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	<title>Marcel Naville - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: Halbgeviertstrich, ISBN-Format</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Halbgeviertstrich, ISBN-Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Marcel Naville.jpg|mini|Marcel Naville]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marcel Alfred Naville&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. August]] [[1919]] in [[Genthod]]; † [[8. Oktober]] [[2003]] in [[Meyrin]]) war ein [[Schweiz]]er [[Bankier]]. Nach einem Studium der [[Klassische Philologie|Klassischen Philologie]] arbeitete er während des Zweiten Weltkrieges zunächst für das [[Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten|Eidgenössische Politische Department]] und für die Rechtsabteilung des [[Internationales Komitee vom Roten Kreuz|Internationalen Komitees vom Roten Kreuz]] (IKRK). Nach dem Krieg wechselte er in den Bankdienst. 1969 wurde er vom IKRK zu dessen Präsidenten gewählt und hatte dieses Amt bis 1973 inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Marcel Naville wurde am 12. August 1919 in Genthod geboren. Er studierte an der [[Universität Genf]] Klassische Philologie und beendete das Studium mit dem [[Lizenziat]] (&amp;#039;&amp;#039;Licencié ès Lettres classiques&amp;#039;&amp;#039;), einem dem [[Magister]] vergleichbaren Abschluss. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er für das Eidgenössische Politische Department und für die Rechtsabteilung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz tätig. Nach dem Ende des Krieges hielt er sich zu weiteren Studien in [[Rom]] und [[Paris]] auf. Er begann anschließend eine Karriere im Bankdienst und war ab 1965 Direktor der Genfer Filiale der [[Schweizerische Nationalbank|Schweizerischen Nationalbank]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naville war verheiratet mit Béatrice Naville geb. Vernet (1921–2012). Zusammen hatten sie zwei Töchter und einen Sohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== IKRK-Präsidentschaft ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1967 wurde Naville als Mitglied des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz [[Kooption|kooptiert]]. Bereits sein Großvater [[Edouard Naville]], der von 1898 bis 1922 dem Komitee angehörte und während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] dessen [[Internationale Zentralstelle für Kriegsgefangene]] geleitet hatte, war von 1916 bis 1920 Vizepräsident sowie zeitweise Interimspräsident des Komitees gewesen. Im Januar 1969 wurde Naville einstimmig zum [[Liste der Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz|Präsidenten des IKRK]] und damit zum Nachfolger von [[Samuel Gonard]] (1896–1975) gewählt, der das Amt aus Altersgründen aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
[[Datei:GraveMarcelNaville-CimetiereDeGenthod RomanDeckert01072024.jpg|mini|Das Grab im Jahr 2024]]&lt;br /&gt;
Während seiner Amtszeit kam es zum Einsatz des IKRK im [[Biafra-Krieg]], einer Auseinandersetzung um die Unabhängigkeit des Gebietes [[Biafra]] von [[Nigeria]]. Dieser Konflikt stellte das IKRK vor seine größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg. Seine Arbeit war durch die traditionelle stille Diplomatie und strikte Neutralität gekennzeichnet. Unzufriedenheit mit diesem Vorgehen führte 1971 zur Gründung der Hilfsorganisation [[Ärzte ohne Grenzen|Médecins Sans Frontières]] (Ärzte ohne Grenzen) durch französische Ärzte um [[Bernard Kouchner]]. Auch zeigte sich, dass insbesondere das Französische und das Schwedische Rote Kreuz teilweise einseitig die Bevölkerung in Biafra unterstützten. Dies war bedingt durch Versuche der Rebellen in Biafra, die öffentliche Meinung in Europa zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Der Einsatz des IKRK in Biafra offenbarte durch diese Entwicklungen auch Probleme innerhalb der Führungsspitze des IKRK bei der Koordinierung des Einsatzes sowie hinsichtlich des Führungsanspruchs des Komitees innerhalb der Internationalen Rotkreuz-Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den weiteren Aktivitäten Navilles in seiner Funktion als IKRK-Präsident gehörten Besuche in [[Polen]], in der [[Sowjetunion]] sowie in den [[USA]], wo er mit dem damaligen Präsidenten [[Richard Nixon]] über die [[Vietnamkrieg|kriegsbedingten]] humanitären Probleme in [[Vietnam]] sprach. Im September 1971 reiste er nach [[China]] für Gespräche mit Vertretern der Regierung und der nationalen Rotkreuz-Gesellschaft des Landes über Probleme bei der Akzeptanz des Roten Kreuzes, die infolge der [[Kulturrevolution]] entstanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1973 wurde der Genfer Arzt [[Eric Martin (Mediziner)|Eric Martin]] (1900–1980) zum Nachfolger von Naville ins Amt des Präsidenten des IKRK gewählt. Diese Entscheidung galt als überraschend, da bisher fast alle Präsidenten des Komitees auf eigenen Wunsch aus dem Amt ausgeschieden sind. Zudem gehört es zu den Gepflogenheiten innerhalb des Komitees, einem amtierenden Präsidenten eine zweite Amtsperiode zu gewähren, wenn dies seinem Wunsch entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naville fand seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof von Genthod. Seine Witwe wurde später in einem Grab neben seinem bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* David P. Forsythe: &amp;#039;&amp;#039;The Humanitarians. The International Committee of the Red Cross.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 2005, ISBN 0-521-61281-0.&lt;br /&gt;
* [[Caroline Moorehead]]: &amp;#039;&amp;#039;Dunant&amp;#039;s dream: War, Switzerland and the history of the Red Cross.&amp;#039;&amp;#039; HarperCollins, London 1998, ISBN 0-00-255141-1 (gebundene Ausgabe); HarperCollins, London 1999, ISBN 0-00-638883-3 (Taschenbuch-Ausgabe).&lt;br /&gt;
* {{HLS|15206|Marcel Naville|Autor=Jean-François Pitteloud; Ernst Grell (Übersetzung)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Helveticat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1069255696|VIAF=315524093}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Naville, Marcel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Genf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident (Internationales Komitee vom Roten Kreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2003]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Naville, Marcel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Naville, Marcel Alfred (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Bankier, Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (1969–1973)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. August 1919&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Genthod]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Oktober 2003&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Meyrin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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