<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Mao-Anzug</id>
	<title>Mao-Anzug - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Mao-Anzug"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mao-Anzug&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-23T06:51:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mao-Anzug&amp;diff=679813&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mao-Anzug&amp;diff=679813&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-15T21:26:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mao-Anzug.svg|mini|rechts|Schematische Darstellung – Mao-Anzug mit schmalem [[Kragen (Kleidung)#Liste von Kragenformen|Rundkragen]] – Übernahme und Anpassung durch Mao]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mao-Anzug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (nach [[Mao Zedong]]), in [[China]] als „Sun-Yat-sen-Anzug“ ({{zh|p=Zhōngshān zhuāng|v=中山装|t=中山裝|b=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zhongshan-Anzug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}) bekannt, nach [[Sun Yat-sen]] (in China meist bekannt als &amp;#039;&amp;#039;Sūn Zhōngshān&amp;#039;&amp;#039;), ist ein nach Gründung der [[Republik China (1912–1949)|Republik China]] im Jahr 1911 von Sun eingeführter Anzug für Männer und Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:YuanShikaiPresidente1915.jpg|mini|hochkant=0.5|links|[[Yuan Shikai]] in westlicher Uniform als Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Visit of Chinese Vice Premier Deng Xiaoping to Johnson Space Center - GPN-2002-000077.jpg|mini|[[Deng Xiaoping]] im Mao-Anzug, 1979]]&lt;br /&gt;
Zu Ende des [[Chinesisches Kaiserreich|Chinesischen Kaiserreichs]] unter den [[Qing-Dynastie|Qing]] wurde China immer mehr mit fremden Kulturen konfrontiert, die das [[Sinozentrismus|sinozentrische Bild]] ins Wanken brachten, nachdem die [[chinesische Kultur]] über lange Zeit durch ihre Vorreiterrolle in [[Ostasien]] geprägt war. Unter vor allem westlichen Einflüssen änderte sich die Kultur am Anfang des 20. Jahrhunderts stark, es bildeten sich, wie mit der [[Bewegung des vierten Mai]], in der chinesischen Gesellschaft starke Strömungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die chinesische Kleidung war in dieser Zeit vielen Änderungen unterworfen: Westliche Anzüge wurden getragen sowie Frauenkleider aus dem Ausland übernommen. Lokale [[Warlord]]s trugen sowohl Kleidung der Qing-Zeit als auch westliche Uniformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Westliche Militärberater, darunter auch deutsches Militär, reformierten die chinesische Armee, die in der [[Neue Armee (Qing)|Neuen Armee]] der Qing-Dynastie resultierte. Da die ursprüngliche Kleidung für die neuen Waffenarten zu unpraktisch war, wurden Uniformen nach westlichem Vorbild eingeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;archplus&amp;quot;&amp;gt;Eduard Kögel: &amp;#039;&amp;#039;Der Maoanzug&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;archplus 168&amp;#039;&amp;#039;. Februar, 2004, Ausgabe 168, [[archplus]] Verlag GmbH, S. 24–25, {{ISSN|0587-3452}} ([https://www.archplus.net/archiv_artikel.php?show=35 Auszug]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die chinesische Bildung wurde ebenfalls nach westlichem Vorbild reformiert, und sowohl militärischer Drill als auch Uniformen hielten Einzug in der Ausbildung. Viele chinesische Studenten studierten zudem im westlichen Ausland, in [[Japan]] und der [[Sowjetunion]] und trugen zum Einfließen fremder Werte bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um nach dem Sturz des Kaiserreichs der Republik ein neues Gesicht zu geben, beauftragte der erste provisorische Staatspräsident der [[Republik China (1912–1949)|Chinesischen Republik]] [[Sun Yat-sen]] (in China &amp;#039;&amp;#039;Sūn Zhōngshān&amp;#039;&amp;#039; genannt), der selbst lange Zeit in Japan und im westlichen Ausland lebte, Schneider mit der Erstellung eines neuen Anzugs. In China wurde dieser als &amp;#039;&amp;#039;Zhōngshān zhuāng&amp;#039;&amp;#039; bekannt, benannt nach seinem Auftraggeber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1923 wurde der Anzug durch die [[Kuomintang]] zum Pflichtkleidungsstück der chinesischen Beamten erklärt, und seit 1927 trug Mao Zedong den Anzug. Im Jahre 1948 wurde er bei der Machtübernahme von den Anhängern der [[Kommunistische Partei Chinas|Kommunistischen Partei]] angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Ausrufung der [[Volksrepublik China]] 1949 trat [[Mao Zedong]] in diesem Anzug auf. Erst