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	<title>Maphorion - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Vladimirskaya.jpg|mini|Die [[Gottesmutter von Wladimir]], bekleidet mit einem Maphorion]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Icon_03050_Pokrova_Bogorodicy._Seredina_XVII_v._Ukraina.jpg |mini|Ukrainische Schutzmantelmadonna des 17. Jh.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maphorion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Μαφόριον}} &amp;#039;&amp;#039;„Schleier“, „Schal“&amp;#039;&amp;#039;, Plural &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maphorien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maphoria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man in der Kunstgeschichte und in der Geschichte der christlichen [[Reliquie|Reliquien]] den [[Schleier]], der auf bildlichen [[Marienikone|Darstellungen]] Haupthaar und Schultern [[Maria (Mutter Jesu)|Marias]], der Mutter Jesu, bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Maphorion bzw. ein für den Schleier der Muttergottes gehaltenes Gewebe war neben dem Gürtel und dem [[Lukasbild|Marienbildnis]], das noch zu ihren Lebzeiten der Evangelist Lukas gemalt haben soll, eine der drei Hauptreliquien Marias in [[Konstantinopel]] und wurde dort in der Kirche [[Blachernen-Palast#Blachernen-Kirche|Sankt Maria von Blachernae]] aufbewahrt, zeitweise auch gemeinsam mit den beiden anderen Hauptreliquien. Der Legende zufolge soll das Maphorion sich dort seit dem 5. Jahrhundert befunden haben, nachdem es von zwei griechischen Pilgern mit Namen Galbius und Candidus aus dem Besitz einer Jüdin im Heiligen Land gestohlen und nach Konstantinopel gebracht worden war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der liturgische Festtag des Maphorions war der 2. Juli, und es soll Konstantinopel mehrmals vor dem Untergang bewahrt haben, so besonders im Jahr 860 vor der Belagerung durch die Russen. Auch nach der [[Vierter Kreuzzug|Plünderung Konstantinopels]] 1204 durch die Kreuzfahrer soll das Maphorion weiter in der Blanchernenkirche verehrt worden sein, bis zu einem Brand der Kirche im Februar 1434. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Westen aufgetauchte Reliquien, die mit dem Maphorion in Verbindung gebracht wurden, dürften deshalb anderer Herkunft sein. Besonders zu erwähnen ist ein Schleiergewebe, das der oströmische Kaiser [[Karl der Große|Karl dem Großen]] geschenkt haben und von dessen Enkel [[Karl der Kahle|Karl dem Kahlen]] aus dem [[Aachen]]er Kirchenschatz 876 an die [[Kathedrale von Chartres]] weitergeschenkt worden sein soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Schleierreliquie soll bereits von [[Flavia Iulia Helena Augusta|Helena]], der Mutter [[Konstantin der Große|Konstantins des Großen]], dem Kloster Sankt Maximin in Trier geschenkt worden und im 14. Jahrhundert Gegenstand regelmäßiger Ausstellungen und Wallfahrten gewesen sein. Ein Drittel dieser Trierer Reliquie wurde von [[Karl IV. (HRR)|Kaiser Karl IV.]] für dessen [[Prag]]er Reliquienschatz erworben und auf seine Bitten hin von Papst [[Innozenz IV.]] 1354 mit einem Ablassversprechen ausgestattet. Dieses Prager Tuch („peplum“) wurde seither im siebenjährlichen Turnus jeweils am Tag von [[Mariä Aufnahme in den Himmel|Mariä Himmelfahrt]] und außerdem bei den Ausstellungen der Prager [[Passionsreliquien]] gezeigt, denen es zugezählt wurde, weil es nach der Kreuzabnahme bei der Beweinung Christ mit dem Blut Christi in Berührung gekommen sein soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Maphorion ist ein fester Bestandteil der christlichen Ikonographie Marias, besonders in den Marienikonen der [[Ostkirchen]]. Es begegnet als Bedeckung von Haar und Schultern, zuweilen auch verlängert als weiter herabhängender Umhang, und erfährt eine besondere Ausprägung in der Form des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schutzmantels&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{RuS|Покров}}, &amp;#039;&amp;#039;Pokrow&amp;#039;&amp;#039;) in den unterschiedlichen Typen der [[Schutzmantelmadonna]], wie sie etwa auf sogenannten Pestbildern, auf denen Maria ihre Verehrer vor Gottes Pfeilen und damit vor der Seuche bewahrt, dargestellt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Dinzelbacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Pestbild.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1128.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Hintergrund steht hierbei die griechische Legende von der [[Marienerscheinung|Marienvision]] des Seligen [[Andreas Salós|Andreas „Salós“]], des „Narren“ Christi († 936 oder 946), in der dieser während einer Nachtwache in der Kirche von Blachernae die Gottesmutter aus dem Altarraum zu den Gläubigen treten, unter Tränen längere Gebete verrichten und dann ihren Schleier vom Haupt nehmen und über die Gläubigen breiten sah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Andreas-Legende seit dem 12. Jahrhundert besonders in Russland weitergewirkt hat und dort von Fürst [[Andrei Bogoljubski]] für die kirchenpolitische Legitimierung seiner Fürstentümer [[Wladimir (Russland)|Wladimir]] und [[Kiewer Rus|Kiew]] adaptiert wurde, waren es in der römisch-katholischen Kirche des Westens besonders [[Zisterzienser]] und [[Dominikaner]], die seit dem 13. Jahrhundert durch neue Schutzmantelvisionen – in denen Maria im Jenseits die verstorbenen Mitglieder des jeweiligen Ordens unter ihren Mantel nimmt – die Vorzugsstellung ihres Ordens propagierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.duke.edu/web/classics/grbs/FTexts/45/Wortley.pdf John Wortley, The Marian Relics at Constantinople], in: Greek, Roman and Byzantine Studies 45.2 (2005), p.171-187 (PDF-Datei; 262&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
*[http://etd.nd.edu/ETD-db/theses/available/etd-07282003-094532/ David Charles Mengel, Bones, Stones, and Brothels: Religion and Topography in Prague under Emperor Charles IV (1346-78)], Dissertation, University of Notre Dame, 2003&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_8122.html Artikel &amp;quot;Schutzmantelmadonna&amp;quot;] und [http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_7109.html Pokrov] im Großen Kunstlexikon von P. W. Hartmann&lt;br /&gt;
*[https://www.slump.de/ Franz Slump, Gottes Zorn – Marias Schutz: Pestbilder und verwandte Darstellungen als ikonographischer Ausdruck spätmittelalterlicher Frömmigkeit und als theologisches Problem:] überarbeitete elektronische Fassung einer Lizentiatsarbeit von 2000 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Münster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reliquie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christliche Kunst (Maria)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marienverehrung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textilie religiöser Verwendung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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