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	<title>Marduk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T18:19:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marduk&amp;diff=94596&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: &quot;Name&quot; zusammengefasst</title>
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		<updated>2025-12-16T16:01:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&amp;quot;Name&amp;quot; zusammengefasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den babylonischen Gott Marduk; zu weiteren Bedeutungen siehe [[Marduk (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Marduk and pet.jpg|mini|Marduk und Mušḫuššu – Zeichnung nach einem babylonischen [[Rollsiegel]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marduk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war der Stadtgott von [[Babylon]] und später der Hauptgott des [[Babylonische Religion|babylonischen Pantheons]]. Seine Attribute sind der Mardukdrache [[Mušḫuššu]], oft auch als Marduktier bezeichnet, und der Spaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gott war im mesopotamischen Raum auch als &amp;#039;&amp;#039;Bel&amp;#039;&amp;#039; („Herr“) bzw. &amp;#039;&amp;#039;Bel-Marduk&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Sommerfeld]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Aufstieg Marduks.&amp;#039;&amp;#039; Kevelaer 1982, S. 177 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Marduk hieß [[Sumerische Sprache|sumerisch]] &amp;lt;sup&amp;gt;[[Dingir|DINGIR]]&amp;lt;/sup&amp;gt;AMAR.UD ‚Kalb des [[Utu (Gott)|Utu]]‘; &amp;lt;sup&amp;gt;[[Dingir|DINGIR]]&amp;lt;/sup&amp;gt;TU.TU.eribu ‚Die untergehende Sonne‘, Ma-ru-tu-uk, Ma-ru-tu-x, kassittisch &amp;lt;sup&amp;gt;[[Dingir|DINGIR]]&amp;lt;/sup&amp;gt;Mar-duk, &amp;lt;sup&amp;gt;[[Dingir|DINGIR]]&amp;lt;/sup&amp;gt;mar(u)duk, hebräisch m(a)rodach,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thorkild Jacobsen]]: &amp;#039;&amp;#039;The Battle between Marduk and Tiamat.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Oriental Society.&amp;#039;&amp;#039; Band 88, 1968, Nr. 1, S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;sup&amp;gt;d&amp;lt;/sup&amp;gt;En (BM 55466+ rev. 25 und 27), [[Seleukiden|seleukidisch]] auch &amp;lt;sup&amp;gt;d&amp;lt;/sup&amp;gt;Sú&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Koch: &amp;#039;&amp;#039;Neues vom astralmythologischen Bericht Bm 55466+.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Cuneiform Studies.&amp;#039;&amp;#039; Band 58, 2006, S. 123–135.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jacobsen ist die ursprüngliche Form des Namens vermutlich *&amp;#039;&amp;#039;Marutukkum&amp;#039;&amp;#039; und bedeutet „Sohn der Sonne“ oder „Sohn des Sturms“.&amp;lt;ref&amp;gt;Thorkild Jacobsen: &amp;#039;&amp;#039;The Battle between Marduk and Tiamat.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Oriental Society.&amp;#039;&amp;#039; Band 88, 1968, Nr. 1, S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marduk hatte 50 Namen, darunter:&lt;br /&gt;
* [[Asaru]], der Wissen von allen Pflanzen und Bäumen hat&lt;br /&gt;
* [[Asarualim]], der das geheime Wissen besitzt&lt;br /&gt;
* [[Asarualimnunna]], der die Kraft in die Rüstung bringt&lt;br /&gt;
* [[Asaruludu]], der das flammende Schwert trägt&lt;br /&gt;
* [[Namru]], der Weisheit und Wissen von allen Dingen gibt&lt;br /&gt;
* [[Namtillaku]], der geheime und machtvolle Herr&lt;br /&gt;
* [[Tutu (Gott)|Tutu]], der die Trauernden beruhigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich war Marduk ein Stadtgott von Babylon. Er erschien erstmals im 3. Jahrtausend v. Chr. als [[Sumerer|sumerische]] Gottheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Anchor Bible Dictionary|4|522|523|Marduk (Deity)|Lowell K. Handy}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als es [[Hammurapi I. (Babylon)|Hammurapi]] gelang, die Zwistigkeiten der anderen Stadtstaaten auszunutzen und diese unter die Herrschaft von Babylon zu zwingen, erklärte er den babylonischen Stadtgott zum obersten Gott des [[Götterwelt|Pantheons]]. Dementsprechend wurde Marduk im &amp;#039;&amp;#039;[[Codex Hammurapi]]&amp;#039;&amp;#039; bereits als Sohn von [[Ea]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
