<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Marcel_Khalife</id>
	<title>Marcel Khalife - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Marcel_Khalife"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marcel_Khalife&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T16:23:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marcel_Khalife&amp;diff=666597&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marcel_Khalife&amp;diff=666597&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-23T02:36:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:مارسيل على العود-2.jpg|mini|Marcel Khalife, 2012]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marcel Khalife&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Juni]] [[1950]] in [[Amchit]], [[Libanon]]) ist ein libanesischer [[Oud|Oud-Spieler]], [[Musiker]] und [[Komponist]]. Er gilt als Ikone der libanesischen Linken, doch geht seine internationale Popularität weit über die [[politische Linke]] hinaus. 2005 wurde Khalife von der [[UNESCO]] zum „Künstler für den Frieden“ ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Marcel Khalife wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Sein Vater Michel war ein [[Diakon]]. Seine Mutter Mathilda kaufte seine erste [[Oud]] auf dem Markt in [[Hamadiyeh]]. 1964 schrieb sie ihn für Oud-Stunden beim pensionierten Polizisten Hanna Karam ein. Karam drängte die Eltern, ihren Sohn auf das Konservatorium in [[Beirut]] zu schicken, wohin er darauf zwei Mal in der Woche eine 40 km lange Busstrecke zurücklegte. 1971 starb seine Mutter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rita Bassil |Titel=Oud d’honneur – Photobiographie Marcel Khalifé |Hrsg=David Servenay |Sammelwerk=6 Mois: Liban – Place aux jeunes, un pays raconté par ses photographes |Ort=Paris |Datum=2023 |ISBN=979-1-09069951-9 |Seiten=160–171}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Studium am Konservatorium schrieb er ein [[Ballett]] für den [[Choreografie|Choreografen]] [[Abdel-Halim Caracalla]], das am 12. April 1975 in Beirut aufgeführt wurde. Am folgenden Tag brach der [[Libanesischer Bürgerkrieg|Libanesische Bürgerkrieg]] aus. Die Balletttänzerin Amira Majd wurde durch eine Kugel lebenslang verletzt. Für sie schrieb er später ein Finale zu dem 20-minütigen Stück. Khalife gründete eine Musikergruppe, die &amp;#039;&amp;#039;Al Mayadeen&amp;#039;&amp;#039;. Ende 1975 reiste er unerkannt nach Paris, wo er im Studio &amp;#039;&amp;#039;Chant du monde&amp;#039;&amp;#039; das Album &amp;#039;&amp;#039;Wuud fi al asifa&amp;#039;&amp;#039; („Sturmversprechen“) aufnahm und am Fest der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[L’Humanité]]&amp;#039;&amp;#039; auftrat. 1977 kehrte er in den Libanon zurück. Jetzt waren seine engagierten und sozialkritischen Lieder schon allgemein bekannt. 1979 setzten ihn die [[Forces Libanaises|Forces libanaises]] in Amchit unter Hausarrest und zwangen ihn, mit seiner Familie in das von linken und [[Schia|schiitischen]] Milizen kontrollierte West-Beirut zu ziehen. Zum Schutz vor den zahlreichen Anschlägen ging er nach Paris. 1980 heiratete er Yolla, eine Dichterin, Choreografin und Sängerin von &amp;#039;&amp;#039;Al Mayadeen&amp;#039;&amp;#039;. Das Paar hat zwei Söhne, Rami (* 1981) und Baschar (* 1983), die ebenfalls Musiker sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgten Konzertreisen nach Jordanien, Syrien, Algerien und Tunesien. Nach der israelischen [[Libanonkrieg 1982|Invasion im Libanon 1982]] machte er eine Konzertreise in die USA, um Geld für den Bau eines Krankenhauses in [[Nabatäa (Stadt)|Nabatiyeh]] zu sammeln und auch seine persönlichen Einnahmen zu spenden. Der tunesische Präsident [[Habib Bourguiba]] ehrte ihn nach einem Auftritt am [[Festival international de Carthage|Festival de Carthage]] mit einem Orden. Auch mit [[Edward Said]], dem ägyptischen Dichter [[Ahmed Fouad Najim]] und dem Oud-Meister [[Cheikh Imam]] freundete er sich an. Während Khalife in Algerien 1988 bei einem Konzert der Gewerkschaften mit &amp;#039;&amp;#039;[[Beifall|Standing Ovations]]&amp;#039;&amp;#039; gefeiert wurde, war seine Musik in den Golfstaaten verboten. Seine Aufnahmen wurden dort deshalb auf dem Schwarzmarkt gehandelt. 1991 kehrte er nach Amchit zurück. Seit 1975 war ihm von den christlichen Milizen der Zugang zu seinem Heimatdorf verweigert worden, nicht einmal an der Beerdigung seines Vaters hatte er teilnehmen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er vertonte die Gedichte des palästinensischen Lyrikers [[Mahmud Darwisch|Mahmud Darwish]], aber auch von [[Khalil Hawi]], [[Ounsi el-Hajj]], [[Nicolas Daniel]] oder [[Joseph Harb]]. Besonders bekannt sind &amp;#039;&amp;#039;Ila Ummi&amp;#039;&amp;#039; („An meine Mutter“) und &amp;#039;&amp;#039;Rita wa-l-Bunduqiyye&amp;#039;&amp;#039; („Rita und das Gewehr“). In &amp;#039;&amp;#039;Ya bahriya&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; („Oh, ihr Seeleute!