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	<title>Maria Grevesmühl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T12:58:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-03T17:55:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maria Grevesmühl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1936]] in [[Bremen]]; † [[28. Oktober]] [[1996]] in Bremen) war eine [[Deutschland|deutsche]] [[Geiger (Musiker)|Geigerin]] und [[Hochschullehrer|Hochschuldozentin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Werdegang und Tätigkeiten ===&lt;br /&gt;
Maria Grevesmühl kam als jüngstes Kind des berühmten [[Konzertmeister]]s und Musikpädagogen [[Hermann Grevesmühl]] zur Welt und wuchs in wohlhabenden Verhältnissen auf. Über ihren Vater kam sie bereits früh mit dem [[Violine|Geigenspiel]] in Kontakt und erfuhr eine Ausbildung an diesem Instrument. Sie spielte – teilweise auch als Solistin – im Jugend-Kammerorchester ihres Vaters. Im Dezember 1952 lobte der &amp;#039;&amp;#039;[[Bremer Tageszeitungen|Weser-Kurier]]&amp;#039;&amp;#039; ihren Vortrag von [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozarts]] [[Violinkonzerte (Mozart)#Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219 (1775)|Violinkonzert Nr. 5 A-Dur]] und bescheinigte der damals 15-Jährigen, dass sie „erneut ihre Begabung, aber auch ihre weitere Vervollkommnung unter Beweis“ gestellt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Drei Konzerte am Wochenende&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bremer Tageszeitungen|Weser-Kurier]]&amp;#039;&amp;#039;, 2. Dezember 1952, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachweislich im Februar 1956 gehörte sie dem Kreisorchester [[Diepholz]] / [[Vechta]] an und „erntete für ihr virtuoses Spiel stürmischen Applaus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Heimann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Chronik des Männergesangvereins Bürgerliedertafel von 1860 Dinklage&amp;#039;&amp;#039;. 1985, S. 222 ([https://maennergesangverein.files.wordpress.com/2012/05/historischesmgv.pdf PDF]; 14 MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahren trat sie oft als [[Solist]]in auf und gastierte auch im Ausland. Im April 1968 brachte sie beim 21. [[Stadtwaage (Bremen)|Waage-Konzert]] in Bremen eine [[Sonate]] von [[Otto Busch (Musiker)|Otto Busch]] zur Uraufführung.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Eine Woche Bremer Kulturleben&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Delmenhorster Kreisblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, 8. Mai 1968 ([https://archivio.piccoloteatro.org/include/pdf.php?ID=1237 PDF]; 114 kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich entschied sie sich dann jedoch für eine Hinwendung zum Lehrberuf. 1972 erwarb sie bei dem Bremer Händler [[Machold Rare Violins|Dietmar Machold]] für 200.000 [[Deutsche Mark|DM]] die [[Stradivari (Musikinstrument)|Stradivari]] „ex Muir-McKenzie“ aus dem Jahr 1694.&amp;lt;ref&amp;gt;Beschreibung der Stradivari „ex Muir-McKenzie“ in: &amp;#039;&amp;#039;The Strad&amp;#039;&amp;#039;, Dezember 1985, S. 126–132 ([https://www.roger-hargrave.de/PDF/Artikel/Strad/Artikel_0000_00_Stradivari_Mackenzie_PDF.pdf PDF]; 2,7 MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehr als 20 Jahre wirkte sie anschließend am [[Hochschule für Künste Bremen#Vorläufer Fachbereich Musik|Konservatorium der Freien Hansestadt Bremen]] sowie an der daraus hervorgegangenen [[Hochschule für Künste Bremen]] als Musikprofessorin. Sie war in Bremen zunächst [[Konzertmeister]]in in [[Hans Joachim Kauffmann]]s Orchester, ehe sie in den 1980er Jahren für ihre Studenten ein eigenes [[Orchester#Kammerorchester|Kammerorchester]] gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1987 und Oktober 1993 amtierte Grevesmühl als Präsidentin der in [[Mainz]] ansässigen European String Teachers Association (ESTA).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.esta-de.de/seite/342647/geschichte.html ESTA Deutschland: Geschichte] esta-de.