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	<title>Marcantonio Giustinian - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bisam am 29. September 2025 um 15:32 Uhr</title>
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		<updated>2025-09-29T15:32:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Marcantonio Giustinian, Doge of Venice.jpg|mini|[[Sebastiano Bombelli]]: Porträt des Dogen aus dem Jahr 1688]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Marcantonio giustinian.jpg|mini|Johann Azelt (1654–1692): „Marcus Antonius Iustinianus“, Stich von 1688]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marcantonio Giustinian&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marc Antonio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. März]] [[1619]] in [[Venedig]]; † [[23. März]] [[1688]] ebenda), war, folgt man der Zählweise der staatlich gesteuerten Geschichtsschreibung der [[Republik Venedig]], ihr 107. [[Doge von Venedig|Doge]]. Er regierte von seiner Wahl am 26. Januar 1684 bis zu seinem Tod knapp vier Jahre und zwei Monate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giustinian war sprachgewandt, gebildet und hatte an der [[Universität Padua]] studiert. Bei der politischen Betätigung überließ er das Feld lange seinem Bruder Girolamo, musste sich nach dessen frühem Tod aber selbst um Zugang zu den üblichen Ämtern bemühen. Auch wenn er fünf Jahre Botschafter in [[Paris]] war, und sich dabei bemühte, Kräfte für den Schutz der venezianischen Insel [[Kreta]] zu mobilisieren, so gelang ihm doch erst Ende der 1670er Jahre der Zutritt zum inneren Machtzirkel der Republik. Nach seiner überraschenden Wahl zum Dogen konnte man noch hoffen, gegen die Osmanen zu bestehen, die 1683 vor Wien geschlagen worden waren; im Süden Griechenlands gelang, maßgeblich unter Führung von Giustinians Nachfolger [[Francesco Morosini]], eine Zeit lang die Rückeroberung größerer Gebiete, deren Verlust Giustinian nicht mehr erlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ca&amp;#039; Foscari and Palazzo Giustinian 02.jpg|mini|links|Die [[Ca’ Foscari|Case Foscari]] und [[Palazzo Giustinian (Dorsoduro)|Giustinian]] am Canal Grande]]&lt;br /&gt;
Marcantonio war der vierte von sechs Söhnen des Pietro und der Marina Giustinian, die aus zwei unterschiedlichen Zweigen der Familie Giustinian stammten, daher ihre genauere Benennung als Marina Giustinian di Daniele di Antonio „dei vescovi“. Beide Familien residierten in benachbarten Palästen in der Kirchengemeinde [[San Barnaba (Venedig)|San Barnaba]]. Die väterliche Linie besaß zudem Villen in [[Fiesso Umbertiano|Fiesso]], am [[Brenta (Fluss)|Brenta]], sowie in [[Roncade]] im Trevigiano, also im Umland der Stadt [[Treviso]]. Daher rührt wohl der böse Beiname „budelle d’oro“, ‚Goldene Eingeweide‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptsitz der Familie war der weiträumige [[Palazzo Giustinian (Dorsoduro)|Palazzo Giustinian]] am [[Canal Grande]], in dem später [[Richard Wagner]] Musik für seine Opern &amp;#039;&amp;#039;[[Tristan und Isolde (Oper)|Tristan und Isolde]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Parsifal]]&amp;#039;&amp;#039; komponierte. Marcantonio Giustinian war nie verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der späten, legendären Überlieferung führte sich die Familie auf Kaiser [[Justinian I.]] und [[Justinian II.]] sowie auf die römischen Familien der [[Anicier]] und der [[Flavier]] zurück. Von Konstantinopel gingen demnach die Giustinian nach Istrien, wo sie Iustinianopolis (Capodistria, heute [[Koper]]) gründeten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andrea Da Mosto]]: &amp;#039;&amp;#039;I dogi di Venezia con particolare riguardo alle loro tombe&amp;#039;&amp;#039;, Ferdinando Ongania, Venedig [1939], S. 266.&amp;lt;/ref&amp;gt; In jedem Falle zählten die Giustinian zu den ältesten Familien Venedigs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung in Padua und Paris ===&lt;br /&gt;
Giustinian war ein frommer und gebildeter Mann, der [[Latein]], [[Griechische Sprache|Griechisch]] und [[Hebräische Sprache|Hebräisch]] beherrschte. In Padua hörte er bei Fortunio Liceti (1577–1657) und Lelio Mancino. In Paris vervollkommnete er seine Kenntnisse in den Jahren 1641 bis 1644. Sein Bruder Girolamo (1611–1656) war dort Botschafter.&lt;br /&gt;