“), mit dem Text von Nabil Hawi, erinnert er an die Demonstration der Fischergewerkschaft von [[Sidon|Saïda]] im Jahr 1975, an der der Politiker [[Maarouf Saad]] getötet wurde. Ein weiteres emblematisches Lied ist &amp;#039;&amp;#039;Ya Ali&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; (Text des Dichters [[Abbas Beydoun]]), eine Hommage an den politisch motivierten Bankräuber [[Ali Chaïb]]. Das Lied &amp;#039;&amp;#039;Ana Yûsûf ya abi&amp;#039;&amp;#039; („Vater, ich bin Joseph“), nach dem Text Darwishs von 1987, brachte ihm 1999 eine Klage wegen angeblicher &amp;#039;&amp;#039;Beleidigung des Islam&amp;#039;&amp;#039; am höchsten [[Sunniten|sunnitischen]] Gericht des Libanon ein. Rund 2000 Personen demonstrierten am 6. Oktober 1999 zu seiner Unterstützung am Sitz der Pressevereinigung und zeigten ihre Solidarität mit Marcel Khalife. Unter den Anwesenden waren zahlreiche Journalisten, aber auch Vertreter verschiedener religiöser Gemeinschaften, darunter [[Muhammad Hussein Fadlallah|Mohammad Hussein Fadlallah]] von der [[Hisbollah]], der ‚Partei Gottes‘.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Festival international de Beiteddine]] 2005 sprach und sang Khalife seine Unterstützung für die von den Demonstrationen erhobenen Forderung nach einem Abzug der syrischen Armee aus dem Libanon und gedachte [[Samir Kassir]] und [[Georges Hawi]], die beide bei Anschlägen getötet worden waren. 2008 trat er zum letzten Mal in Syrien auf, als die Stadt zur [[Kulturhauptstadt der Arabischen Welt|arabischen Kulturhauptstadt]] ernannt wurde. Den Demonstranten, die sich 2011 gegen die Diktatur von [[Baschar al-Assad]] erhoben, sprach er bei einer Veranstaltung auf dem Beiruter Märtyrer-Platz seine Unterstützung aus. Mehrere Solidaritästreisen führten ihn fortan in den [[Südlicher Libanon|Südlibanon]]. Seine politischen Sympathien waren weiterhin hauptsächlich [[Kommunismus|kommunistisch]]. 2015 gehörte er zu den Unterstützern der Bewegung &amp;#039;&amp;#039;Tolit rihetkoun&amp;#039;&amp;#039; („Ihr stinkt“), die in der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Abfallkrise&amp;#039;&amp;#039; gegen das Versagen und die Korruption in den staatlichen Institutionen protestierte. Die [[Proteste im Libanon 2019–20|Proteste im Libanon 2019–2020]] begannen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La symphonie du retour&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Chronique concertante intitulée &amp;#039;&amp;#039;L’élégie de l’orient&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Concerto Al Andalus, Suite pour Oud et Orchestre&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Moudaa’ba&amp;#039;&amp;#039;, Caresse&lt;br /&gt;
* Diwan Al Oud&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jadal&amp;#039;&amp;#039;, duo Oud&lt;br /&gt;
* Quatuor Oud&lt;br /&gt;
* L’écoute &amp;#039;&amp;#039;Al Sama&amp;#039;&amp;#039; dans les formes classiques arabes&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Takassim&amp;#039;&amp;#039;, duo Oud et Contrebasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|15707191X}}&lt;br /&gt;
* [https://www.marcelkhalife.com Website von Marcel Khalife] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-649/i.html Der libanesische Komponist Marcel Khalife (Qantara.de)]&lt;br /&gt;
* La paix au son du oud im [[Institut des cultures arabes et méditerranéennes|Icam]] von Soraya Nefil&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mina Sidi Ali, Mabrouk ( Neffati )Hosni Ibn Aleya, Nyata Riad, Martin Besson |Titel=Go Out ! N* 61 {{!}} Mai 18: Le Magazine Culturel Genevois |Verlag=Go Out! Magazine |Datum=2018-05-01 |Online=https://books.google.es/books?id=fAFaDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA55&amp;amp;dq=%22Institut+des+cultures+arabes+et+m%C3%A9diterran%C3%A9ennes%22&amp;amp;hl=es&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjar9G8povnAhUPlhQKHYjyBhsQ6AEINzAB#v=onepage&amp;amp;q=%22Institut%20des%20cultures%20arabes%20et%20m%C3%A9diterran%C3%A9ennes%22&amp;amp;f=false |Abruf=2020-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=15707191X|LCCN=n/93/85172|VIAF=36131222}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Khalife, Marcel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Libanon)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sänger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oud-Spieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Libanese]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1950]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Khalife, Marcel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=libanesischer Musiker und Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Juni 1950&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Amchit]], [[Libanon]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>