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	<title>Maria Brignole Sale De Ferrari - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-16T01:29:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Maria Brignole-Sale De Ferrari with her son Filippo, by Leon Cogniet.jpg|mini|[[Léon Cogniet]]: Maria Brignole Sale de Ferrari]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maria [[Brignole (Adelsgeschlecht)|Brignole Sale]] De Ferrari, Herzogin von Galliera, [[Markgraf#Italien|Marchesa]] von Groppoli, Fürstin von Lucedio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. April]] [[1811]] in [[Genua]]; † [[9. Dezember]] [[1888]] ebenda) war eine italienische [[Aristokratie|Aristokratin]], [[Salonnière]] und [[Mäzen]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Maria Brignole Sale De Ferrari-duchessa di Galliera.jpg|mini|[[Nadar]]: Maria Brignole Sale de Ferrari]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Matignon (parc).jpg|mini|[[Hôtel Matignon]], Wohnsitz in Paris]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paolo Monti - Servizio fotografico (Genova, 1964) - BEIC 6362187.jpg|mini|Villa der Herzogin in [[Voltri]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tochter des Diplomaten [[Markgraf#Italien|Marchese]] Antonio [[Brignole (Adelsgeschlecht)|Brignole]] Sale (1786–1863) und der Marchesa Arthemisa Negrone (1787–1865) entstammte einem alten und sehr vermögenden [[Republik Genua|Genueser]] Adelsgeschlecht und zählte von väterlicher wie mütterlicher Seite mehrere [[Liste der Dogen von Genua|Dogen]] unter ihren Ahnen. Ihr Vater schlug sich beim [[Erster Koalitionskrieg|italienischen Feldzug]] [[Napoleon I.|Napoleon Bonapartes]] in den 1790er Jahren auf die französische Seite und wurde später zum „[[Comte de l’Empire]]“ und [[Maître des requêtes]], also Vortragenden Rat, im Staatsrat der [[Ligurische Republik|Ligurischen Republik]] erhoben. Als diese Tochterrepublik des revolutionären Frankreichs 1805 ins neugeschaffene französische Kaiserreich eingegliedert wurde, war er an den Verhandlungen beteiligt, ebenso wie im Fall der [[Batavische Republik|Batavischen Republik]] ein Jahr darauf. Anschließend diente er als [[Präfekt (Frankreich)|Präfekt]] von [[Cairo Montenotte|Montenotte]] und [[Savona]] bis zum Ende des [[Erstes Kaiserreich|Empire]] 1814. Nach der Restauration in [[Königreich Sardinien|sardischen]] Diensten, war er von 1834 bis 1848 Botschafter in Frankreich und zählte zum Umkreis von König [[Ludwig Philipp I. (Frankreich)|Louis Philippe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Tochter Maria verbrachte ihre Kindheit im [[Palazzo Ridolfo e Giovanni Francesco Brignole Sale]] (&amp;#039;&amp;#039;Palazzo Rosso&amp;#039;&amp;#039;), dem Stadtpalais der Familie in Genua. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 heiratete sie mit dem Marchese Raffaele de’ Ferrari (1808–1876) einen der reichsten Männer Italiens, wurde in der Ehe aber nicht sehr glücklich, da beide Partner zu verschieden waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihr Mann, bald nach der Hochzeit, aus Versehen den Tod eines seiner Diener verursacht hatte, floh das Paar vor den Behörden nach [[Paris]], wohin die Marchese ohnehin hatte ziehen wollen, da ihr Genua zu provinziell war. In Frankreich entfaltete ihr Mann eine rege Geschäftstätigkeit. Er zählte bald zu den reichsten Finanzmagnaten Frankreichs und verdiente mit Eisenbahnspekulationen Millionen. Noch in den 1860er Jahren war er an der Finanzierung des [[Suez-Kanal]]s führend beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 verkaufte [[Oskar I.|Kronprinz Oskar von Schweden]] das [[Herzogtum Galliera|Titularherzogtum Galliera]] – gelegen in der [[Provinz Bologna]] in der [[Emilia-Romagna]] –, das 1812 von Napoleon für seine Stiefenkelin [[Josephine von Leuchtenberg]] eingerichtet worden war und von dieser als Mitgift in ihre Heirat mit Oskar 1823 eingebracht wurde, an Raffaele de’ Ferrari. Dadurch kam neben immensem Reichtum auch der Titel &amp;#039;&amp;#039;Herzog und Herzogin von Galliera&amp;#039;&amp;#039; an die Ferrari, der durch Papst [[Gregor XVI.]] bestätigt wurde. 