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	<title>Maracaibo-See - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-10160-58: /* Wirtschaft */</title>
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		<updated>2026-02-15T19:27:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wirtschaft&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox See&lt;br /&gt;
|BILD = Lake Maracaibo map-de.svg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Karte des Maracaibo-Sees&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 9/44/33/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 71/33/28/W&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = VE&lt;br /&gt;
|LAGE = [[Venezuela]]&lt;br /&gt;
|ZUFLUSS= &lt;br /&gt;
|ABFLUSS= &lt;br /&gt;
|INSELN = &lt;br /&gt;
|UFERORT= &lt;br /&gt;
|NAHERORT = &lt;br /&gt;
|HÖHE = &lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG = &lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 13512&lt;br /&gt;
|SEELÄNGE = &lt;br /&gt;
|SEEBREITE = &lt;br /&gt;
|VOLUMEN= &lt;br /&gt;
|UMFANG = &lt;br /&gt;
|MAX-TIEFE = 35&lt;br /&gt;
|MED-TIEFE = &lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN = [[Binnenmeer]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maracaibo-See&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (spanisch &amp;#039;&amp;#039;Lago de Maracaibo&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Binnenmeer]] im Nordwesten von [[Venezuela]]. Es liegt im [[Maracaibo-Becken]] und ist im Norden über die Straße von Tablazo mit dem [[Golf von Venezuela]] verbunden, der an das [[Karibisches Meer|Karibische Meer]] grenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die fast völlige Trennung vom Karibischen Meer wird der Maracaibo oft als [[See]] angesehen und wäre mit 13.512 [[Quadratkilometer]]n Ausdehnung der größte See [[Südamerika]]s. Geologische Aufzeichnungen zeigen, dass es sich früher tatsächlich um einen See handelte, der mit einem Alter von 20 bis 36 Millionen Jahren zu den ältesten Seen der Erde gehört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LakeNet&amp;quot;&amp;gt;[http://www.worldlakes.org/lakedetails.asp?lakeid=9069 Lake Profile: Maracaibo]. &amp;#039;&amp;#039;LakeNet.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Maracaibo Basin map.jpg|links|mini|Der Maracaibo-See im Maracaibo-Becken, das von Ausläufern der [[Anden]] eingerahmt wird]]&lt;br /&gt;
Das Binnenmeer ist 13.512 km² groß und bis zu 35&amp;amp;nbsp;m tief. Seine größte Länge in Nord-Süd-Richtung beträgt etwa 217 km, die größte Breite in West-Ost-Richtung etwa 115 km. Es ist durch die 38&amp;amp;nbsp;km lange und 5,5 bis 14,6&amp;amp;nbsp;km breite [[Meerenge]] &amp;#039;&amp;#039;Canal de San Carlos&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;!-- und über die Straße von Tablazo (55&amp;amp;nbsp;km)--&amp;gt;mit dem [[Golf von Venezuela]] und der [[Karibik]] verbunden. Der Maracaibo-See wird wegen seiner kurzen Verbindung zum Meer auch von [[Schiff|Hochseeschiffen]] befahren; an der Mündung befinden sich die Hafenstädte [[Cabimas]] und [[Maracaibo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den insgesamt 135 Zuflüssen des Maracaibo-Sees gehören der Apón, Aricuaisa, Aurare, Bravo, Burro Negro, [[Río Catatumbo|Catatumbo]], Caus, [[Río Chama (Venezuela)|Chama]], [[Río Escalante (Venezuela)|Escalante]], Limón, Machango, Mene, Misoa, Motatán, Onia, Palmar, [[Santa Ana (Venezuela)|Santa Ana]], Tamare, Tucani sowie Ule. An der Mündung des Catatumbo kommt es zum Phänomen der [[Catatumbo-Gewitter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der nördliche Teil des Binnenmeeres noch [[Brackwasser]] enthält, ist der südliche Teil völlig [[Süßwasser|ausgesüßt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der großen Ausdehnung und geologischen Beschaffenheit des