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	<title>Marienwerkhaus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T22:19:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marienwerkhaus&amp;diff=1997669&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-03-20T07:55:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:HL Heute – Werkhaus DV.jpg|mini|Blick auf Marienwerkhaus von Süden (2009)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marienwerkhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Gebäude in der [[Lübecker Altstadt]]. Es dient heute als Gemeindehaus der [[Marienkirche (Lübeck)|Mariengemeinde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Altes Werkhaus ===&lt;br /&gt;
Der Sage nach hat das Alte Werkhaus schon als Back- und Brauhaus für die am Kirchenbau beteiligten Werksleute gedient. 1534 wird das Gewölbe unterhalb der nach der Kirchenseite gelegenen Glockenläuterwohnung als &amp;#039;&amp;#039;Bruwhuse&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Seit 1641 wurde es dem Organisten gleichzeitig mit der Vereinigung des Amtes des Werkmeisters der Kirche als Amtswohnung zugewiesen. Diese befand sich in dem an seinem Spitzbogengiebel kenntlichen Teil des Hauses. Die Wohnung war im ersten Stock direkt über eine Treppe über den [[Marienkirchhof (Lübeck)|Marienkirchhof]] zu erreichen. Davor lag sie in einer der Kirche gehörenden Wohnung in der [[Wahmstraße]] 62.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die holzverkleideten, zum Kirchhof gelegenen Bauteile stammten aus dem 17. Jahrhundert, 1708 musste das &amp;#039;&amp;#039;baufällige&amp;#039;&amp;#039; Werkhaus instand gesetzt und 1733 die &amp;#039;&amp;#039;neue Treppe zum Saal&amp;#039;&amp;#039; gebaut werden. Seit 1723 wurde von der eigentlich an der Burgkirche ansässigen St.-Leonhards-Bruderschaft jeden Sonnabend auf dem Marienkirchhof unterhalb des Werkhauses 28 &amp;#039;&amp;#039;Pröven&amp;#039;&amp;#039; (milde Gaben) an Arme ausgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1855 erhielt das Werkhaus [[Gasversorgung Lübeck|Gasbeleuchtung]]. Ab 1861 hielt der Kirchenvorstand seine Sitzungen im Hause (im &amp;#039;&amp;#039;Werksaal&amp;#039;&amp;#039;) ab. 1889 und 1895 mussten größere Teile des Daches erneuert werden. 1894 wurde eine Anlage zur Beheizung der Kirche im Keller hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem das Werkhaus über Jahrhunderte von vier Straßen umgeben zu einem Schandfleck &amp;#039;&amp;#039;zusammengeklebt&amp;#039;&amp;#039; worden war, wurde es im April 1903 abgebrochen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=&amp;quot;100&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; caption=&amp;quot;Altes Werkhaus und Baustelle&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Marienwerkhaus1865.jpg|Altes Werkhaus, Zeichnung von 1865&lt;br /&gt;
  HL Werkhaus – alt.jpg|Altes Werkhaus, Blick von Osten&lt;br /&gt;
  HL Werkhaus – SitzungssaalA.jpg|Musiksaal, gleichzeitig Sitzungszimmer des Kirchenvorstandes&lt;br /&gt;
  HL Werkhaus – Baustelle.jpg|Baustelle des Werkhauses von St. Marien&lt;br /&gt;
  HL Werkhaus – Baustellendurchblick.jpg|Durchblick vom Schüsselbuden über die Baustelle des Werkhauses auf die Marienkirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neues Werkhaus ===&lt;br /&gt;
