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	<title>Margarethe Kahn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T08:57:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Margarethe_Kahn&amp;diff=2807465&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gereon K.: Wikilink</title>
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		<updated>2025-12-31T08:11:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:MargaretheKahn1930.png|mini|Margarethe Kahn (1930)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Margarethe Kahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag im Geburtsregister des Standesamts Eschwege 1880, Nr. 214: Geburtsnebenregister Eschwege 1880 (HStM Best. 923 Nr. 1834) und Eintrag im Geburtsregister der Synagogengemeinde Eschwege 1825–1936, Nr. 591: Geburtsregister der Juden von Eschwege 1825–1936 (HHStAW Abt. 365 Nr. 145), online abrufbar über [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/gsrec/current/1/sn/bio?q=Margarethe+Kahn LAGIS Hessen]&amp;lt;/ref&amp;gt; auch &amp;#039;&amp;#039;Margarete Kahn&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Handschriftliche, eigenhändig unterzeichnete Anmeldung zur Promotion vom 2. Juni 1909, Promotionsakte im [https://www.sub.uni-goettingen.de/sammlungen-historische-bestaende/universitaetsarchiv-goettingen/ Universitätsarchiv Göttingen], Signatur UAG.Phil.Prom.Spec.K.II&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt &amp;#039;&amp;#039;Grete Kahn&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. August]] [[1880]] in [[Eschwege]]; am [[28. März]] [[1942]] nach [[Piaski]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. Bundesarchiv 2006. ISBN 3-891-92137-3. S. 1595; online: [[Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933–1945|Gedenkbuch]] des Bundesarchivs [https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1084822 Kahn, Margarete Margarethe]&amp;lt;/ref&amp;gt; deportiert und dort verschollen), war eine [[Deutschland|deutsche]] [[Mathematik]]erin und ein Opfer des [[Holocaust]]. Sie zählt zu den Pionierinnen des [[Frauenstudium]]s. In ihrer [[Promotion (Doktor)|Promotion]] beschäftigte sie sich mit der Topologie algebraischer Kurven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Margarete, genannt Grete, war die Tochter des Eschweger Kaufmanns und Fabrikbesitzers für Flanellwaren Albert Kahn (1853–1905) und dessen Frau Johanne, geborene Plaut (1857–1882). Sie hatte einen älteren Bruder Otto (1879–1932) und eine jüngere Halbschwester. Der Vater heiratete fünf Jahre nach dem frühen Tod seiner Frau Johanne deren jüngere Schwester Julie (1860–1934), mit der er eine Tochter, Margaretes Halbschwester Martha (1888–1942), hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=York-Egbert König |url=https://www.vhghessen.de/mhg/2009_nf50/2009_01_041.htm |titel=Ein Leben für die Mathematik – Vor 90 Jahren legte Grete Kahn als erste Eschwegerin die Doktorprüfung ab |werk=vhghessen.de – Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde e. V. Nr. 50 |datum=2009-07-01 |abruf=2021-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der Volksschule ab 1887 sowie von 1889 bis 1896 der Höheren Töchterschule wurde Grete Kahn bis 1904 im Privatunterricht auf das [[Abitur]] vorbereitet, da in jener Zeit in [[Hessen]] kaum [[Mädchengymnasium|Mädchengymnasien]] existierten. 1904 wurde sie zur Abiturprüfung am Königlichen Gymnasium in [[Bad Hersfeld]] zugelassen. Damit zählte sie zu der kleinen Elite junger Frauen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Abitur extern an [[Knabenschule]]n ablegen durften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterzeichner ihres Abiturzeugnisses war [[Konrad Duden]] als damaliger Schulleiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Rudolstädter Str 127 (Wilmd) Margarete Kahn.jpg|mini|hochkant|Stolperstein zum Gedenken an Margarete Kahn]]&lt;br /&gt;
