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	<title>Manytschniederung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T19:52:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Manytschniederung&amp;diff=58451&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-58325-7: Fehlerbehebung</title>
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		<updated>2026-01-27T09:11:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fehlerbehebung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lagekarte Manytschniederung.png|mini|hochkant=1.4|Lage der Manytschniederung]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Manytschniederung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kuma-Manytsch-Niederung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; {{ruS|Кумо-Манычская впадина}}, &amp;#039;&amp;#039;Kuma-Manytsch-Senke&amp;#039;&amp;#039;) ist eine etwa 500&amp;amp;nbsp;Kilometer lange [[Niederung]] zwischen der [[Kuban-Asowschen Niederung]] und der [[Kaspische Senke|Kaspischen Senke]] in [[Südrussland]]. Die Niederung bildet zusammen mit der Kaspischen Senke die südöstliche Begrenzung der [[Osteuropäische Ebene|Osteuropäischen Ebene]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Geologie ==&lt;br /&gt;
Die Niederung erstreckt sich zwischen dem Unterlauf des [[Don (Asowsches Meer)|Don]] und dem nordwestlichen Teil der Kaspischen Senke. Die eigentliche Niederung ist nur 20 bis 30, im Zentralteil nur 1 bis 2&amp;amp;nbsp;Kilometer breit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GSE|067399|Kuma-Manytsch-Niederung}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie trennt die nördlich gelegenen [[Jergenihügel]] vom in südlicher Richtung allmählich ansteigenden [[Stawropoler Höhenzug]], der Teil der Vorberge des [[Großer Kaukasus|Großen Kaukasus]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederung ist nach dem sie und das gleichnamige Seensystem durchfließenden Fluss [[Manytsch]] benannt. Teilweise wird auch die östliche Verlängerung der Niederung in Richtung der Kaspischen Senke respektive der [[Terek-Kuma-Niederung]], die vom Unterlauf der [[Kuma (Kaspisches Meer)|Kuma]] durchflossen wird, zur Niederung gezählt. Dies erklärt die alternative und in Russland übliche Bezeichnung, wörtlich „Kuma-Manytsch-Senke“, da dieser östliche Teil das für eine [[Senke (Geomorphologie)|Senke im geomorphologischen Sinne]] notwendige Kriterium der Oberflächenhöhe unter dem Meeresspiegel erfüllt. Der höchste Punkt der Niederung liegt bei {{Höhe|27|RU|link=1}} über dem Meeresspiegel ({{Coordinate|NS=45.715|EW=44.105|type=landmark|region=RU|name=Höchster Punkt der Manytschniederung|text=Lage}}),&amp;lt;ref&amp;gt;Sowjetische topographische Karte 1:200.000, Blatt L-38-XXI&amp;lt;/ref&amp;gt; in nordwestlicher und südöstlicher Richtung senkt sie sich auf knapp über Meereshöhe, im Südosten je nach Grenzziehung auch knapp darunter. Würde durch das Abschmelzen der polaren Eismassen der Meeresspiegel auf diese Höhe ansteigen, würde das Schwarze Meer die Senke des Kaspischen Meeres fluten und die beiden Meere an dieser Stelle miteinander verbinden, was zum letzten Mal zum Ende der letzten Eiszeit geschehen ist (siehe [[Kaspisches Meer#Entstehungsgeschichte|Kaspisches Meer Entstehungsgeschichte]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Manytschniederung liegt auf dem Territorium der [[Oblast Rostow]], bildet auf weiten Strecken die Grenze der [[Region Stawropol]] zur Republik [[Kalmückien]] und erreicht im Osten die Republik [[Dagestan]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederung ist [[Tektonik|tektonischen]] Ursprungs. Sie liegt im Bereich einer Einsenkung der Erdkruste, die von einer [[Störung (Geologie)|Störungszone]] begleitet wird, den südlichen Rand der „alten“ [[Russische Tafel|Russischen Tafel]] markiert und diese vom nördlichen Kaukasusvorland abgrenzt, das geologisch bereits zum jungen, [[Alpidische Orogenese|alpidischen]] Faltungsgebiet des Kaukasus gehört. Bis in das [[Quartär (Geologie)|Quartär]] waren [[Schwarzes Meer|Schwarzes]] beziehungsweise [[Asowsches Meer]] und [[Kaspisches Meer]] im Bereich der heutigen