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	<title>Maria (Mutter Jesu) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maria_(Mutter_Jesu)&amp;diff=28200&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 5. Februar 2026 um 16:03 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-05T16:03:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Raphael - The Sistine Madonna - Google Art Project.jpg|mini|[[Raffael]]s [[Sixtinische Madonna]] (um 1512/13) ist eine der bekanntesten Mariendarstellungen.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Μαριάμ}}, &amp;#039;&amp;#039;Mariam&amp;#039;&amp;#039;, {{heS|מרים}}, &amp;#039;&amp;#039;Mirjam&amp;#039;&amp;#039;, {{arcS|ܡܪܝܡ}}; auch: &amp;#039;&amp;#039;Maria von Nazaret&amp;#039;&amp;#039;) ist die im [[Neues Testament|Neuen Testament]] genannte Mutter [[Jesus von Nazaret|Jesu]]. Laut Überlieferung lebte sie mit ihrem Mann [[Josef von Nazaret|Josef]] und weiteren Angehörigen in dem Dorf [[Nazaret]] in [[Galiläa]]. Maria wird im [[Christentum]] als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jungfrau Maria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und Mutter [[Jesus Christus|Jesu Christi]] besonders verehrt und ist auch im [[Koran]] als [[Jungfrauengeburt|jungfräuliche]] Mutter [[ʿĪsā ibn Maryam|Jesu]] erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb der neutestamentlichen Quellen ist über die Eltern Jesu historisch nichts überliefert, da nach herrschender Meinung der Forschung alle späteren Quellen vom Neuen Testament abhängig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die neutestamentliche Darstellung der biblischen Gestalt Marias hinausgehende Reflexionen zur Rolle Marias in der [[Heilsgeschichte]] führten in der späteren Frömmigkeits- und Theologiegeschichte neben der Verleihung des Ehrentitels &amp;#039;&amp;#039;[[Gottesgebärerin]]&amp;#039;&amp;#039; zu zahlreichen legendarischen Überlieferungen, vielfältigen Praktiken der [[Marienverehrung]] und zur Etablierung der [[Mariologie]] als einer eigenen [[Dogmatik|dogmatischen]] Teildisziplin der [[Katholische Theologie|römisch-katholischen Theologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Maria]]&amp;#039;&amp;#039; ist die griechische Form des hebräischen Namens &amp;#039;&amp;#039;[[Miriam]]&amp;#039;&amp;#039; (auch als &amp;#039;&amp;#039;Mirjam&amp;#039;&amp;#039; [[Transliteration|transliteriert]]) und wird traditionell als Nominalbildung aus den hebräischen Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;mir/mar&amp;#039;&amp;#039; für „bitter“ und &amp;#039;&amp;#039;jam&amp;#039;&amp;#039; für „Meer“ angesehen. Die Bedeutung des Namens wäre dann mit „meeresbitter“, auch „Meeresmyrrhe“ oder „Meerestropfen“ wiederzugeben. Diese Namensdeutung klingt noch im Titel [[Stella Maris]] (dt. „Meerstern“) an. Daneben wird neuerdings auch eine Ableitung des Namens aus dem [[Ägyptische Sprache|Ägyptischen]] vorgeschlagen: &amp;#039;&amp;#039;merit-amun&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt „von Amun Geliebte“. Weiter werden auch andere Ableitungen aus dem Hebräischen diskutiert, etwa die Bedeutung „die Erhabene“ von רום &amp;#039;&amp;#039;rum&amp;#039;&amp;#039; „sich erheben“ oder „die Widerspenstige“ von מרה &amp;#039;&amp;#039;marah&amp;#039;&amp;#039; „widerspenstig sein“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Görg]]: &amp;#039;&amp;#039;Mirjam.&amp;#039;&amp;#039; In: ders. mit [[Bernhard Lang (Theologe)|Bernhard Lang]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neues Bibel-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Benziger, Zürich / Düsseldorf 1996, ISBN 978-3-545-23075-0, Sp. 815–816.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Tanach]], der jüdischen Bibel, erscheinen zwei Trägerinnen dieses Namens: [[Mirjam (Prophetin)|Mirjam]], die [[Prophet]]in und Schwester des [[Mose]], und eine Frau aus dem Stamm [[Juda (Bibel)|Juda]], die im [[1. Buch der Chronik|1. Chronikbuch]] in einer Genealogie erwähnt wird (4,17 {{Bpur|1 Chr|4|17}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Personen namens Maria im Neuen Testament sind [[Maria von Magdala]] (Maria Magdalena) und [[Maria Kleophae|Maria des Kleophas]]. Beide werden in {{B|Mk|15|40}} als Jüngerinnen Jesu und Zeugen seines Sterbens genannt. Eine weitere Maria, die Mutter eines Jakobus, wird meist mit der Maria des Kleophas gleichgesetzt (erwähnt in {{B|Mt|27|56}}).&lt;br /&gt;
