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	<title>Marga Faulstich - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marga_Faulstich&amp;diff=62618&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 2. Januar 2026 um 01:57 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-02T01:57:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marga Faulstich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Juni]] [[1915]] in [[Weimar]]; † [[1. Februar]] [[1998]] in [[Mainz]]) war eine deutsche [[Chemiker]]in. Sie arbeitete 44 Jahre lang für die [[Schott AG|Schott-Glaswerke]] und entwickelte in dieser Zeit über 300 Typen [[Optik|optischer]] [[Glas|Gläser]]. In dieser Zeit reichte sie rund 40 [[Patent]]e ein. Sie war außerdem die erste weibliche Führungskraft bei Schott-Glas in Mainz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Marga Faulstich wurde in Weimar als eines von drei Kindern geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Macherin&amp;quot;&amp;gt;[https://www.eyebizz.de/branche/marga-faulstich-die-glasmacherin/ &amp;#039;&amp;#039;Marga Faulstich – die Glasmacherin&amp;#039;&amp;#039;], auf eyebizz.de; abgerufen am 25. März 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Vater war Bürovorsteher und ihre Mutter Sekretärin. Aus beruflichen Gründen zog die Familie 1922 nach [[Jena]], wo Faulstich das [[Reformrealgymnasium]] besuchte. Sie gehörte seit 1933 dem [[Bund Deutscher Mädel|BDM]] an, in dem sie seit 1938 als Jungmädel-Ringführerin aktiv war. Nach ihrem Abitur 1935 begann sie bei dem Glasmacher Walter Geffcken eine Ausbildung als wissenschaftliche Hilfskraft im Glaswerk Schott, einem der führenden Hersteller optischer und technischer Spezialgläser in Europa. Faulstich machte schnell Karriere: von der Hilfskraft zur [[Laborant]]in, wissenschaftlichen Assistentin und schließlich zur Wissenschaftlerin. In ihren ersten Jahren arbeitete sie an der Entwicklung der [[Dünne Schichten|dünnen Schichten]] mit; 1939 reichte die Forschergruppe das erste Patent ein. Die damals begonnene [[Grundlagenforschung]] wird seitdem für Sonnenbrillen, entspiegelte Brillengläser und für Glasfassaden verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Juni 1937 trat sie der [[NSDAP]] (Mitgliedsnummer 3.924.675),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/8370597&amp;lt;/ref&amp;gt; Mai 1941 der [[NS-Frauenschaft]] bei. Nach dem Krieg wurde sie November 1946 als minderbelastet entnazifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.heidelberg.de/site/Heidelberg2021/get/documents_E-1295676528/heidelberg/Objektdatenbank/62/PDF/62_pdf_Bericht%20Stra%C3%9Fenbenennungskommission_2023_04_26.pdf |titel=Marga-Faulstich-Strafle |werk=Heidelberger Straßennamen auf dem Prüfstand, S. 84, 85 |sprache=de |abruf=2025-05-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Verlobter starb im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und von da an konzentrierte sie sich nur noch auf ihre Karriere. Ab 1942 studierte sie berufsbegleitend Chemie. Dieses Studium konnte sie nicht zu Ende bringen, da sich die Situation nach dem Krieg grundlegend verändert hatte. Jena gehörte zur [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetischen Besatzungszone]]. In Jena war jedoch die fortschrittlichste Glasmacherkunst der Welt angesiedelt und die westlichen Alliierten wollten dieses [[Know-how]] für ihre eigenen Länder nutzen. Deshalb wurden 41 Spezialisten und Führungskräfte von Schott in die [[amerikanische Besatzungszone]] gebracht, darunter auch Marga Faulstich. Sie durfte Mutter und Schwester mitnehmen. Der Vater war noch in Kriegsgefangenschaft und kam später nach. Die Schott-Leute wohnten in provisorischen Baracken, zu Forschungszwecken entstand dann 1949 in [[Landshut]] ein neues Forschungslabor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1949 zwei deutsche Staaten gegründet wurden und das Werk in Jena 1948 [[Enteignung|enteignet]] worden war, verhandelte der Unternehmer [[Erich Schott]] mit der Stadtverwaltung Mainz über die Neuansiedlung des Glaswerks Schott&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Gen. Im Ergebnis konnte auf der Industriehalbinsel Ingelheimer Aue, am Rande der [[Mainzer Neustadt]], auf dem ehemaligen Gelände des [[Schlacht- und Viehhof (Mainz)|Mainzer Schlachthofes]], im Juni der [[Spatenstich|erste Spatenstich]] vollzogen werden. Das neue moderne Glaswerk nahm am 10. Mai 1952 die Produktion in der Optikhütte auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Macherin&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier konnte sich Marga Faulstich der Forschung und Entwicklung neuer optischer Gläser, insbesondere für [[Objektiv (Optik)|Objektive]] an [[Mikroskop]]en und [[Fernglas|Ferngläsern]] widmen. Sie war an der Entwicklung von über 300 Typen beteiligt. Fast 40 Patente tragen ihren Namen. Neben ihrer Forschung leitete sie 16&amp;amp;nbsp;Jahre lang eine [[Hafenofen|Tiegelschmelze]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internationale Anerkennung bekam Marga Faulstich für die Erfindung des Leichtgewichts-Brillenglases [[Flintglas|Schwerflint 64]] (SF&amp;amp;nbsp;64), für die sie 1973 mit der IR-100-Medaille der &amp;#039;&amp;#039;Industrial Research Incorporation&amp;#039;&amp;#039; in Chicago als eine der hundert wichtigsten technischen Innovationen des Jahres ausgezeichnet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Macherin&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 trat sie nach 44 Jahren Tätigkeit bei Schott in den Ruhestand. Die folgenden Jahre verbrachte sie mit Reisen in alle Welt, hielt aber auch immer noch Vorträge und Referate auf Glas-Kongressen. Mit 82 Jahren starb sie in Mainz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Am 19. November 2015 wurde eine Erschließungsstraße im [[Kiel]]er Stadtteil [[Kiel-Wellsee|Wellsee]] nach der Chemikerin benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Kieler Straßenlexikon |ID=2064 |Name=Marga-Faulstich-Straße}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ebenfalls im Jahr 2015 vergab die Bezirksverordnetenversammlung des [[Berlin]]er Bezirks Marzahn-Hellersdorf den Namen Marga Faulstich an eine der neuen Straße im Technologiepark &amp;#039;&amp;#039;Clean-Tech-Businesspark&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Biografien zu Frauen, nach denen im Jahr 2015 neue Straßen in Marzahn benannt wurden (lt. BVV-Beschluss vom 25. Februar 2015).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am 16. Juni 2018 widmete ihr Google zu Ehren ihres 103. Geburtstages ein [[Google Doodle]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.googlewatchblog.de/2018/06/marga-faulstich-google-doodle/ |titel=Marga Faulstich: Google-Doodle zum 103. Geburtstag der deutschen Chemikerin und Erfinderin |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2018-06-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Schott Glaswerke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von Jena nach Mainz – und zurück. Schott-Geschichte zwischen Kaltem Krieg und deutscher Wiedervereinigung.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 1995. [https://web.archive.org/web/20070927225938/http://www.schott.com/german/download/glasmacherzug_d.pdf Memento bei archive.org] (PDF; 1,7 MB)&lt;br /&gt;
* Renate Tobies: &amp;#039;&amp;#039;Eine Frauenkarriere in der Industrieforschung. Marga Faulstich zum 80. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;21. [[Kongress von Frauen in Naturwissenschaft und Technik]], 25.–28. Mai 1995 in Karlsruhe&amp;#039;&amp;#039;, FiT e.V. Darmstadt, S. 356–367, ISBN 3-9804855-0-1.&lt;br /&gt;
* Jürgen Steiner: &amp;#039;&amp;#039;Marga Faulstich (1915–1998)&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Hedwig Brüchert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rheinland-Pfälzerinnen – Frauen in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur in den Anfangsjahren des Landes Rheinland-Pfalz&amp;#039;&amp;#039;, v. Hase und Köhler, Mainz, 2001, ISBN 3-7758-1394-2, S. 126–128.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/biographien/faulstich-marga.html &amp;#039;&amp;#039;Marga Faulstich&amp;#039;&amp;#039;] bei regionalgeschichte.net&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20221201155708/http://www.igl.uni-mainz.de/forschung/abgeschlossene-projekte/frauen-in-rheinland-pfalz/beispiel.html &amp;#039;&amp;#039;Marga Faulstich (1915-1998)&amp;#039;&amp;#039;], wayback maschine, ehemals bei uni-mainz.de&lt;br /&gt;
* Martina Meißner: &amp;#039;&amp;#039;[https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/zeitzeichen-marga-faulstich-100.html 16.06.1915: Geburtstag der Chemikerin Marga Faulstich]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[WDR 5]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Zeitzeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]], 16.&amp;amp;nbsp;Juni 2025, (Podcast, 14:21&amp;amp;nbsp;Min., verfügbar bis 17.&amp;amp;nbsp;Juni 2099.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1081334843|VIAF=15145376250483720481}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Faulstich, Marga}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glasmacher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erfinder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1998]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Weimar)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mainz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Faulstich, Marga&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Glaschemikerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Juni 1915&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Weimar]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Februar 1998&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mainz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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