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	<title>Manzai - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T11:10:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Manzai&amp;diff=691642&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phoqx: vorerst ohne Vokallängenangabe, vgl.&amp;nbsp;Spezial:Permalink/259366362#Osaka</title>
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		<updated>2025-09-14T09:05:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;vorerst ohne Vokallängenangabe, vgl. &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/259366362#Osaka&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/259366362&quot;&gt;Spezial:Permalink/259366362#Osaka&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Doppelconférence. Zum Priester siehe [[Manzai (Priester)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Manzai.jpg|mini|Manzai-Duo (shikishiban [[surimono]] von Yashima Gakutei, um 1820)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Manzai&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Japanische Schrift|jap.]] {{lang|ja|漫才}}) ist eine [[japan]]ische Entsprechung der [[Stand-up-Comedy]], ähnlich der [[Doppelconférence]], die in [[Kansai]] (der Region um [[Osaka]], [[Kyōto]] und [[Kōbe]]) und seinem regionalen [[Kansai-Dialekt|Dialekt]] beheimatet ist. Für gewöhnlich erzählen zwei Komödianten in hohem Tempo Witze und führen auch Sketche auf. Die beiden Partner nehmen sich als [[Komikerduo]] gegenseitig „auf den Arm“, wobei die Rollen des etwas verrückteren, [[Pointe]]n initiierenden &amp;#039;&amp;#039;Boke&amp;#039;&amp;#039; und des ernsteren, Widerspruch gebenden &amp;#039;&amp;#039;Tsukkomi&amp;#039;&amp;#039; fest verteilt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Manzai ist eine Spielart des [[Yose]]-Theaters, einer Art japanischen [[Varieté]]s. Die Solo-Variante nennt sich [[Rakugo]]. Seine Wurzeln lassen sich bis in die [[Heian-Zeit]] (ca. 800–1200 n. Chr.) zurückverfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesweit bekannt sind die Manzai-Theater in [[Ōsaka]], allen voran das [[Nanba Grand Kagetsu]] im Stadtteil [[Namba (Osaka)|Namba]], in dem auch Aufführungen des volkstümlichen Komödienensembles [[Yoshimoto Shinkigeki]] gezeigt werden. In Tokio kann man Manzai vor allem in verschiedenen [[Yose]]-Theatern in [[Asakusa]] oder im Lumine-The-Yoshimoto-Theater im [[Bahnhof Shinjuku]] sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Japan erfreut sich Manzai großer Beliebtheit, einige Künstler dieses Genres genießen Kultstatus. Als Klassiker betrachtet wird ein Komödiantenduo aus den 1930er-Jahren, das in westlicher Kleidung auftrat und erstmals eine feste Rollenverteilung ausschließlich durch Dialoge zum Ausdruck brachte. Bis dahin war auch Tanz und Gesang ein wichtiger Bestandteil vieler Manzai-Darbietungen. Auch [[Takeshi Kitano]] begann seine Schauspielerkarriere als &amp;#039;&amp;#039;Boke&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allwöchentlich strahlt das japanische Fernsehen die Auftritte von um die Zuschauergunst konkurrierenden Nachwuchskünstlern aus. Außerdem gibt es jährlich zahlreiche Manzai-Wettbewerbe, deren bekanntester wohl der „M-1 Grandprix“ sein dürfte, bei dem jährlich mehrere tausend Komiker um den Einzug ins Finale kämpfen. Das Finale wird im Dezember als große Show im Fernsehen ausgestrahlt. Den Gewinnern, die durch eine prominent besetzte Jury bestimmt werden, winkt ein Preisgeld von rund 63.000 Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Humor ==&lt;br /&gt;
