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	<title>Marine-Brigade Ehrhardt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Goesseln: /* Entstehung und Gliederung der Formation */</title>
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		<updated>2026-02-26T22:31:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entstehung und Gliederung der Formation&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-R16976, Kapp-Putsch, Berlin.jpg|mini|Angehörige der Marinebrigade Ehrhardt am 13. März 1920 während des Kapp-Putsches in Berlin]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marine-Brigade Ehrhardt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Brigade Ehrhardt&amp;#039;&amp;#039; genannt, war ein [[Freikorps]] der Zeit nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], das am 17. Februar 1919 als &amp;#039;&amp;#039;2. Marine-Brigade&amp;#039;&amp;#039; in [[Wilhelmshaven]] aus Angehörigen der ehemaligen [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]] – überwiegend [[Offizier]]en und [[Deckoffizier]]en – unter der Führung von [[Korvettenkapitän]] [[Hermann Ehrhardt]] aufgestellt wurde. Die Marinebrigade wurde vor allem bei der Niederschlagung der [[Münchner Räterepublik]] sowie beim „[[Grenzschutz Ost]]“ gegen die [[Aufstände in Oberschlesien]] eingesetzt. Angesichts ihrer bevorstehenden Auflösung gehörte die Marinebrigade im März 1920 zu den wesentlichen Trägern des [[Kapp-Putsch]]es und besetzte [[Berlin]]. Ehemalige Angehörige der im April 1920 aufgelösten Brigade bildeten unter der Führung Hermann Ehrhardts die Geheimorganisation [[Organisation Consul]], die zahlreiche Attentate und Morde verübte, um die [[Weimarer Republik]] zu stürzen, etwa die Attentate auf [[Walther Rathenau]] und [[Matthias Erzberger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Gliederung der Formation ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Tröbst Brigade Ehrhardt 1920.jpg|thumb|hochkant|Ausweis der II. Marine-Brigade für Hauptmann [[Hans Tröbst]] (1920)]]&lt;br /&gt;
In Wilhelmshaven hatte sich während der [[Novemberrevolution]] am 11. November 1918 ein [[Arbeiter- und Soldatenrat]] gebildet, der die vollziehende Gewalt übernahm. Am 7. November wurde als Exekutivgremium ein 21-er Rat gegründet, als dessen Vorsitzender [[Bernhard Kuhnt]] fungierte. Er war am 11. November an der Ausrufung des [[Freistaat Oldenburg|Freistaates Oldenburg]] beteiligt und wurde sogar der erste Präsident dieses Landes, das nach Wahlen am 19. Januar von der [[Mehrheitssozialdemokratische Partei Deutschlands|Mehrheitssozialdemokratischen Partei Deutschlands]] und bürgerlichen Parteien regiert wurde. Trotzdem trat Kuhnt der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] bei und hatte zusammen mit dem von der USPD beherrschten 21-er Rat in Wilhelmshaven offensichtlich Sympathien für einen drohenden kommunistischen Umsturz. Diesen führten am 27. Januar Bremer Kommunisten mit Wilhelmshavener Genossen aus. Die Putschisten eroberten wichtige Gebäude der Stadt Wilhelmshaven und raubten aus der Reichsbankfiliale 40.000 [[Reichsmark]]. Sie erklärten Wilhelmshaven zur sozialistischen [[Räterepublik]]. Als die Putschisten vereinzelt auf Widerstand stießen, verschanzten sie sich in der [[1000-Mann-Kaserne (Wilhelmshaven)|1000-Mann Kaserne]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Die Brigade Ehrhardt.&amp;#039;&amp;#039; Leibniz-Verlag, Hamburg 1971, ISBN 3-87473-003-4, S. 24f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mittlerweile hatten sich viele Bürger vor dem Tagungsort des 21-er Rates versammelt und die Beendigung des Putsches gefordert. Der 21-er Rat versprach zwar, Maßnahmen gegen die Verschanzten zu ergreifen, verhielt sich allerdings zurückhaltend, um eine unblutige Kapitulation zu erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Die Brigade Ehrhardt.