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	<title>Marie Diers - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T15:03:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>176.1.150.0: Kategorie hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-04-29T07:47:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marie Diers&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Juni]] [[1867]] in [[Lübz]] als &amp;#039;&amp;#039;Marie Binde&amp;#039;&amp;#039;; † [[4. November]] [[1949]]&amp;lt;ref&amp;gt;Standesamt Sachsenhausen: Sterbeurkunde Nr. 28/1949. Verschiedene Quellen nennen fälschlicherweise den [[5. November]] [[1949]] als ihr Sterbedatum.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Sachsenhausen (Oranienburg)|Sachsenhausen]]) war eine deutsche [[Schriftstellerin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Die Tochter des mecklenburgischen Pastors Carl Binde (1833–1923) und der Maria Asmus absolvierte die Höhere Töchterschule in [[Neustrelitz]] und legte 1885 in [[Berlin]] das Lehrerinnenexamen ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jürgen Israel |Titel=Marie Diers - eine Erfolgsschriftstellerin in Sachsenhausen |Hrsg=Peter Walther |Sammelwerk=Die Dritte Front. Literatur in Brandenburg 1930-1950. |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Lukas Verlag |Ort=Berlin |Datum=2004 |Seiten=45-55 |ISBN=3-936872-25-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie arbeitete in den 1880er Jahren als Hauslehrerin auf der Grube Ilse bei [[Großräschen]]. 1892 heiratete sie den Buchhalter Hermann Diers.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Dann zog sie mit ihrem Mann nach Berlin, wo sie ab Ende des 19. Jahrhunderts als Schriftstellerin tätig war. In dieser Zeit wohnte sie in [[Berlin-Friedrichshagen]]. Laut einem Schriftstellerlexikon von 1898 begann Diers 1895 als Schriftstellerin tätig zu sein. Zuerst veröffentlichte sie Geschichten in Zeitschriften. In &amp;#039;&amp;#039;[[Kürschners Deutscher Literatur-Kalender|Kürschners Deutschem Literatur-Kalender]]&amp;#039;&amp;#039; tauchte sie erstmals 1902 auf, und zwar auch schon als Autorin von Romanen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Nachdem ihr Mann 1905 gestorben war, widmete sich die Alleinerziehende mit zwei Kindern beruflich nur noch der Schriftstellerei. Ihre annähernd 40 Romane handeln meist in ihrer Geburtsheimat Mecklenburg. Daneben schrieb sie u.&amp;amp;nbsp;a. auch für die &amp;#039;&amp;#039;[[Wartburgstimmen]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 trat sie der [[Deutschvölkische Partei|Deutschvölkischen Partei]], 1922 der [[Deutschnationale Volkspartei|Deutschnationalen Volkspartei]], zum 1. März 1930 schließlich der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 206.969).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/6240830&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war überzeugte Nationalsozialistin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee114&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 ermöglichte ihr der schriftstellerische Erfolg den Kauf eines Hauses in Sachsenhausen bei [[Oranienburg]], wo sie auch ein Haus für die Familie ihrer Tochter erwarb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In &amp;#039;&amp;#039;Kürschners Deutschem Literatur-Kalender&amp;#039;&amp;#039; ist sie 1932 bereits mit über 40 veröffentlichten Büchern verzeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Nach der „[[Machtergreifung]]“ durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] unterschrieb sie zusammen mit acht weiteren Frauen und 79 männlichen Schriftstellern das [[Gelöbnis treuester Gefolgschaft]] für [[Adolf Hitler]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee114&amp;quot; /&amp;gt; 1936 entstand unweit ihres Hauses das [[KZ Sachsenhausen]]. Diers selbst äußerte sich nie zum benachbarten KZ oder den Vorgängen dort. Am Ort des KZs entstand nach Ende des Zweiten Weltkrieges das [[Speziallager Sachsenhausen]], wo ihre Tochter am 8. Mai 1946 starb.&amp;lt;ref&amp;gt;Todesbuch Sachsenhausen&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Schwiegersohn kam bereits um den 1. Mai bei der Flucht aus Berlin um.&amp;lt;ref&amp;gt;Familienarchiv Diers&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Sohn war bereits im Ersten Weltkrieg gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Marie Diers enteignet;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee114&amp;quot; /&amp;gt; in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] wurden ihre Werke &amp;#039;&amp;#039;Franzosen im Land&amp;#039;&amp;#039; (1923), &amp;#039;&amp;#039;Freiheit und Brot&amp;#039;&amp;#039; (1933), &amp;#039;&amp;#039;Hinter uns, im Grau&amp;#039;n der Nächte&amp;amp;nbsp;…&amp;#039;&amp;#039; (1933) und &amp;#039;&amp;#039;Lat di nich ümsmieten&amp;#039;&amp;#039; (1925) auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt, 1953 folgte in der [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik]] &amp;#039;&amp;#039;Liebe den Sturm&amp;#039;&amp;#039; (1940).&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-d.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1948-nslit-d.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1953-nslit-d.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kürschners Deutscher Literatur-Kalender&amp;#039;&amp;#039; verzeichnet 1952 ihren Tod ohne genaue Datumsangabe. Viele ältere Quellen übernahmen die Angabe 1952 oder 1952&amp;amp;nbsp;(?) als Todesjahr. Eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen der Weimarer Republik war innerhalb weniger Jahre komplett in Vergessenheit geraten. Tatsächlich starb sie im November 1949 und wurde auf Gemeindekosten auf dem an ihr Grundstück angrenzenden Friedhof beigesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Grabstelle wurde Ende September 2022 mitsamt Grabstein vollständig entfernt. In ihrem damaligen Wohnhaus (Doppelhaushälfte) befindet sich heute eine [[Kindertagesstätte]], die beide Doppelhaushälften beansprucht und 2021 zusätzlich noch einen Anbau erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