Am 4. Juni 1903 fand die feierliche [[Grundsteinlegung]] für den Neubau statt. Eine Urkunde sowie ein Exemplar der &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtischen Blätter Nr. 16&amp;#039;&amp;#039; wurden in eine Hülse gegeben und in einem Pfeiler vermauert. Die Pläne zu dem Bau stammten von dem Architekten [[Willy Glogner]], dem zugleich die Bauleitung oblag. Am 29. März 1904 wurde das Neue Werkhaus durch eine Sitzung des Kirchenvorstandes und einen Besuch des Senates offiziell eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter der historistischen Fassade gestaltete Glogner ein nach den damals modernsten Maßstäben gebautes Haus. Im Inneren erlaubte eine Ständerbauweise ohne tragende Wände flexible Innengestaltung und nutzte den vorhandenen Raum maximal aus. Neben dem Keller für die Heizkessel der Kirche wurde ein multifunktionaler Raum geschaffen. Darüber hinaus entstanden mehrere Wohnungen im [[Souterrain]] mit drei Zimmern nebst allen Nebeneinrichtungen für Kirchenbeamte. Die Planungen gingen davon aus, dass das Haus nach 35 Jahren lastenfrei sein würde. Ein wichtiger Faktor dabei war die Schaffung eines großen Lager- und Ladenraums im [[Parterre (Architektur)|Hochparterre]], der über Jahrzehnte an die 1755 gegründete Tuchgroßhandlung [[Joachim Nikolaus Stolterfoht|J.&amp;amp;nbsp;N. Stolterfoht]] vermietet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den östlichen Abschluss des Erdgeschosses bildet ein Saal für Sitzungen, Chor und Konfirmandenunterricht, der heute &amp;#039;&amp;#039;Konfirmandensaal&amp;#039;&amp;#039; heißt und dessen Hauptschmuck das von Vorstandsmitglied Ferdinand Kayser gestiftete und von [[Willibald Leo von Lütgendorff-Leinburg]] geschaffene Gemälde &amp;#039;&amp;#039;Abendmahl&amp;#039;&amp;#039; ist. Im ersten Obergeschoss befanden sich 18 Büroräume, im zweiten Obergeschoss zwei Wohnungen mit je sechs Zimmern, das dritte Obergeschoss eine Wohnung mit drei Zimmern, Küche, Fremdenzimmer, der gemeinsamen Waschküche mit Trockenräumen. Ein zentraler [[Lichtschacht (Bautechnik)|Lichtschacht]] an der Südseite bringt Tageslicht bis in den Keller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundfläche umfasst 470 [[Quadratmeter|m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;]]. Die zum [[Schüsselbuden]] gelegene Front ist 15,60 m, die zur Kirche 32 m und die zum [[Weiter Krambuden|Weiten Krambuden]] 15,20 m breit. Die Architekturkritik lobt bis heute die &amp;#039;&amp;#039;maßstäbliche Einpassung und die handwerklich gediegene Ausführung&amp;#039;&amp;#039; des Baus.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Brix]]: &amp;#039;&amp;#039;Nürnberg und Lübeck im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; München: Prestel 1981, ISBN 3-7913-0526-3, S. 289&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurden jedoch der östliche und der westliche [[Treppengiebel]] vereinfacht und verloren ihre spitzen Abschlüsse.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=&amp;quot;100&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; caption=&amp;quot;Neues Werkhaus&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  HL Werkhaus – neuW.jpg|Neues Werkhaus von Westen (1904)&lt;br /&gt;
  HL Werkhaus – neuO.jpg|Neues Werkhaus von Osten (1904)&lt;br /&gt;
  Marienwerkhaus.JPG|Werkhaus von Osten (2006)&lt;br /&gt;
  HL Werkhaus – SitzungssaalN.jpg|Vorstands-, Chor- und Konfirmandensaal im Neuen Werkhaus (1904)&lt;br /&gt;
  HL Werkhaus – Abendmahl.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Abendmahl&amp;#039;&amp;#039; (1904)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Marienwerkhaus war eins der wenigen Gebäude im Umkreis der Marienkirche, die beim [[Luftangriff auf Lübeck am 29. März 1942]] nicht zerstört wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg und bis 2009 diente das Marienwerkhaus auch als [[Pfarrhaus|Pastorat]]. In den 1970er Jahren wurde die große Lager- und Verkaufsfläche im Hochparterre mit Mitteln der [[ARD-Fernsehlotterie]] für Zwecke der Gemeinde und zu einer [[Altentagesstätte]] umgebaut. Im Bürotrakt zum Schüsselbuden hin befindet sich das Zentralbüro der Lübecker Innenstadtkirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2006 