&amp;#039;&amp;#039; Leibniz-Verlag, Hamburg 1971, ISBN 3-87473-003-4, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Inzwischen hatten sich etwa 300 Offiziere und Berufssoldaten der früheren [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]] unter Beteiligung von Korvettenkapitän Hermann Ehrhardt zusammengefunden, die sich gewaltsam bewaffneten und zum Sturm auf die Kaserne ansetzten. Sie beschossen die Kaserne mit Geschützen und Maschinengewehren. Morgens am 28. Januar ergaben sich die 400 Putschisten. Bei der Erstürmung gab es acht Tote und viele Verletzte. Der 21-er Rat war durch seine Tatenlosigkeit und die Duldung des Putsches kompromittiert. Sein Vorsitzender Kuhnt flüchtete und wurde noch am gleichen Tag verhaftet. Der „Sturm auf die 1000-Mann Kaserne“ galt der Brigade später als ihre Geburtsstunde.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Die Brigade Ehrhardt.&amp;#039;&amp;#039; Leibniz-Verlag, Hamburg 1971, ISBN 3-87473-003-4, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reichsregierung, beunruhigt durch gleichzeitige Putsche in Bremen und anderen Städten, schickte am 20. Februar einen Teil der Division Gerstenberg nach Wilhelmshaven, die Anfang Februar schon die [[Bremer Räterepublik]] beseitigt hatte. Das Landesschützenkorps [[Dietrich von Roeder|Röder]] übernahm zusammen mit dem sozialdemokratischen Reichskommissar [[Paul Hug (Politiker, 1857)|Paul Hug]] die Macht und löste den Arbeiter- und Soldatenrat auf und entwaffnete das Arbeiterbataillon.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Die Brigade Ehrhardt.&amp;#039;&amp;#039; Leibniz-Verlag, Hamburg 1971, ISBN 3-87473-003-4, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon vorher hatte die Reichsregierung beschlossen, zur Bekämpfung von Räterepubliken freiwillige Truppen in Wilhelmshaven aufzustellen. Der Grund dafür war, dass Wilhelmshaven als Reichskriegshafen voller Soldaten war und dass viele Soldaten dort gegen linksradikale Bestrebungen eingestellt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Februar 1919 erschien in der mehrheitssozialistisch eingestellten Tageszeitung Wilhelmshaven &amp;#039;&amp;#039;Die Republik&amp;#039;&amp;#039; ein Anzeige mit dem auszugsweisen Text:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Aufruf zur Bildung einer Regierungstruppe in Wilhelmshaven. Die Reichsregierung hat mir den Befehl erteilt, in Wilhelmshaven eine Regierungstruppe zu bilden, die der Regierung direkt unterstehend, dieser für den Grenzschutz Ost zur Verfügung steht. […] unterzeichnet vom Leiter der Marinestation Nordsee Michelsen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anzeige erschien häufiger. In späteren Anzeigen wurde als Aufgabe auch &amp;#039;&amp;#039;die Verhütung innerer Unruhen&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Die Brigade Ehrhardt.&amp;#039;&amp;#039; Leibniz-Verlag, Hamburg 1971, ISBN 3-87473-003-4, S. 19ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für diese Truppe fanden sich vor allem ehemalige Marineangehörige. Am 17. Februar 1919 erhielt Ehrhardt den Auftrag, diese Truppe unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;2. Marinebrigade Wilhelmshaven&amp;#039;&amp;#039; zusammenzustellen. Damit konnte er bestimmen, welche politische Ausrichtung die Mitglieder seiner Brigade hatten. Die Brigade sollte eine mobile Einheit sein und reichsweit bei Aufständen eingesetzt werden. Ab dem 24. März unterstand die Marinebrigade Wilhelmshaven dem [[Garde-Kavallerie-Schützen-Korps]] unter Generalleutnant von Hofmann und bildete so einen Teil der Division von Lettow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beide folgende Absätze sind nicht ausreichend referenziert, da Literatur aus NS-Zeit.