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	<title>Marc Ruchet - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marc_Ruchet&amp;diff=64928&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bph: Helveticat-Link ergänzt</title>
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		<updated>2025-04-30T15:01:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helveticat-Link ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Marc Ruchet.jpg|mini|Marc Ruchet (ca. 1900)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marc-Émile Ruchet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (überwiegend &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marc Ruchet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt; * [[14. September]] [[1853]] in [[Saint-Saphorin-sur-Morges]]; † [[13. Juli]] [[1912]] in [[Bern]]; [[Bürgerort|heimatberechtigt]] in [[Bex]]) war ein [[Schweiz]]er [[Politiker]] ([[Freisinnig-Demokratische Partei|FDP]]). Von 1882 bis 1893 gehörte er dem [[Grosser Rat (Waadt)|Grossen Rat]] des Kantons [[Kanton Waadt|Waadt]] an, danach bis 1899 dem Waadtländer [[Staatsrat des Kantons Waadt|Staatsrat]]. Zweimal vertrat er diesen Kanton im [[Ständerat]], von 1887 bis 1893 und wieder von 1896 bis 1899. Im Dezember 1899 wurde Ruchet in den [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] gewählt, dem er bis kurz vor seinem Tod angehörte. In den Jahren 1905 und 1911 war er [[Bundespräsident (Schweiz)|Bundespräsident]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Studium und Beruf ===&lt;br /&gt;
Er war der Sohn des Lehrers Charles Ruchet und von Lina Bäurlin. Nachdem der Vater 1861 eine Stelle bei der [[Banque Cantonale Vaudoise|Waadtländer Kantonalbank]] angetreten hatte, zog die Familie nach [[Lausanne]] um. Marc Ruchet besuchte dort das humanistische Gymnasium. Anschliessend studierte er [[Rechtswissenschaft]] an der Lausanner Akademie, wo er der linksliberalen Studentenverbindung [[Schweizerische Studentenverbindung Helvetia|Helvetia]] beitrat. Ebenso war er Mitglied der [[Freimaurerloge]] &amp;#039;&amp;#039;La Liberté&amp;#039;&amp;#039;. Er schloss 1875 mit dem [[Lizenziat]] ab, worauf ein Auslandaufenthalt in [[Heidelberg]] folgte. Bei [[Louis Ruchonnet]] absolvierte er zusammen mit [[Eugène Ruffy]] ein Praktikum, ehe er 1878 das [[Anwaltschaft in der Schweiz|Anwaltspatent]] erwarb und Teilhaber von Ruchonnets Kanzlei wurde. Nachdem Ruchonnet 1881 zum [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] gewählt worden war, übernahm er die Kanzlei. Verheiratet war er mit der Malerin Anna-Rosa Hartmann.&amp;lt;ref&amp;gt;Altermatt: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Schweizer Armee]] war er [[Oberstleutnant]] der [[Militärjustiz (Schweiz)|Militärjustiz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantons- und Bundespolitik ===&lt;br /&gt;
Ruchets politische Laufbahn begann 1882 mit der Wahl in den [[Grosser Rat (Waadt)|Grossen Rat]] des [[Kanton Waadt|Kantons Waadt]]. Er war 1887 dessen Präsident und gehörte diesem bis 1893 an. Ebenfalls 1887 wählte ihn der Grosse Rat erstmals zu einem Vertreter der Waadt im [[Ständerat]]. Nach einem vorübergehenden Rücktritt im Jahr 1893 vertrat er seinen Kanton im Ständerat erneut von 1896 bis 1899. Als [[Staatsrat (Waadt)|Staatsrat]] war er von 1894 bis 1899 Mitglied der Waadtländer Kantonsregierung, während dieser Zeit stand er der Erziehungs- und Kirchendirektion vor. Er war in die Einführung des kostenlosen [[Kindergarten]]s involviert, förderte Bibliotheken und Museen und erarbeitete ein [[Denkmalschutz#Schweiz|Denkmalschutzgesetz]], das später anderen Kantonen und Staaten als Modell diente. Von Amts wegen sass er von 1886 bis 1888 im [[Verwaltungsrat (Schweiz)|Verwaltungsrat]] der Eisenbahngesellschaft [[Chemins de fer de la Suisse Occidentale#Suisse-Occidentale–Simplon|Suisse-Occidentale–Simplon]] und von 1890 bis 1899 in jenem der [[Jura-Simplon-Bahn]]. Ebenso gehörte er dem Verwaltungsrat der Waadtländer Kantonalbank und dem Vorstand des Waadtländer Industrie- und Handelsvereins an.