1839 verlieh ihnen [[Karl Albert (Sardinien-Piemont)|König Carlo Alberto von Sardinien]] zudem den Titel &amp;#039;&amp;#039;Fürst und Fürstin von [[Kloster Lucedio|Lucedio]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 schließlich, nachdem König Louis Philippe infolge der [[Februarrevolution 1848|Revolution]] hatte abdanken und aus Frankreich fliehen müssen und das [[Haus Orléans]] nunmehr in großem Umfang seinen französischen Privatbesitz veräußerte, erwarb Raffaele de’ Ferrari vom [[Antoine d’Orléans, duc de Montpensier|Prinzen Antoine]], jüngstem Sohn des Königs, das [[Hôtel Matignon]] in der Rue de Varenne Nr. 57 in Paris. Hier etablierte sich Maria Brignole Sale als Grande Dame der Pariser Gesellschaft im [[Zweites Kaiserreich|Zweiten Kaiserreich]], veranstaltete zahlreiche Feste, empfing berühmte Künstler, Intellektuelle und Politiker ihrer Epoche und richtete eine bedeutende Kunstsammlung ein, vor allem mit Werken von [[Anton van Dyck|van Dyck]] und [[Hyacinthe Rigaud|Rigaud]]. Zu ihren [[Habitué]]s, die in ihrem nunmehr auch &amp;#039;&amp;#039;Hôtel Galliera&amp;#039;&amp;#039; genannten Palais verkehrten, gehörten [[Adolphe Thiers]], [[François Guizot]], [[Prosper Mérimée]] und [[Charles-Augustin Sainte-Beuve]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 zog sich Herzogin Maria, mittlerweile verwitwet, in ihre Heimat Genua zurück, wo sie 1888 in der &amp;#039;&amp;#039;Villa [[Voltri]]&amp;#039;&amp;#039; starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philanthropisches Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Palazzo rosso 00.JPG|mini|[[Palazzo Rosso (Genua)|Palazzo Rosso]], Genua]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Palazzo Doria Tursi (Genova) 3.jpg|mini|[[Palazzo Luca Grimaldi]] (Palazzo Bianco)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:P1030818 Paris XI square Brignole-Galliera musée Galliera rwk.JPG|mini|[[Musée Galliera]] am Square Brignole-Galliera, Paris]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Tod ihres Mannes 1876 wurde die Herzogin von Galliera verstärkt karitativ tätig. Da ihr einziger Sohn [[Philipp von Ferrary|Filippo]] (1850–1917), der ganz seiner Sammelleidenschaft für Briefmarken lebte, republikanisch gesinnt war und sowohl die französische als auch die italienische Staatsbürgerschaft ablehnte, die Erbschaft des Vaters ausschlug und sich schließlich von einem österreichischen Aristokraten adoptieren ließ, verblieb das gesamte Vermögen von etwa 200 Millionen Francs bei der Mutter. Sie zog sich in die erste Etage ihres Palais zurück und überließ das Erdgeschoss dem [[Louis Philippe Albert d’Orléans, comte de Paris|Grafen von Paris]], orléanistischer Thronprätendent, der nach dem Sturz des Zweiten Kaiserreichs 1871 nach Frankreich zurückgekehrt war, so dass man das Hôtel Matignon-Galliera in jener Zeit scherzhaft auch das „Hauptquartier des [[Orléanismus]]“ nannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den zwölf Jahren bis zu ihrem Tod gab sie, die nun völlig frei über ihr Vermögen disponieren konnte, an die 180 Millionen Francs für wohltätige Zwecke aus, unter anderem für die von ihr mitgegründete Hochschule [[École libre des sciences politiques|Sciences-Po]], an der auch ihr Sohn [[Philipp von Ferrary|Filippo]] kostenlos Unterricht gab. Sie finanzierte die Errichtung des Waisenhauses Saint-Philippe (1877–1888) in [[Meudon]], das heute als Bildungseinrichtung von der Stiftung Orphelins Apprentis d’Auteuil geleitet wird, die es 2004 in &amp;#039;&amp;#039;Village éducatif Saint-Philippe&amp;#039;&amp;#039; umbenannte. Darüber hinaus gründete die Herzogin von Galliera Gesundheitseinrichtungen wie das &amp;#039;&amp;#039;Ospedale Galliera&amp;#039;&amp;#039; in Genua und das &amp;#039;&amp;#039;Hospice Ferrari&amp;#039;&amp;#039; in [[Clamart]]. Ihre aus heutiger Sicht wichtigste Stiftung war das Palais Galliera am [[Square Brignole-Galliera]], das seit 1977 das Pariser Modemuseum, [[Musée Galliera]], beherbergt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbschaft ==&lt;br /&gt;