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Brigade bestand zunächst nur aus vier infanteristischen Kompanien mit insgesamt 367 Mann. Im Zuge des weiteren Aufwuchses und der Aufstellung neuer Einheiten gliederte sich die [[Brigade]] seit ihrer Verlegung nach [[Jüterbog]] am 30. März 1919 in das 3. und 4. Marine-Regiment sowie einen Brigade-Stab ([[Erster Generalstabsoffizier|Ia]] war Hauptmann i.&amp;amp;nbsp;G. Kempt). Das 3. Marine-Regiment (Korvettenkapitän Lambert Werber) verfügte über sechs Infanterie-Kompanien, wobei die 1. Kompanie mit Deckoffizieren, die 2. Kompanie mit Ingenieursaspiranten und die 3. Kompanie mit Unteroffizieren aufgefüllt wurden. Die anderen Kompanien wurden mit Mannschaftsdienstgraden aufgestellt. Außerdem war dem Regiment die so genannte Sturm-Kompanie, die mit Offizieren, Fähnrichen und Kadetten aufgestellt wurde, unterstellt. Das 4. Marine-Regiment (Major von Puttkammer) verfügte neben sechs Infanterie-Kompanien über eine Maschinengewehr-Kompanie, eine Pionier-Kompanie sowie eine Batterie mit 7,7-cm-Feldkanonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Verlegung nach München am 29. April 1919 hatte die 2. Marine-Brigade Wilhelmshaven folgende Gliederung eingenommen: Brigade-Stab, Marine-Regiment 3 mit I. und II. Bataillon, Marine-Regiment 4 mit I. und II. Bataillon, Kompanie &amp;#039;&amp;#039;Wilhelmshaven&amp;#039;&amp;#039;, Sturm-Kompanie, Minenwerfer-Kompanie mit zwei mittleren und sechs leichten Minenwerfern, Pionier-Kompanie, Flammenwerfer-Zug, 1. Batterie mit vier 7,7-cm-Feldkanonen und 2. Batterie mit vier leichten Feldhaubitzen und 12 schweren Maschinengewehren. Die Stärke der Brigade betrug zu diesem Zeitpunkt etwa 1500 Mann.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Niederwerfung der Räteherrschaft in Bayern 1919&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1939, S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Uniformierung, Abzeichen und Feldzeichen ==&lt;br /&gt;
Die Angehörigen der Marine-Brigade trugen die feldgraue Uniform der [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|Alten Armee]], wobei die Sturm-Kompanie einheitlich Mannschaftsuniform ohne Dienstgradabzeichen hatte. Am Kragen der Feldbluse war der Gardestern mit Anker angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab etwa Februar 1919 trugen die Angehörigen der Marine-Brigade als besonderes Abzeichen&amp;lt;ref&amp;gt;K.G. Klietmann: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der deutschen Freiwilligen Formationen 1918–1923. 2. Marine-Brigade Wilhelmshaven Marine-Brigade Ehrhardt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Feldgrau&amp;#039;&amp;#039;, 16.&amp;amp;nbsp;Jg. 1968, S.&amp;amp;nbsp;78&amp;amp;nbsp;ff., hier S.&amp;amp;nbsp;82&amp;amp;nbsp;ff.; Charles Woolley: German Uniforms, Insignia &amp;amp; Equipment 1918-1923. Freikorps-Reichswehr-Vehicles-Weapons, Atglen 2002, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf dem linken Oberarm das Sonderabzeichen der 2. Marine-Brigade Wilhelmshaven. Das Abzeichen bestand aus silberfarbenem Weißblech und zeigt innerhalb eines eiförmig gelegten Taues ein auf Wellen segelndes Wikingerschiff mit einem einzelnen Mann am Steuer. Das Wasser ist nach unten durch eine ornamentierte Schrifttafel mit der Aufschrift „Wilhelmshaven“ in Frakturschrift abgeschlossen. Darunter in quer schraffiertem Grunde zwei mit Bändchen gebundene Eichenbrüche, die aus drei Blättern mit einer Eichel bestehen. Nach Auflösung der Brigade führten Nachfolgeorganisationen das Abzeichen in abgewandelter Form weiter; der Schriftzug „Wilhelmshaven“ wurde durch die Inschrift „Ehrhardt“ ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Feldzeichen führte die Sturm-Kompanie und jedes Bataillon der Marine-Brigade die kaiserliche [[Reichskriegsflagge]].&lt;br /&gt;