=== Ämter, Botschafter in Frankreich ===&lt;br /&gt;
==== Erste Ämter (1644–1647) ====&lt;br /&gt;
Nach dem Studium der [[Philosophie]], [[Theologie]] und [[Geschichte]] an der [[Universität Padua]], wie für einen Patrizier üblich ohne Abschluss, bekleidete Marcantonio Giustinian verschiedene öffentliche Ämter. Wie die meisten jungen Patrizier, so begann er seine Laufbahn mit einer Beschäftigung als &amp;#039;&amp;#039;Savio agli Ordini&amp;#039;&amp;#039; – jeweils im Halbjahr April bis September 1644 und 1645. Am 17. April 1647 wurde er zum &amp;#039;&amp;#039;Governatore di galera&amp;#039;&amp;#039; gewählt, ohne jedoch Erfahrung im Bereich der Seefahrt und der [[Galeere]]n aufweisen zu können. Diese Wahl hing mit dem [[Krieg um Kreta]] zusammen, der 1645 begonnen hatte, und der sich bis 1669 hinzog. Danach blieb er ein Jahrzehnt lang der Politik fern, während Girolamo als Botschafter in Spanien, im Reich und in Rom fungierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656 starb jedoch Girolamo, ebenso wie ein weiterer Bruder, Francesco, der einzige der Söhne, der geheiratet hatte. Doch waren dessen Kinder noch sehr jung. Dieser doppelte Verlust zwang die Familie, ihre Strategie neu zu überdenken, den Söhnen neue Rollen zuzuweisen.&lt;br /&gt;
==== Neue Familienstrategie, Magistraturen (1656–1664) ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Naval battle between the Turkish and Venetian fleets in 1661 (miniature).jpg|mini|Seeschlacht zwischen osmanischen und venezianischen Schiffen, Darstellung von 1662 in der [[Biblioteca Nazionale Marciana|Biblioteca Marciana]]]]&lt;br /&gt;
Marcantonio musste sich nun der Politik öffnen. Dem seinerzeitigen &amp;#039;&amp;#039;Saviato agli Ordini&amp;#039;&amp;#039; waren nicht die sonst üblichen &amp;#039;&amp;#039;Saviati di Terraferma&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;del Consiglio&amp;#039;&amp;#039; gefolgt, die sonst den Zugang zum &amp;#039;&amp;#039;Collegio&amp;#039;&amp;#039; ebneten, und damit zum Machtkern. So konzentrierte er sich auf eher technische Magistrate, vor allem solche, bei denen die Finanzen eine Rolle spielten. Von Juli bis Oktober 1656 war er also &amp;#039;&amp;#039;Depositario del Banco Giro&amp;#039;&amp;#039;, um dann erst wieder vier Jahre später als &amp;#039;&amp;#039;Provveditore alle Biave&amp;#039;&amp;#039; aufzutreten, nämlich vom 13. März 1660 bis zum 12. Juli 1661. Dabei war er mit der Versorgung Venedigs mit Getreide, vor allem [[Weizen]] betraut, aber auch mit der Verwaltung der dazu nötigen [[Bankguthaben|Depositen]]. Zu dieser Zeit war der Krieg um die Insel Kreta gegen die Osmanen noch in vollem Gange. Daher war die Versorgung der Mannschaften mit Schiffszwieback (biscotti) extrem wichtig und erforderte erhebliche finanzielle Mittel. Giustinian gelang es mit naturwissenschaftlichen Methoden Betrügereien der &amp;#039;&amp;#039;pistori&amp;#039;&amp;#039; nachzuweisen, der reich gewordenen Feilbäcker, die verurteilt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 2. November 1661 war er zwei Jahre lang einer der sieben &amp;#039;&amp;#039;Esecutori delle deliberazioni del Senato&amp;#039;&amp;#039;, Exekutoren der Senatsberschlüsse. Von 1663 bis 1664 war er einer der beiden Männer, die den &amp;#039;&amp;#039;Provveditori sopra Danari&amp;#039;&amp;#039; zur Unterstützung beigegeben wurden, ab dem 26. Juli 1664 zählte er zu den &amp;#039;&amp;#039;Conservatori delle Leggi&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Botschafter in Paris (1664/65–1669) ====&lt;br /&gt;
Schließlich wurde er am 6. August 1664 zum Botschafter in Frankreich gewählt. Dort kam er allerdings erst im November 1665 an. Nach Paris begleitete ihn sein jüngerer Bruder Giovanni. In [[Ludwig XIV.]] sah Giustinian den mächtigsten König Europas. Als er am 6. Februar 1669 seine &amp;#039;&amp;#039;relazione&amp;#039;&amp;#039;, seinen Abschlussbericht, vor dem Senat hielt, forderte er implizit dazu auf, das [[Merkantilismus|merkantilistische System]] des Ministers [[Jean-Baptiste Colbert|Colbert]] auch für Venedig zu prüfen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dupuymontbrun1654.jpg|mini|Als Botschafter gelang es Giustinian, den erfahrenen Militär Alexandre Dupuy de Montbrun (1600–1673) für den [[Krieg um Kreta|Kampf um Kreta]] zu gewinnen, das die Osmanen seit 1645 versuchten zu erobern, hier in einem Stich von 1654]]&lt;br /&gt;