Seinen Aufstieg als oberster Gott über die Stadtgrenzen hinaus erfuhr Marduk ab der [[2. Dynastie von Isin]] in dem Schöpfungsmythos &amp;#039;&amp;#039;[[Enūma eliš]]&amp;#039;&amp;#039;. In diesem wird beschrieben, wie Marduk von den anderen Göttern zu ihrem Oberhaupt gewählt wird. Somit übernahm Marduk die Funktion einer Vielzahl von Göttern, was sich in den 50 Namen des Marduk widerspiegelte. Marduk übernahm die Funktion der bisherigen Göttertrias [[An (Gottheit)|An]], [[Enlil]] und [[Enki]] bzw. des Quartetts An, Enlil, Enki und [[Ninmach]], was in dem stetig wachsenden Einfluss Babylons begründet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genealogie ==&lt;br /&gt;
Obwohl die Schreibweise des Namens „amar-ud“ als Kalb des [[Utu (Gott)|Utu]] übersetzt werden kann, gibt es keine Hinweise, dass der Sonnengott Utu als Vater von Marduk galt. Vielmehr wurde er mit dem Beschwörungsgott [[Asalluḫi]] gleichgesetzt, um als Sohn Eas gelten zu können. Seine ursprüngliche Funktion als Sonnengott wird in der Gleichsetzung mit [[Tutu (Gott)|Tutu]], dem Stadtgott von [[Borsippa]] deutlich, welcher der Gott der untergehenden Sonne war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
=== Enuma eliš ===&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;[[Enūma eliš]]&amp;#039;&amp;#039; wird Marduks Aufstieg beschrieben: [[Ea]] zeugt Marduk mit seiner Gattin [[Damkina]] in seiner Behausung auf dem [[Apsu]]. Er erhält doppelt göttliche Fähigkeiten von seinem Vater und dessen Vätern, und ihm werden die [[Schicksalstafeln]] anvertraut, welche die Geschichte der Welt bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jungen Göttergenerationen stören mit ihrem lärmenden Treiben bald [[Tiamat]], Mutter aller Götter, und [[Abzu (Gottheit)|Apsu]], ihren männlichen Gatten. Apsu beschließt, seine Nachkommen zu vernichten, jedoch kommt Ea ihm zuvor, tötet ihn und errichtet auf ihm seine Wohnstatt. Tiamat gebiert viele Ungeheuer, um gegen ihre göttlichen Kinder zu [[Götterkampf|kämpfen]], und wählt sich [[Kingu (Gott)|Kingu]], einen ihrer Söhne, zum Gatten. Ihm übergibt sie die Schicksalstafeln und so die oberste Macht. In ihrer Not wählen die Götter Marduk zu ihrem Anführer, der sich bereit erklärt, sie zu retten, wenn er danach Herr über alles werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Chaosdrachenkampf&amp;#039;&amp;#039; tritt er Tiamat entgegen und spaltet sie in zwei Hälften, aus denen er die Welt und den Himmel formt. Er wird von den Göttern geehrt und zu ihrem Herrn gekrönt. Fünfzig Ehrennamen werden ihm verliehen und die Schicksalstafeln an seiner Brust befestigt. Seinen Thron errichtet Marduk in Babylon, das zum Zentrum der Welt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Welt geschaffen ist und geordnet werden will, ersinnen Marduk und sein weiser Vater Ea den Menschen. Sie formen ihn aus Lehm und dem Blut von Kingu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise diente das babylonische [[Schöpfung]]sepos &amp;#039;&amp;#039;Enūma eliš&amp;#039;&amp;#039; dazu, Marduk als Oberhaupt des babylonischen Pantheons zu installieren und die parallelen [[Kosmogonie]]n der vielen Stadtstaaten zu beseitigen. Viele Götter und Begebenheiten des &amp;#039;&amp;#039;Enūma eliš&amp;#039;&amp;#039; stammen aus der sumerischen Kultur, die größtenteils von den Babyloniern adaptiert worden ist.&lt;br /&gt;
