN 1034040).jpg|mini|ZPG-2 Luftschiff der US Navy (1958)]]&lt;br /&gt;
Die Bedeutung von Luftfahrzeugen für die Seekriegführung wurde zuerst in Frankreich erkannt. Die [[Geschichte der Französischen Marine|französische Marine]] hatte bereits 1888 einen Marineluftschiffpark und eine Luftschiffschule in Lagoubran (bei Toulon) aufgestellt, 1890 fand das erste umfangreiche Manöver mit bemannten und von Torpedobooten geführten Marineluftschiffen statt, die der Beobachtung von Schiffsbewegungen, der Ortung von Minenfeldern und der Feuerleitung dienten. Auch Schweden nahm 1903 ein von einem Kriegsschiff geschlepptes Luftschiff in Betrieb, Russland 1905, Italien 1908. Ähnliche Entwicklungen gab es 1903 bzw. 1908 auch in den USA bzw. Großbritannien. Zwar war die französische Marineluftfahrtabteilung nach einem tödlichen Luftschiff-Unfall bei einem weiteren Manöver 1902 zunächst wieder aufgelöst worden, wurde mit der Indienststellung des weltweit ersten [[Flugzeugmutterschiff]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Foudre (Schiff, 1896)|Foudre]]&amp;#039;&amp;#039; aber 1910/11 in anderer Form neuaufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lothar Persius]]: Köhlers &amp;#039;&amp;#039;Illustrierter Deutscher Flotten-Kalender für 1913&amp;#039;&amp;#039;, Seiten 126–129. Minden 1913&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Österreich-Ungarn]] errichtete 1911 die erste Seeflugstation in [[Pula|Pola]]. Die ersten vier österreichischen Seeflugzeuge waren französischer Bauart und noch unbewaffnet; bei Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurden die inzwischen 10 österreichischen Seeflugzeuge bewaffnet. Die ersten Angriffe wurden alsbald geflogen, im November 1914 wurde der erste belegte nächtliche Angriff ausgeführt. Bald konnten die Flieger, 65 gegen Ende des Jahres 1915, Bomben abwerfen und 1916 wurden auch 40 Jagdflugzeuge angeschafft. Einsatzgebiete waren die [[Luftaufklärung]], die Abwehr feindlicher Bomber und Luftschiffe ([[Luftkrieg]]), die Verfolgung feindlicher Marineeinheiten sowie [[Luftangriff]]e auf feindliche Häfen, Kampfeinheiten und Infrastruktur. 1915 konnte erstmals ein (französisches) U-Boot von einem Marineflugzeug zerstört werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Deutsches Reich|Deutschland]] wurden die ersten Marinefliegerkräfte 1913 aufgestellt. Im Ersten Weltkrieg spielten Flugzeuge und [[Marineluftschiff]]e eine bedeutende Rolle. [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] kaufte ein halbfertiges Passagierschiff und baute es zu seinem ersten [[Flugzeugträger]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Argus (Schiff, 1918)|Argus]]&amp;#039;&amp;#039;) fertig. Am 16. September 1918 wurde das Schiff in Dienst gestellt. 1922 stellten die [[Vereinigte Staaten|USA]] ihren ersten Träger &amp;#039;&amp;#039;[[Langley (Schiff, 1913)|Langley]]&amp;#039;&amp;#039;, einen umgebauten Kohlenfrachter, in Dienst. Auch andere Schiffe wurden mit Flugzeugen ausgestattet, die von einem [[Flugzeugkatapult|Katapult]] gestartet wurden. Sie konnten auf dem Wasser landen und wurden mit einem Kran wieder an Bord genommen. Marineluftschiffe dienten der [[Militärische Aufklärung|militärischen Aufklärung]] und griffen auch Ziele an Land mit Bomben an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Zeit der Flugzeugträger kam im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Vor allem die USA nutzten die neuen Möglichkeiten, nachdem sie bei [[Angriff auf