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	<title>Maria Grollmuß - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T18:48:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maria_Grollmu%C3%9F&amp;diff=396213&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: Änderungen von ~2025-39715-06 (Diskussion) auf die letzte Version von Mautpreller zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-12-10T09:08:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-39715-06&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-39715-06&quot;&gt;~2025-39715-06&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2025-39715-06&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2025-39715-06 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Mautpreller&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Mautpreller (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Mautpreller&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Briefmarke Maria Grollmuß.jpg|mini|Maria Grollmuß auf einer Briefmarke der DDR (1959)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maria Karolina Elisabeth Grollmuß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (sorbisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marja Grólmusec&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) (* [[24. April]] [[1896]] in [[Leipzig]]; † [[6. August]] [[1944]] in [[Ravensbrück]]) war eine deutsche katholische [[Sorben|sorbische]] Publizistin und [[Sozialismus|sozialistische]] [[Widerstandskämpfer]]in gegen das NS-Regime.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Maria Grollmuß wurde am 24. April 1896 als Tochter des [[Promotion (Doktor)|promovierten]] [[Philologe]]n und Schuldirektors Johannes Grollmuß (sorbisch &amp;#039;&amp;#039;Jan Grólmus&amp;#039;&amp;#039;) in Leipzig geboren. Im Dezember 1917 beendete sie ihre Ausbildung am [[Hugo Gaudig|Gaudigschen]] [[Lehrerinnenseminar]] in Leipzig.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Gedan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das städtische Lehrerinnenseminar zu Leipzig. Gedenkschrift zur Feier des 25jährigen Bestehens&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1924, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre kurze Laufbahn als Volksschullehrerin an der Bürgerschule Leipzig-[[Reudnitz (Leipzig)|Reudnitz]] beendete sie mit der Ablegung der Wahlfähigkeitsprüfung. Anschließend absolvierte Maria Grollmuß ein philologisches und historisches Universitätsstudium in [[Berlin]] und Leipzig, das sie 1928 mit der Promotion über &amp;#039;&amp;#039;[[Joseph Görres]] und die Demokratie&amp;#039;&amp;#039; abschloss. Während der Zeit ihres Studiums gehörte sie zunächst dem [[Windthorstbund]] an,&amp;lt;ref&amp;gt;Elisabeth Prégardier, Anne Mohr: &amp;#039;&amp;#039;Briefe nach Radibor: Maria Grollmuß (1896–1944)&amp;#039;&amp;#039;. Plöger, Annweiler 2000, S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt; danach dem &amp;#039;&amp;#039;Sozialistischen Studentenbund&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das besondere Interesse von Maria Grollmuß galt dem politischen [[Journalismus]], und sie verfasste Beiträge für die dem linken Flügel der [[Zentrumspartei]] nahestehende &amp;#039;&amp;#039;Rhein-Mainische Volkszeitung&amp;#039;&amp;#039; und für die von [[Romano Guardini]] initiierte Zeitschrift „[[Die Schildgenossen]]“ der katholischen Jugendbewegung „[[Quickborn-Arbeitskreis|Quickborn]]“. Die berufliche Existenz von Maria Grollmuß ist von raschem Szenenwechsel und dem Mangel an Vertiefungsmöglichkeiten bestimmt.&lt;br /&gt;