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus war sie 1988 und 1989 Mitglied der Jury beim Internationalen Wettbewerb für Violine der Kulturstiftung [[Hohenlohekreis|Hohenlohe]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20170729133144/http://www.violinwettbewerb.de/pages/rueckblick/juroren-1988-2011.php Juroren] beim Internationalen Wettbewerb für Violine der Kulturstiftung Hohenlohe (archivierte Webseite).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner gehörte sie dem Kuratorium der Dr. Ernst Koch-Stiftung (heute: &amp;#039;&amp;#039;ESTA Foundation for young string players&amp;#039;&amp;#039;) an, aus dem sie auf eigenen Wunsch ebenfalls im Oktober 1993 ausschied.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://estastrings.org/20th-international-esta-congress-in-st-moritz-switzerland-3-8-october-1993/ &amp;#039;&amp;#039;20. Internationaler ESTA-Kongress in St. Moritz/Schweiz, 3.–8. Oktober 1993&amp;#039;&amp;#039;] estastrings.org.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie blieb kinderlos und unverheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
Am 28. Oktober 1996 fuhr Maria Grevesmühl nach einer abendlichen Probe ([[Edvard Grieg]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Aus Holbergs Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;) mit dem Regionalzug aus dem Stadtzentrum nach Hause. Am Bahnhof Bremen-[[Vegesack#Schönebeck|Schönebeck]] erlitt sie bei einem Treppensturz einen [[Schädelbasisbruch]] und sehr schwere Verletzungen im Gesicht. Wenig später fand ein 15-jähriger Junge ihre Leiche auf der Bahnhofstreppe, daneben lag Grevesmühls Handtasche. Die Polizei fand in der Handtasche Schmuck und Bargeld. Die Stradivari jedoch war gestohlen worden, weshalb die Ermittlungsbehörden schnell von einem Verbrechen ausgingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Schrep: [https://www.spiegel.de/politik/der-suesse-ton-der-stradivari-a-38a26541-0002-0001-0000-000009121404 &amp;#039;&amp;#039;Der süße Ton der Stradivari&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; 47/1996, 18. November 1996, S. 90–92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 6. November 1996 wurde Maria Grevesmühl auf dem Friedhof Alt-[[Vegesack#Aumund-Hammersbeck|Aumund]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufarbeitung des Raubes mit Todesfolge ==&lt;br /&gt;
Das Kommissariat 31 der [[Polizei Bremen|Kriminalpolizei]] wurde mit einer 14-köpfigen Mordkommission aktiv, für Hinweise wurde eine Belohnung von 60.000 DM ausgesetzt. Der Fall erregte bundesweit große Aufmerksamkeit und wurde in den Medien breit rezipiert. Ein Kamerateam von [[Radio Bremen]] begleitete die Ermittlungen und zeichnete Material für die Dokumentarfilmreihe &amp;#039;&amp;#039;[[Unter deutschen Dächern]]&amp;#039;&amp;#039; auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedrichsen&amp;quot;&amp;gt;[[Gisela Friedrichsen]]: [https://www.spiegel.de/panorama/ein-wust-von-angaben-a-aeb715d9-0002-0001-0000-000007894072 &amp;#039;&amp;#039;„Ein Wust von Angaben“&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039; 22/1998, 25. Mai 1998, S. 127–129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Tage nach der Tat konnte – im Beisein der Journalisten&amp;amp;nbsp;– der [[Rumänien|Rumäne]] Marin Boaca (*&amp;amp;nbsp;1965) als Tatverdächtiger verhaftet werden. Er hatte versucht, die Violine an einen Bremer [[Hehlerei|Hehler]] zu verkaufen. Dieser informierte die Polizei. Boaca war als [[Taschendiebstahl|Taschen-]] und [[Ladendiebstahl|Ladendieb]] bereits einige Male polizeilich in Erscheinung getreten, wegen Raubes und Körperverletzung [[Vorstrafe|vorbestraft]] sowie mehrfach [[Ausweisung|ausgewiesen]] beziehungsweise [[Abschiebung (Recht)|abgeschoben]] worden und wieder nach Deutschland zurückgekehrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedrichsen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Beamten bei Boaca eine Visitenkarte von Grevesmühls Student [[Vasile Dárnea]] fanden, gab Boaca an, lediglich in dessen Auftrag gehandelt zu haben. Auch diese Aussage sowie eine spätere [[Vernehmung]] nahmen die Medienvertreter heimlich auf. Bei der [[Obduktion]] des Opfers waren sie ebenfalls anwesend. Bei zwei [[Durchsuchung (Recht)|Durchsuchungen]] von Dárneas Wohnung machten sie private Foto- und