Pearl Harbor|Pearl Harbor]] mehrere [[Schlachtschiff]]e verloren hatten. Die [[Schlacht um Midway]] war die erste große [[Seeschlacht]], bei der ausschließlich Trägerflugzeuge zum Kampferfolg beitrugen. Seitdem gelten [[Flugzeugträgerkampfgruppe|Trägerkampfgruppen]] als das Rückgrat der amerikanischen Fähigkeit zur [[Machtprojektion]] in aller Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einführung von Hubschraubern entstand die Möglichkeit, auch auf kleineren [[Kriegsschiff]]en Luftfahrzeuge unterzubringen. Eines der ersten Kriegsschiffe mit Bordhubschrauber war der deutsche Minentender &amp;#039;&amp;#039;[[Drache (Schiff, 1930)|Drache]]&amp;#039;&amp;#039;, der ab November 1942 einen [[Hubschrauber]] vom Typ [[Flettner Fl 282]] mitführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Marinefliegerkräften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:SeaHarriers FA2 in Persian Gulf.jpg|mini|Sea Harrier FA.2 (FRS.2) an Bord der &amp;#039;&amp;#039;Illustrious&amp;#039;&amp;#039; der Royal Navy]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trägerflugzeuge ===&lt;br /&gt;
Die großen [[Flugzeugträger]] der U.S. Navy führen eine Vielzahl verschiedener [[Trägergestützte Flugzeuge|trägergestützter Flugzeuge]] mit, darunter:&lt;br /&gt;
* Angriffsflugzeuge zur Bekämpfung von See- und Landzielen&lt;br /&gt;
* [[Jagdflugzeug]]e zur Abwehr gegnerischer Flugzeuge&lt;br /&gt;
*[[U-Jagd]]flugzeuge zur Bekämpfung von [[U-Boot]]en&lt;br /&gt;
* Störflugzeuge für die [[elektronische Kampfführung]]&lt;br /&gt;
* [[Luftbetankung|Tankflugzeuge]]&lt;br /&gt;
*[[Transportflugzeug]]e&lt;br /&gt;
* Hubschrauber für die [[U-Jagd|U-Boot-Jagd]] und [[Seenotrettung]]&lt;br /&gt;
* [[Aufklärungsflugzeug]]e&lt;br /&gt;
Mit dieser Ausstattung kann das Fliegergeschwader eines großen Flugzeugträgers alle Arten der Luftkriegführung über See und über Land bestreiten. Andere Nationen haben kleinere Flugzeugträger mit einem reduzierten Einsatzspektrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bordhubschrauber ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lynx der lander.jpg|mini|Landung eines Bordhubschraubers Typ SeaLynx der dänischen Marine]]&lt;br /&gt;
[[Bordhubschrauber]] können auch auf Schiffen mitgenommen werden, die sehr viel kleiner sind als ein Flugzeugträger. Sie dienen vor allem folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
* Bekämpfung von U-Booten&lt;br /&gt;
* Seeraumüberwachung&lt;br /&gt;
* Kampf gegen Seeziele&lt;br /&gt;
* Transport&lt;br /&gt;
Sie werden von Schiffen wie [[Kreuzer (Schiffstyp)|Kreuzer]]n, [[Zerstörer]]n und [[Fregatte]]n mitgeführt. Größere Versorgungsschiffe sind meistens ebenfalls mit Transporthubschraubern ausgestattet. Zudem verfügen Länder wie die USA, Großbritannien und Frankreich – aber auch andere – über spezielle [[Hubschrauberträger]] oder amphibische [[Docklandungsschiff]]e, auf denen Hubschrauber stationiert werden können. Zur Durchführung des Flugbetriebs wird neben einem [[Flugdeck]] ein Hangar zur Unterbringung und Wartung benötigt. Kleinere Schiffe können über ein Flugdeck ohne Hangar verfügen. Da dadurch ein gelandeter Hubschrauber auf dem Landefeld verbleiben muss, werden diese Schiffe nur von anderen Schiffen oder von Land aus angeflogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seefernaufklärer ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Breguet.atlantic.6112.arp.jpg|mini|Seefernaufklärer Breguet Atlantic der Deutschen Marine]]&lt;br /&gt;