Im griechischen Text wird die Mutter Jesu meistens &amp;#039;&amp;#039;Mariám&amp;#039;&amp;#039; (Μαριάμ), seltener &amp;#039;&amp;#039;María&amp;#039;&amp;#039; (Μαρία) genannt. In den [[Lateinische Sprache|lateinischen]] Übersetzungen lautet der Name durchgehend &amp;#039;&amp;#039;Maria&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Islam]] ist die Mutter Jesu ebenfalls unter dem Namen [[Maryam]] ({{arS|مريم}}) bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bauschke&amp;quot;&amp;gt;Martin Bauschke: &amp;#039;&amp;#039;Der Sohn Marias. Jesus im Koran.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2013. S. 22 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Deutschen ist als Genitivform des Namens neben „Marias“ im kirchlichen Sprachgebrauch auch „Mariens“ und, abgeleitet vom Lateinischen, „Mariä“ oder „Mariae“ gebräuchlich, etwa in den Wendungen „[[Haus der Mutter Maria|Haus Mariens]]“, „[[Verkündigung des Herrn|Mariä Verkündigung]]“ oder „[[Mariä Aufnahme in den Himmel|Mariä Himmelfahrt]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria im Neuen Testament ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Basilika Seckau, Engelskapelle, Fresko &amp;quot;Seckauer Apokalypse&amp;quot; von Herbert Boeckl, 1952-1960, 11.JPG|mini|Maria, die [[Mondsichelmadonna|„apokalyptische Frau“]] {{Bibel|Offb|12|1–18|EU}}: Fresko der &amp;#039;&amp;#039;Seckauer Apokalypse&amp;#039;&amp;#039; von [[Herbert Boeckl]], 1952–1960, in der Engelkapelle der [[Basilika Seckau]]]]&lt;br /&gt;
Maria erscheint im Neuen Testament (NT) namentlich nur in den Evangelien und der Apostelgeschichte, und zwar in 142 der insgesamt ca. 8000 Verse des Neuen Testaments.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Beinert: &amp;#039;&amp;#039;Die [[Maria Knotenlöserin|Knotenlöserin]] wird nicht arbeitslos.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christ in der Gegenwart]], Jg. 74 (2022), Nr. 20, S. 5 (Beinert gibt die Gesamtzahl der NT-Verse mit 7957 an).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria als Jesu Mutter wird in den Evangelien nur punktuell erwähnt, nämlich im Hinblick auf die Bedeutung Jesu; so etwas wie eine Biografie Marias entsteht dabei nicht. Maria kommt vor allem in den [[Weihnachtsgeschichte|Kindheitsgeschichten]] des [[Matthäusevangelium|Matthäus-]] und des [[Lukasevangelium]]s vor. Über das Lebensende Marias wird nichts gesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den anderen Schriften des Neuen Testaments wird Maria nicht namentlich erwähnt. Während die Briefe des NTs dogmatische Aussagen über Jesus machen (etwa über seine Sündlosigkeit und seine Erlösungstätigkeit), werden solche Aspekte in Bezug auf Maria nicht angesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Graf-Stuhlhofer: &amp;#039;&amp;#039;Zu Heiligen beten? Heiligenverehrung gemäß der Bibel, bei Kirchenvätern sowie in heutiger kirchlicher Praxis und Lehre.&amp;#039;&amp;#039; Folgen Verlag 2014 (E-Book), Kap. &amp;#039;&amp;#039;Was sagt das Neue Testament über Maria nicht?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen außerbiblischen Texten wird Maria erwähnt, und zwar in [[Apokryphen#Apokryphen zum Neuen Testament|Apokryphen]] und in Schriften der [[Kirchenvater|Kirchenväter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Markusevangelium ===&lt;br /&gt;
Im [[Markusevangelium]] wird von der Geburt Jesu nicht berichtet. In {{B|Mk|3|20f}} wird erzählt, dass sich Angehörige Jesu zu einem Haus begaben, in dem Jesus predigte; sie hielten ihn „von Sinnen“ und wollten ihn gewaltsam zurückholen. In {{B|Mk|3|31ff}} erfährt der Leser, dass es sich bei den Angehörigen um die Mutter Jesu und um seine Brüder handelt. Jesus weigert sich, zu ihnen vor das Haus zu kommen und erklärt die Anwesenden zu seiner Mutter und zu seinen Brüdern. Er schließt dann mit den Worten: „Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.“ ({{B|Mk|3|35}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In {{B|Mk|6|3}} wird die Mutter Jesu mit Namen erwähnt. Ebenfalls werden hier vier [[Geschwister Jesu]], nämlich Jakobus, Joses, Judas und Simon erwähnt. Auch von Jesu Schwestern ist die Rede, jedoch werden weder ihre Namen noch ihre Anzahl genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Matthäusevangelium ===&lt;br /&gt;