Videoaufnahmen von ihm, die in ihren Film integriert wurden. Die Polizisten bedrängten Dárnea massiv, da sie in ihm den Hauptdrahtzieher der Tat sahen. Diese Ansicht wurde von vielen Pressevertretern geteilt. Schnell kam es zu einer medialen [[Unschuldsvermutung|Vorverurteilung]] des Studenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boaca verstrickte sich jedoch zunehmend in Widersprüche. So behauptete er zunächst, die Dozentin gestoßen zu haben, revidierte seine Aussage aber dann dahingehend, ihr lediglich die Geige abgenommen zu haben. Dabei müsse sie vor Schreck gestolpert sein. Drei Monate nach seiner Verhaftung wurde der Violinstudent Dárnea mangels dringenden Tatverdachts nach 13 Wochen aus der [[Untersuchungshaft]] entlassen. Die Strafkammer&amp;amp;nbsp;II des [[Landgericht Bremen|Landgerichts Bremen]] – vor der später auch die Verhandlung stattfinden sollte – hatte festgestellt, dass zwei vom Fernsehen begleitete Hausdurchsuchungen bei ihm rechtswidrig waren, da keine richterliche Anordnung vorgelegen hätte und auch nicht Gefahr im Verzug war. Das [[Landgericht Hamburg]] verfügte zudem, dass mehrere Passagen des von Radio Bremen produzierten Films &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Stradivari&amp;#039;&amp;#039; nicht ausgestrahlt werden dürfen. Am 28. Mai 1997 wurde die Reportage von Dirk Blumenthal erstmals im [[Das Erste|Ersten]] gesendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dárneas [[Strafverteidiger (Deutschland)|Strafverteidiger]] warf der Polizei in seinem [[Plädoyer|Schlussplädoyer]] vor, einzelne Beamte hätten sich von der „vom Fernsehen inszenierten Dramatik hinreißen lassen“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedrichsen&amp;quot; /&amp;gt; und seien der „Suggestion einer von ihr [der Polizei] mitgeschaffenen Dramatik erlegen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedrichsen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Mai 1998 wurde Boaca dem Antrag der [[Staatsanwaltschaft]] folgend zu 13 Jahren [[Freiheitsstrafe (Deutschland)|Freiheitsstrafe]] wegen des [[Raub (Deutschland)#Raub mit Todesfolge, § 251 StGB|Raubes mit Todesfolge]] verurteilt. Dárnea, für den drei Jahre Haft gefordert worden waren, wurde freigesprochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedrichsen&amp;quot; /&amp;gt; Eine [[Revision (Recht)|Revision]] der Staatsanwaltschaft hiergegen wurde im November 1998 abgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[David Schoenbaum]]: &amp;#039;&amp;#039;The Violin. A Social History of the World’s Most Versatile Instrument&amp;#039;&amp;#039;. [[W. W. Norton &amp;amp; Company]], New York, 2012, ISBN 978-0-393-08440-5, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Margot Overath]] produzierte im gleichen Jahr für [[Radio Bremen]], den [[Norddeutscher Rundfunk|NDR]], den [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]], den [[Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg|ORB]] und den [[Sender Freies Berlin|SFB]] das [[Radio-Feature]] &amp;#039;&amp;#039;Raub der Stradivari – Die Geschichte eines jungen Geigers unter falschem Verdacht&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* Vorwort zu: [[Wolf-Dietrich Eulitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Motorik und Biomechanik des [[Vibrato|Violinvibratos]] und Fingeraufsatzes – Die spielmuskulären Synkinesen und arbeitsphysiologischen Kriterien der linken Geigerhand&amp;#039;&amp;#039;. [[Selbstverlag]], [[Berlin]] 1994, ISBN 978-3-9806152-0-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=134390822|VIAF=79603463}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grevesmuhl, Maria}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Geiger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (HfK Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mordopfer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Grevesmühl, Maria&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Violinistin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1936&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Oktober 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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