Drängender jedoch wurde nun der Krieg um den Besitz Kretas. Die Osmanen verstärkten ihre Bemühungen, und Giustinian versuchte am Pariser Hof alles, um Hilfstruppen zu erhalten. Doch dort war man mit dem Kampf um [[Flandern]] beschäftigt. Im Januar 1667 schreibt Giustinian daher resigniert: „Più facilmente il re spedirà venticinque mille huomini in Fiandra, che cinquecento a Candia“, der König schicke leichter 25.000 Mann nach Flandern, als 500 nach Candia. Der Krieg war weit entfernt und er dauerte bereits Jahrzehnte an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nun wendete sich überraschend das Blatt. Der [[Devolutionskrieg]] wurde nach dem Abschluss des [[Frieden von Breda|Friedens von Breda]] zwischen England und Holland beendet. König Ludwig begann, den Mittelmeerraum mit anderen Augen zu sehen, und Ende April 1668 konnte Giustinian die Entsendung einer französischen Armee erwirken. Es gelang ihm zudem, die Entsendung des Militärexperten Alexandre Dupuy de Montbrun zu erwirken. In [[Iraklio|Candia]] traf am 21. November 1668 das französische Expeditionskorps unter der Führung von [[François d’Aubusson de La Feuillade|La Feuillade]] ein. Die Erfolge der Venezianer bei Candia hatten in Paris eine Euphorie ausgelöst. Trotz dieses diplomatischen Erfolges gelang es Giustinian weder, seine Amtszeit in Paris zu verlängern, noch Zugang zum venezianischen &amp;#039;&amp;#039;Collegio&amp;#039;&amp;#039; zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weitere Magistraturen (ab 1670), im inneren Zirkel (ab 1678) ====&lt;br /&gt;
Daher kehrte er wieder in die ihm bereits bekannten Finanzmagistraturen zurück. So wurde er am 4. Oktober 1670 &amp;#039;&amp;#039;Inquisitore sopra i Dazi&amp;#039;&amp;#039; – Kreta war inzwischen verloren – dann am 14. Januar 1671 &amp;#039;&amp;#039;Deputato all’Affrancazione dei prò in Zecca&amp;#039;&amp;#039;, schließlich am 18. Mai &amp;#039;&amp;#039;Sindaco inquisitore in Terraferma&amp;#039;&amp;#039;. Bei letzterem Posten war er einer von drei Adligen, die die Aufgabe hatten, die Verwaltungstätigkeit anderer Magistrate zu überprüfen. Mit seinen Amtskollegen Antonio Barbarigo (später ersetzt durch Girolamo Corner) und Michele Foscarini unterstützte und, wenn nötig, verurteilte er die Tätigkeit der wichtigsten Rektoren – eine äußerst strapaziöse und wohl auch frustrierende Aufgabe, die Giustinian von 1672 bis 1675 ausübte. Bald erkrankte er in [[Bergamo]] und [[Rovigo]]. Trotz seiner Erfolge gelang es Giustinian immer noch nicht, in den inneren Kreis vorzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch 1678 wurde er in den [[Rat der Zehn]] gewählt (Oktober 1678 bis September 1679), dann zum &amp;#039;&amp;#039;Consigliere ducale&amp;#039;&amp;#039; im Februar 1681 – damit saß er im entscheidenden Beratergremium. Dort übte er sein Amt bis Januar 1682 aus, um zugleich von August bis September 1681 &amp;#039;&amp;#039;Inquisitore di Stato&amp;#039;&amp;#039; zu sein. &amp;#039;&amp;#039;Correttore della Promissione ducale&amp;#039;&amp;#039; wurde er 1676, er befasste sich also mit der Überarbeitung des Amtseids, den jeder Doge zu leisten hatte, dann wurde er [[Provveditori sopra i Monasteri|Provveditore sopra Monasteri]] von 1677 bis 1678 und erneut 1683. Damit überwachte er, auch wenn die Amtsbezeichnung alle Klöster beinhaltete, vorrangig die Nonnenklöster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Positionen entglitt ihm wieder der Zugriff auf den innersten Machtzirkel, ebenso wie als Angehöriger des &amp;#039;&amp;#039;Collegio delle pompe&amp;#039;&amp;#039; (1677–1679 und 1683–1684), dann &amp;#039;&amp;#039;Revisore e regolatore dei Dazi&amp;#039;&amp;#039; (1679–1681 und 1682), &amp;#039;&amp;#039;Provveditore alle Miniere&amp;#039;&amp;#039; (1679–1680 