Da Preußen Frauen erst zum Wintersemester 1908/09 zum regulären Studium zuließ, besuchten Kahn und ihre Freundin [[Klara Löbenstein]] zunächst als [[Gasthörer]]innen die Universitäten zu [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und [[Universität Göttingen|Göttingen]]. Zusätzlich belegte Kahn Vorlesungen und mathematische Übungen an der [[Technische Hochschule Berlin|Technischen Hochschule Berlin]]. Danach studierte Kahn regulär [[Mathematik]], [[Physik]] und [[Propädeutik]] in Berlin und Göttingen. An der Göttinger [[Georg-August-Universität Göttingen| Georg-August-Universität]] hörte sie unter anderem [[David Hilbert]], [[Felix Klein (Mathematiker)|Felix Klein]], [[Woldemar Voigt (Physiker)|Woldemar Voigt]], [[Georg Elias Müller]]; in Berlin besuchte sie Vorlesungen von [[Hermann Amandus Schwarz]] und [[Paul Drude]] an der [[Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften|Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften]]. Die [[algebraische Geometrie]] wurde zu ihrem Fachgebiet. Zusammen mit Löbenstein konnte sie zu [[Hilbertsche Probleme#Hilberts sechzehntes Problem|Hilberts sechzehntem Problem]] einen Beitrag leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In Hilberts sechzehntem Problem ging es um die Topologie [[Algebraische Kurve#Projektive Kurven|algebraischer Kurven in der komplexen projektiven Ebene]], als schwierigen Spezialfall erwähnte Hilbert in seiner Formulierung des Problems den Beweis, dass es keine [[List of Curves#Degree 6|Sextiken]] aus 11 getrennt liegenden Ovalen gebe. Kahn und Löbenstein entwickelten Methoden zur Bearbeitung dieses Problems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen den Widerstand insbesondere ihrer Berliner Dozenten, aber gefördert von der Universität Göttingen und Felix Klein, promovierte Kahn 1909 bei David Hilbert in Göttingen mit &amp;#039;&amp;#039;Eine allgemeine Methode zur Untersuchung der Gestalten algebraischer Kurven&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{MathGenealogyProject|id=7376}} abgerufen am 21. Mai 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; und war damit eine der ersten deutschen Frauen, denen die Doktorwürde in Mathematik verliehen wurde (wobei die Mathematik damals Teil der philosophischen Fakultät war). Die mündliche Prüfung legte sie – wiederum zusammen mit Löbenstein – am 30. Juni 1909 ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Karriere blieb ihr versagt, weil Frauen in Deutschland erst ab 1920 zur [[Habilitation]] zugelassen wurden. Sie entschied sich für die Lehrtätigkeit und erhielt nach dem noch zusätzlich abgeschlossenen Staatsexamen für das höhere Lehramt im Oktober 1912 eine Anstellung im preußischen Schuldienst, wo sie als Studienrätin für höhere Schulen in [[Kattowitz]], [[Dortmund]] und ab 1929 in [[Berlin-Tegel]] am heutigen [[Gabriele-von-Bülow-Gymnasium]] sowie später in [[Berlin-Pankow]] am heutigen [[Carl-von-Ossietzky-Gymnasium (Berlin)|Carl-von-Ossietzky-Gymnasium]] tätig war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=York-Egbert König, Christina Prauss, Renate Tobies |Titel=Margarete Kahn. Klara Löbenstein. Mathematikerinnen – Studienrätinnen – Freundinnen |Hrsg=Hermann Simon |Sammelwerk=Jüdische Miniaturen |Band=108 |Verlag=Hentrich &amp;amp; Hentrich |Ort=Berlin |Datum=2011 |ISBN=978-3-9422-7123-3 |Seiten=55}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Jüdin wurde sie von den [[Nationalsozialisten]] 1933 zwangsbeurlaubt und 1936 aus dem Schuldienst entlassen. Sie musste [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeit]] als Fabrikarbeiterin bei der Firma &amp;#039;&amp;#039;Nordland Schneeketten&amp;#039;&amp;#039; leisten. Am 28. März 1942 wurde Kahn gemeinsam mit ihrer zwischenzeitlich verwitweten Schwester Martha nach [[Piaski]] [[Deportation von Juden aus Deutschland|deportiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Gottwaldt; Diana Schulle: &amp;#039;&amp;#039;Die „Judendeportationen“ aus dem Deutschen Reich von 1941–1945 – eine kommentierte Chronologie.&amp;#039;&amp;#039; Marixverlag, Wiesbaden 2005, ISBN  978-3-86539-059-2, S. 188, korrigieren ältere Angaben im Gedenkbuch Berlin und bei Kempner, die als Zielbahnhof Trawniki nennen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide gelten seither als verschollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3593357496|Seite=50}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. September 2008 wurde vor der Rudolstädter Straße 127 in [[Berlin-Wilmersdorf |Wilmersdorf]] ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] zum Gedenken an Margarete Kahn verlegt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/bezirk/lexikon/rudolstaedter_127.html  Berlin.de: Stolperstein Rudolstädter Str. 127]&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie am 26. Mai 2010 auch vor ihrem ehemaligen Elternhaus am Stad 29 in Eschwege, wo zusätzlich am 13. Dezember 2017 eine Erinnerungstafel an Kahn angebracht wurde. 