&amp;lt;ref&amp;gt;Altermatt: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 233–234.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Ende 1899 wurden zwei Sitze im [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] frei, nachdem sowohl [[Adrien Lachenal]] als auch Eugène Ruffy ihren Rücktritt erklärt hatten. Während die Wahl von [[Robert Comtesse]] zum Nachfolger Lachenals weitgehend unbestritten war, galt zunächst der Genfer [[Gustave Ador]] als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge von Ruffy. Ador verzichtete jedoch auf eine Kandidatur. Die Waadtländer Radikalen einigten sich rasch auf Ruchet, die Bestätigung der Kandidatur durch die FDP-Fraktion war reine Formsache. Am 14.&amp;amp;nbsp;Dezember 1899 fand die Ersatzwahl durch die [[Bundesversammlung (Schweiz)|Bundesversammlung]] statt. Ruchet erhielt im ersten Wahlgang 124 von 167 gültigen Stimmen, auf verschiedene andere Personen entfielen 43 Stimmen. Das &amp;#039;&amp;#039;[[Bündner Tagblatt]]&amp;#039;&amp;#039; kommentierte, er sei ein Verlegenheitskandidat gewesen, der über die Grenzen seines Heimatkantons kaum bekannt sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Altermatt: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 234–235.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesrat ===&lt;br /&gt;
Von kurzen Unterbrechungen abgesehen, führte Ruchet von 1900 bis 1903, von 1906 bis 1910 sowie 1912 überwiegend das [[Eidgenössisches Departement des Innern|Departement des Innern]]. Im Jahr 1904 vertrat er Comtesse vorübergehend im [[Eidgenössisches Finanzdepartement|Finanz- und Zolldepartement]]. Als [[Bundespräsident (Schweiz)|Bundespräsident]] leitete er in den Jahren 1905 und 1911, den damaligen Gepflogenheiten entsprechend, jeweils das [[Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten|Politische Departement]] und war somit Aussenminister.&amp;lt;ref&amp;gt;Altermatt: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 235.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Amtszeit Ruchets traten wichtige gesetzliche Neuerungen in Kraft. Das im Jahr 1902 revidierte Forstpolizeigesetz schrieb im ganzen Land den Erhalt des Waldbestandes vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|7849|Wald|Autor=Anton Schuler}} (Kapitel 3.3 Forstpolizeigesetz und die Entwicklung im 20. Jahrhundert.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit diesem Gesetz, das europaweit als vorbildlich galt, sollten die Landschaften vor der zunehmenden Verstädterung geschützt und als Folge davon die nationale Identität der Schweiz bewahrt werden. 1905 übernahm Ruchet das Patronat der neu gegründeten Organisation [[Schweizer Heimatschutz]], darüber hinaus erreichte er eine Erhöhung der Kultursubventionen. Als Waadtländer Staatsrat hatte er sich noch gegen die finanzielle Unterstützung der Primarschulen durch den Bund gewehrt, weil er dies als Einmischung in die Kompetenz der Kantone betrachtet hatte. Als Bundesrat änderte er seine Haltung und konnte die Stimmberechtigten von der Notwendigkeit der Vorlage überzeugen, die am 23.&amp;amp;nbsp;November 1902 mit 76,3 % der Stimmen angenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Altermatt: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 236.