und 1683–1684), &amp;#039;&amp;#039;Inquisitore all’Arsenale&amp;#039;&amp;#039; (1680) sowie &amp;#039;&amp;#039;Sopraprovveditore alla Sanità&amp;#039;&amp;#039; (1682–1683) oder &amp;#039;&amp;#039;Provveditore in Zecca&amp;#039;&amp;#039; (1683–1684). Der Kampf gegen Verschwendung, die Handelsabgaben, der Bergbau, das Arsenal und die Bekämpfung von Epidemien, all dies waren konfliktträchtige Felder, die jedoch wenig geeignet waren, seinen Aufstieg zu befördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund war zwar erkennbar, dass er höchsten Anforderungen gewachsen war, aber auch zahlreiche Einzelinstitutionen und ihr Umfeld aus eigener Erfahrung kannte, dennoch kam seine Wahl zum Dogen gleich im ersten Wahlgang völlig überraschend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wahl zum Dogen (1684) ====&lt;br /&gt;
Nach diesem Wahltag, dem 26. Januar 1684, war er versucht, Mönch im Kloster [[San Giorgio Maggiore|San Giorgio]] zu werden, nahm jedoch das höchste Staatsamt schließlich an. Für ihn sprachen durchaus seine Verdienste, auch die seines Bruders Girolamo im Botschafterdienst, seine Fähigkeit, Begeisterung für den bevorstehenden Kampf gegen die Osmanen zu wecken, hinzu kam sein Eintreten für die antiosmanische Heilige Liga. Hinzu kam, dass sich die übrigen Großfamilien nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten hatten einigen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Dogenamt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Osella d&amp;#039;oro di marcantonio giustinian, 1683.JPG|mini|links|Unter Giustinian 1684 geprägte Medaille, eine [[Osella (Münze)|Osella]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Venetian siege of Acropolis.jpg|mini|Venedigs Flotte belagert 1687 die Athener [[Akropolis (Athen)|Akropolis]]]]&lt;br /&gt;
Dem neuen Dogen waren nur wenige Jahre beschieden, die zudem im Schatten seines Nachfolgers standen, dem überraschende militärische Erfolge gelangen. Nach seiner feierlichen [[Inthronisation]] zelebrierte man nämlich ausgiebig die Siege Venedigs gegen die Osmanen durch den Generalkapitän [[Francesco Morosini]] mit Dankgottesdiensten, Festen, Tänzen und Stadtbeleuchtungen, bei deren phantasievoller Ausstattung sich besonders die jüdischen Organisatoren aus dem [[Ghetto (Venedig)|Ghetto]] auszeichneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Giustinian war jeder Anlass gut für ein Fest, das mit einem [[Te Deum]] in der Kirche begann und mit einem Bankett fortgesetzt wurde, das er ebenfalls mit einem Te Deum einleitete, was ihm bald den Spitznamen &amp;#039;&amp;#039;il doge del Te Deum&amp;#039;&amp;#039; einbrachte. Ihren Höhepunkt fanden die Feierlichkeiten in der Wiedereinweihung der kleinen Kirche San Nicolò im Dogenpalast, die in kürzester Zeit von den darin untergebrachten Büros geräumt worden war. Der Doge soll sich mit dem Gedanken getragen haben, von seinem Amt zurückzutreten, doch sah er ein, dass, wenn es Gottes Plan war, ihn zum Dogen zu erheben, er nicht gegen dessen Willen abtreten konnte. Papst [[Innozenz XI.]] soll ihn jede Woche gesegnet haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Da Mosto: &amp;#039;&amp;#039;I dogi di Venezia con particolare riguardo alle loro tombe&amp;#039;&amp;#039;, Ferdinando Ongania, Venedig [1939], S. 267 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod und Begräbnisstätte ==&lt;br /&gt;
Giustinian starb innerhalb kurzer Zeit, nachdem er die Litanei rezitiert hatte, am 23. März 1688. Er wurde gemäß seinem Wunsch in [[San Francesco della Vigna]] begraben, allerdings nicht in der [[Kutte]] eines [[Franziskanische Orden|Kapuziners]], die zu tragen er sich nicht für würdig befand, sondern in einem einfachen Umhang und ohne Pomp.