Die Kindheitsgeschichte des Matthäus beginnt mit einem Stammbaum, der von [[Abraham]] über König [[David]] und [[Josef von Nazaret|Josef]] zu Jesus führt. Neben der männlichen Abstammungslinie werden vier Frauen genannt, die im [[Altes Testament|Alten Testament]] von Bedeutung sind, nämlich [[Tamar (biblische Person)|Tamar]], [[Rahab]], [[Buch Rut|Rut]] und [[Batseba]] (als Frau des [[Urija]] bezeichnet). Die Erwähnung dieser Frauen bereitet die der Maria in {{B|Mt|1|16}} vor. Auffällig ist, dass die Struktur des Stammbaums bei Nennung der Maria eine andere ist als zuvor. Nun heißt es nicht „Josef war der Vater Jesu“, sondern „Josef, [der] Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren“ (Mt 1,16). Dies betont, dass Josef nicht als leiblicher Vater Jesu angesehen wird. Dass trotzdem der Nachweis einer Abstammung Jesu von David über die Vorfahren Josefs geführt wird, setzt aber eine rein rechtlich verstandene Vaterschaft Josefs voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kindheitsgeschichte des Matthäus ist allein Josef der Handelnde, Maria redet selbst nicht und wird auch nicht angeredet. Ihr Name erscheint nur in {{B|Mt|1|18}}, {{B|Mt|1|20}} und {{B|Mt|2|11}}, an letztgenannter Stelle im Zusammenhang der Huldigung Jesu durch die Sterndeuter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Lukasevangelium ===&lt;br /&gt;
In der Kindheitsgeschichte des Lukas steht Maria im Zentrum der Erzählung. Der zu ihr gesandte [[Gabriel (Erzengel)|Engel Gabriel]] verheißt ihr die Geburt eines Sohnes, des von Israel erwarteten [[Messias]]’ und [[Menschwerdung Gottes|Gottessohn]]es. Schon die Anrede des Engels klingt außergewöhnlich: „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir“ (Lk 1,28b). Sie fragt den Engel, wie das denn geschehen solle, da sie mit keinem Mann intim sei (Lk 1,34). Der Engel antwortet, der Heilige Geist werde über Maria kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lukasevangelium ist die Erzählung der Geburt Jesu mit der Geburt [[Johannes der Täufer|Johannes des Täufers]] verknüpft. Indem [[Elisabet]], die Mutter des Johannes, als Verwandte Marias vorgestellt wird, erscheinen Jesus und Johannes als miteinander verwandt. Als Maria die schwangere Elisabet besucht, hüpft das Kind in Elisabets Bauch, als es den Gruß Marias hört {{Bibel|Lk|1|41}}. Es folgt der Lobgesang der Maria, der nach dem ersten Wort der lateinischen Übersetzung als [[Magnificat]] (deutsch: „Es erhebt ...“) bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um den größten zusammenhängenden Redeabschnitt der Maria im Neuen Testament. Marias Lobpreis des Handelns Gottes beginnt mit seinem Handeln an ihr und weitet sich zur Heilsgeschichte des ganzen Volkes Israel aus {{Bibel|Lk|1|46–55}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kindheitsgeschichte in Lukas 1 und 2 zeigt eine „stark semitische Tönung“, während das übrige Lukasevangelium „ein gutes hellenistisches Griechisch“ aufweist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Donald A. Carson]], Douglas J. Moo: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung in das Neue Testament.&amp;#039;&amp;#039; Brunnen, Gießen 2010, S. 243.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese sprachliche Besonderheit der Kindheitsgeschichte legt es nahe, dass sich der Autor hier eng an eine jüdische Quelle anlehnt. Als mögliche Auskunftsperson wäre an Maria zu denken, worauf auch ({{B|Lk|2|19 und 51}}) hindeutet: „Maria bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen“. Dass sich der Autor genau erkundigte, wovon Augenzeugen berichtet hatten, steht bereits im Prolog des Lukasevangeliums ({{B|Lk|1|1-4}}). Wenn Maria etwa 20 v.&amp;amp;nbsp;Chr. geboren wurde, war sie um 50 n.&amp;amp;nbsp;Chr. etwa 70 Jahre alt.&amp;lt;ref&amp;gt;Die These einer frühen Entstehung des Lukasevangeliums erläutert [[Franz Graf-Stuhlhofer]]:&lt;br /&gt;
[https://www.bucer.de/fileadmin/dateien/Dokumente/GlaubeundDenkenheute/GuDh029.pdf &amp;#039;&amp;#039;Ein oder zwei Jahrzehnte zwischen Entstehung und Veröffentlichung der Evangelien. Die Synoptiker entstanden in den 40er-Jahren&amp;#039;&amp;#039;], in: Glauben und Denken heute 2022, Nr. 1, S. 74–83.&amp;lt;/ref&amp;gt; Falls Maria dieses Alter erreichte, konnte Lukas sie um 50 noch persönlich befragen. Bei einer späteren Datierung des Lukasevangeliums, etwa in die 80er Jahre, erscheint diese Möglichkeit als sehr unwahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Johannesevangelium ===&lt;br /&gt;
Das [[Johannesevangelium]] erwähnt Maria nie mit Namen. Obwohl es keine Kindheitsgeschichte erzählt, tritt Maria als Mutter Jesu an zwei Stellen in Erscheinung:&lt;br /&gt;
* Auf der [[Hochzeit zu Kana]] {{Bibel|Joh|2|1–12}} ist Jesu Mutter anwesend. Sie wird noch vor den Jesu begleitenden Jüngern genannt. Auffällig ist die distanzierte Haltung, die Jesus seiner Mutter gegenüber einnimmt: Er spricht sie mit „Frau“ an, nicht mit „Mutter“, und seine Frage „Was willst du von mir, Frau?“ erscheint auch eher abweisend.&lt;br /&gt;