Da ihr Sohn [[Philipp von Ferrary|Filippo]] auf das Erbe verzichtet hatte, setzte sie vor ihrem Tod 1888 umfangreiche Legate aus, unter anderem 5 Millionen Francs an die verwitwete [[Victoria von Großbritannien und Irland (1840–1901)|Kaiserin Friedrich]], die davon ihren Witwensitz [[Schloss Friedrichshof]] in [[Kronberg im Taunus]] errichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich die Herzogin 1886 anlässlich der Hochzeitsfeierlichkeiten von [[Karl I. (Portugal)|Kronprinz Karl von Portugal]] und Prinzessin [[Amélie d’Orléans]], die in ihrem Haus stattfanden und für Aufregung unter Antiroyalisten sorgten, mit der republikanischen französischen Regierung zerstritten hatte und auch zwischen ihr und dem Grafen von Paris Spannungen aufgetreten waren, vermachte sie das Hôtel Matignon an [[Österreich-Ungarn]], dessen Regierung hier ihren Botschafter in Frankreich installierte, bis das Gebäude schließlich im 20. Jahrhundert Residenz des [[Liste der Premierminister von Frankreich|französischen Premierministers]] wurde. Große Teile ihrer Genuesischen Sammlungen und Besitzungen, darunter der Palazzo Rosso und der [[Palazzo Luca Grimaldi]] („Palazzo Bianco“), gingen an die Stadt Genua. Ihr Name lebt in den Namen von zahlreichen Plätzen und Gebäuden in Paris, Genua und Clamart fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Titel „Herzog von Galliera“ fiel schließlich an [[Antoine d’Orléans, duc de Montpensier]] (1824–1890), der durch seine Ehe mit Prinzessin [[Luisa Fernanda von Spanien]] die spanische Linie des jüngeren Hauses Orléans begründete. Seine Familie erlangte eine Anerkennung des Titels durch die spanische Krone, so dass seine Nachkommen ihn bis heute innehaben, gegenwärtig durch [[Alfonso de Orleans-Borbón, 7. Herzog von Galliera|Prinz Alfonso de Orleans-Borbón]] (* 1968).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
=== Ehe und Nachkommen ===&lt;br /&gt;
Marie Brignole Sale heiratete 1828 den Marchese Raffaele de’Ferrari (1808–1876), der 1837 zudem Herzog von Galliera und 1839 zudem Fürst von Lucedio wurde. Sie hatten drei Kinder:&lt;br /&gt;
* Livia (1828–1829)&lt;br /&gt;
* Andrea (1831–1847)&lt;br /&gt;
* [[Philipp von Ferrary|Filippo]] (1850–1917), als &amp;#039;&amp;#039;Philipp von Ferrary&amp;#039;&amp;#039; später einer der berühmtesten [[Philatelist]]en weltweit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandte ===&lt;br /&gt;
Ein Onkel Marias väterlicherseits war der badische Politiker und Diplomat [[Emmerich Joseph von Dalberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre väterliche Großtante 2. Grades [[Catherine de Brignole-Sale]] war nacheinander mit [[Honoré III. (Monaco)|Fürst Honoré III. von Monaco]] sowie mit dem Fürsten [[Louis V. Joseph de Bourbon, prince de Condé|Louis (V.) Condé]] verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Luca Ponte: &amp;#039;&amp;#039;Le genovesi.&amp;#039;&amp;#039; Fratelli Frilli Editori, Genua 2008, ISBN 978-88-7563-367-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Maria Brignole Sale}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122662253|LCCN=nr/93/34406|VIAF=15658370}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brignole Sale De Ferrari, Maria}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salonnière]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Genua)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Paris)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1811]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brignole Sale De Ferrari, Maria&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Brignole Sale, Maria&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienische Aristokratin, Salonière und Mäzenin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. April 1811&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Genua]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Dezember 1888&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Genua]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jordi</name></author>
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