dieser Auftritt machte das Bekleidungsstück populär, so dass es in der [[Westliche Welt|westlichen Welt]] als Mao-Anzug oder Mao-Look bekannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mao brachte die Politik ins tägliche Leben ein, so dass auch die Kleidung eine politische Aufgabe übernahm. Es existierten unter der kommunistischen Regierung nie Kleidungsvorschriften, doch zog sich die Bevölkerung nach „proletarischer Art“ an, wenn auch „bürgerliche“ westliche Kleidung und der [[Qipao]] anfänglich noch getragen wurde,&amp;lt;ref name=&amp;quot;steele&amp;quot;&amp;gt;Valerie Steele: &amp;#039;&amp;#039;China Chic: East meats West&amp;#039;&amp;#039;. Yale University Press, New Haven, London 1999. ISBN 0-300-07930-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; letzterer unter anderem bei offiziellen Anlässen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der [[Kulturrevolution]] erschien Mao in grüner Uniform, die dann in eigener Regie von den [[Rote Garden (China)|Roten Garden]] übernommen wurde und das Bekleidungsideal der folgenden Zeit prägte. Westliche Anzüge ({{zh|kurz=1|c=西服|p=xīfú}}, der eigentliche [[Herrenanzug]]) und moderne Frauenkleider wurden als „bürgerlich“ gebrandmarkt und verboten. Zur Entledigung der [[Vier Alte|vier alten Werte]] nahmen die Roten Garden den Trägern die angeprangerte Kleidung gewaltsam ab. Dies waren sowohl westliche Kleidung als auch traditionelle Kleidung aus dem vergangenen Kaiserreich. Abgenommene Kleidungsstücke wurden als Trophäen gezeigt, und ihre Besitzer konnten bestraft werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;steele&amp;quot; /&amp;gt; Unter dem kommunistischen Einfluss wurden Geschlechterunterschiede in der Kleidung nivelliert, auch schnitten sich Frauen zunehmend ihre Haare kurz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anzug fand Einzug im Alltagsleben und wurde zum Beispiel auch zu feierlichen Anlässen wie Hochzeiten getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einer angemessenen Kleidung für das Volk wurden 1956 [[Deutsche Demokratische Republik|ostdeutsche]] Gestalter zur Unterstützung in die Volksrepublik gerufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;steele&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Kleidung dominierte die Mode der 1960er Jahre und erlebte ihren Höhepunkt in der Kulturrevolution.&amp;lt;ref name=&amp;quot;contempculture&amp;quot;&amp;gt;Tina Mai Chen: &amp;#039;&amp;#039;Mao Zedong and Sun Yatsen suits.&amp;#039;&amp;#039; In: Edward L. Davis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of contemporary Chinese culture.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, London 2005. ISBN 0-415-24129-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang der 1970er Jahre wurde der Mao-Anzug auch bei Intellektuellen beliebt. Nach Ende der Kulturrevolution und dem Eingestehen von Fehlern unter [[Deng Xiaoping]] nahm der Stellenwert des Anzugs immer mehr ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahrzehntelang wurde der Anzug, Sinnbild des Zeitgeistes oder der Ideologie vor und während der Kulturrevolution, auf Grund politisch ausgeübten Druckes getragen. Im Gegensatz dazu dürfte die Mehrzahl der Chinesen diesen Anzug heutzutage weder als Ausdruck der Identifikation mit der anfänglichen Politik der chinesischen Kommunisten noch als Identifikation mit den ursprünglichen Werten, Idealen oder als Identifikation mit den Verfechtern des chinesischen Ansatzes für eine klassenlose Gesellschaft ansehen. Heute gilt er maximal als eine Art politisch korrekter Bekleidung, die bei offiziellen (politischen) Anlässen oder als [[Amtstracht]] in politischen Führungszirkeln angezogen wird. Die chinesischen Bürger tragen inzwischen vornehmlich Anzüge und andere Kleidung westlicher Prägung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sueddeutsche&amp;quot;&amp;gt;{{internetquelle |autor=Kai Strittmatter |url=https://www.sueddeutsche.de/panorama/mao-anzug-die-chinesische-zwangsjacke-1.675976 |titel=Die chinesische Zwangsjacke |werk=[[Süddeutsche Zeitung]] |datum=18. August 2004 |abruf=13. Juli 2006}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1990er Jahre wurde der Mao-Anzug im Zuge des [[Neomaoismus]] als Jugendkleidung beliebt. Es heißt, die Mode entstamme einer auf [[Kitsch]] basierten [[konsum]]haften Betrachtung des Erbes Mao Zedongs.&amp;lt;ref name=&amp;quot;contempculture&amp;quot; /&amp;gt; Diese trägt heute eher Züge einer kommerziellen Verklärung in Form einer regen [[Popkultur]] anstatt Züge eines Führerkultes stalinistischer oder gar nordkoreanischer Prägung, wie noch zu Zeiten der Kulturrevolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chiangs and Stilwell.jpg|miniatur|[[Chiang Kai-shek]] im &amp;#039;&amp;#039;Zhongshan-Anzug&amp;#039;&amp;#039; mit [[Joseph Stilwell]] und [[Soong May-ling]], 1942]]&lt;br /&gt;
