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	<title>Mao-Sprachen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T09:03:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mao-Sprachen&amp;diff=444417&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wiki Gh!: Halbgeviertstrich gem. WP:Typografie#Bis-Strich</title>
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		<updated>2023-01-11T19:48:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Halbgeviertstrich gem. &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:Typografie&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:Typografie (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:Typografie#Bis-Strich&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mao-Sprachen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden im Südwesten [[Äthiopien]]s gesprochen und bilden einen Zweig der nördlichen [[Omotische Sprachen|omotischen Sprachen]]. Nach Bender (2000) besitzt das Mao vier Einzelsprachen oder Dialektcluster:&lt;br /&gt;
*Hozo &amp;#039;&amp;#039;hooz wandi&amp;#039;&amp;#039; (3000)&lt;br /&gt;
*Sezo/Seze &amp;#039;&amp;#039;seezi waanɛ&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;seezi waaŋi&amp;#039;&amp;#039; (3000)&lt;br /&gt;
*Bambeshi/Bambassi &amp;#039;&amp;#039;mao kɔɔle&amp;#039;&amp;#039;, teilweise ausgewandert ins [[Diddessa]]-Tal und nach [[Metahara]] (östlich von [[Addis Abeba]] beim Fluss [[Awash (Fluss)|Awash]]) (5000)&lt;br /&gt;
*Ganza: im Sudan, fast oder ganz ausgestorben&lt;br /&gt;
Die Mao-Sprachen sind die bei weitem am schlechtesten dokumentierte Untergruppe des Omotischen. Bislang liegen nur fragmentarische grammatikalische Beschreibungen von Reidhead (1947) und Bender (2000) sowie einige Wortlisten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Phonologie ==&lt;br /&gt;
Die phonologischen Eigenschaften der Mao-Sprachen sind sehr ähnlich, was es Fleming 1988 ermöglicht hat, das Konsonantensystem des Proto-Mao zu rekonstruieren, das im Wesentlichen dem moderner Mao-Sprachen entspricht. Nach Fleming besaß das Proto-Mao drei Reihen von [[Plosiv]]en (bilabial, alveolar, velar), die jeweils ein stimmloses, ein stimmhaftes und ein ejektives Phonem umfassten. Die einzige Affrikate war tsʾ, an Frikativen sind zumindest š und h rekonstruierbar. Auffällig ist das [[Pränasalierung|pränasalierte]] mb. Für einige Konsonanten sind Beschränkungen in der Position innerhalb einer Wurzel bekannt: ʔ und h sollen nur initial, n nur medial und r sowie l nur final vorgekommen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mao-Sprachen besitzen etwa 5–6 Vokale, für das Ganza werden auch nasale Vokale und ein distinktiver Akzent (pä&amp;#039;li „genau“ – &amp;#039;päli „Mädchen“) angegeben; das Bambassi ist dagegen eine [[Tonsprache]]: káɸɛ́ „Vogel“, šáawà „Sand“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Morphologie und Syntax ==&lt;br /&gt;
Zu den Personalpronomina liegen verschiedene, teilweise widersprüchliche Sammlungen von Paradigmen vor. Nach ihnen unterscheiden die Personalpronomina die Numeri [[Singular]] und [[Plural]], und im Ganza auch zwei [[Genus|Genera]]. Je nach syntaktischer Verwendung lassen sich mehrere Gruppen von Pronomina unterscheiden: „abhängige“ und „unabhängige“ Subjektspronomina, Possessivpronomina und einige durch Suffixe gebildete weitere Kasusformen. Substantive kennen die Numeri Singular und Plural, letzterer kann durch ein Suffix markiert werden. Auch für die [[Definitheit]] und diverse [[Kasus]] werden Endungen verwendet; die Genera [[Maskulinum]] und [[Femininum]] werden formal nicht unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die spärlichen Informationen erkennen lassen, besitzen die Mao-Sprachen Konjugationssysteme, die einen für das Omotische untypischen Aufbau haben. Im Hozo, Sezo und Bambassi erfolgt die Personalkonjugation entweder durch abhängige oder durch unabhängige Pronomina, die vor dem Verbalstamm stehen und von diesem durch Adverbien getrennt werden können. Die Tempora werden durch diverse prä- und postverbale Klitika sowie ein in vielen Tempora auftretendes Morphem š(ɛ), dessen Grundbedeutung unklar ist:&lt;br /&gt;
