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	<title>Marie-Joseph Lagrange - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T01:11:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marie-Joseph_Lagrange&amp;diff=593867&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Melchior2006: besser belegt</title>
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		<updated>2025-04-14T13:16:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;besser belegt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marie-Joseph Lagrange [[Dominikaner|OP]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. März]] [[1855]] in [[Bourg-en-Bresse]] als &amp;#039;&amp;#039;Albert Marie-Henri Lagrange&amp;#039;&amp;#039;; † [[10. März]] [[1938]] in [[Marseille]]) war ein französischer [[Dominikaner]] und Gründer der [[École biblique]] in [[Jerusalem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben == &lt;br /&gt;
Lagrange wuchs in einem bürgerlich-intellektuellen Milieu auf. Sein Vater näherte sich der &amp;#039;&amp;#039;[[Christdemokratie|démocratie chrétienne]]&amp;#039;&amp;#039; bereits in einer Epoche an, als der traditionelle Katholizismus in Frankreich der Republik noch überwiegend ablehnend gegenübertrat. Auch die Bemühungen des Papstes [[Leo XIII.]], zu einer Verständigung zu kommen (das so gen. &amp;#039;&amp;#039;[[Ralliement]]&amp;#039;&amp;#039;), fanden in Klerus und Volk noch wenig Anklang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der junge Albert Lagrange besuchte seit 1868 ein [[Bischöfliches Knabenseminar|Kleines Seminar]]. Neben einem starken Interesse für Theologie und Kirche zeigte sich auch eine Vorliebe für Archäologie, Geologie, Geschichte und die Wissenschaften überhaupt. Während sein Vater in ihm gern einen Notar gesehen hätte, zeigte sich doch bald eine geistliche Berufung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Seit 1872, zunächst während seiner Kurse an der [[Militärschule Saint-Cyr|Militärschule von Saint-Cyr]], lernte er die Dominikaner kennen. Der Vater Lagrange drängte seinen Sohn zum Studium der Rechtswissenschaften, die Albert bereits 1878, im Alter von 23 Jahren, mit dem Doktorat abschloss. Er trat dann in das Seminar von [[Issy-les-Moulineaux]] ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1877 vollzog Lagrange eine persönliche Umkehr, in deren Folge er 1879 das Noviziat bei den Dominikanern in [[Saint-Maximin-la-Sainte-Baume]] begann und den [[Ordensname|Ordensnamen]] Marie-Joseph annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde 1883 in [[Zamora (Spanien)|Zamora]] zum Priester geweiht. Während seiner Studien verbrachte er u.&amp;amp;nbsp;a. ein Jahr in [[Salamanca]], um Hebräisch zu lernen. Er unterrichtete dort und in [[Toulouse]] 1884–88 Kirchengeschichte und Philosophie. Er studierte aber 1888–90 auch ausgiebig alte Sprachen in Wien (insb. Arabisch und Altägyptisch), u.&amp;amp;nbsp;a. lernte er dort die &amp;quot;deutsche&amp;quot; Bibelexegese kennen. In Wien erreichte ihn 1889 der Auftrag, nach Jerusalem zu reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P. Marie-Joseph Lagrange (so der Ordensname) gründete 1890 die [[École biblique|École biblique et archéologique Française]] zu Jerusalem. Bereits seit 1882 hatte er in Kontakt mit dem [[Stephanskirche (Jerusalem)|Dominikaner-Konvent &amp;#039;&amp;#039;Saint-Etienne&amp;#039;&amp;#039;]] in Jerusalem gestanden. Im Jahre 1903 wurde er zum [[Konsultor]] der neu gegründeten [[Päpstliche Bibelkommission|päpstlichen Bibelkommission]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bibel „katholisch“ lesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wirken Lagrange führte ihn zu der Überzeugung, dass die [[Heilige Schrift]], gerade wenn man sie kritisch und wissenschaftlich bearbeitet, in wesentlichen Zügen sowohl die Geschichte Israels als auch Leben und Wirken Jesu insgesamt zuverlässig zum Ausdruck bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Erfolg der &amp;#039;&amp;#039;École biblique&amp;#039;&amp;#039; ist die berühmte [[Jerusalemer Bibel]], die in der katholischen Kirche weiteste Anerkennung gefunden hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Evangelien hat die Schule von Lagrange aber, gerade im Wege einer „&amp;#039;&amp;#039;critique de la