* Nur das Johannesevangelium stellt Jesu Mutter als Zeugin der [[Kreuzigung]] dar. Der Lieblingsjünger, später identifiziert mit dem [[Zebedäus|Zebedaiden]] [[Johannes (Apostel)|Johannes]] und dem Verfasser des Evangeliums, wird von Jesus zum Sohn Marias und sie zu seiner Mutter eingesetzt {{Bibel|Joh|19|25}}. Diese Geschichte diente in der johanneischen Gemeinde besonders der Verankerung der Person des Lieblingsjüngers in der Familie Jesu und somit als Garantie für die Zuverlässigkeit der Überlieferung. Auch da diese Geschichte in den synoptischen Berichten nicht zu finden ist, in denen Jesu Mutter nicht als Zeugin des Todes Jesu genannt wird, liegt hier möglicherweise eine symbolische Szene vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den übrigen Schriften ===&lt;br /&gt;
An einer Stelle in der [[Apostelgeschichte]] erscheint Maria nach Jesu Auferstehung im Kreis seiner Jünger in Jerusalem {{Bibel|Apg|1|14}}. Dort nimmt sie vor Pfingsten zusammen mit den Brüdern Jesu am Gebet dieser Gemeinschaft teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Paulusbriefe|paulinischen Briefe]], bei denen es sich um die ältesten neutestamentlichen Texte handelt, erwähnen Maria nicht namentlich. Im [[Brief des Paulus an die Galater|Galaterbrief]] heißt es an einer Stelle, die von der [[Heilsgeschichte|heilsgeschichtlichen]] Sendung Jesu Christi und dessen [[Zweinaturenlehre|göttlicher und menschlicher Natur]] handelt: „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt“ {{Bibel|Gal|4|4}}. Die übrigen Paulusbriefe nennen die Mutter Jesu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Johannesapokalypse|Offenbarung des Johannes]] ist in {{B|Offb|12|1–2}} von einer Frau die Rede, „mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen.“ Ein Drache will das Kind nach der Geburt verschlingen, wird aber vom Erzengel [[Michael (Erzengel)|Michael]] und seinen Engeln besiegt. Vor allem die katholische Tradition sieht in dieser sogenannten „apokalyptischen Frau“ die Gottesmutter Maria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Michelangelo&amp;#039;s Pieta 5450 cut out black.jpg|mini|[[Michelangelo]]s [[Pietà]] im [[Petersdom]] aus dem Jahr 1499]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marias Vorfahren ==&lt;br /&gt;
Die Namen der Eltern Marias sind in der Bibel nicht ausdrücklich erwähnt.&lt;br /&gt;
=== Abstammungsliste in Lukas 3 ===&lt;br /&gt;
Eine mögliche Wiedergabe des Anfangs der Abstammungsliste bei Lukas lautet folgendermaßen: Jesus „war, während man meinte, er sei ein Sohn Josephs, in Wirklichkeit ein Sohn von Eli, Mattat, Levi“ usw.&amp;lt;ref&amp;gt;So vorgeschlagen von [[Ludwig Neidhart]]: [https://www.ludwig-neidhart.de/Downloads/Apostel.pdf &amp;#039;&amp;#039;Historische Nachrichten über die Apostel, Apostelschüler, Verwandte und Freunde Jesu sowie andere Heilige des Neuen Testaments&amp;#039;&amp;#039;], Kap. 16a: &amp;#039;&amp;#039;Die Stammbäume Jesu&amp;#039;&amp;#039; (S. 109–116), dort 110.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei dieser Deutung würde die [[Vorfahren Jesu#Besonderheiten der Liste bei Lukas|Abstammungsliste bei Lukas]] die [[Vorfahren Jesu#Die Liste des Lukas betrifft Maria|Vorfahren Marias]] auflisten, und Eli der Name ihres Vaters oder ihres Großvaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jesus als leiblicher Nachkomme Davids im NT ===&lt;br /&gt;
Auf die leibliche Abstammung Jesu von David verweist die Aussage des Paulus: Gottes Sohn, „der aus dem Samen Davids gekommen ist dem Fleisch nach“ ({{B|Röm|1|3|ELB}}). Ähnlich in {{B|2 Tim|2|8|ELB}}: Jesus ist „aus dem Samen Davids“. Petrus erinnert in der Pfingstpredigt daran, dass Gott dem David versprach, „einen aus der Frucht seiner Lende“ auf seinen Thron zu setzen ({{B|Apg|2|30|ELB}}). Und in der Offenbarung ({{B|Offb|22|16|ELB}}) sagt Jesus: „ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Protoevangelium des Jakobus ===&lt;br /&gt;
Im [[Protoevangelium des Jakobus]], einem wirkungsgeschichtlich einflussreichen [[apokryphen]] Marienleben aus dem 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, sind die Namen [[Anna (Heilige)|Anna]] und [[Joachim (Heiliger)|Joachim]] als Eltern Marias genannt, die so in die [[Hagiographie|hagiographische]] Überlieferung gelangten. Sie werden in manchen Konfessionen als [[Heiliger|Heilige]] verehrt. Ihr [[Gedenktag]] in der römisch-katholischen Kirche ist heute der 26.&amp;amp;nbsp;Juli.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Katholisch 2020-07-26&amp;quot;&amp;gt;Fabian Brand: [https://www.katholisch.de/artikel/26316-joachim-und-anna-die-grosseltern-jesu-gehoeren-zur-heiligen-sippe &amp;#039;&amp;#039;Erwähnung auch in nicht christlichen Schriften und der Kunst – Joachim und Anna: Die Großeltern Jesu gehören zur „Heiligen Sippe“.