führte der Kirchenvorstand der Marienkirche ein &amp;#039;&amp;#039;Kooperatives Gutachterverfahren&amp;#039;&amp;#039; unter sechs Architekturbüros durch, um Gestaltungsvorschläge für eine Bebauung des Marienkirchhofs westlich und nördlich der Marienkirche zu erhalten. Die Vorgabe an die beteiligten Architekten für ein neues, [[Barrierefreiheit|barrierefreies]] Gemeindezentrum schloss die Aufgabe des denkmalgeschützten Marienwerkhauses als Gemeindezentrum ein. Preisträger wurde [[Franz Riepl (Architekt)|Franz Riepl]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bauwelt.de/sixcms/media.php/829/10821894_3458543fa0.pdf |wayback=20101224181234 |text=&amp;#039;&amp;#039;Bauwelt&amp;#039;&amp;#039; 2007, Heft 3, S. 12–15 |archiv-bot=2018-12-04 03:52:32 InternetArchiveBot }} (PDF; 6,3&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu einer Realisierung kam es bisher nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewohner des Hauses ==&lt;br /&gt;
* [[Willy Glogner]], Architekt&lt;br /&gt;
* [[Titus Türk]], Konteradmiral in der Kaiserlichen Marine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Werkhaus wohnende Werkmeister/Organisten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:HLWerkhausMarker.JPG|mini|hochkant|Gedenktafel von 1935 für Tunder und Buxtehude an der Ostwand des Marienwerkhauses]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Tewes Koopmann, Werkmeister, lebte 1590&lt;br /&gt;
* Matthies Black, Werkmeister, lebte 1657&lt;br /&gt;
* [[Franz Tunder]], Werkmeister und Organist, lebte 1668&lt;br /&gt;
* [[Dieterich Buxtehude]], Werkmeister, † 9. Mai 1709&lt;br /&gt;
** dieser beherbergte hier [[Johann Sebastian Bach]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Christian Schieferdecker]], Werkmeister und Organist, † 7. März 1732&lt;br /&gt;
* [[Johann Paul Kunzen]], Werkmeister und Organist, † 20. März 1757&lt;br /&gt;
* [[Adolf Karl Kunzen]], Werkmeister und Organist, † 1773&lt;br /&gt;
* [[Johann Wilhelm Cornelius von Königslöw]], Werkmeister und Organist, † 14. Mai 1833&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Herrmann (Komponist)|Gottfried Herrmann]], Organist, resigniert 1845&lt;br /&gt;
* [[Hermann Jimmerthal]], Organist, † 17. September 1886&lt;br /&gt;
* [[Karl Lichtwark]], Organist bis 1929&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kirchenbücher&lt;br /&gt;
* Schröder’sches Verzeichnis der Bauwerke im [[Archiv der Hansestadt Lübeck]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Werkhaus von St. Marien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lübeckische Anzeigen|Vaterstädtische Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;; Nr. 16, Ausgabe vom 19. April 1903&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundsteinlegung zum Werkhause von St. Marien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter&amp;#039;&amp;#039;; Nr. 23, Ausgabe vom 7. Juni 1903&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das neue Kirchhaus von St. Marien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter&amp;#039;&amp;#039;; Nr. 15, Ausgabe vom 10. April 1904, S. 57–59&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=53/52/2.48/N|EW=10/41/3.36/E|type=landmark|region=DE-SH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Lübeck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neugotisches Bauwerk in Lübeck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lübecker Marienkirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Lübeck-Innere Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dieterich Buxtehude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkulturerbe Lübeck]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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