Maracaibo-Sees besitzt er zahlreiche zum Teil auch größere Inseln. Ein Großteil dieser Inseln gehören zur Region der Gemeinde Almirante Padilla: Zapara, Toas, San Carlos, Isla de Providencia, Isla de Pescadores, Los Pájaros, Maraca, San Bernardo sowie Sabaneta de Montiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Maracaibo-See hält den absoluten Weltrekord für [[Blitz]]e weltweit. Durch seine große Fläche zwischen den beiden nördlichsten Ausläufern der Anden und wegen seiner im Durchschnitt mit 30 Grad Celsius hohen Wassertemperatur verdunstet dort tagsüber eine große Menge Wasser. Nachts kühlen die den See umgebenden Berghänge schneller ab als die warme Luft über dem See. Dieser Temperaturgegensatz fördert die Wolkenbildung und lässt extrem hohe Quellbewölkung entstehen. Starke Gewitter mit entsprechend intensiven elektrischen Entladungen sind die Folge. Nach den Aufzeichnungen des Satelliten der [[Tropical Rainfall Measuring Mission]] kommt es über jedem Quadratkilometer des Maracaibo-Sees im Durchschnitt zu mehr als 233 Blitzen im Jahr, wobei sich die meisten Gewitter in den Nachtstunden des Spätsommers ereignen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Agnieszka Gautier |url=https://www.earthdata.nasa.gov/news/feature-articles/maracaibo-beacon |titel=The Maracaibo Beacon |werk=Earthdata |hrsg=NASA |datum=2021-04-19 |sprache=en |abruf=2025-01-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelegentlich wurden dort sogar bis zu 65 Blitze pro Quadratkilometer und Nacht gemessen. Blitzeinschläge in der Gegend führen immer wieder zu Verlusten unter den ausgedehnten Rinderherden, die in dem flachen Uferbereich des Maracaibo-Sees grasen. Gelegentlich schlagen die Blitze auch in Ölfördereinrichtungen ein und setzen sie in Brand. Unter dem flachen Binnenmeer befinden sich nämlich große Lagerstätten an Kohlenwasserstoffen, aus denen die staatliche venezolanische Ölgesellschaft Öl und Gas fördert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Gewitterforschung: Afrika ist der Kontinent der Blitze |Sammelwerk=Frankfurter Allgemeine Zeitung |Verlag= |Ort= |Datum=2017-01-27 |Seiten= |Online=[http://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/satellitendaten-zeigen-gewitterforschern-wo-es-in-der-welt-am-haeufigsten-blitzt-14737657.html faz.net]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Maracaibo MODIS 2004jun26.jpg|hochkant|mini|Satellitenbild des Maracaibo-Sees, das den Befall mit Wasserlinsen zeigt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sauerstoffreiche Wasser des Maracaibo-Sees begünstigt das Algenwachstum und führt zu einer reichen Artenvielfalt. Hierzu gehören Reiher, [[Krokodilkaiman]]e, Garnelen, Leguane, Welse, Barsche, Meeräschen, Gürteltiere und [[Braunpelikan]]e sowie [[Guyana-Delfin]]e. Zu den [[Endemit|endemischen]] Fischen im Becken des Maracaibo-Sees gehört der &amp;#039;&amp;#039;[[Lamontichthys maracaibero]]&amp;#039;&amp;#039;, der zur Familie der [[Harnischwelse]] gehört und eine Länge von bis zu 21 Zentimetern erreicht, sowie eine Art der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Mylossoma]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2004 kam es auf dem Maracaibo-See zu einer Plage durch massenhafte Ausbreitung der [[Kleine Wasserlinse|Kleinen Wasserlinse]]. Die Ursache dafür wird in der zunehmenden Aussüßung des Seewassers durch verstärkte [[Regen]]fälle gesehen. Daneben sollen Umwelteinflüsse durch die Erdölindustrie eine Rolle spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Südwesten befindet sich der Nationalpark &amp;#039;&amp;#039;Ciénagas de Juan Manuel&amp;#039;&amp;#039;. Der Park ist vor allem durch Moorlandschaften, tropische Wälder und eine reiche Population verschiedener Vogelarten geprägt. Zur weiteren Fauna gehören Flussdelfine, Tapire sowie Großkatzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ureinwohner und sogenannte Entdecker ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Niña descendiente de la tribu AÑU.jpg|mini|Añu-Mädchen]]&lt;br /&gt;