Maria Grollmuß zeigte sich in ihrem vor allem sozial bestimmten politischen Engagement zwar gleich bleibend, in ihrer politischen Zuwendung jedoch schwankend. Nach einem parteipolitischen Start 1927 in der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] schloss sie sich 1929 der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] an, aus der sie im selben Jahr wieder ausgeschlossen wurde, weil sie die Bildung einer separaten kommunistischen Gewerkschaft ablehnte. Sie trat zur [[Kommunistische Partei-Opposition|Kommunistischen Partei-Opposition]] über, mit deren Minderheitsflügel um [[Paul Frölich (Kommunist)|Paul Frölich]] und [[Jacob Walcher]] sie sich 1932 der [[Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (1931)|Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands]] (SAPD) anschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;Elisabeth Prégardier, Anne Mohr: &amp;#039;&amp;#039;Briefe nach Radibor: Maria Grollmuß (1896–1944)&amp;#039;&amp;#039;. Plöger, Annweiler 2000, S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier gehörte sie zu den Unterstützern von Parteichef [[Max Seydewitz]] und optierte 1933 wie dieser nach dem von der Parteimehrheit abgelehnten Auflösungsbeschluss zu Gunsten der SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der NS-Machtübernahme 1933 leistete sie in enger Zusammenarbeit mit Seydewitz im Arbeitskreis &amp;#039;&amp;#039;[[Revolutionäre Sozialisten Deutschlands|Revolutionärer Sozialisten]]&amp;#039;&amp;#039; illegale politische Arbeit unter anderem als Unterstützerin politischer Gefangener, Transporteurin illegaler Literatur und als Fluchthelferin gefährdeter Genossen in die [[Tschechoslowakei]]. Hierbei wählte sie das in der [[Oberlausitz]] gelegene Dorf [[Radibor]], die Heimat des Vaters, zum Ausgangspunkt ihrer Aktionen. Dabei unterhielt sie Kontakte mit Widerstandsgruppen aus SPD, KPD und SAPD und zu dem österreichischen Sozialisten [[Otto Bauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Radwor – kěrchow 02.jpg|mini|Grabdenkmal auf dem Friedhof in Radibor]]&lt;br /&gt;
Bald kam es zur Denunziation. Maria Grollmuß wurde am 7. November 1934 gemeinsam mit ihrem Genossen [[Hermann Reinmuth]] verhaftet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lexi&amp;quot;&amp;gt;Peter Steinbach, Johannes Tuchel: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Widerstandes 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. C.H. Beck; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage 1998, ISBN 3-406-43861-X, S. 74f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurde zunächst in [[Dresden]] inhaftiert, vor dem [[Volksgerichtshof]] angeklagt, am 23. November 1935 zu sechs Jahren (Reinmuth zu sieben Jahren) Zuchthaus verurteilt und in [[Zuchthaus Waldheim|Waldheim]] eingekerkert.&amp;lt;ref&amp;gt;Elisabeth Prégardier, Anne Mohr: &amp;#039;&amp;#039;Briefe nach Radibor: Maria Grollmuß (1896–1944)&amp;#039;&amp;#039;. Plöger, Annweiler 2000, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Zeit ihrer Inhaftierung wandte sich Maria Grollmuß intensiv der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen]] Spiritualität mit ihrer besonderen Marienmystik zu, wie vor allem aus dem stark verschlüsselten Briefwechsel an ihre Schwester hervorgeht. Das [[NS-Regime]] hatte ihr – für die Zeit nach Verbüßung der Haft in Waldheim – Freiheit und Therapiemöglichkeiten ihrer schon bekannten Krebserkrankung angeboten, wenn sie einer Spitzeltätigkeit in der sorbischen Widerstandsbewegung nachgehen würde. Maria Grollmuß lehnte ab und wurde im Dezember 1940 ins [[KZ Ravensbrück|Frauenkonzentrationslager Ravensbrück]] bei [[Fürstenberg/Havel|Fürstenberg an der Havel]] überstellt. Hier konnte sie auf Grund ihrer Sprachkenntnisse vor allem gefangene Frauen aus Polen und der Tschechoslowakischen Republik unterstützen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lexi&amp;quot; /&amp;gt; Eine viel zu spät und unter unzumutbaren Bedingungen durchgeführte Tumoroperation führte am 6. August 1944 zum Tod. Ihre Urne wurde auf dem Radiborer Friedhof bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Radwor – Marja Grólmusec před šulu.jpg|mini|Grollmuß-Büste vor der nach ihr benannten Schule in [[Radibor]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Dr.-Maria-Grollmuß-Straße 2 Bautzen.JPG|mini|Gedenktafel in Bautzen]]&lt;br /&gt;