Der Humor des &amp;#039;&amp;#039;manzai&amp;#039;&amp;#039; dreht sich oft um Alltagskomik, Wortspiele und Schriftbildwitze – wobei für letztere die ausgeprägte Kenntnis der [[Japanische Schrift|japanischen Schrift]] nahezu unabdingbar ist –, kann aber auch politischer Natur sein. Die Komik wird zusätzlich durch den Kontrast zwischen &amp;#039;&amp;#039;boke&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;tsukkomi&amp;#039;&amp;#039; verstärkt. Beim Publikum wird der &amp;#039;&amp;#039;boke&amp;#039;&amp;#039; üblicherweise als komischer (=&amp;amp;nbsp;lustiger) als sein Gegenpart empfunden, da er traditionellerweise mehr Pointen liefert. Jedoch gilt es zu beachten, dass der &amp;#039;&amp;#039;tsukkomi&amp;#039;&amp;#039; dem &amp;#039;&amp;#039;boke&amp;#039;&amp;#039; durch seine Fragen und Erwiderungen oft erst die Möglichkeit gibt, seine Pointen herauszuarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Als Ursprung des &amp;#039;&amp;#039;manzai&amp;#039;&amp;#039; werden in der japanischen Forschung zwei Theorien genannt: die erste besagt, dass es eine aus China stammende Zeremonie aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. ist, welche im Japanischen als &amp;#039;&amp;#039;tōka&amp;#039;&amp;#039; (踏歌) bezeichnet wird, aus der das moderne &amp;#039;&amp;#039;manzai&amp;#039;&amp;#039; entstand. Zu diesen feierlichen Ritualen, die an den ersten zwei Tagen eines neuen Jahres stattfanden, gehörten Tanzeinlagen und von mehreren Gruppen im Wechsel vorgetragener Gesang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Erklärung spricht ebenfalls von Veranstaltungen mit ritualhaftem Charakter und Tanz, jedoch werden diese als &amp;#039;&amp;#039;utagaki(&amp;#039;&amp;#039;歌垣&amp;#039;&amp;#039;) / kagai(&amp;#039;&amp;#039;嬥歌&amp;#039;&amp;#039;)&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet und sind nicht offen kenntlich chinesischen Ursprungs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Weingärtner&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Weingärtner, Till, |Titel=Manzai : eine japanische Form der Stand-up-Comedy |Ort=München [Germany] |Datum= |ISBN=3-89129-826-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als klassisch bezeichnete Form des &amp;#039;&amp;#039;manzai&amp;#039;&amp;#039; war religiös geprägt und wurde von Auftraggebern finanziert, die sich dadurch Glück und Segen versprachen. Charakteristisch für die Aufführungen der damals noch s&amp;#039;&amp;#039;aizō&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;boke&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;tayū&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;tsukkomi&amp;#039;&amp;#039;) genannten Manzaidarsteller waren Tanz, Gesang sowie der Einsatz von [[Tsuzumi]]-Trommeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert wurde das &amp;#039;&amp;#039;manzai&amp;#039;&amp;#039;, das sich in der [[Edo-Zeit]] bereits in Richtung Comedy entwickelt hatte, von dem aus [[Osaka]] stammenden [[Tamagoya Entatsu]] (bürgerlich Nishimoto Tamekichi) revolutioniert. Unter ihm verschwanden die Trommeln und machten Platz für mehr Gestik und die körperliche Maßregelung des &amp;#039;&amp;#039;saizō.&amp;#039;&amp;#039; Diese neue und vielkopierte Variation des &amp;#039;&amp;#039;manzai&amp;#039;&amp;#039; fand rasch Anklang und große Verbreitung in den Yose-Theatern der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste maßgebliche Veränderung wurde vom Manzaiduo Hanabishi Achako und Yokoyama Entatsu eingeleitet und vorangetrieben. Sie verbreiteten den westlichen Kleidungsstil im &amp;#039;&amp;#039;manzai&amp;#039;&amp;#039;, waren moderater in ihrer Thematik, ließen die musikalische Begleitung entfallen und waren die ersten Manzaikomiker, die wöchentlich im Radio auftraten. Das dem Radioalltag entnommene Standmikrofon wurde bald zur Bühnenrequisite, was die Auftritte wegen der eingeschränkten Mobilität der Künstler weiter veränderte, und auch der Gebrauch der Mimik sowie die Pointen wurden aufgrund des Übertragungsmodus – bei dem die Künstler eben nur gehört und nicht gesehen wurden – reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Erfolg im Radio folgte auch bald großer Anklang