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	<title>Marginal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-20T04:36:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marginal&amp;diff=82113&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Einleitung */ BKL Fix</title>
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		<updated>2024-10-21T13:46:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Begriff Marginal. Zum japanischen Musikprojekt und Fernsehserie siehe [[Marginal＃4]]&amp;lt;!-- Eingabe von Marginal#4 führt aus technischen Gründen hierher --&amp;gt;. Siehe auch: [[Lake Marginal]] und [[Avenida Marginal]].}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marginal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS}} &amp;#039;&amp;#039;margo&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;marginis&amp;#039;&amp;#039; = „Rand“) ist etwas am Rande/auf der Grenze Liegendes, Nebensächliches (das heißt am Rande einer Sache, sprich eines Gegenstandsbereichs Liegendes). Das Wort muss keine entwertende [[Konnotation|Nebenbedeutung]] haben, diese kann aber durchaus mitschwingen. Eine weitere wichtige Gruppe von Bedeutungen bezieht sich von der Grenzwert-Methodik ([[Infinitesimalrechnung]]) her kommend auf mathematisch abgeleitete Größen, vor allem in den Wirtschaftswissenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knapp außerhalb des Randes von einem Gegenstandsbereich liegend:&lt;br /&gt;
* Das Wort &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;marginal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird auch adjektivisch verwendet (&amp;#039;&amp;#039;Diese Probleme sind marginal (= nebensächlich), sodass sie nicht zu erwähnen sind &amp;#039;&amp;#039; --  oder: &amp;#039;&amp;#039;dies ist von marginaler (= nebensächlicher) Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marginale Gegenbeispiele&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Will man für einen [[Prädikator]], also für einen sprachlichen Ausdruck, der Vertreter für bestimmte Gegenstände oder Gegenstandsklassen ist, verdeutlichen, auf welchen Gegenstandsbereich er sich bezieht, kann man das über eine sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Gegenstandsverankerung&amp;#039;&amp;#039; erreichen. Dabei zeigt man möglichst &amp;#039;&amp;#039;repräsentative Beispiele&amp;#039;&amp;#039;, für die der Prädikator steht und möglichst &amp;#039;&amp;#039;marginale Gegenbeispiele&amp;#039;&amp;#039;, wofür der Prädikator nicht steht. Je marginaler, das heißt je enger an der Grenze zum interessierenden Gegenstandsbereich die Gegenbeispiel sind, desto präziser lässt sich diese Grenze bestimmen. Gegenstände, die knapp außerhalb der Grenze des Gegenstandsbereichs liegen, für den der Prädikator steht, können so sicher als nicht zum Prädikator gehörig ausgeschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus A. Schneewind]]: &amp;#039;&amp;#039;Methodisches Denken in der Psychologie&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Hans Huber, Bern 1969, S. 41–42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: Beispiel: Zeigt man auf die Farbe [[Türkis (Farbe)|Türkis]] (Rechteck D) und sagt dabei „Das ist kein Grün“, dient Türkis als ein marginales Gegenbeispiel für den Prädikator Grün. Das Gegenbeispiel Türkis ist marginal, weil die Farbe Türkis fast, aber nicht mehr ganz in den Gegenstandsbereich Grün fällt, sprich Türkis liegt nur knapp außerhalb des Randes vom Gegenstandsbereich Grün. Die Farbe Blau (Rechteck G) wäre hier kein marginales Gegenbeispiel, weil sie recht weit vom Rand des Gegenstandsbereichs entfernt liegt. Der Gegenstandsbereich Grün ließe sich mit diesem Gegenbeispiel nicht eng genug eingrenzen und die Abgrenzung bliebe vage oder der Gegenstandsbereich wäre damit zu groß definiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;margin-left:4em&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;6&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;3&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;background-color:#00DD00&amp;quot; | A&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;background-color:#00CCAA&amp;quot; | B&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;background-color:#00BBBB&amp;quot; | C&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;background-color:#00AACC&amp;quot; | D&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;background-color:#00AACC&amp;quot; | E&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;background-color:#0066DC&amp;quot; | F&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;background-color:#0000DD&amp;quot; | G&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der [[Soziologie]] existiert der Begriff der [[Marginalisierung]], für einen Prozess des „an-den-Rand-Drängens“, bis hin zur [[Exklusion]] von sozialen Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwendung als räumliche Angabe:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marginale Wahrscheinlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein selten verwendetes [[Synonymie|Synonym]] zum Begriff [[Randwahrscheinlichkeit]]. Als Randwahrscheinlichkeit bezeichnet man die Wahrscheinlichkeiten, die am Rand einer Häufigkeitstabelle stehen, die