Manytschniederung immer wieder verbunden, unterbrochen durch Perioden niedrigen Wasserstandes des Kaspischen Meeres. Letztmals bestand eine Verbindung während der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;(Früh-)Chwalynsker [[Transgression (Geologie)|Transgression]]&amp;#039;&amp;#039; des Kaspischen Meeres, die spätestens vor 10.000 Jahren endete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wetlands&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=A. Miščenko |Titel=Vodno-bolotnye ugodʹja Rossii. Tom 6. Vodno-bolotnye ugodʹja Severnogo Kavkaza |Reihe=Feuchtgebiete Russlands |BandReihe=Band 6: Feuchtgebiete des Nordkaukasus |Verlag=Wetlands International |Ort=Moskau |Datum=2006 |ISBN=978-90-5882-028-0 |Sprache=ru |Online=http://russia.wetlands.org/Portals/5/WetlandsinRussia_Vol_6_Russian_Text&amp;amp;Maps.pdf |Format=PDF |KBytes=8100}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Manytschniederung als Teil der Grenze Europas ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Le varie convenzioni sul confine Europa-Asia.png|mini|Grenzziehungen zwischen Europa und Asien in Russland. Die konventionelle Grenze nach Strahlenberg (A) ist rot markiert und verläuft durch die Manytschniederung; die Wasserscheide über den Kaukasus entspricht der (C)-Linie.]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Eurasien#Innereurasische Grenze|titel1=„Innereurasische Grenze“ im Artikel Eurasien}}&lt;br /&gt;
Seit [[Philip Johan von Strahlenberg]]s Veröffentlichung von 1730&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Philipp Johann von Strahlenberg |Titel=Das Nord- und Ostliche Theil von Europa und Asia, in so weit solches das gantze Russische Reich mit Sibirien und der grossen Tatarey in sich begriffet |Ort=Stockholm |Datum=1730 |Online={{Google Buch |BuchID=EPMOAAAAQAAJ}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Manytschniederung in Russland und im deutschsprachigen Raum meist als Teil der geographischen Grenze zwischen den beiden Erdteilen [[Europa]] und [[Asien]] auf dem Abschnitt zwischen Kaspischem und Asowschem Meer betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Brockhaus Enzyklopädie, 21.&amp;amp;nbsp;Auflage. F.A.Brockhaus. Leipzig/Mannheim 2006. Artikel Europa: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Als Grenze Europas zu Asien gilt seit dem 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert der Ural… Konventionelle Grenzen zu Asien bilden außerdem der Fluß Ural, das Kaspische Meer, die Manytschniederung, das Schwarze Meer, der Bosporus, das Marmarameer, die Dardanellen sowie das Ägäische Meer&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Festlegung gründet sich unter anderem darauf, dass an dieser Stelle der Manytschniederung einst eine Verbindung zwischen dem Kaspischen und dem Asowschen bzw. Schwarzen Meer bestanden hatte. International unter Geographen verbindliche Festlegungen über den Verlauf der Grenze zwischen den Kontinenten gibt es jedoch nicht, so dass teilweise auch der Hauptkamm des Großen Kaukasus als Grenze auf diesem Abschnitt angesehen wird, vor allem im englisch- und französischsprachigen Raum. Nach dieser Auffassung läge die gesamte Manytschniederung in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hydrographie ==&lt;br /&gt;
Der größte Teil der Achse der Manytschniederung wird von den beiden Komponenten des namensgebenden Manytsch durchflossen. Vor den menschlichen Eingriffen des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts floss der größte Teil des Wassers des [[Kalaus]], der vom Stawropoler Höhenzug kommend die Niederung an ihrer höchstgelegenen Stelle erreicht, wo er eine [[Flussbifurkation|Bifurkation]] bildete, als &amp;#039;&amp;#039;Östlicher Manytsch&amp;#039;&amp;#039; in Richtung des Kaspischen Meeres. Er erreichte, wie auch heute, das Kaspische Meer jedoch nicht, sondern verlor sich zwischen kleineren [[Salzsee]]n in einem [[Steppe|Halbwüstengebiet]] knapp 100&amp;amp;nbsp;Kilometer vor der Küste. Der geringere Teil des Wassers des Kalaus floss als &amp;#039;&amp;#039;Westlicher Manytsch&amp;#039;&amp;#039; (oder einfach &amp;#039;&amp;#039;Manytsch&amp;#039;&amp;#039;) in