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bk.admin.ch/ch/d/pore/va/19021123/index.html |titel=Volksabstimmung vom 23. November 1902 |werk=[[admin.ch]] |datum=2013-05-10 |abruf=2013-05-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. Juli 1908 musste Ruchet eine Abstimmungsniederlage hinnehmen, als das Volk mit 63,5 % einer Initiative zustimmte, die ein [[Absinth#Ein Mord und das Absinthverbot|Absinthverbot]] verlangte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bk.admin.ch/ch/d/pore/va/19080705/index.html |titel=Volksabstimmung vom 5. Juli 1908 |werk=admin.ch |datum=2013-05-10 |abruf=2013-05-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies erschien widersprüchlich, zumal sechs Jahre zuvor die Einschränkung des freien Alkoholverkaufs noch abgelehnt worden war. Ruchet hätte es ohnehin vorgezogen, ein Verbot über das Lebensmittelgesetz zu regeln anstatt auf Verfassungsstufe. Er setzte jedoch den Volkswillen um und liess ein Ausführungsgesetz ausarbeiten, das im Oktober 1910 in Kraft trat. Im selben Jahr wollte Ruchet angesichts des zunehmenden Automobilverkehrs dem Bund die Kompetenz übertragen, Regeln zur Verkehrssicherheit zu erlassen, doch die Zuständigkeit blieb bis in die 1930er Jahre bei den Kantonen.&amp;lt;ref&amp;gt;Altermatt: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 236–237.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen Amtsjahren als Bundespräsident und Aussenminister konnte Ruchet keine besonderen Akzente setzen. Dies entsprach aber durchaus der damals üblichen Praxis, da die Schweizer Aussenpolitik sich weitgehend auf die Pflege von Handelsbeziehungen beschränkte. Er selbst befürwortete ein Ende des Rotationsprinzips, doch die Zeit war noch nicht reif dafür. In sein erstes Präsidialjahr fielen der Durchstich des [[Simplontunnel]]s sowie die Eröffnung von Gesandtschaften in [[Sankt Petersburg]] und [[Tokio (Stadt)|Tokio]]. Nach dem Tod seiner Ehefrau im November 1909 litt Ruchet zunehmend an gesundheitlichen Problemen und musste mehrmals seine Amtstätigkeit unterbrechen. Am 9.&amp;amp;nbsp;Juli 1912 gab er seinen Rücktritt bekannt, vier Tage später verstarb er im Alter von 58 Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Altermatt: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 237.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Urs Altermatt]] |Herausgeber=Urs Altermatt |Titel=Marc Ruchet |Sammelwerk=Das Bundesratslexikon |Verlag=[[NZZ Libro]] |Ort=Zürich |Jahr=2019 |ISBN=978-3-03810-218-2 |Seiten=233–239}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|4361|Marc Ruchet|Autor=Nicole Meystre; Andreas Schwab (Übersetzung)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Marc-Émile Ruchet|Marc Ruchet}}&lt;br /&gt;
* {{BAR-CH|4200|Ruchet, Marc}}&lt;br /&gt;
* {{Helveticat-GND|gnd=129954241}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Eugène Ruffy]]|NACHFOLGER=[[Camille Decoppet]]|AMT=[[Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates|Mitglied im Schweizer Bundesrat]]|ZEIT=1900–1912}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Schweizer Innenminister&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Schweizer Finanzminister&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vorsteher/in des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129954241|VIAF=15863477}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ruchet, Marc}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Finanzdepartements]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ständerat (Waadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsrat (Waadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grossrat (Waadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Mitglied (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter in der Schweizerischen Studentenverbindung Helvetia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundespräsident (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1853]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ruchet, Marc&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ruchet, Marc-Émile (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. September 1853&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Saint-Saphorin-sur-Morges]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Juli 1912&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bern]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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