Die ersten bekannten Siedlungen in der Bucht waren die der Ureinwohner, die der zu den [[Arawak]] gehörenden [[Añu]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Paraujano&amp;#039;&amp;#039;). Der Stamm, dessen Name übersetzt „Menschen des Wassers“ bzw. „Menschen der Lagune“ bedeutet, nannte den Maracaibo-See &amp;#039;&amp;#039;Conquibacao&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Coquivacoa&amp;#039;&amp;#039;. Weitere bedeutende Stämme in dieser Zeit waren die [[Wayúu]] (Guajiro), die Caquetíos und die Quiriquires. Noch heute gibt es indigene Ansiedlungen im westlichen Grenzbereich mit [[Kolumbien]] an der Laguna de Sinamaica sowie vereinzelt im nördlichen Zulia. Weitere dieser im Spanischen &amp;#039;&amp;#039;palafitos&amp;#039;&amp;#039; genannten [[Pfahlbau]]-Siedlungen existieren im Süden und Südwesten des Maracaibo-Sees bei [[Lagunetas]] sowie in Santa Rosa, einem Stadtteil von Maracaibo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. August 1499 fuhren [[Amerigo Vespucci]] und [[Alonso de Ojeda]] durch eine Meerenge in ein riesiges Brackwassergewässer, das sie &amp;#039;&amp;#039;Lago de Bartolomé&amp;#039;&amp;#039; nannten, nach dem Tagesheiligen [[Apostel Bartholomäus|Bartholomäus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Legende besagt, dass die Ojeda-Expedition zahlreiche Hütten von Einheimischen fand, die auf Stelzen über dem Wasser gebaut und die durch Holzstege untereinander und mit dem Meeresufer verbunden waren. Die Pfahlbauten erinnerten Vespucci an die Stadt [[Venedig]] (ital. &amp;#039;&amp;#039;Venezia&amp;#039;&amp;#039;), so dass er die Region &amp;#039;&amp;#039;Venezuela&amp;#039;&amp;#039; taufte – im Sinne von [[Klein-Venedig (Venezuela)|Klein-Venedig]] auf Italienisch. Das Wort hat die gleiche Bedeutung im Spanischen, wo das Suffix „-uela“ als [[Diminutiv]] Verwendung findet: beispielsweise wird aus Plaza der Begriff plazuela und aus Cazo der Begriff cazuela.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dydynski_Beech_2004_177&amp;quot;&amp;gt;{{Cite book |year=2004 |title=Venezuela |publisher=Lonely Planet |isbn=978-1-74104-197-2 |url=http://books.google.com/?id=JDdb1alDGYIC |accessdate=2007-03-10 |author=Krzysztof Dydyński, Charlotte Beech |page=177 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas_2005_189&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|last=Thomas|first=Hugh|year=2005|title=Rivers of Gold: The Rise of the Spanish Empire, from Columbus to Magellan|publisher=Random House|isbn=0-375-50204-1|page=189 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Geschichte um Ojeda und Vespucci die populärste und akzeptierteste Version des Namensursprungs Venezuelas bleibt, verweisen einige Quellen auf [[Martín Fernández de Enciso]], ein Mitglied der Vespucci- und Ojeda-Crew. In seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Summa de Geografía&amp;#039;&amp;#039; beschreibt dieser, dass sie eine indigene Bevölkerung während der Expedition entdeckten, die sich selbst die „Veneciuela“ nannten. Dies lässt den Rückschluss zu, dass der Name „Venezuela“ sich hiervon nativ ableiten lässt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ICH_1958_386&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|year=1958|title= Cuadernos Hispanoamericanos|publisher=Instituto de Cultura Hispánica (Agencia Española de Cooperación Internacional)|page=386|language=Spanish}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 16. bis 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Acción del castillo de Maracaibo.jpg|mini|Vorbereitendes Seegefecht zur finalen Seeschlacht von Maracaibo (1823), Gemälde von José María Espinosa Prieto]]&lt;br /&gt;