westlicher Richtung dem Don zu, nahm in seinem Verlauf jedoch mehr und wasserreichere Nebenflüsse auf als der Östliche Manytsch, darunter den (Großen) [[Jegorlyk]]. Er durchquerte dabei mehrere in unterschiedlichem Maße salzige und sehr flache Seen: den bei mittlerem Wasserstand 344&amp;amp;nbsp;km² großen Manytsch-Gudilo (auch &amp;#039;&amp;#039;Großer Manytschsee&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bolschoi Manytsch&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Gudilo&amp;#039;&amp;#039;), den Kleinen Manytsch-See (&amp;#039;&amp;#039;Maly Manytsch&amp;#039;&amp;#039;, auch einfach &amp;#039;&amp;#039;Manytsch&amp;#039;&amp;#039;; 78,8&amp;amp;nbsp;km²) sowie einen weiteren 10,7&amp;amp;nbsp;km² großen, ebenfalls &amp;#039;&amp;#039;Manytsch&amp;#039;&amp;#039; genannten See.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GSE|073559|Manytsch-Gudilo}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren wurden am Westlichen Manytsch mehrere Stauseen errichtet, die praktisch über den gesamten Flusslauf eine geschlossene Kette bilden: Ust-Manytschskoje nahe der Mündung, Wessjolowskoje und Proletarskoje bei [[Proletarsk]]. Letzterer ist der größte der Stauseen, der auch die früheren Manytsch-Seen vereinigte und ihren Wasserspiegel um einige Meter anhob. Am Östlichen Manytsch wurde 1969 der Tschograiskoje-Stausee fertiggestellt und zugleich die Wasserzufuhr vom Kalaus in den Fluss durch den Bau eines Dammes unterbunden. Der Östliche Manytsch wird seither hauptsächlich durch seinen früheren Nebenfluss Tschograi sowie den bis 1965 errichteten &amp;#039;&amp;#039;Kuma-Manytsch-Kanal&amp;#039;&amp;#039; gespeist. Unterhalb des Stausees gibt er einen bedeutenden Teil des Wassers über den Tschograi-Kanal wieder in Richtung Kuma-Unterlauf für die Bewässerung der dazwischen liegenden Gebiete ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wetlands&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Aleksandr Bazeljuk |Titel=Antropogennoe izmenenie gidrografičeskoj seti Kumo-Manyčskoj vpadiny |TitelErg=Dissertation |Verlag=Südliche Föderale Universität |Ort=Rostow am Don |Datum=2007 |Sprache=ru |Kommentar=&amp;#039;&amp;#039;Anthropogene Veränderung des hydrographischen Netzes der Kuma-Manytsch-Senke&amp;#039;&amp;#039; |Online= [http://www.znb.rsu.ru/.../20071114_D212-208-12_25-00-23_BazelyukAA.doc Thesen online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Die Manytschniederung als Feuchtgebiet gemäß der [[Ramsar-Konvention]] gehört zu den vor allem [[Vogelkunde|ornithologisch]] bedeutsamsten Gebieten Russlands. Es gibt zwei als [[Sapowednik]] unter Naturschutz stehende Gebiete:&amp;lt;ref name=&amp;quot;wetlands&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Biosphärenreservat]] [[Tschornyje Semli]] (seit 11. Juni 1990): das westliche, 27.600&amp;amp;nbsp;Hektar große Teilgebiet umfasst den (früheren) See Manytsch-Gudilo&amp;lt;ref&amp;gt;[http://oopt.info/index.php?oopt=135 &amp;#039;&amp;#039;Tschornyje Semli&amp;#039;&amp;#039;] im Informations- und Auskunftssystem &amp;#039;&amp;#039;Besonders geschützte Naturgebiete Russlands&amp;#039;&amp;#039; des Zentrums für Naturschutz (russisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Rostowski-Sapowednik (seit 27. Dezember 1995): eines der vier Teilgebiete liegt im Westen des Manytsch-Gudilo-Gebietes&amp;lt;ref&amp;gt;[http://oopt.info/index.php?oopt=937 &amp;#039;&amp;#039;Rostowski-Sapowednik&amp;#039;&amp;#039;] im Informations- und Auskunftssystem &amp;#039;&amp;#039;Besonders geschützte Naturgebiete Russlands&amp;#039;&amp;#039; des Zentrums für Naturschutz (russisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=46.37|EW=42.72|type=landmark|region=RU|dim=200000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4456772-8|VIAF=249383745}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft der Osteuropäischen Ebene]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Föderationskreis Südrussland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Föderationskreis Nordkaukasus]]&lt;/div&gt;</summary>
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