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Katholisch.de]].&amp;#039;&amp;#039; 26. Juli 2020, abgerufen am 8. September 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Protoevangelium des Jakobus wird außerdem behauptet, dass nicht nur Josef, sondern auch Maria von König [[David]] abstamme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass der Vater Marias hier Joachim heißt, während die Liste bei Lukas von Eli spricht, muss kein Widerspruch sein. Eli ist eine Kurzform von &amp;#039;&amp;#039;Eljakim&amp;#039;&amp;#039; (Gott richtet auf), und das ist eine Variante von &amp;#039;&amp;#039;Jojakim&amp;#039;&amp;#039; (Jahwe richtet auf; &amp;#039;&amp;#039;Jo&amp;#039;&amp;#039; ist Vorsilbe für „Jahwe“); und Jojakim ist eine andere Schreibweise für &amp;#039;&amp;#039;Joachim&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;So Ludwig Neidhart: [https://www.ludwig-neidhart.de/Downloads/Apostel.pdf &amp;#039;&amp;#039;Historische Nachrichten über die Apostel …&amp;#039;&amp;#039;], Kap. 16a: &amp;#039;&amp;#039;Die Stammbäume Jesu&amp;#039;&amp;#039; (S. 109–116, dort 110).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eli als Vater Marias im Talmud ===&lt;br /&gt;
Der [[Jerusalemer Talmud]] berichtet im Traktat [[Chagiga (Mischna)|Chagiga]] von einer Vision: Maria, die Tochter von Eli,&amp;lt;ref&amp;gt;Der Vater von Mirjam/Maria heißt dort: Eli Beçalim (Zwiebelblatt?).&amp;lt;/ref&amp;gt; befindet sich in der Hölle.&amp;lt;ref&amp;gt;In der zweispaltigen Standardausgabe Venedig 1523: j Chag 2:2 (77d). Der Inhalt wird dargelegt von [[Ludwig Neidhart]]: [https://www.ludwig-neidhart.de/Downloads/Apostel.pdf &amp;#039;&amp;#039;Historische Nachrichten über die Apostel ...&amp;#039;&amp;#039;], Kap. 16a: &amp;#039;&amp;#039;Die Stammbäume Jesu&amp;#039;&amp;#039; (S. 109–116, dort 110; dazu Fn. 341).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das würde zur jüdischen Polemik gegen das Christentum passen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Beispiele bei [[Peter Schäfer (Judaist)|Peter Schäfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Kurze Geschichte des Antisemitismus.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
München: Piper Verlag, 2022, Kap. „Jüdische Polemik gegen das Christentum“ (S. 81–83) und „Angst vor selbstbewussten Juden“ (S. 134–137 über die &amp;#039;&amp;#039;Lebensgeschichte Jesu&amp;#039;&amp;#039;, [[Toledot Jeschu]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria als Verwandte Elisabeths, einer „Tochter Aarons“ ===&lt;br /&gt;
Da die Juden damals vor allem auf die väterliche Abstammung achteten, ging Marias Abstammung von David wohl über den Vater Marias. Das schließt nicht aus, dass die Mutter Marias mit Elisabeth, einer Nachkommin Aarons, verwandt war – und damit auch Maria selbst (wie Lukas berichtet, siehe {{B|Lk|1|5 und 36|ELB}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Priester galt es als ehrenvoll, eine Nachkommin Aarons zu heiraten. Aber er war bei der Partnerwahl nicht auf einen bestimmten Stamm beschränkt, also auch nicht auf Leviten.&amp;lt;ref&amp;gt;So [[Frédéric Godet]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Evangelium des Lukas&amp;#039;&amp;#039; (Kommentar).Hannover 1890 (Nachdruck, Brunnen Verlag, Gießen 1986), S. 54 und 68.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marias Nachkommen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschwister Jesu}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Maria außer Jesus noch weitere Kinder gebar, wie es mehrere biblische und außerbiblische Zeugnisse nahelegen, die von Geschwistern Jesu berichten, gehört aufgrund von Lehrkontroversen über die Jungfräulichkeit Marias zu den strittigen Fragen zwischen den Konfessionen. Die Namen der Brüder Jesu sind in {{B|Mk|6|3}} aufgezeichnet: [[Jakobus (Bruder Jesu)|Jakobus]], Joses, Judas und Simon; daneben sind an derselben Stelle auch Schwestern genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der orthodoxen und in der katholischen Kirche fasst man die [[Geschwister Jesu]] als Vettern und Basen Jesu oder – seltener – als Kinder Josefs aus einer früheren Ehe auf, da Josef in [[apokryphen]] Quellen als Witwer bezeichnet wird. Das griechische Wort für ‚Brüder‘, {{lang|el|ἀδελφοί}} &amp;#039;&amp;#039;adelphoi&amp;#039;&amp;#039;, lässt diese Deutung zu. Andere behaupten aber, dass sie unwahrscheinlich erscheine, da es im Griechischen ein eigenes Wort für Vettern gibt ({{lang|el|ἀνεψιός}} &amp;#039;&amp;#039;anepsios&amp;#039;&amp;#039;, auch biblisch verwendet in {{B|Kol|4|10}}); außerdem