[[Ernst Klee]] zählt Marie Diers zu den meistgelesenen Autorinnen ihrer Zeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee114&amp;quot; /&amp;gt; Sie schrieb Romane, in denen aufrechte, fleißige, ehrliche, christliche Menschen mit Schicksalsschlägen konfrontiert werden. Es gelingt ihnen mit Hilfe ihrer Tugenden, Härte gegen sich selbst und andere sowie Aufopferungsbereitschaft mit dem Schicksal umzugehen. Schicksalsschläge spielen eine besondere Rolle in Diers’ Werk und werden als solche nicht hinterfragt, sondern mit Arbeit angenommen und bewältigt. Die Romane durchzieht ein Motiv des Antifeudalismus sowie ein gefühlsmäßiger Antikapitalismus. Diers’ Helden entsprechen damit dem deutschnationalen und konservativen Selbstbild nach dem Verlust des Ersten Weltkriegs. Der oberflächliche Antikapitalismus und Antifeudalismus bot Anknüpfungspunkte für die nationalsozialistische Ideologie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diers’ Romane sind oft autobiographisch unterlegt. Dazu zählen ihre wichtigsten und einflussreichsten Bücher wie &amp;#039;&amp;#039;Die sieben Sorgen des Doktor Joost&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Die Brücke zum Olymp&amp;#039;&amp;#039;, in denen die Protagonisten nach plötzlichen Schicksalsschlägen Beruf und Kindererziehung allein zu vereinbaren haben. Ein anderes Motiv ist das der Künstlerin, die wie in &amp;#039;&amp;#039;Die Brücke zum Olymp&amp;#039;&amp;#039; von den Alltagspflichten und den Kindern immer wieder an der Kunst gehindert wird; sobald aber die Kinder außer Haus sind und sie Zeit für die Kunst hätte, wird diese flach und bedeutungslos. Auch in ihren essayistischen Schriften äußert sich Diers immer wieder gegen die reine Kunst und meint beispielsweise, dass Frauen, die studieren wollen, sich für das Leben dann als ungeeignet erwiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wer bist du?&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, Engelhorn, 1905. ([https://archive.org/details/diers-marie-1867-1949.-wer-bist-du-roman Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fritzchen. Die Geschichte einer Einsamen.&amp;#039;&amp;#039; Dresden, Max Seyfert, 1907. Neuauflage Hofenberg, Berlin 2020, ISBN 978-3-7437-3485-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der alte Timm und seine Nachbarn.&amp;#039;&amp;#039; Engelhorn, Stuttgart 1909. ([https://archive.org/details/diers-marie.-der-alte-timm Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Spießbürger.&amp;#039;&amp;#039; Dresden, Max Seyfert, 1910&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte einer wandernden Liebe.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, Engelhorn, 1911.([https://archive.org/details/diers-marie.-die-geschichte-einer-wandernden-liebe Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Feind und Erbe.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, Lehmann, 1913&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Du fremde Seele.&amp;#039;&amp;#039; Dresden, Max Seyfert, 1913&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Gauner.&amp;#039;&amp;#039; Dresden, Max Seyfert, 1914&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das allzu gute Herz.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, Engelhorn Nachf., 1915&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Gotthelfkinder.&amp;#039;&amp;#039; Dresden, Max Seyfert, 1916&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Witwenhof.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, Engelhorn, 1916&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die überflüssigen Töchter.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, Engelhorn, 1918&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die berühmte Frau.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, Engelhorn, 1920&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Doktorin vom Bullenberg.&amp;#039;&amp;#039; Dresden, Max Seyfert, 1921&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Herrgottschulze.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg, Deutsche Hausbücherei&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Männer von Oevel&amp;#039;&amp;#039;. Langensalza, Julius Beltz, 1921&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
In [[Berlin-Zehlendorf]] trug von 1937&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; bis 1945 die heutige Zinnowwald-Grundschule ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Pataky|1|153||Diers, Frau Marie|20009036156}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Diers, Marie&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Gudrun Wedel]]: &amp;#039;&amp;#039;Autobiographien von Frauen: ein Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Köln : Böhlau, 2010, S. 182f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116104058}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|232466033}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PER|diers,marie}}&lt;br /&gt;
* {{Litport|517|hist}}&lt;br /&gt;
* [http://www.addf-kassel.de/fileadmin/user_upload/Bestaende/NL-P-09_Diers_Findbuch.pdf Findbuch zum Nachlass Marie Diers] im Besitz der [[Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116104058|LCCN=no00019514|VIAF=118630846}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Diers, Marie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschvölkischen Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DNVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Oranienburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1867]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Diers, Marie&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Binde, Marie (früherer Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Schriftstellerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Juni 1867&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lübz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. November 1949&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sachsenhausen (Oranienburg)|Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>176.1.150.0</name></author>
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