relative Häufigkeiten für Merkmalskombinationen enthält ([[Kontingenztafel]]). Über die [[relative Häufigkeit]] am Rand der Tabelle (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marginalhäufigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;marginale Häufigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Randhäufigkeit) wird die Randwahrscheinlichkeit geschätzt. Zum Beispiel lässt sich die Wahrscheinlichkeit in dieser Stichprobe männlich zu sein an der relativen Randhäufigkeit ablesen und ist in diesem Beispiel 0,35. Alle Randhäufigkeiten über ein Merkmal hinweg, bilden zusammen die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marginalverteilung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Randverteilung]])&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;margin-left:4em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!                                                  !! Mann !! Frau !! Randwahrscheinlichkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Klasse 10              || 0,25 || 0,25 || 0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Klasse 11              || 0,10 || 0,40 || 0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Randwahrscheinlichkeit || 0,35 || 0,65 || 1,00&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der [[Zahnmedizin]] bedeutet &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;marginal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; „zum Zahnfleischrand gehörend“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sinne von klein:&lt;br /&gt;
* In den Wirtschaftswissenschaften bedeutet eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;marginale Mengenänderung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die Änderung um die kleinst mögliche Einheit.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;Grossekettler/Hadamitzky – Volkswirtschaftslehre Kap. 2.1.1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wichtig ist der Begriff der Marginalität etwa für die Bestimmung des [[Grenznutzen]]s. Eine Fokussierung auf die Betrachtung kleiner Änderungen gegenüber dem [[Status quo|Status]] löste die [[marginalistische Revolution]] innerhalb der Wirtschaftswissenschaften aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachwissenschaft:&lt;br /&gt;
* In der allgemeinen Sprachwissenschaft bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;marginale Kasus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|marginal case}}) solche [[Kasus]], deren Funktion die Anzeige der peripheren Stellung eines Nomen in der Aussage ist.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.degruyter.com/database/WSK/entry/wsk_id_wsk_artikel_artikel_19251/html?lang=de&amp;lt;/ref&amp;gt; Der englische Begriff geht auf [[Roman Jacobson]]s &amp;#039;&amp;#039;Randkasus&amp;#039;&amp;#039; zurück&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Barry J. Blake|Titel=Case|Auflage=2|Ort=Cambridge|Datum=2001|Fundstelle=39|ISBN=978-0-521-80761-6|Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (und kontrastiert mit &amp;#039;&amp;#039;Vollkasus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;http://titus.uni-frankfurt.de/personal/manana/kasus/kasus2.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der [[Finnische Sprache#Grammatik|finnischen Grammatik]] werden traditionell drei Kasus unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;marginale Kasus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{fiS|marginaaliset sijat}}) zusammengefasst und vier anderen Gruppen von Kasus gegenübergestellt (d.&amp;amp;nbsp;h. „grammatische Kasus“ sowie „innere“, „äußere“ und „abstrakte Lokalkasus“.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Fall&lt;br /&gt;
! Suffix&lt;br /&gt;
! Beispiel&lt;br /&gt;
! Übersetzung&lt;br /&gt;
! Erklärung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;background:#ABCDEF&amp;quot; | Sogenannte marginale Kasus im Finnischen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Abessiv]]&lt;br /&gt;
| -tta&amp;lt;sup&amp;gt;2)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;talotta&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| „ohne Haus“&lt;br /&gt;
| Mangel (ohne etwas)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Instruktiv]]&lt;br /&gt;
| -(i)n&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;taloin&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| „mittels Häusern“&lt;br /&gt;
| Art und Weise (mittels etwas)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Komitativ]]&lt;br /&gt;
| -(i)ne-&amp;lt;sup&amp;gt;4)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;taloineen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| „mitsamt (ihren/seinen) Häusern“&lt;br /&gt;
| Dazugehörigkeit (zusammen mit etwas)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Marginalie]]&lt;br /&gt;
* [[Marginalismus]]&lt;br /&gt;
* [[Marginalistik]]&lt;br /&gt;
* [[marginale Persönlichkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|marginal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abstraktum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[cs:Marginální]]&lt;br /&gt;
[[en:Marginal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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