2013 wurde eine Straße in Leverkusen nach ihr benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leverkusen.com/strasse/index.php?view=Kahn Grete-Kahn-Str. in Leverkusen-Opladen]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Dezember 2025 wurde ein [[Asteroid]] nach ihr benannt: [[(355256) Margarethekahn]] (2007 KN&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=(355256) Margarethekahn = 2007 KN |Hrsg=International Astronomical Union |Sammelwerk=WGSBN Bulletin |Band=5 |Nummer=28 |Ort=Paris |Datum=2025-12-15 |ISSN=2789-2603 |Seiten=14 |Online=https://www.wgsbn-iau.org/files/Bulletins/V005/WGSBNBull_V005_028.pdf |Format=PDF |KBytes=511 |Abruf=2025-12-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://name.umdl.umich.edu/ABN8365.0001.001 Eine allgemeine Methode zur Untersuchung der Gestalten algebraischer Kurven]&amp;#039;&amp;#039;, W. Fr. Kaestner, Göttingen 1909 (Dissertation, mit Lebenslauf bis 1909)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[York-Egbert König]], Christina Prauss, [[Renate Tobies]]: &amp;#039;&amp;#039;Margarete Kahn. Klara Löbenstein: Mathematikerinnen – Studienrätinnen – Freundinnen.&amp;#039;&amp;#039; Hentrich &amp;amp; Hentrich, Berlin 2011, ISBN 3-942-27123-0.&lt;br /&gt;
* York-Egbert König: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Margarete Kahn (1880–1942) aus Eschwege. Ergänzungen und familienkundliche Anmerkungen&amp;#039;&amp;#039;. In: Eschweger Geschichtsblätter, Nr. 22/2011, S. 67–76. [https://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20423/Eschwege%20EschwGBl%2022-2011%20Koenig.pdf PDF bei alemannia-judaica.de], abgerufen am 27. Februar 2021.&lt;br /&gt;
* York-Egbert König: &amp;#039;&amp;#039;Zwei Paar Schuhe ... ganz verbraucht ... Dr. Margarete Kahn (1880–1942) aus Eschwege erklärt ihr Vermögen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Eschweger Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 23/2012, S. 22–30. [https://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20425/Eschweger%20Geschichtsblaetter%2023-2012_22-30.pdf PDF bei alemannia-judaica.de], abgerufen am 27. Februar 2021.&lt;br /&gt;
* York-Egbert König: &amp;#039;&amp;#039;Ein Leben für die Mathematik. Dr. Margarethe Kahn (1880–1942) aus Eschwege&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Eschweger Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 21/2020, S. 69–74. [https://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20423/Eschwege%20EschwGBl%2021-2010%20Koenig.pdf PDF bei alemannia-judaica.de], abgerufen am 27. Februar 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Margarete Kahn}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1014949165}}&lt;br /&gt;
* [https://jwa.org/encyclopedia/article/kahn-margarethe Renate Tobies: Margarete Kahn 1880–1942. Jewish Women’s Archive]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=1014949165|titel=Kahn, Margarethe|datum=2021-04-15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1014949165|LCCN=no/2011/146927|VIAF=184559596}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kahn, Margarethe}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schullehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Berlin-Wilmersdorf ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kahn, Margarethe&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kahn, Grete; Kahn, Margarete&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Mathematikerin und Holocaust-Opfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. August 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Eschwege]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach 28. März 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gereon K.</name></author>
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