Im Entwurf nach Sun Yat-sen finden sich mit dem [[Stehkragen]] Elemente [[Schuluniformen in Japan|japanischer Studentenuniformen]], die wiederum von preußischen Uniformen abgeleitet sind, mit den äußeren Taschen Elemente deutscher Militäruniformen und ebenso Einflüsse lokaler, bäuerlicher Kleidung. Getragen wurde die Jacke mit westlichen Hosen.&lt;br /&gt;
Als Vorläufer werden auch Uniformen chinesischer Studenten gesehen, die bereits ähnliche Elemente besaßen. Hier wird auf die Orientierung der Bildung nach westlichem Vorbild verwiesen und ein Import von Stilen japanischer Studentenuniformen angenommen, da zu der Zeit viele Chinesen in Japan studierten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;steele&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Zeit war der Mao-Anzug verschiedenen Änderungen unterworfen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;powerhouse&amp;quot;&amp;gt;{{internetquelle |titel=Evolution and revolution: Chinese dress 1700s-1990s - Mao suit |hrsg=Powerhouse museum |abruf=2019-10-02 |datum=1997 |url=http://www.powerhousemuseum.com/hsc/evrev/mao_suit.htm|archiv-url=https://web.archive.org/web/20060513191631/http://www.powerhousemuseum.com/hsc/evrev/mao_suit.htm |archiv-datum=2006-05-13 |offline=nein}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter Mao Zedong wurde der [[Stehkragen]] durch einen schmalen Rundkragen ersetzt und erhielt mehr Elemente bäuerlicher Kleidung, und die dazu getragenen Hosen wurden durch traditionelle Hosen beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anzug hat zwei aufgenähte Brusttaschen und zwei seitlich aufgenähte Seitentaschen. Jede Brust- und Seitentasche ist mit einer Patte (Verschlussklappe) versehen und kann mit einem Knopf verschlossen werden. Der Kragen ist eng mit einer kurzen, umgeklappten Falz und wird vom Träger als einschnürend empfunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sueddeutsche&amp;quot; /&amp;gt; Die Jacke wird mit fünf zentrierten Knöpfen bis oben eng an den Kragen verschlossen. Die Betonung liegt auf Symmetrie und Ausgewogenheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;archplus&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material des Anzugs besteht aus [[Baumwolle]] oder aus einer Mischung mit Synthetik. Es finden sich bei den Anzügen die Farben Grau, [[Khaki]] und [[Indigo (Farbe)|Indigoblau]]. Dabei stellten diese Farben trotz der Uniformität paradoxerweise eine Hierarchie in der Bevölkerung heraus: Bauern und Arbeiter trugen Indigo, Soldaten der [[Volksbefreiungsarmee]] trugen Khaki und [[Kader|Parteikader]] Grau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;contempculture&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volk selbst wurden durch leichte Modifikationen des Anzugs über die Zeit einzelne Versuche unternommen, die Uniformität zu durchbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Forbidden city 2014.jpg|mini|links|[[Mao-Bildnis auf dem Tian’anmen-Platz|Mao-Bildnis]] über dem [[Tor des Himmlischen Friedens]] am [[Tian’anmen-Platz]]]]&lt;br /&gt;
Während der Mao-Anzug unter Sun Yat-sen für den Umbruch nach dem Kaiserreich und das neue China stand, wurde er unter Mao zu einem Symbol der Revolution und einem Zeichen von [[Konformität]]. Er wurde dadurch ein nationales Symbol der Revolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er unterstützte auch die Auflösung des Individuums im Kollektiv und die Arbeit im [[Danwei]], den lokalen Arbeitseinheiten, und führte zur Stärkung des [[Nationalgefühl]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;archplus&amp;quot; /&amp;gt; Er symbolisierte dabei die revolutionäre Enthaltsamkeit und trug zur Aufhebung der Geschlechtsunterschiede bei, entsagte auch der Betrachtung des weiblichen Körpers als Objekt durch die bürgerlichen Normen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;contempculture&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den verschiedenen Komponenten wird eine gewisse Symbolik nachgesagt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei [[Manschette (Oberbekleidung)|Manschettenknöpfe]] des Anzuges stehen laut Sun Yat-sen für die [[drei Prinzipien des Volkes]], die vier Taschen für die Rechte des Volkes. Über die Innentasche des Anzugs sagt er: {{&amp;quot;|Sie steht für das Recht zur Amtsenthebung korrupter und unfähiger Politiker.