Um weite Seegebiete zu überwachen, werden große Flugzeuge mit langer Flugausdauer eingesetzt. Eine wichtige Aufgabe dieser [[Seefernaufklärer]] (engl. &amp;#039;&amp;#039;Maritime Patrol Aircraft&amp;#039;&amp;#039;, MPA) ist die [[Ortung]] und Bekämpfung von U-Booten. Mit weitreichenden elektronischen Sensoren können sie außerdem gegnerische Schiffe erkennen. Seefernaufklärer können mit [[Torpedo]]s und [[Wasserbombe (Kampfmittel)|Wasserbombe]]n gegen U-Boote und mit [[Flugkörper]]n gegen Überwasserschiffe ausgerüstet sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Marineflugzeuge ===&lt;br /&gt;
Außer den genannten Typen haben Marinen verschiedene Arten von Flugzeugen und Hubschraubern für unterschiedliche Zwecke eingesetzt. So werden zur [[Seemine#Minenabwehr|Minenabwehr]] auch Hubschrauber eingesetzt. Sie können Minen optisch orten und mit nachgeschleppten Magnetspulen und Geräuschsimulatoren zur Explosion bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grumman HU-16B Albatross at the National Museum of the United States Air Force, in 2005 (050322-F-1234P-028).jpg|mini|Flugboot Grumman Albatross, das auch in der Bundesmarine geflogen wurde]]&lt;br /&gt;
Insbesondere in der Anfangsphase der Seefliegerei kamen [[Wasserflugzeug]]e in größerer Zahl zum Einsatz. Sie wurden entweder von Landstationen oder von Schiffen aus eingesetzt. Beim Schiffseinsatz wird entweder vom Wasser oder von einem [[Flugzeugkatapult|Katapult]] aus gestartet. Das Flugzeug landet auf dem Wasser und wird mit einem Kran geborgen. Als Bordflugzeuge wurden Wasserflugzeuge vor allem zur Aufklärung und zur Minenortung eingesetzt. Viele große Kampfschiffe der beiden Weltkriege trugen solche Flugzeuge. Außerdem gab es Flugzeugmutterschiffe, deren Aufgabe der Betrieb eines Wasserflugzeugstützpunkts war. Im Ersten Weltkrieg trugen allein acht deutsche [[Minenabwehrfahrzeug#Sperrbrecher|Sperrbrecher]] Seeflugzeuge. Landgestützte Wasserflugzeuge dienten häufig der Seenotrettung. Gegenwärtig haben Wasserflugzeuge nur eine geringe militärische Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marineflieger in Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Marineflieger.svg|mini|hochkant|Zeichen der Deutschen Marineflieger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1913–1945 ===&lt;br /&gt;
Mit [[Kabinettsorder]] (AKO) vom 3. Mai 1913 wurden die ersten Marinefliegerkräfte der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]] aufgestellt. Es handelte sich um eine [[Luftschiffertruppen (Deutsches Kaiserreich)|Luftschifferabteilung]] in [[Berlin-Johannisthal]] und eine Gruppe von Flugzeugen in [[Puck (Polen)|Putzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ein deutscher Marineflieger bringt im Rigaischen Meerbusen einen russischen Schoner auf. Darstellung von Marinemaler Willy Stöwer circa 1915-1916.jpg|mini|Ein deutscher Marineflieger bringt im Rigaischen Meerbusen einen russischen Schoner auf. Darstellung von Marinemaler [[Willy Stöwer]], circa 1915-1916.]]&lt;br /&gt;