sei diese Verwendung von &amp;#039;&amp;#039;adelphoi&amp;#039;&amp;#039; möglich, aber nicht üblich gewesen. In {{B|Lk|2|7}} wird Jesus als „erstgeborener“ Sohn Marias bezeichnet, was nahelegt, dass Jesus Geschwister hatte. In der Antike waren jedoch mit der (männlichen) [[Erstgeborener|Erstgeburt]] bestimmte Rituale, Verantwortlichkeiten und erbrechtliche Sonderstellungen verbunden, unabhängig davon, ob das Kind danach Einzelkind blieb oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der biblischen Erzählung in {{B|Mt|1|18–25}} nahm Josef Maria zur Frau. Eingangs heißt es, dass Maria durch das Wirken des [[Heiliger Geist|Heiligen Geistes]] ein Kind erwartete, „noch bevor sie [Maria und Josef] zusammengekommen waren“ (Vers 18). Dem entspricht auch die Formulierung am Ende der Perikope, Josef habe die Ehe mit Maria nicht vollzogen (wörtlich: er habe sie nicht „erkannt“), „bis sie ihren Sohn gebar“ (Vers 25). Zur Ehe gehörte jedenfalls nach damaligem Verständnis auch der Geschlechtsakt. Aus dem Bericht wird deshalb teilweise der Schluss gezogen, dass es nach der Heirat zum Geschlechtsverkehr gekommen sei. Demgegenüber vertreten die katholische Kirche und die orthodoxen Kirchen die Lehre, Maria sei [[Immerwährende Jungfräulichkeit Marias|immerwährend Jungfrau geblieben]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20040714193256/http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P1R.HTM Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 499–501]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Evangelien werden Jesu „Mutter und seine Brüder“ mehrmals zusammen genannt. In keinem Bibeltext wird ausdrücklich erwähnt, dass es sich bei den Brüdern und Schwestern Jesu um entfernte Verwandte handele (über die auch sonst keine Details genannt werden). Aus dem Kontext der Stellen über Geschwister Jesu folgern einige, es handele sich um den engeren [[Familie (Soziologie)|Familienverband]]. Zur „[[Menschwerdung Gottes|Menschwerdung]]“ des [[Sohn Gottes|Sohnes Gottes]] gehört nach neuerer protestantischer Auffassung zudem, dass Jesus mit Vater, Mutter und Geschwistern aufwuchs, obwohl die [[Reformator]]en selbst dies noch anders gedeutet hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesu ältester Bruder Jakobus übernahm nach {{B|Gal|1|19}} und {{B|Gal|2|9}} in der [[Jerusalemer Urgemeinde]] später eine Führungsrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marienverehrung ==&lt;br /&gt;
Maria wird vor allem im Christentum, daneben auch in anderen Religionen verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marienverehrung im Christentum ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Marienverehrung}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Blaues Tor 2, Madonna (J. Fell).jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Maria in blauem Tor&amp;#039;&amp;#039; – Symbol für das Universum und die Symbiose von Alt und Neu ([[Jimmy Fell]], 2010)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verehrung Marias drückt sich unter anderem in den [[Marientitel]]n, Marienfesten, bestimmten Andachtsformen wie dem [[Rosenkranz]], der Gründung [[Marianische Kongregation|marianischer Kongregationen]] sowie vielfältigen Formen der [[Volksfrömmigkeit]] aus und wird in der christlichen Ikonographie in vielfachen bildlichen Darstellungen sichtbar (siehe [[Marienbildnis]], [[Mariensymbol]] und [[Marienleben]]). Die Jungfrau Maria erscheint auch in der [[Maria (Heraldik)|Heraldik]] in verschiedenen Darstellungen in [[Wappen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marienverehrung im Hinduismus ===&lt;br /&gt;
Im [[Hinduismus]] der [[Tamilen]], besonders der [[Sri-Lanka-Tamilen]], spielt die Verehrung Marias wie auch bei den christlichen Tamilen eine herausragende Rolle. Etwa 80 bis 90 % der in Deutschland lebenden Tamilen sind Hindus, 10 % Katholiken; in [[Sri Lanka]] ist die Verteilung ähnlich. Der weit überwiegende Teil der christlichen Tamilen ist römisch-katholisch. Alle Tamilen verehren Maria.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/kevelaer-tausende-tamilen-zu-gast-bei-der-trosterin-der-betrubten Kevelaer: Tausende Tamilen zu Gast bei der „Trösterin der Betrübten“.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Katholisch.de]]&amp;#039;&amp;#039;, 10. August 2019, abgerufen am selben Tag.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marienverehrung im Islam ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Maryam}}&lt;br /&gt;
