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	<title>Marie Torhorst - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T09:59:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marie_Torhorst&amp;diff=588543&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;René Thiemann: /* Tätigkeit in der DDR */ Vergangenheit. Überflüssige Abkürzungen entfernt.</title>
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		<updated>2025-11-13T13:09:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tätigkeit in der DDR: &lt;/span&gt; Vergangenheit. Überflüssige Abkürzungen entfernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Marie &amp;amp; Adelheid Torhorst.jpg|mini|Marie Torhorst (rechts) mit Schwester [[Adelheid Torhorst|Adelheid]], 1911]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Torhorst auf dem Friedhof Lehnitz.jpg|mini|Grabstelle auf dem Friedhof [[Lehnitz]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marie Torhorst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Dezember]] [[1888]] in [[Ledde]], [[Westfalen]]; † [[7. Mai]] [[1989]] in [[Ost-Berlin]]) war eine [[Deutschland|deutsche]] [[Politiker]]in ([[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]/[[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]) und [[Pädagoge|Pädagogin]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und erste berufliche Stationen ==&lt;br /&gt;
Marie Torhorst erwarb ihre Hochschulreife am Oberlyzeum und Lehrerinnenseminar [[Stift Keppel]] in Allenbach, studierte [[Geographie]], [[Mathematik]] und [[Physik]] an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität|Universität Bonn]] sowie [[Betriebswirtschaftslehre|Betriebs-]] und [[Volkswirtschaftslehre]] an der [[Universität zu Köln]]. In Bonn promovierte sie 1918 bei [[Hans Hahn]] zum Dr. phil.; ihre Dissertation trug den Titel „Über die Randmenge einfach-zusammenhängender ebener Gebiete“. Ein Ergebnis der Arbeit ist das Torhorst-Theorem.&amp;lt;ref&amp;gt;Lasse Rempe-Gillen: &amp;#039;&amp;#039;On prime ends and local connectivity&amp;#039;&amp;#039;. 2014 PDF 195 kB [https://arxiv.org/pdf/math/0309022.pdf]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach hatte sie als Anhängerin der sozialistischen Idee Schwierigkeiten, eine dauerhafte Anstellung zu finden. Nachdem sie nebenberuflich als Lehrerin in Bonn gearbeitet hatte, ließ sie sich zur Handelslehrerin weiterbilden und übernahm 1923 die Leitung einer privaten Handelsschule des Frauenerwerbs- und Ausbildungsvereins in [[Bremen]]. Mit gleichgesinnten Lehrerkollegen richtete Torhorst Abendkurse für Jugendliche ein, die man aus der [[Volksschule]] entlassen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Marie Torhorst trat 1928 der Allgemeinen Freien Lehrergewerkschaft Deutschlands sowie der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] bei, in der sie sich auf die Seite der internen Opposition schlug. Von 1929 bis 1933 unterrichtete Torhorst als Studienrätin an der von [[Fritz Karsen]] geleiteten [[Karl-Marx-Schule (Berlin-Neukölln)|Karl-Marx-Schule]] in Berlin-[[Berlin-Neukölln|Neukölln]], einer [[Reformpädagogik|reformpädagogisch]] geprägten [[Modellschule]], in der unter anderen auch begabte Arbeiterkinder das Abitur machen konnten.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Karl-Marx-Schule (Berlin-Neukölln)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Studienaufenthalt in der [[UdSSR]] 1932 hinterließ einen bleibenden Eindruck bei ihr. Schon länger am Schulsystem der Sowjetunion interessiert, stellte sie nun ihr politisches und erzieherisches Wirken auf die Basis der [[Marxismus-Leninismus|marxistisch-leninistischen]] Ideologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus arbeitete sie zunächst als Küchenhilfe und kaufmännische Angestellte. Im Herbst 1943 kam sie wegen des Versteckens eines jüdischen Kommunisten für einige Monate in ein [[Arbeitslager]] bei [[Watenstedt (Salzgitter)]]. Anschließend kehrte sie nach Berlin zurück und arbeitete im Archiv der Deutschen Gesellschaft für Betriebswirtschaft, dann bis Ende April 1945 bei der Betreuung deutscher Kriegsgefangener in der Reichsgruppe Handwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeit in der DDR ==&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] trat Torhorst zunächst in die [[KPD]] ein, nach der [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED]] 1946 war sie Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1947 leitete sie eine Abteilung im SED-Zentralsekretariat, dann wurde sie zur [[Thüringen|Thüringer]] [[Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport|Ministerin für Volksbildung]] berufen, womit sie zur ersten Ministerin in der ostdeutschen Kabinettsgeschichte wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.zeitlebenszeiten.de/html/marie_torhorst.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Amt übte sie von 1947 bis 1950 aus. Danach arbeitete sie kurzzeitig als politische Sekretärin in der [[Internationale Demokratische Frauenföderation|Internationalen Demokratischen Frauenföderation]] in Berlin. 