Kurz vor Kriegsausbruch 1914 besaß die [[Kaiserliche Marine]] nur etwa 20 brauchbare Seeflugzeuge. Am Tage der Mobilmachung konnte man weitere 15 zivile Maschinen auf einem Seeflugwettbewerb beschlagnahmen. Es gab dreißig ausgebildete Seefliegeroffiziere. Die Zentrale Flugstation war schon bei Kriegsausbruch der [[Fliegerhorst (Deutschland)|Seefliegerhorst]] [[Kiel-Holtenau]]. [[Luftschiff|Marineluftschiffe]] griffen im Ersten Weltkrieg England mit Bomben an und lieferten wichtige [[Luftaufklärung]]sergebnisse für die Marine. In der [[Ostsee]] wurden zu [[Flugzeugmutterschiff]]en umgebaute [[Dampfer]] eingesetzt, um die [[Baltikum|Baltische Küste]] mit Flugzeugen anzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Weimarer Republik]] besaß die [[Reichsmarine]] offiziell keine Marineflieger, weil der [[Versailler Vertrag]] Deutschland den Besitz von Militärflugzeugen untersagte. Gleichwohl gab es geheime Projekte und Tarnorganisationen wie die zusammen mit der [[Lufthansa]] betriebene Seeflug-Versuchsanstalt (SEVERA), in denen die Marinefliegerei weiterbetrieben und fortentwickelt wurde. Mit der [[Aufrüstung der Wehrmacht|Wiederaufrüstung]], die 1933 zunächst heimlich, ab 1935 offen einsetzte, wurden auch wieder Seefliegerkräfte aufgestellt. Sie wurden gegen den Widerstand der Marine auf Druck [[Hermann Göring]]s („Alles was fliegt, gehört mir!“) mit Wirkung vom 27. Januar 1939 Teil der ab 1935 neu aufgestellten [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]]. Dies betraf auch die Bordfliegerstaffel für den in Bau genommenen Flugzeugträger &amp;#039;&amp;#039;[[Graf Zeppelin (Schiff, 1938)|Graf Zeppelin]]&amp;#039;&amp;#039;, der jedoch nicht vollendet wurde. Die Luftwaffe betrieb sogar ihre eigenen [[Katapultschiff|Katapult-]] und [[Schleuderschiff]]e, mit denen ihre [[Seeaufklärer]] gestartet wurden, und [[Flugsicherungsschiff]]e, die in Seenot geratene Flugzeugbesatzungen retten und, soweit möglich, deren Flugzeuge bergen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1956–1990 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F027434-0003, Flugzeuge F-104 Starfighter, MFG 1.jpg|mini|F-104 Starfighter des MFG 1 in enger Formation]]&lt;br /&gt;
==== Bundeswehr ====&lt;br /&gt;
Weil sich die Unterstellung der Marineflieger unter die Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg nicht bewährt hatte und die Marine häufig ohne Fliegerunterstützung hatte operieren müssen, erhielt die [[Bundesmarine]] ab 1956 wieder eigene Fliegerkräfte. Das Kommando der Marineflieger, später Marinefliegerdivision und Flottille der Marineflieger, war zeitweise das größte [[Typkommando]] der [[Luftflotte|Flotte]]. Es bestand in seiner Hochzeit aus fünf Marinefliegergeschwadern mit bis zu 200 Flugzeugen und Hubschraubern. Ungewöhnlich war der große Anteil von bis zu 121 [[Jagdbomber]]n der Typen [[Hawker Sea Hawk|Hawker &amp;#039;&amp;#039;Sea Hawk Mk 100/101&amp;#039;&amp;#039;]], [[Lockheed F-104|Lockheed &amp;#039;&amp;#039;F-104 G Starfighter&amp;#039;&amp;#039;]] und [[Panavia Tornado|Panavia &amp;#039;&amp;#039;Tornado&amp;#039;&amp;#039;]]. Sie waren für die Bekämpfung von Landungsverbänden des [[Warschauer Pakt]]s vorgesehen und auf zwei Marinefliegergeschwader in Schleswig-Holstein aufgeteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Breyer&amp;quot;&amp;gt;Siegfried Breyer, Gerhard Koop: &amp;#039;&amp;#039;Die Schiffe und Fahrzeuge der deutschen Bundesmarine 1956–1976&amp;#039;&amp;#039;. München 1978; ISBN 3-7637-5155-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kamen in der Reihenfolge der Indienststellung (in Klammern der Zeitraum der Nutzung bzw. bei derzeit in Nutzung befindlichen Mustern die Anzahl der aktiven Luftfahrzeuge):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hubschrauber&lt;br /&gt;