*Hozo &amp;#039;&amp;#039;na-mu-maa-ye&amp;#039;&amp;#039; 1. Person Sg. + Präsens + „essen“ + Präsens „ich esse“&lt;br /&gt;
Wie in anderen omotischen Sprachen kann das Verb im Imperfekt redupliziert werden:&lt;br /&gt;
*Sezo &amp;#039;&amp;#039;dol-šɛ held ya-dol-iya&amp;#039;&amp;#039; 1. Person Pl. + Morphem š(ɛ) + „jetzt“ + „gehen“ + 1. Person Pl. + „gehen“ „Wir gehen jetzt.“&lt;br /&gt;
Im Ganza stehen normalerweise offensichtlich Tempusmarker und Personalaffix in dieser Reihenfolge vor dem Verbalstamm, die umgekehrte Stellung ist jedoch angeblich auch möglich. Einige nicht-temporale Kategorien wie Subjunktiv und Interrogativ werden nach der Analyse von Bender durch Suffixe, die hinter dem Verbalstamm stehen, ausgedrückt:&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;wa-nä-ma-ʔogwä&amp;#039;&amp;#039; Tempusmarker + 2. Person Sg. + „essen“ + Interrogativ „hast du gegessen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Imperativ (Modus)|Imperativ]] hat in allen vier Mao-Sprachen getrennte Formen für Singular und Plural, die durch Suffixe getrennt werden. Der Plural hat in drei Sprachen ein m-Element gemeinsam:&lt;br /&gt;
*Hozo &amp;#039;&amp;#039;ma-mo&amp;#039;&amp;#039; „esst!“&lt;br /&gt;
*Ganza &amp;#039;&amp;#039;ma-m&amp;#039;&amp;#039; „esst!“&lt;br /&gt;
*Sezo &amp;#039;&amp;#039;maa-ke-mo&amp;#039;&amp;#039; „esst!“&lt;br /&gt;
Im Hozo sind auch negierte Imperative mit einem Infix -kəz- belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Derivation (Linguistik)|Derivation]] erfolgt mit diversen Suffixen, aber auch durch Komposition: Sezo &amp;#039;&amp;#039;ɔɔb-maʷ&amp;#039;&amp;#039; schreiben-Person „Schriftsteller“; Sezo: miinsʾɛ „schneiden“, miinsʾ-ɪšɛ „schneiden lassen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kopula dienen einzelne Partikeln, besonders &amp;#039;&amp;#039;š&amp;#039;&amp;#039;. Die Negation wird nicht durch die Verbalkonjugation, sondern durch eine Partikel ausgedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*M. Lionel Bender: &amp;#039;&amp;#039;Comparative morphology of the Omotic languages (LINCOM studies in African linguistics)&amp;#039;&amp;#039;. LINCOM Europa 2000, ISBN 3-89586-251-7 &amp;#039;&amp;#039;(zum Mao: S. 179–193)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Harold Fleming: &amp;#039;&amp;#039;Mao&amp;#039;s Ancestor: Consonant Phonemes of Proto-Mao.&amp;#039;&amp;#039; In: A. Gromyko (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the Ninth International Congress of Ethiopian Studies.&amp;#039;&amp;#039; Nauka, Moskau 1988.&lt;br /&gt;
* Paris W. Reidhead: &amp;#039;&amp;#039;Note on the Ganza Language: A Preliminary Descriptive Analysis.&amp;#039;&amp;#039; Sudan Interior Mision, Melut 1947.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ethnologue.com/show_family.asp?subid=91905 www.ethnologue.com]&lt;br /&gt;
* [http://www.rogerblench.info/Language%20data/Afroasiatic/Omotic/Comparative%20Mao.pdf Roger Blench, Ganza Comparative Wordlist]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachfamilie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Omotische Sprachen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wiki Gh!</name></author>
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