|Sun Yat-sen}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;sueddeutsche&amp;quot; /&amp;gt; Alternativ werden die Taschen auf die vier Prinzipien des [[I Ging|Yijing]] (&amp;#039;&amp;#039;I-Ging&amp;#039;&amp;#039;) bezogen und die fünf Knöpfe auf die Gewalten der Verfassung der Republik China.&amp;lt;ref name=&amp;quot;powerhouse&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung der [[Blaue Ameisen|blauen Ameisen]] resultierte aus der westlichen Vorstellung, dass die chinesische Bevölkerung in uniformer Kleidung zu Werke ging. Die Bevölkerung trug jedoch keine Uniform; vielmehr setzte die kommunistische Regierung die Kleidung als ein wichtiges Differenzierungskriterium für Funktionen und Klassen ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;steele&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandte Kleidungsstücke ==&lt;br /&gt;
Eine militärische Form des Mao-Anzugs ist der &amp;#039;&amp;#039;Zhifu&amp;#039;&amp;#039; ({{zh|kurz=1|c=制服|b=Uniform}}), der unter anderem ohne Knöpfe an den Taschen auskommt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;powerhouse&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter sowjetischen Einflüssen wurde der &amp;#039;&amp;#039;Lenin-Anzug&amp;#039;&amp;#039; ({{zh|kurz=1|v=列宁服|t=列寧服}}) getragen, mit dem politische Loyalität gezeigt werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;archplus&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Zaire]] (heute [[Demokratische Republik Kongo]]) wurde der [[Abacost]] propagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mao-Look ==&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Stil des Mao-Anzugs wurde in der Mode die Optik eines hochgeschlossenen Jackenmodells auch als „Mao-Look“ bezeichnet. Ihr Charakteristikum war der [[Stehbundkragen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hofer1&amp;quot;&amp;gt;Alfons Hofer: &amp;#039;&amp;#039;Textil- und Modelexikon.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. Band 1, Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-87150-518-8, Stichwort „Mao-Look“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persiflagen ==&lt;br /&gt;
Der chinesischstämmige amerikanische Fotokünstler [[Tseng Kwong Chi]] fotografierte sich mit Sonnenbrille und Mao-Anzug als Tourist vor Sehenswürdigkeiten (&amp;#039;&amp;#039;East meets West&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;unilinz&amp;quot;&amp;gt;{{internetquelle |autor=Ingo Mörth |url=http://soziologie.soz.uni-linz.ac.at/sozthe/staff/moerthpub/Ameisen.pdf |titel=Bunte Ameisen am Regenbogen: Wie Kleider (und KleidermacherInnen) Leute machen |werk=One Minute. Andreas Egger. Martin Egger. Katalog zur Ausstellung „Stop one minute, individual‹“ |abruf=2023-10-29 |format=PDF; 297&amp;amp;nbsp;KB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bildhauer [[Sui Jianguo]] (*&amp;amp;nbsp;1956), nach eigenen Angaben ein früheres Mitglied der Roten Garden, begann 1997 seine Serie zu den Mao-Anzügen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;culturebase&amp;quot;&amp;gt;{{internetquelle |autor=Diana Yeh |url=http://www.culturebase.net/artist.php?1517|titel=Weighted soul |werk=culturebase.net The international artist database |datum=18. Februar 2004 |abruf=2019-10-02 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20060614201945/http://culturebase.net/artist.php?1517 |archiv-datum=2006-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in die er Persönlichkeiten wie [[Karl Marx]] und [[Jesus Christus]] steckte. Zu dem Anzug in heutiger Zeit sagte er: {{&amp;quot;|Der Anzug ist Konsumgut geworden. Man trägt ihn so, wie man sich ein [[Ernesto Che Guevara|Che-Guevara]]-Poster an die Wand hängt.|Sui Jianguo}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;sueddeutsche&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mao suit|Mao-Anzug|3=s}}&lt;br /&gt;
* Johnny Erling: [https://www.welt.de/politik/ausland/article13850053/Wie-der-Mao-Anzug-2-0-die-Welt-erobern-soll.html &amp;#039;&amp;#039;Made in China. Wie der Mao-Anzug 2.0 die Welt erobern soll.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039; vom 4. Februar 2012&amp;lt;!-- abgerufen am 29. Oktober 2023 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturrevolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümkunde (China)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jacke]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>