Ab etwa Oktober 1919 schmückten sich die Mitglieder der Brigade mit [[Judenfeindlichkeit|antisemitischen]] Kennzeichen. So führten sie bei der Rückkehr von den Einsätzen gegen die [[Aufstände in Oberschlesien|Aufständischen in Oberschlesien]] das [[Hakenkreuz]] an ihrem Helm.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Die Brigade Ehrhardt.&amp;#039;&amp;#039;  Hamburg 1971, ISBN 3-87473-003-4, Seite 34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsätze ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 119-1983-0012, Kapp-Putsch, Marienbrigade Erhardt in Berlin.jpg|mini|Marine-Brigade Ehrhardt während des Kapp-Putsches 1920 in Berlin]]&lt;br /&gt;
Der erste Einsatz führte die Brigade am 17. April 1919 nach [[Braunschweig]], wo sie zusammen mit anderen Einheiten des Freikorps [[Georg Ludwig Rudolf Maercker|Maercker]] den [[Novemberrevolution in Braunschweig|Versuch der Errichtung einer Räterepublik]] vereitelte. Von dort wurde die Brigade nach [[Ohrdruf]] in [[Thüringen]] verlegt, wo sie für den Kampf gegen die [[Münchner Räterepublik]] bereitgehalten wurde. Der eigenmächtige und voreilige Vorstoß der Brigade nach [[München]] führte zu erbitterten Straßenkämpfen, in denen der Arbeiteraufstand schließlich niedergeschlagen wurde. In diesen Kämpfen ließen mehr als 1000 Kämpfer ihr Leben; außerdem wurden rund 800 Männer und Frauen arrestiert und hingerichtet. Das brutale Vorgehen des Freikorps in den Straßenkämpfen, einschließlich der Misshandlung und Erschießung von Verhafteten sowie von Plünderungen, verdeutlicht die zunehmende Verselbständigung der Freikorps-Bewegung im Kampf gegen die Revolutionäre. Seit Sommer 1919 dachte man daher in der Marineführung über die Auflösung der Brigade nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1919 wurde die Brigade in [[Oberschlesien]] stationiert, bevor sie im November 1919 in das [[Truppenübungsplatz Döberitz|Lager Döberitz]] in der Nähe [[Berlin]]s verlegt wurde. Im März 1920 erging der Befehl, die Brigade Ehrhardt aufzulösen. Ihre Führer – entschlossen, sich der Auflösung zu widersetzen – appellierten an [[Reichswehr]]-General [[Walther von Lüttwitz]] in Berlin. Lüttwitz, einer der Organisatoren der Freikorps in den Jahren 1918 und 1919 und ein glühender [[Monarchist]], wandte sich an Reichspräsident [[Friedrich Ebert]] und Reichswehrminister [[Gustav Noske]], um die Auflösung zu stoppen. Als Ebert dies ablehnte, befahl Lüttwitz der Brigade, nach Berlin zu marschieren. In der Nacht vom 12. März auf den 13. März 1920 marschierte die Brigade nach Berlin und besetzte während des [[Kapp-Putsch]]es 1920 mit etwa 2000 bis 6000 Mann das Regierungsviertel.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Vasold: &amp;#039;&amp;#039;Ehrhardt, Hermann, Freikorpsführer&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Benz]], [[Hermann Graml]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 1988, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des Putsches baute Vizekanzler [[Eugen Schiffer]] Lüttwitz, Ehrhardt und Kapp „Goldene Brücken“, um diese zu einer friedlichen Aufgabe zu bewegen. Der neue Reichswehrchef [[Hans von Seeckt|Seeckt]] sprach in einem Tagesbefehl vom 18. März lobend über die Disziplin der Brigade und sicherte Ehrhardt am nächsten Tag schriftlich Schutz vor Verhaftung zu. Erst daraufhin marschierte die Brigade aus Berlin ab, mit Gesang und fliegenden Fahnen, wie sie einmarschiert war. Als am [[Brandenburger Tor]] aus einer unfreundlichen Menschenansammlung Buhrufe laut wurden, feuerten sie kurzentschlossen mit Maschinengewehren in die Menge hinein.