:[[Cierva Skeeter|Saunders Roe &amp;#039;&amp;#039;Skeeter&amp;#039;&amp;#039;]] (1958–1960), [[Bristol Sycamore|Bristol &amp;#039;&amp;#039;Sycamore 52&amp;#039;&amp;#039;]] (1960–1965), [[Sikorsky S-58|Sikorsky &amp;#039;&amp;#039;H-34G&amp;#039;&amp;#039;]] (1963–1975), [[Sikorsky S-61|Westland &amp;#039;&amp;#039;Sea King Mk.41&amp;#039;&amp;#039;]] (21 Stück) (1975–2024),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/aktuelles/abschied-sea-king-5831488 |titel=Marineflieger: Abschied vom Sea King |hrsg=Bundeswehr |autor= |datum=2024-08-29 |zugriff=2024-11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Westland Lynx|Westland &amp;#039;&amp;#039;Sea Lynx Mk.88A&amp;#039;&amp;#039;]] (22 Stück),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Seenotrettungsflugzeuge&lt;br /&gt;
:[[Grumman HU-16|Grumman &amp;#039;&amp;#039;HU-16D Albatross&amp;#039;&amp;#039;]] (1959–1971) und &amp;#039;&amp;#039;HU-16A Albatross&amp;#039;&amp;#039; (1968–1971),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Seefernaufklärer&lt;br /&gt;
: [[Fairey Gannet|Fairey &amp;#039;&amp;#039;Gannet AS Mk 4&amp;#039;&amp;#039;]] (1957–1966), [[Breguet Atlantic|Dassault-Breguet &amp;#039;&amp;#039;BR 1150 Atlantic&amp;#039;&amp;#039;]] (1966–2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Transport- und Verbindungsflugzeuge&lt;br /&gt;
: [[Dornier Do 27|Dornier &amp;#039;&amp;#039;DO 27&amp;#039;&amp;#039;]] (1958–1972), [[Percival Pembroke|Hunting Percival &amp;#039;&amp;#039;Pembroke C.54&amp;#039;&amp;#039;]] (1958–1972), [[Dornier Do 28|Dornier &amp;#039;&amp;#039;DO 28D-2 Skyservant&amp;#039;&amp;#039;]] (1972–1995) und [[Dornier 228 LM|Dornier &amp;#039;&amp;#039;228 LM&amp;#039;&amp;#039;]] (2 Stück).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nationale Volksarmee ====&lt;br /&gt;
Auch die [[Volksmarine]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] besaß Marinefliegerverbände. Deren offizieller Gründungstag ist der 1. Mai 1963, als eine erste, bereits 1959 aufgestellte Hubschrauberkette der Volksmarine unterstellt wurde. Sie bildete den Grundstock für das später aufgestellte [[Marinehubschraubergeschwader 18|Marinehubschraubergeschwader (MHG) 18]] mit dem Standort [[Parow]] bei Stralsund. Flächenflugzeuge gehörten zunächst nicht zu den Fliegerkräften der Volksmarine. Erst 1988 wurde das [[Marinefliegergeschwader 28|Marinefliegergeschwader (MFG) 28]] mit dem Standort [[Laage]] bei Rostock aufgestellt. Das Geschwader verblieb zunächst im Verband der [[Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee|Luftstreitkräfte/Luftverteidigung]] und sollte der Marine nur einsatzmäßig unterstellt werden. Erst im Frühjahr 1990 wurde das MFG an die Volksmarine übergeben. Zu diesem Zeitpunkt erfolgte auch der Wechsel der Uniformen von den Luftstreitkräften zur Marine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit 1990 ===&lt;br /&gt;
Seit der [[Deutsche Wiedervereinigung|Wiedervereinigung]] sind die Marinefliegerkräfte stark reduziert worden.&lt;br /&gt;
{{Positionskarte+&lt;br /&gt;
 |Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
 |maptype=&lt;br /&gt;
 |caption=[[Datei:Red pog.svg|7px]] Heutiger Standort der Deutschen Marineflieger&amp;lt;br /&amp;gt;[[Datei:Yellow ffff00 pog.svg|7px]] Ehemalige Flugplätze der Bundesmarine&lt;br /&gt;
 |width=300&lt;br /&gt;
 |float=right&lt;br /&gt;
 |places={{Positionskarte~&lt;br /&gt;
 | Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
 | label=Nordholz&lt;br /&gt;
 | position=top&lt;br /&gt;
 | lat=53/46/2/N&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
{{Positionskarte~&lt;br /&gt;
 | Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