In der DDR wurde Maria Grollmuß als sorbische Antifaschistin und Widerstandskämpferin geehrt. Straßennamen in [[Bautzen]], [[Hoyerswerda]], [[Leipzig]] und mehreren Lausitzer Gemeinden, darunter [[Radibor]], erinnern an Grollmuß. In [[Schleife (Ort)|Schleife]] und Radibor sind Grund- und Oberschule nach ihr benannt. Vor der Schule befindet sich zudem ein Grollmuß-Denkmal, das seit April 2021 zu den [[Frauenorte Sachsen|Frauenorten in Sachsen]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.saechsische.de/bautzen/einweihung-gedenkstele-radibor-maria-grollmuss-radibor-landesfrauenrat-sachsen-farauenorte-5429288.html Infotafel erinnert an eine Unbequeme.]&amp;#039;&amp;#039; In: [[Sächsische Zeitung]], Ausgabe Bautzen, 23. April 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Frau und die junge Demokratie. Ein Bericht über Frau, Politik und Demokratie.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Marja Kubašec|Maria Kubasch]]: &amp;#039;&amp;#039;Maria Grollmuss. Für eine Zukunft echter Gemeinschaft&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Christ in der Welt&amp;#039;&amp;#039;, Heft 26). Union-Verlag, Berlin 1970.&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Prégardier]], Anne Mohr: &amp;#039;&amp;#039;Briefe nach Radibor: Maria Grollmuß (1896–1944). Aus dem Zuchthaus Waldheim und dem Konzentrationslager Ravensbrück&amp;#039;&amp;#039;. Plöger, Annweiler 2000, ISBN 3-924574-69-3.&lt;br /&gt;
* Gerd Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Maria Grollmuß (1896–1944) – Eine fast vergessene Grenzgängerin&amp;#039;&amp;#039;. In: [[JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung]], Jg. 2012, Heft III.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Birgit Sack]] |Titel=Maria Grollmuß 1896–1944 : Biografische Annäherung und Erinnerungsnarrative |Verlag=Wallstein |Ort=Göttingen |Datum=2023 |Sprache=de |ISBN=978-3-8353-5372-5}}&lt;br /&gt;
* [[Birgit Sack]]: Maria Grollmuß (1896–1944). In: [[Jürgen Aretz]], [[Rudolf Morsey]], [[Anton Rauscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern, Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Band 11, Aschendorff Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG, Münster 2004, ISBN 978-3-402-06112-1, S. 75–92. ([https://www.aschendorff-buchverlag.de/digibib/?digidownload&amp;amp;tid=17586 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* Birgit Sack: &amp;#039;&amp;#039;Maria Grollmuß 1896-1944&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2024, 644 S.&lt;br /&gt;
* [[Trudla Malinkowa]]: &amp;#039;&amp;#039;Sorbische Denkmale. Handbuch sorbischer Gedenk- und Erinnerungsstätten&amp;#039;&amp;#039;. Domowina Verlag, Bautzen 2022, ISBN 978-3-7420-2647-7, S. 25f., S. 60f., S. 160–162, S. 163–165, S. 339f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Marja Grólmusec|Maria Grollmuß}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118698044}}&lt;br /&gt;
* {{Säbi|Swen Steinberg|118698044|Grólmusec (Grollmuß), Marja (Maria Karoline Elisabeth)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118698044|LCCN=no2010032211|VIAF=806745}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grollmuss, Maria}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-O-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SAPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sorbe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Ravensbrück]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geehrte des Projekts Frauenorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Maćica Serbska]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Grollmuß, Maria&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Grollmuß, Maria Karoline Elisabeth (vollständiger Name); Grólmusec, Marja&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche katholische sorbische Publizistin und sozialistische Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. April 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. August 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ravensbrück]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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