Maria ist die einzige im [[Koran]] namentlich erwähnte Frau. Ihr Name wird in sechs [[Sure]]n in etwa 40 Versen genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bauschke&amp;quot; /&amp;gt; Zudem trägt die [[Maryam (Sure)|19. Sure]] ihren Namen. Auch in der nachkoranischen Überlieferung und Frömmigkeit spielt Maryam eine bedeutende Rolle,&amp;lt;ref&amp;gt;Friedmann Eißler: &amp;#039;&amp;#039;Jesus und Maria im Islam.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christfried Böttrich]], Beate Ego, Friedmann Eißler: &amp;#039;&amp;#039;Jesus und Maria in Judentum, Christentum und Islam.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2009, S. 120–205 (hier: 182&amp;amp;nbsp;ff.).&amp;lt;/ref&amp;gt; und sie gehört neben den Frauen aus der unmittelbaren Umgebung [[Mohammed]]s ([[Chadīdscha bint Chuwailid|Khadijah]] und [[Fatima bint Muhammad|Fatima]]) zu den am meisten verehrten Frauen im Islam.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Maria im Islam.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Wort zum Freitag|Forum am Freitag]]&amp;#039;&amp;#039;, [[ZDF]], Beitrag vom 2. Oktober 2010, abgerufen am 19. Dezember 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mariologie ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mariologie}}&lt;br /&gt;
Die Mariologie ist ein Teilbereich der [[römisch-katholische Kirche|katholischen]] [[Dogmatik]], der sich in enger Verbindung zur [[Christologie]] sieht. Maria wird hier als erste Adressatin des Heilshandelns Gottes an den Menschen betrachtet und ihre Rolle und ihr Verhalten im Hinblick auf das [[Erlösung#Christentum|Erlösungswerk]] ihres Sohnes untersucht. Ausgangspunkt ist das [[Konzil von Ephesos|dritte ökumenische Konzil in Ephesos]] (431), das Maria zur {{lang|el|Θεοτόκος}} &amp;#039;&amp;#039;Theotókos&amp;#039;&amp;#039;, zur „Gottesgebärerin“ (gegen die Auffassung als {{lang|el|Ανθρωποτόκος}} &amp;#039;&amp;#039;Anthropotókos&amp;#039;&amp;#039; =„Menschengebärerin“) erklärte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. und 20. Jahrhundert verkündigte die katholische Kirche Mariendogmen, zuletzt 1950 die [[leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel]]. Dass solche Dogmen als Kennzeichen der Rechtgläubigkeit dargelegt wurden, vergrößerte die Distanz zur Orthodoxie und zum Protestantismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenktage ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Marienfest}}&lt;br /&gt;
Im Laufe des Jahres werden von den unterschiedlichen Konfessionen zahlreiche Fest- und Gedenktage zu Ehren Marias begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Karl Rahner]] SJ: &amp;#039;&amp;#039;Maria – Mutter des Herrn. Theologische Betrachtungen.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg i. Br. 1956.&lt;br /&gt;
* [[Hilda Graef]]: &amp;#039;&amp;#039;Maria. Eine Geschichte der Lehre und Verehrung.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg i. Br. 1964.&lt;br /&gt;
* [[René Laurentin]]: &amp;#039;&amp;#039;Die marianische Frage.&amp;#039;&amp;#039; (Übersetzung von &amp;#039;&amp;#039;La question mariale.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1963), Herder-Verlag, Freiburg i. Br. 1965.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Lemperle]]: &amp;#039;&amp;#039;Madonnen: Die Madonna in der deutschen Plastik&amp;#039;&amp;#039;, 1965.&lt;br /&gt;
* Paul J. Achtermayer, Raymond E. Brown und andere (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Maria im Neuen Testament. Eine ökumenische Untersuchung.&amp;#039;&amp;#039; (Übersetzt von Ursula Schierse, Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Mary in the New Testament.&amp;#039;&amp;#039; Philadelphia/New York 1978), Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1981.&lt;br /&gt;
* Alois Müller: &amp;#039;&amp;#039;Glaubensrede über die Mutter Jesu. Versuch einer Mariologie in heutiger Perspektive.&amp;#039;&amp;#039; Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1983.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Beinert (Theologe)|Wolfgang Beinert]] und andere: &amp;#039;&amp;#039;Maria – eine ökumenische Herausforderung.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 1984.&lt;br /&gt;
* [[Christa Mulack]]: &amp;#039;&amp;#039;Maria. Die geheime Göttin im Christentum.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1986.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Paul II.]]: &amp;#039;&amp;#039;Maria – Gottes Ja zum Menschen.&amp;#039;&amp;#039; (Enzyklika „Mutter des Erlösers“, Hinführung von [[Benedikt XVI.|Joseph Ratzinger]], Kommentar von [[Hans Urs von Balthasar]]), Herder-Verlag, Freiburg i. Br. 1987.&lt;br /&gt;