Von 1528 bis 1545 wurde das Land um den See als Klein-Venedig an die [[Welser]] verpfändet. 1529 wurde Neu-Nürnberg, das spätere [[Maracaibo]], gegründet. Doch die Bemühungen der Welser hatten keinen Erfolg, und so wurde ihnen das Lehen wieder entzogen. Später erhielt der See den Namen &amp;#039;&amp;#039;Lago de Maracaibo&amp;#039;&amp;#039;: „Maracaibo-See“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des siebzehnten Jahrhunderts kam es auf dem Maracaibo-See immer wieder zu Überfällen durch [[Piraterie]]. Zu den bekannten Piraten dieser Zeit gehörten Enrique de Gerard (1614), William Jackson (1642), [[Jean-David Nau]] „l Olonnés“ (1666), Miguel Vascongado (1667), [[Henry Morgan]] (1669) und Michel de Grandmont (1678).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. Juli 1823 kam es in der Bucht zur &amp;#039;&amp;#039;Seeschlacht vom Maracaibo&amp;#039;&amp;#039;, bei der die spanische Flotte unter Kapitän Ángel Laborde von der republikanischen Marine unter Admiral [[José Prudencio Padilla]] besiegt wurde; sie gilt als letzte Schlacht der [[Unabhängigkeitskriege in Venezuela]]. Von Historikern wird die &amp;#039;&amp;#039;[[Schlacht von Carabobo]]&amp;#039;&amp;#039; am 24. Juni 1821 unter General [[Simón Bolívar]] gewöhnlich als entscheidende Schlacht bei der Erlangung der Venezolanischen Unabhängigkeit angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eljuri-Yunes S. Antonio R. 1985. La Batalla Naval del Lago de Maracaibo. Cuarta Edición. comandancia General de la Armada. Caracas, pp. 204.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vargas, Francisco Alejandro. 1994. Historia Naval de Venezuela. Comandancia General de la Marina. Caracas. 3 Volúmenes. ISBN 980-224-028-1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:General Rafael Urdaneta Bridge view from the lake to Cabimas side.jpg|mini|Die General-Rafael-Urdaneta-Brücke]]&lt;br /&gt;
1917 fand man bei [[Cabimas]] an der Ostküste des Sees [[Erdöl]], weitere [[Ölfeld]]er folgten. 1922 gingen die ersten Bohrtürme, hauptsächlich von [[Standard Oil Company|Standard Oil]] und [[Gulf Oil]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Michael Zeuske]] |Titel=Kleine Geschichte Venezuelas |Verlag=Verlag C. H. Beck |Ort=München |Datum=2007 |Reihe=Beck’sche Reihe |NummerReihe=1745 |ISBN=978-3-406-54772-0 |Seiten=144}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Betrieb. Zwischen 1923 und 1953 kam eine Flotte kleiner [[Öltanker]] zum Einsatz, die so genannte [[Lake-Tanker|Moskitoflotte]]. Diese hatten einen besonders flachen Tiefgang und wurden zum Transport des Rohöls zu den [[Erdölraffinerie]]n in [[Aruba]] und [[Curaçao]] sowie zu den vor der Bucht ankernden [[Tanker]]n genutzt. Die Flotte war notwendig, da die den See mit dem [[Golf von Venezuela]] und der [[Karibik]] verbindende [[Meerenge]], der [[Canal de San Carlos]], aufgrund von wandernden Sandbarren anfangs nur Tiefen von vier Metern erreichte. Später wurde die Fahrrinne vertieft und Ende der 1940er Jahre mit dem Bau von Öl[[pipeline]]s zum [[Tiefwasserhafen]] der [[Paraguaná]]-Halbinsel begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1962 fertiggestellte [[General-Rafael-Urdaneta-Brücke]] (8678 m) überquert die Meerenge Canal de San Carlos auf einer südlich des Zentrums von Maracaibo gelegenen Trasse; sie ist eine der längsten Brücken der Welt und galt bei ihrer Fertigstellung als die längste [[Schrägseilbrücke]] der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. April 1964 kollidierte der Tanker &amp;#039;&amp;#039;Esso Maracaibo&amp;#039;&amp;#039; nach dem Ausfall seiner elektrischen Systeme mit der Brücke. Die Kollision führte zum Einsturz von zwei Pfeilern, bei dem sieben Menschen ums Leben kamen. Das Tankerunglück hatte keine weiteren Folgen für den See.