1952 wurde sie Abteilungsleiterin für kulturelle Verbindung mit dem Ausland im Volksbildungsministerium. Von 1958 bis 1965 lehrte sie am [[Akademie der Pädagogischen Wissenschaften|Deutschen Pädagogischen Zentralinstitut]], ab 1962 auch als Professorin. Ehrenamtliche stellvertretende Vorsitzende des [[Demokratischer Frauenbund Deutschlands|Demokratischen Frauenbunds Deutschlands]] war sie 1957 bis 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 war Marie Torhorst unter dem Decknamen „Sofie“ Geheime Mitarbeiterin bzw. Geheime Informantin der Hauptabteilung V/4 der [[Ministerium für Staatssicherheit|Staatssicherheit der DDR]]. Ihre familiären Beziehungen in der Bundesrepublik Deutschland und häufige Reisen in das westliche Ausland waren dabei von besonderem Interesse. So gehörten zu den Personen, über die sie Berichte lieferte, ihr Cousin [[Rudolf Smend (Rechtswissenschaftler)|Rudolf Smend]] und [[Wolfgang Leonhardt]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Buschfort]]: &amp;#039;&amp;#039;Marie Torhorst – die erste deutsche Ministerin&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Andrea Gawrich]], Hans J. Lietzmann (Hrsg.): &amp;quot;Gute Politik&amp;quot; und ihre Zeit, Münster 2005, S. 246–255&amp;lt;/ref&amp;gt; 1986 äußerte sie zur [[Deutsche Teilung|Teilung Deutschlands]] und zur [[Innerdeutsche Grenze|innerdeutschen Grenze]]:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl-Heinz Günther (Schriftsteller)|Karl-Heinz Günther]] (Hrsg.), Marie Torhorst: &amp;#039;&amp;#039;Pfarrerstochter – Pädagogin – Kommunistin: aus dem Leben der Schwestern Adelheid und Marie Torhorst&amp;#039;&amp;#039;. Berlin, Dietz Verlag 1986, 151 S., 28 Abb., S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Am 13. August 1961 wurde unser [[antifaschistischer Schutzwall]] an der Staatsgrenze in Übereinstimmung mit den Staaten des Warschauer Vertrages errichtet. [...] Als [die westdeutschen Politiker] dagegen angehen wollten, stießen sie auf den unüberwindlichen Widerstand unserer [[Kampfgruppen der Arbeiterklasse|Kampfgruppen]] und aller bewaffneten Kräfte. Da es sich hier um eine Grenze zwischen dem sozialistischen und dem kapitalistischen Weltsystem handelt, muß sie besonders sorgfältig gesichert werden. Das geschieht seit vielen Jahren durch unsere [[Grenztruppen der DDR|Grenztruppen]] [...]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Torhorst wurde neben ihrer Schwester Adelheid auf dem Friedhof [[Lehnitz]], Breitscheidstraße 56 beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Marie Torhorst erhielt in der DDR zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1973 die Ehrenspange zum [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Gold,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neues Deutschland]], 6. Dezember 1973, S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt; 1978 den [[Karl-Marx-Orden]]&amp;lt;ref&amp;gt;Neues Deutschland, 25./26. Februar 1978, S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1988 den [[Stern der Völkerfreundschaft|Großen Stern der Völkerfreundschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Berliner Zeitung]], 8./9. Oktober 1988, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurde die 1982 gegründete [[Torhorst-Gesamtschule]] in Oranienburg nach ihr und ihrer Schwester Adelheid benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Der Vater Arnold Torhorst (1841–1909) war [[Protestantismus|protestantischer]] [[Pfarrer]] und verheiratet mit Luise Smend (1847–1923), das Paar hatte vier Söhne und drei Töchter. Marie Torhorst und ihre sechs Geschwister wuchsen in [[Ledde]] im [[Tecklenburger Land]] auf. Später lebte Marie Torhorst in enger Gemeinschaft mit ihrer Schwester [[Adelheid Torhorst]] (1884–1968); beide blieben unverheiratet und kinderlos. Marie war eine Tante von Käthe Hanna Luise Torhorst (1911–2019), Frau des [[Hasso von Boehmer]]. Ein Teil des auch die unterschiedlichen politischen Einstellungen beider Frauen darstellenden Briefwechsels zwischen Marie und Käthe aus der Zeit nach 1945 ist erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118810472}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Im [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]] unter „SAPMO SgY 30/0944“ und „DC 20 I/4/311“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Marie Torhorst: &amp;#039;&amp;#039;Pfarrerstochter – Pädagogin – Kommunistin: aus dem Leben der Schwestern Adelheid und Marie Torhorst&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von [[Karl-Heinz Günther (Schriftsteller)|Karl-Heinz Günther]], Berlin: Dietz Verlag 1986.&lt;br /&gt;
* Ihr Privatarchiv befindet sich in den Beständen der [[Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung]] (BBF) in Berlin.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=marie-torhorst|lemma=Torhorst, Marie|autor=Annette Vogt|band=2|idNum=3554}}&lt;br /&gt;
* Ursula Basikow und Karen Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Marie Torhorst 1888-1989&amp;#039;&amp;#039;.  In: &amp;#039;&amp;#039;Schulreform – Kontinuitäten und Brüche. Das Versuchsfeld Berlin-Neukölln.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: [[Gerd Radde]], Werner Korthaase, Rudolf Rogler und Udo Gößwald im Auftrag des Bezirksamts Neukölln, Abt. Volksbildung, Kunstamt, Band II: 1945 bis 1972, Opladen 1993, S. 240–243.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Post]], Volker Wahl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Thüringen-Handbuch – Territorium, Verfassung, Parlament, Regierung und Verwaltung in Thüringen 1920 bis 1995.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1999, ISBN 3-7400-0962-4, S. 634 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kultusminister von Thüringen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118810472|LCCN=nr/88/8976|VIAF=10642434}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Torhorst, Marie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DFD-Funktionärin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesminister (Thüringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Karl-Marx-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sterns der Völkerfreundschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hundertjähriger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Torhorst, Marie&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Politikerin (SPD, SED), MdV und Pädagogin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Dezember 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ledde]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Mai 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ost-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;René Thiemann</name></author>
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