Die archäologische Quellenlage in Bezug auf die sumerische und babylonische Mythologie lässt verschiedene Interpretationen des Schöpfungsmythos zu. Der Kampf von Chaos gegen Kosmos hat auf verschiedene Weise Ausdruck in der materiellen Kultur der mesopotamischen Hochkulturen gefunden, jedoch bleiben Interpretationen dieser Quellen immer spekulativ und die Einschätzungen bestimmter Details gehen weit auseinander.&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Illerhaus: &amp;#039;&amp;#039;Marduks Kampf gegen das Chaosungeheuer Tiamat. Darstellungen des babylonischen Schöpfungsmythos und die Vielfalt der Deutungen.&amp;#039;&amp;#039; München 2011, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ludlul bēl nēmeqi ===&lt;br /&gt;
Derselben Tradition der Mardukverehrung wie das &amp;#039;&amp;#039;Enūma eliš&amp;#039;&amp;#039; gehört die Dichtung &amp;#039;&amp;#039;[[Ludlul bēl nēmeqi]]&amp;#039;&amp;#039; („Preisen will ich den Herrn der Weisheit“) an. Sie setzt wie das Schöpfungsepos eine überlegene Stellung Marduks über alle Götter voraus, bezieht diese aber auf Fragen der persönlichen Frömmigkeit. Der Verfasser [[Šubši-mašrâ-Šakkan]] lebte unter [[Nazi-Maruttaš]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ludlul bēl nēmeqi IV, 105.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bibel ===&lt;br /&gt;
Auf Hebräisch wird Marduk {{Hebr|מְרֹדַךְ&amp;amp;lrm;|mᵊrōḏaḵ}} geschrieben und in deutschen Bibelübersetzungen mit Merodach wiedergegeben. Er wird in {{B|Jer|50|2}} erwähnt. Dort (und in {{B|Jer|51|44}} sowie {{B|Jes|46|1}}) wird Marduk mit seinem Beinamen Bel/Bēl (vgl. [[Ba’al]]) genannt. Dieser Name wird auch in den [[Spätschriften des Alten Testaments]] ([[Apokryphen]]) verwendet, so in der Geschichte &amp;quot;[[Bel und der Drache]]&amp;quot; in {{B|Dan|14||EU}} oder in {{B|Bar|6|40|EU}}.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Merodach taucht auch als Namensbestandteil von [[Amēl-Marduk|Ewil-Merodach]] ({{Hebr|אֱוִיל מְרֹדַךְ&amp;amp;lrm;}}; {{B|2 Kön|25|27}}, {{B|Jer|52|31}}) und [[Marduk-apla-iddina II.|Merodach-Baladan]] ({{Hebr|מְרֹדַךְ בַּלְאֲדָן&amp;amp;lrm;}}; {{B|2 Kön|20|12}}, {{B|Jes|39|1}}) auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
* Im Jahr 1979 erhielt auf dem Jupitermond [[Io (Mond)|Io]] der Vulkan [[Marduk (Io)|Marduk]] den Namen des Gottes.&lt;br /&gt;
* Im Jahr 1999 taucht Marduk in dem Computerspiel [[Indiana Jones und der Turm von Babel]] auf, wird in diesem aber als grausames Monster beschrieben, das in einer anderen Dimension, dem Ätherium, lebt.&lt;br /&gt;
* Die schwedische [[Black Metal|Black-Metal]]-Band [[Marduk (Band)|Marduk]] leitet ihren Namen vom babylonischen Stadt-Gott ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Freydank]] u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Alter Orient. Ägypten * Indien * China * Vorderasien&amp;#039;&amp;#039;. VMA-Verlag, Wiesbaden 1997, ISBN 3-928127-40-3.&lt;br /&gt;
* Gwendolyn Leick: &amp;#039;&amp;#039;A Dictionary of Ancient Near Eastern Mythology.&amp;#039;&amp;#039; New York 1998.&lt;br /&gt;
* [[Brigitte Groneberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Götter des Zweistromlandes. Kulte, Mythen, Epen&amp;#039;&amp;#039;. Artemis &amp;amp; Winkler, Stuttgart 2004, ISBN 3-7608-2306-8.&lt;br /&gt;
* [[Michael Jursa]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Babylonier, Geschichte, Gesellschaft, Kultur.&amp;#039;&amp;#039; München 2004.&lt;br /&gt;
* {{RlA|Band=7|SeiteAnfang=360|SeiteEnde=370|Lemma=Marduk|Artikelautor=[[Walter Sommerfeld]]}}&lt;br /&gt;
* Florian Illerhaus: &amp;#039;&amp;#039;Marduks Kampf gegen das Chaos-Ungeheuer Tiamat. Darstellungen des babylonischen Schöpfungsmythos und die Vielfalt der Deutungen.&amp;#039;&amp;#039; München 2011, ISBN 3-640-80470-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118730940|LCCN=sh85081029|VIAF=10640869}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Babylonische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drachentöter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männliche Gottheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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