 | label=Eggebek&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(1964–2005)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
 | position=top&lt;br /&gt;
 | mark=Yellow ffff00 pog.svg&lt;br /&gt;
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 | long=09/20/48/E&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
{{Positionskarte~&lt;br /&gt;
 | Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
 | label=Jagel&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(1958–1993)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
{{Positionskarte~&lt;br /&gt;
 | Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
 | label=Kiel-Holtenau&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(1958–2012)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
 | position=bottom&lt;br /&gt;
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 | region=DE-SH&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das von der Volksmarine übernommene [[Marinefliegergeschwader 28|MFG-28]] wurde bereits zum 31. Dezember 1990 aufgelöst und das [[Marinehubschraubergeschwader 18|MHG-18]] zum 1. April 1991 in die [[Marinekommando Rostock#Marinehubschraubergruppe|Marinehubschraubergruppe Parow]] umorganisiert und dann Ende 1994 aufgelöst.&lt;br /&gt;
Bis zum Jahr 2005 wurden alle verbleibenden [[Jagdbomber]] an die [[Luftwaffe (Bundeswehr)|Luftwaffe]] abgegeben und die dazugehörigen Geschwader in den Jahren 1993 ([[Marinefliegergeschwader 1|MFG 1]]) und 2005 ([[Marinefliegergeschwader 2|MFG 2]]) aufgelöst.&lt;br /&gt;
Die [[Flottille der Marineflieger]] wurde zum 30. Juni 2006 außer Dienst gestellt und die verbleibenden zwei Geschwader dem [[Flottenkommando]] direkt unterstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Neuausrichtung der Bundeswehr]] wurden alle Marinefliegerkräfte am Standort [[Fliegerhorst Nordholz|Nordholz]] zusammengeführt und das [[Marinefliegerkommando]] am 8. Oktober 2012 neu aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url= http://www.marine.de/portal/a/marine/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK93MQivcTsktLUnJxU_XCQupRUveT8vNQSEFmSmleSCSTTixJL8ov0CvKLSnJAMqVFRUAZvcwU_UgDQxcnA3MDGDCssYgM8wjwNTAxdvF0CtIvyM11BAA0zacY/|titel= Startschuss für das Marinefliegerkommando in Nordholz|hrsg= Bundeswehr|autor= Presse- und Informationszentrum Marine|datum= 2012-10-8|abruf= 2015-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Marinefliegerkommando stellt neben der [[Einsatzflottille 1]] und [[Einsatzflottille 2|2]] die Brigadeebene der Marine dar und führt die verbleibenden zwei Geschwader.&lt;br /&gt;
Diese sind das für die Flächenmaschinen und den Betrieb des Fliegerhorstes zuständige [[Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“]], welches mit acht [[Seefernaufklärer|Seeaufklärern]] [[Lockheed P-3|P-3C &amp;#039;&amp;#039;Orion&amp;#039;&amp;#039;]] und zwei [[Dornier 228 LM]] zur Aufklärung von Seeverschmutzungen ausgerüstet ist sowie das mit 22 [[Westland Lynx|Sea Lynx]] Hubschraubern ausgestattete [[Marinefliegergeschwader 5]], welches den Bordflugbetrieb und die luftgestützte Seenotrettung über Nord- und Ostsee ([[Search and Rescue]]) sicherstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marineflieger der [[Deutsche Marine|Deutschen Marine]] haben folgende Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;NHIndustries NH90-NTH Sea Lion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:[[Search and Rescue|Such- und Rettungsdienst]]&lt;br /&gt;