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Haffner: &amp;#039;&amp;#039;Die Verratene Revolution 1918/1918&amp;#039;&amp;#039;, Scherz Verlag 1969, Seiten 207 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwölf Tote und dreißig Schwerverletzte blieben zurück auf dem Pflaster des [[Pariser Platz]]es.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Die Brigade Ehrhardt.&amp;#039;&amp;#039; Leibniz-Verlag, Hamburg 1971, ISBN 3-87473-003-4, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. April 1920 wurde die Brigade Ehrhardt auf dem [[Truppenübungsplatz Munster]] offiziell aufgelöst. Ein Großteil wurde als „zuverlässige Kader“ in die [[Reichsmarine]] übernommen, der Rest ging in den Untergrund und lebte unter verschiedenen Deckmänteln weiter, darunter dem „Bund ehemaliger Ehrhardt-Offiziere“, der „[[Organisation Consul]]“, dem [[Bund Wiking]] und dem „Sportverein Olympia“, bis sie endgültig von der Bildfläche verschwanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Ehrhardt-Lied ==&lt;br /&gt;
Als die Truppe 1920 wegen der Beteiligung bei dem Kapp-Putsch in Munsterlager demobilisiert wurde, dichtete ein Brigadeangehöriger ein Lied, das als Ehrhardt-Lied bekannt wurde. Es wurde überall dort gesungen, wo man eine republikfeindliche Haltung vom nationalen Standpunkt demonstrieren wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Die Brigade Ehrhardt.&amp;#039;&amp;#039; Leibniz-Verlag, Hamburg 1971, ISBN 3-87473-003-4, S. 130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Mitglieder ==&lt;br /&gt;
Bekannte Mitglieder der Brigade und ihre späteren Dienstgrade bzw. Positionen waren u.&amp;amp;nbsp;a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kurt Blome]] (1894–1969), Offizier, Medizinstudent und Assistenzarzt&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Bonte]] (1896–1940), Kommodore&lt;br /&gt;
* [[Günther Brandt (Mediziner)|Günther Brandt]] (1898–1973), Korvettenkapitän der Reserve&lt;br /&gt;
* [[Franz Breithaupt]] (1880–1945), SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS&lt;br /&gt;
* [[Karl-Friedrich Brill]] (1898–1943), Fregattenkapitän der Reserve&lt;br /&gt;
* [[Werner von Fichte]] (1896–1955), SA-Obergruppenführer&lt;br /&gt;
* [[Hermann Fischer (Attentäter)|Hermann Fischer]] (1896–1922), Rathenaumörder&lt;br /&gt;
* [[Bruno Fortmann]] (1894–1970), Mediziner und Rassenhygieniker&lt;br /&gt;
* [[Thomas Girgensohn]] (1898–1973), SA-Gruppenführer&lt;br /&gt;
* [[Eberhard Godt]] (1900–1995), Konteradmiral&lt;br /&gt;
* [[Curt von Gottberg]] (1896–1945), SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS und Polizei&lt;br /&gt;
* [[Erik Hansen (General)|Erik Hansen]] (1889–1967), General der Kavallerie&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Wilhelm Heinz]] (1899–1968), Journalist und Nachrichtendienstler, später Widerständler gegen das NS-Regime&lt;br /&gt;
* [[Ludolf von Hohnhorst]] (1899–1978), Konteradmiral&lt;br /&gt;
* [[Günther Horstmann]] (1894–1993), Konteradmiral&lt;br /&gt;
* [[Dietrich von Jagow]] (1892–1945), SA-Obergruppenführer&lt;br /&gt;
* [[Helmuth Johnsen]] (1891–1947), Bischof&lt;br /&gt;
* [[Karl Kaufmann (Gauleiter)|Karl Kaufmann]] (1900–1969), Reichstagsabgeordneter, [[Gauleiter]] von [[Hamburg]]&lt;br /&gt;
* [[Werner Kempf (General)|Werner Kempf]] (1886–1964), General der Panzertruppe&lt;br /&gt;
* [[Erwin Kern (Attentäter)|Erwin Kern]] (1898–1922), Rathenaumörder&lt;br /&gt;
* [[Manfred von Killinger]] (1886–1944), SA-Obergruppenführer&lt;br /&gt;
* [[Gustav Kleikamp]] (1896–1952), Vizeadmiral&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Wilhelm Krüger]] (1894–1945), SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS&lt;br /&gt;
* [[Franz-Maria Liedig]] (1900–1967), Adjutant von [[Hermann Ehrhardt]] (1881–1971), später Widerständler gegen das NS-Regime&lt;br /&gt;