critique&amp;#039;&amp;#039;“ (so [[Jean Guitton]]), etliche Hauptlinien kirchenamtlicher Tradition eher bestätigt. Lagrange sah das [[Heiliges Land|Heilige Land]] gleichsam als „fünftes Evangelium“ an, sogar als Evangelium, das die Evangelien mit historischer Genauigkeit bestätigt, geographisch und archäologisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besser als durch den alltäglichen Kontakt mit den Orten, die von den Ereignissen erzählen, die dort geschehen sind, ließen sich, so Lagrange, die Evangelien nicht erhellen. Nahezu sämtliche dieser Orte hat Lagrange gesucht und aufgefunden, während 50 intensiver Forschungsjahre. Die Verifikation ist ihm mit so erstaunlicher Präzision gelungen, dass nicht nur die Berichte des [[Matthäus (Evangelist)|Matthäus]] (der Zollpächter Levi und Apostel) und des [[Markus (Evangelist)|Markus]] (Dolmetscher Petri), sondern auch des [[Johannes (Apostel)|Johannes]] (Lieblingsjünger Jesu) und des [[Lukas (Evangelist)|Lukas]] (Mitarbeiter des Paulus, der traditionsgemäß die Gottesmutter Maria kannte) weitestgehend bestätigt erscheinen. Somit stellt das fortgesetzte Schaffen der &amp;#039;&amp;#039;École biblique&amp;#039;&amp;#039; eine (historisch und kritisch gestützte) Kritik an einer voreiligen, subjektiven so genannten &amp;#039;&amp;#039;Literarkritik&amp;#039;&amp;#039; der Bibel dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krise und Anerkennung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 wurde in den [[Acta Apostolicae Sedis]] ein Dekret der Konsistorialkongregation veröffentlicht, das alle Katholiken vor den Schriften Lagranges warnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Kurie gegen die Wissenschaft, in: Vossische Zeitung Nr. 1039, 18. September 1912, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Streit um den [[Modernismus (Katholizismus)|Modernismus]] wurde Lagrange im selben Jahr für ein Jahr aus Jerusalem abberufen, ohne jedoch förmlichen Lehrverurteilungen ausgesetzt gewesen zu sein. Mit großer Treue zur Kirche konnte er seine Forschungsarbeiten bis ins hohe Alter fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesundheitsbedingt kehrte der Wissenschaftler 1935 in das Kloster seines Noviziats in Südfrankreich zurück. Lagrange starb 1938 im [[Dominikanerkloster Saint-Maximin-la-Sainte-Baume|Konvent St. Maximin]]. Papst [[Johannes Paul II.]] hat 1988 den [[Seligsprechung]]sprozess eingeleitet. Der französische Philosoph [[Jean Guitton]] veröffentlichte 1992 ein auf Bitten des Papstes verfasstes Porträt des Pater Lagrange.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jean Guitton |Titel=Portrait du père Lagrange. Celui qui a réconcilié la science et la foi |Datum=1992 |Online=https://mj-lagrange.org/wp-content/uploads/2014/05/Avant-Propos-au-Portrait-du-p%C3%A8re-Lagrange-par-Jean-Guitton.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;M. Loisy et le modernisme&amp;#039;&amp;#039;, Paris 1932.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernard Montagnes: &amp;#039;&amp;#039;Marie-Joseph Lagrange. Une biographie critique.&amp;#039;&amp;#039; Paris 2004 (2006 ins Englische übersetzt: &amp;#039;&amp;#039;The Story of Father Marie-Joseph Lagrange: The Founder of Modern&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Catholic Biblical Studies&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*{{DNB-Portal|118984160}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118984160|LCCN=n/85/68039|VIAF=12344077}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lagrange, MarieJoseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dominikanerbruder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1855]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lagrange, Marie-Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lagrange, Albert Marie-Henri (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Dominikaner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. März 1855&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bourg-en-Bresse]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. März 1938&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Marseille]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Melchior2006</name></author>
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