* [[Max Thurian]], Frère de Taizé: &amp;#039;&amp;#039;Maria. Mutter des Herrn – Urbild der Kirche.&amp;#039;&amp;#039; Matthias-Grünewald Verlag, Mainz, 4. Aufl. 1988 (= Topos-Taschenbücher 72).&lt;br /&gt;
* [[Franz Mußner]]: &amp;#039;&amp;#039;Maria, die Mutter Jesu im Neuen Testament.&amp;#039;&amp;#039; Eos-Verlag, St. Ottilien 1993.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20110205043232/http://www.bautz.de/bbkl/m/maria von nazaret.shtml |autor=[[Werner Leich]]|artikel=Maria von Nazaret|band=5|spalten=812-815}}&lt;br /&gt;
* [[Alan Posener]]: &amp;#039;&amp;#039;Maria.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1999, ISBN 978-3-499-50621-5.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Schreiner (Historiker)|Klaus Schreiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Maria. Leben, Legenden, Symbole.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2003, ISBN 978-3-406-48013-3.&lt;br /&gt;
* [[Schalom Ben-Chorin]]: &amp;#039;&amp;#039;Mutter Mirjam. Maria in jüdischer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2006, ISBN 3-579-05344-2.&lt;br /&gt;
* Marie-Louise Gubler: &amp;#039;&amp;#039;Maria. Mutter – Prophetin – Himmelskönigin.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2008.&lt;br /&gt;
* Frank Schleritt: &amp;#039;&amp;#039;Maria – „Mir geschehe nach deinem Wort“&amp;#039;&amp;#039;. In: Britta Hübener u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gestalten des Lebens. 24 Männer und Frauen des Alten und Neuen Testaments&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer, Stuttgart 2010, 136–145, ISBN 978-3-17-021106-3.&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex |Referenz=51981 |Autor=[[Silke Petersen]] |Titel=Maria, Mutter Jesu |Datum=2011-05 |Abruf=2022-11-27 |Abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* [[Thomas A. Seidel]], Ulrich Schacht (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Maria. Evangelisch.&amp;#039;&amp;#039; Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig / Bonifatius, Paderborn 2011, ISBN 978-3-374-02884-9 (Evangelische Verlagsanstalt), ISBN 978-3-89710-498-3 (Bonifatius).&lt;br /&gt;
* [[Franz Graf-Stuhlhofer]]: &amp;#039;&amp;#039;Zu Heiligen beten? Heiligenverehrung gemäß der Bibel, bei Kirchenvätern sowie in heutiger kirchlicher Praxis und Lehre.&amp;#039;&amp;#039; Folgen Verlag, Langerwehe 2014 (E-Book), 1. gedruckte Auflage Asslar 1988.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Maria in Geschichte und Gegenwart. Befreiende Perspektiven auf die Mutter Jesu |Autor=[[Mirja Kutzer]], [[Peter Walter (Theologe)|Peter Walter]] |Verlag=Herder |Ort=Freiburg |Jahr=2022 |ISBN=978-3-451-33734-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Liste heiliger und seliger Ehepaare]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Virgin Mary|Jungfrau Maria}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Madonna and Child|Maria mit Kind}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118640909|NAME=Maria}}&lt;br /&gt;
* Fabian Brand: [https://www.katholisch.de/artikel/26802-maria-von-nazareth-was-wir-wirklich-ueber-sie-wissen &amp;#039;&amp;#039;Maria von Nazareth: Was wir wirklich über sie wissen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Katholisch.de]].&amp;#039;&amp;#039; 8. September 2020 ({{&amp;quot;|Eine Spurensuche in Bibel und Tradition}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118640909|LCCN=n81018544|NDL=00570257|VIAF=86913753|NDLSachbegriff=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Maria #Mutter Jesu}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maria (Mutter Jesu)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilige Sippe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauen in der Bibel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jude (Altertum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anna (Heilige)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Neuen Testament]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (1. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des evangelischen Namenkalenders]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jungfrau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rada-Loa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 1. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 1. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Maria&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Miriam; Mariam; Maryam; Jungfrau Maria; Maria von Nazareth; Muttergottes; Unsere Liebe Frau&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Mutter Jesu von Nazaret&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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