im neuen Medium des Fernsehens, der in den 80er Jahren schließlich zum sog. Manzai-Boom führte. Auch heute noch erfreuen sich die meist männlichen Darsteller der großen Anerkennung ihres üblicherweise weiblichen Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den regionalen Varianten, also dem &amp;#039;&amp;#039;manzai&amp;#039;&amp;#039; der [[Kansai]]- bzw. der [[Kantō]]-Region, ist die zuerst genannte die beim Publikum beliebtere. Begründet wird dies durch die größere Beliebtheit des &amp;#039;&amp;#039;[[Japanische Sprache#Dialekte|Ōsakaben]]&amp;#039;&amp;#039; bzw. dessen bessere Eignung für den Dialogstil des &amp;#039;&amp;#039;manzai&amp;#039;&amp;#039; sowie das bessere Zusammenspiel der aus Osaka stammenden Künstler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methoden ==&lt;br /&gt;
Im Miteinander von &amp;#039;&amp;#039;boke&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;tsukkomi&amp;#039;&amp;#039; haben sich im Laufe der Zeit bestimmte Reaktionsmöglichkeiten des &amp;#039;&amp;#039;tsukkomi&amp;#039;&amp;#039; auf Aussagen des &amp;#039;&amp;#039;boke&amp;#039;&amp;#039; etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aiba Akio unterscheidet hier zwischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;futsu tsukkomi&amp;#039;&amp;#039; = zurechtweisende Bemerkung&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;shigusa tsukkomi&amp;#039;&amp;#039; = gestische/mimische Reaktion&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;nori tsukkomi&amp;#039;&amp;#039; = eine Zustimmung gefolgt von umso härterer Ablehnung&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;boke&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;tsukkomi&amp;#039;&amp;#039; = fehlerhafte Zurechtweisung, die selbst eine Pointe inkludieren kann&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;hiki tsukkomi&amp;#039;&amp;#039; = der &amp;#039;&amp;#039;tsukkomi&amp;#039;&amp;#039; spielt vor, das Gespräch ob der Absurdität aufzugeben&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;hitori tsukkomi&amp;#039;&amp;#039; = ein Künstler weist sich nach entsprechender Aussage selbst zurecht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der festen Rollenverteilung von &amp;#039;&amp;#039;boke&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;tsukkomi&amp;#039;&amp;#039; gibt es noch ein weiteres charakteristisches Element, welches den Ablauf eines &amp;#039;&amp;#039;manzai&amp;#039;&amp;#039; bestimmt: der s&amp;#039;&amp;#039;ujifuri&amp;#039;&amp;#039; (筋ふり) ist dafür verantwortlich, neue Themen ins Gespräch zu bringen und bestimmt somit den Gesprächsverlauf. Auch diese Rolle wird üblicherweise nur von einem der Partner – meist dem &amp;#039;&amp;#039;tsukkomi&amp;#039;&amp;#039; – übernommen und beeinflusst die Dynamik des Sketches in nicht unerheblichem Ausmaß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Till Weingärtner: &amp;#039;&amp;#039;Manzai. Eine japanische Form der Stand-up-Comedy&amp;#039;&amp;#039;. München 2006.&lt;br /&gt;
* Joel F. Stocker: &amp;#039;&amp;#039;Manzai: Team Comedy in Japan’s Entertainment Industry&amp;#039;&amp;#039;. In: Jessica Milner Davis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Understanding Humor in Japan&amp;#039;&amp;#039;. Detroit 2005.&lt;br /&gt;
* Till Weingärtner: &amp;#039;&amp;#039;Comedy-Boom in Japan&amp;#039;&amp;#039;. München 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Manzai (comedy)|Manzai}}&lt;br /&gt;
* http://www.dl.kuis.kyoto-u.ac.jp/papers/2003/doc/mthesis-hourai.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Comedy]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Darstellende Kunst (Japan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kansai]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phoqx</name></author>
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