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Da Mosto: &amp;#039;&amp;#039;I dogi di Venezia con particolare riguardo alle loro tombe&amp;#039;&amp;#039;, Ferdinando Ongania, Venedig [1939], S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Giustinian, Marc&amp;#039;Antonio – Ordini relativi alle paghe delle genti d&amp;#039;arme, 1674 – BEIC 14476555.jpg|mini|Marcantonio Giustinian, Michele Foscarini und Gerolamo Cornaro, &amp;#039;&amp;#039;Ordini relativi alle paghe delle genti d’arme&amp;#039;&amp;#039;, 1674]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ordini e terminationi nel proposito del territorio di Bergamo li 4 aprile 1673&amp;#039;&amp;#039;, Figliuoli di Marc’Antonio Rossi, Bergamo 1673. ([https://gutenberg.beic.it/webclient/DeliveryManager?pid=14477499 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ordini et regole fatte per la Comunità de gl’Orzi Nuovi&amp;#039;&amp;#039;, Gio:Giacomo Vignadotti, Brescia 1673. ([https://gutenberg.beic.it/webclient/DeliveryManager?pid=11429442 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ordini, dichiarazioni e limitazioni in proposito di privilegi et esenzioni dai dazi nella città di Bergamo l’anno 1673&amp;#039;&amp;#039;, Gio:Giacomo Vignadotti, Brescia 1673. ([https://gutenberg.beic.it/webclient/DeliveryManager?pid=14475482 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ordini et regole fatte per il territorio di Brescia|volume, Gio:Giacomo Vignadotti&amp;#039;&amp;#039;, Brescia 1674. ([https://gutenberg.beic.it/webclient/DeliveryManager?pid=11429404 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ordini et regole fatte per la Comunità di Lonato&amp;#039;&amp;#039;, Gio:Giacomo Vignadotti, Brescia 1674. ([https://gutenberg.beic.it/webclient/DeliveryManager?pid=11429425 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ordini relativi alle paghe delle genti d’arme&amp;#039;&amp;#039;, Figliuoli di Marc’Antonio Rossi, Bergamo 1674. ([https://gutenberg.beic.it/webclient/DeliveryManager?pid=14476555 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ordini e terminazioni stabilite in proposito dei notai e coadiutori del Palazzo&amp;#039;&amp;#039;, Bergamo, 1673, Nachdruck Fratelli Rossi, Bergamo 1732. ([https://gutenberg.beic.it/webclient/DeliveryManager?pid=14476884 Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Giuseppe Gullino]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.treccani.it/enciclopedia/marcantonio-giustinian_(Dizionario-Biografico) Giustinian, Marcantonio]&amp;#039;&amp;#039;, in: Dizionario Biografico degli Italiani 57 (2001) 257–259.&lt;br /&gt;
* [[Andrea Da Mosto]]: &amp;#039;&amp;#039;I dogi di Venezia con particolare riguardo alle loro tombe&amp;#039;&amp;#039;, Ferdinando Ongania, Venedig [1939&amp;lt;ref&amp;gt;Das Jahr der Drucklegung wird auf der Seite nach S. 395 genannt.&amp;lt;/ref&amp;gt;], S. 10, 264–268. ([http://asa.archiviostudiadriatici.it/islandora/object/libria:114575/datastream/PDF/content/libria_114575.pdf Digitalisat], PDF)&lt;br /&gt;
* [[Samuele Romanin]]: &amp;#039;&amp;#039;Storia documentata di Venezia&amp;#039;&amp;#039;, Bd. VII, Venedig 1858, S. 485 f. ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10079460?page=490,491 Digitalisat, S. 484 f.])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Marcantonio Giustinian}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Alvise Contarini (Doge)|Alvise Contarini]]|NACHFOLGER=[[Francesco Morosini]]|AMT=[[Doge von Venedig]]|ZEIT=[[1684]]–[[1688]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1023185016|VIAF=305315538}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Giustinian, Marcantonio}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Doge (Venedig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrscher (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Venezianischer Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botschafter in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1619]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1688]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Giustinian, Marcantonio&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=[[Doge von Venedig|Doge]] von [[Republik Venedig|Venedig]] (1684–1688)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. März 1619&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Venedig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. März 1688&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Venedig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bisam</name></author>
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