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau einer zweiten Brücke, die [[Santa Cruz de Mara]] mit [[Punta de Palmas]] verbinden soll,{{Zukunft|2018}} fanden im Jahr 2013 Voruntersuchungen für Fundamente statt. Die Brücke soll Straßen- und Schienenverkehr ermöglichen und 10,8&amp;amp;nbsp;km lang werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.worldhighways.com/sections/emergent/features/preparations-are-underway-for-a-new-bridge-in-venezuela/|titel=Preparations are underway for a new bridge in Venezuela|hrsg=worldhighways.com|datum=2013-06|zugriff=2016-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Freileitungskreuzung des Maracaibo-Sees]] verbindet bereits heute die beiden Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lago de Maracaibo.JPG|mini|Satellitenaufnahme des Maracaibo-Sees aus nördlicher Richtung]]&lt;br /&gt;
Die Wirtschaft des Maracaibo-Sees fußt vor allem auf der Ölindustrie, der Fischerei und dem Tourismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der See fungiert als wichtige Schifffahrtsstraße zu den Häfen von [[Maracaibo]] und [[Cabimas]]. Das umgebende Maracaibo-Becken enthält große [[Erdöl]]-Vorkommen, die eine Haupteinnahmequelle der Wirtschaft Venezuelas darstellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Columbia&amp;quot; /&amp;gt; Fast ein Viertel der venezolanischen Bevölkerung lebt in der Nähe des Maracaibo-Sees.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.worldlakes.org/lakedetails.asp?lakeid=9069&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erhebung aus dem Jahr 2000 ernährt der Maracaibo-See fast 20.000 [[Fischerei|Fischer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.businessweek.com/2000/00_51/c3712238.htm |titel=International -- Spotlight on Venezuela |werk=[[Businessweek]] |archiv-url=http://web.archive.org/web/20150923223851/http://www.businessweek.com/2000/00_51/c3712238.htm |archiv-datum=2015-09-23 |abruf=2025-04-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltwerschmutzung ==&lt;br /&gt;
Der Maracaibo-See gilt als eines der am stärksten belasteten Gewässer Venezuelas. Jahrzehntelang undichte Pipelines und veraltete Fördereinrichtungen führten zu wiederholten Ölunfällen, die großflächige Verschmutzungen verursachten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/venezuela-usa-oel-wirtschaft-100.html |titel=Venezuela zwischen Ölhoffnung und Realität |werk=tagesschau.de |datum=2026-01-13 |abruf=2026-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hanns Simons]], Heinz Wind, W. Hans Moser: &amp;#039;&amp;#039;Die Brücke über den Maracaibo-See in Venezuela: General Rafael Urdaneta Brücke&amp;#039;&amp;#039;, Bauverlag, Wiesbaden, Berlin 1963&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Columbia&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bartleby.com/65/ma/MaracaibL.html |wayback=20061221215258 |text=Maracaibo, Lake }}. &amp;#039;&amp;#039;The Columbia Encyclopedia, Sixth Edition.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lago de Maracaibo|Maracaibo-See}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4037437-3|VIAF=235904523}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Venezuela]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Südamerika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bucht (Karibisches Meer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Binnenmeer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zulia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trujillo (Bundesstaat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mérida (Bundesstaat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässersystem Karibisches Meer|SMaracaibosee]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-10160-58</name></author>
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