:Bekämpfung von Überwasserzielen mit [[Maschinengewehr]]en&lt;br /&gt;
:Transport von Personal und Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:P3 Orion (52362355639).jpg|mini|P-3C &amp;#039;&amp;#039;Orion&amp;#039;&amp;#039; der deutschen Marineflieger, 2022]]&lt;br /&gt;
; Westland Sea Lynx Mk.88A&lt;br /&gt;
:Seeraumüberwachung und [[Ortung]] mit [[Radar]] und [[Sonar]]&lt;br /&gt;
:Bekämpfung von Überwasserzielen mit [[Lenkflugkörper|Flugkörpern]] und [[Maschinengewehr]]en&lt;br /&gt;
:Bekämpfung von U-Booten mit Torpedos&lt;br /&gt;
:Transport von Personal und Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Lockheed P-3C&lt;br /&gt;
:Seeraumüberwachung und Ortung mit Radar, elektronischen Aufklärungsgeräten und Sonarbojen&lt;br /&gt;
:Bekämpfung von [[U-Boot]]en mit Torpedos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Dornier 228-212 LM/Dornier 228NG LM&lt;br /&gt;
:Überwachung von Seeverschmutzung in Nord- und Ostsee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Österreichische Marine#k.u.k. Seeflieger|k.u.k. Seeflieger]], Marineflieger in Österreich-Ungarn&lt;br /&gt;
* [[Fleet Air Arm]], Marineflieger der britischen Marine&lt;br /&gt;
* [[Aéronavale]], Marineflieger der französischen Marine&lt;br /&gt;
* [[Aviazione Navale]], Marineflieger der italienischen Marine&lt;br /&gt;
* [[Russische Seefliegerkräfte|Russische Marineflieger]]&lt;br /&gt;
* [[Armada Española#Marineflieger|Flotilla de Aeronaves de la Armada]], Marineflieger der spanischen Marine&lt;br /&gt;
* [[Liste aktiver Flugzeugträger]]&lt;br /&gt;
* [[Liste historischer Flugzeugträger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jörg Duppler]] (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Marineflieger. Von der Marineluftschiffabteilung zur Marinefliegerdivision&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. vom [[Deutsches Maritimes Institut|Deutschen Maritimen Institut]], Mittler, Herford u.&amp;amp;nbsp;a. 1988, ISBN 3-8132-0295-X.&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=[[Heinrich Walle]], Deutsches Maritimes Institut|Titel=100 Jahre Marineflieger|Verlag=Mittler|Ort=Hamburg, Berlin, Bonn|Jahr=2013|ISBN=978-3-8132-0947-1}}&lt;br /&gt;
* Hans-Jörg Detlefsen: &amp;#039;&amp;#039;Ein Jahr Marinefliegerkommando. Rolle vorwärts statt Rolle rückwärts&amp;#039;&amp;#039;. [[Marineforum]] 4-2014, S. 4–8.&lt;br /&gt;
* Ulf Kaack: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Marineflieger 1913 bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Motorbuch, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-613-04354-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Naval aviation|Marineflieger}}&lt;br /&gt;
* [http://www.marine.de/01DB070000000001/CurrentBaseLink/W26V3JFE295INFODE Marinefliegergeschwader 3 und 5]&lt;br /&gt;
* [http://www.aeronauticum.de/ Marinefliegermuseum Aeronauticum]&lt;br /&gt;
* [http://www.seeflieger.de Geschichte und Literatur zu dt. Seeflieger]&lt;br /&gt;
* [http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/lw/seeflieger-verluste.htm# Verluste der Seefliegerverbände, Januar – Juni 1940]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4129843-3|REMARK=Ansetzungsform GND: „Marineluftwaffe“.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Truppengattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marineflieger| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ambross07</name></author>
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