* [[Eugen Lindau]] (1883–1960), Admiral z.V.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Lucht (Admiral)|Ernst Lucht]] (1896–1975), Konteradmiral&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Petersen (Maler)|Wilhelm Petersen]] (1900–1987), [[Kunst im Nationalsozialismus|NS-Kunstmaler]]&lt;br /&gt;
* [[Hartmut Plaas]] (1899–1944), Publizist&lt;br /&gt;
* [[Karl-Jesko von Puttkamer]] (1900–1981), Konteradmiral&lt;br /&gt;
* [[Ernst von Salomon]] (1902–1972), Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Bruno Sattler]] (1898–1972), [[SS-Sturmbannführer]], Referatsleiter im [[RSHA]] und Gestapo-Chef von [[Belgrad]]&lt;br /&gt;
* [[Otto Schniewind (Admiral)|Otto Schniewind]] (1887–1964), [[Generaladmiral]]&lt;br /&gt;
* [[Julius Schreck]] (1898–1936), SS-Ehrenführer&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schulz (Attentäter)|Heinrich Schulz]] (1893–1979), Attentäter auf Erzberger&lt;br /&gt;
* [[Karl Schulz (Politiker, 1905)|Karl Schulz]] (1905–1989), Reichstagsabgeordneter, Oberstleutnant, SS-Obersturmbannführer, Einsatzleiter Ghetto Litzmannstadt&lt;br /&gt;
* [[Martin Seidel (Politiker)|Martin Seidel]] (1898–1945), Reichstagsabgeordneter&lt;br /&gt;
* [[Hermann Souchon]] (1895–1982), Leutnant zur See, mutmaßlicher Mörder [[Rosa Luxemburg]]s&lt;br /&gt;
* [[Theodor Spieß]]  (1890–1962), Generalleutnant (Luftwaffe)&lt;br /&gt;
* [[Hans-Hubertus von Stosch]] (1889–1945), Vizeadmiral&lt;br /&gt;
* [[Ernst Werner Techow]] (1901–1945), Rathenaumörder&lt;br /&gt;
* [[Hans Gerd Techow]] (1905–1992), Publizist, Jurist und Verleger&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Tillessen]] (1894–1984), Erzbergermörder&lt;br /&gt;
* [[Karl Tillessen]] (1891–1979), Stellvertreter von [[Hermann Ehrhardt]] in der [[Organisation Consul]]&lt;br /&gt;
* [[Wolf von Trotha]] (1884–1946(?)), Vizeadmiral z.V.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Wegner]] (1900–1945), Mediziner und Politiker der NSDAP&lt;br /&gt;
* [[Hans-Heinrich Wurmbach]] (1891–1965), Admiral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmal ==&lt;br /&gt;
Ein Denkmal für die Gefallenen der Marine-Brigade Ehrhardt wurde im Juli 1921 auf [[Borkum]] enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[1. Marine-Brigade]]&lt;br /&gt;
* 3. Marine-Brigade, [[Marine-Brigade von Loewenfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gabriele Hoffmann (Schriftstellerin)|Gabriele Krüger]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.zeitgeschichte-hamburg.de/contao/files/fzh/Digitalisate/Gabriele%20Krueger%20Die%20Brigade%20Ehrhardt.pdf Die Brigade Ehrhardt].&amp;#039;&amp;#039; Leibniz-Verlag, Hamburg 1971, ISBN 3-87473-003-4. (Hamburger Beiträge zur Zeitgeschichte Band VII)&lt;br /&gt;
* [[Hagen Schulze]]: &amp;#039;&amp;#039;Freikorps und Republik 1918–1920.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Boldt, Boppard 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{HistLexBay|44457|link|[[Bruno Thoß]]|Brigade Ehrhardt, 1919/20}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Marinebrigade Ehrhardt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapp-Putsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paramilitärische Organisation (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsmarine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Irreguläre Truppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marineinfanterie (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1920]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Münchner Räterepublik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsterrorismus in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Goesseln</name></author>
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