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	<title>Manteltiere - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Manteltiere&amp;diff=24714&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A02:2454:854A:9D00:961:CE78:598F:3C31 am 11. Januar 2025 um 14:23 Uhr</title>
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		<updated>2025-01-11T14:23:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Manteltiere&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Tunicata&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Unterstamm&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Jean-Baptiste de Lamarck|Lamarck]], 1816&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Chordatiere&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Chordata&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Stamm&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Neumünder&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Deuterostomia&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Überstamm&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Bilateria&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Gewebetiere&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Eumetazoa&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Vielzellige Tiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Metazoa&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = Bluebell tunicates Nick Hobgood.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &amp;#039;&amp;#039;[[Clavelina moluccensis]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Manteltiere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Tunicata, Urochordata) sind ein weltweit rein marin verbreiteter [[Stamm (Biologie)|Unterstamm]] der [[Chordatiere]]. Sie leben als [[sessile Tiere]] auf dem [[Ozeanboden|Meeresboden]] ([[Seescheiden]]) oder [[plankton]]isch ([[Salpen]], [[Appendikularien]]). Manteltiere können als Einzeltiere oder als [[Kolonie (Biologie)|Kolonien]] auftreten. Ihr Name leitet sich von einem Mantel (&amp;#039;&amp;#039;Tunica&amp;#039;&amp;#039;) aus [[Cellulose|Tunicin]] (Cellulose) ab. Es gibt rund 3000 Arten.&amp;lt;ref name=Ruppert&amp;gt;{{cite book |last1=Ruppert |first1=E.E. |last2=Fox |first2=R.S. |last3=Barnes |first3=R.D. |year=2004 |title=Invertebrate Zoology |edition = 7th |publisher=Cengage Learning |isbn=978-81-315-0104-7 |pages=940–956  |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Wichtiges Merkmal ist ein [[Exoskelett|Cuticularmantel]], der von der einschichtigen Epidermis abgeschieden wird und – einmalig im Tierreich – das [[Polysaccharid]] [[Cellulose]] enthält.&amp;lt;ref name=&amp;quot;roempp&amp;quot;&amp;gt;{{RömppOnline |Name=Tunicin |Abruf=2015-07-06|ID=RD-20-03531 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit der Tunicata, welche sonst hauptsächlich von den [[Insekten]] bekannt ist, ist, dass ihr Herz die Möglichkeit hat, die Richtung des Blutflusses innerhalb kürzester Zeit zu ändern. Nachdem das Blut vom Herz eine gewisse Zeit in den [[Kiemendarm]] getrieben wurde, bleibt das Herz eine kurze Zeit stehen und wechselt die Pumprichtung des Blutes, sodass der Magen versorgt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Handbuch der experimentellen Pharmakologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 26: &amp;#039;&amp;#039;Vergleichende Pharmakologie von Überträgersubstanzen in tiersystematischer Darstellung.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 1971, ISBN 3-540-05132-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Larva of a tunicate.jpg|mini|Schematische Darstellung einer Larve]]&lt;br /&gt;
Ihre Zugehörigkeit zu den Chordaten ergibt sich aus der Organisation der Larven, bei denen der Ruderschwanz von einer [[Chorda dorsalis]] und einem [[Neuralrohr]] durchzogen wird. Bei den [[pelagisch]] lebenden [[Appendicularien]] gilt dies sogar für die [[Adultform|Imago]], da sich nur bei sessiler Lebensweise das Neuralrohr zurückbildet. Dessen Funktion wird dann von einem [[Oberschlundganglion]] und seinen ausstrahlenden Nerven übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/chordaten-nervensystem/2130 |titel=Chordaten-Nervensystem |werk=Spektrum der Wissenschaft |abruf=2024-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Manteltieren fehlen auch die nierenartigen [[Nephridien]], weshalb die [[Exkretion]] über die Darmoberfläche oder über Speicherzellen erfolgt. Das Blutsystem ist offen (lakunär). Charakteristisch ist eine Ein- und Ausströmöffnung für das Atemwasser und die Planktonnahrung. Die Pumprichtung des [[Herz]]ens wird in regelmäßigen Abständen umgekehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/manteltiere/41099 |titel=Manteltiere |werk=Spektrum der Wissenschaft |abruf=2020-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährungsweise ==&lt;br /&gt;
Manteltiere sind mikrophage [[Filtrierer]]. Der [[Kiemendarm]] der Tunicata besitzt zahlreiche Spalten, die wie ein Sieb funktionieren. Mittels [[Zilie]]n an der Mundregion wird ein Wasserstrom erzeugt, der Nahrungspartikel durch den reusenartigen Kiemenkorb treibt. Am Grund des Kiemendarms liegt die Hypobranchialrinne, das sogenannte [[Endostyl]]. Sie produziert einen Schleim, der die eingestrudelten Nahrungspartikel regelrecht aufrollt und schließlich dem Verdauungsteil des Darmes zuführt. Bei adulten Salpen öffnet sich der [[Peribranchialraum]] zu einer Ausströmöffnung hin. Hier finden sich auch die Öffnungen des Enddarms und der Geschlechtsöffnungen in einen Kloakenraum. Die Hypobranchialrinne lässt sich wegen ihrer Fähigkeit, Iod aufzunehmen, mit der [[Schilddrüse]] der Wirbeltiere in eine Entwicklungsreihe stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
Sehr auffällig sind auch die komplizierten Fortpflanzungsverhältnisse mancher Manteltierklassen: Es kann ein Wechsel zwischen geschlechtlicher und ungeschlechtlicher Generation vorkommen ([[Salpen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überhaupt ist die ungeschlechtliche Vermehrung weit verbreitet. Sie führt vielfach zu charakteristischen Kolonienbildungen, wenn die Tochtertiere beisammenbleiben. Die Salpen bilden Ketten, die [[Feuerwalzen]] sind ausschließlich als Kolonien bekannt, und auch die [[Seescheiden]] entwickeln z.&amp;amp;nbsp;T. Stöcke oder Kolonien von typischer Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Innere Systematik ==&lt;br /&gt;
Traditionell werden die Manteltiere in drei Subtaxa im Rang von Klassen eingeteilt:&lt;br /&gt;
* [[Appendikularien]] (Larvacea)&lt;br /&gt;
* [[Seescheiden]] (Ascidiacea)&lt;br /&gt;
* [[Salpen]] (Thaliacea)&lt;br /&gt;
Von diesen drei Klassen bilden die Seescheiden nach [[DNA-Sequenzanalyse]]n kein [[Monophylum]]. Ein Kladogramm zeigt die tatsächliche Verwandtschaft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Klade&lt;br /&gt;
  |label1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Manteltiere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
  |1={{Klade&lt;br /&gt;
     |1=&amp;amp;nbsp;[[Stolidobranchia]]&amp;amp;nbsp;(„Seescheiden“)&lt;br /&gt;
     |2={{Klade&lt;br /&gt;
        |1={{Klade&lt;br /&gt;
           |1=&amp;amp;nbsp;[[Phlebobranchia]]&amp;amp;nbsp;(„Seescheiden“)&lt;br /&gt;
           |2=&amp;amp;nbsp;Thaliacea&amp;amp;nbsp;([[Salpen]])&lt;br /&gt;
           }}&lt;br /&gt;
        |2={{Klade&lt;br /&gt;
           |1=&amp;amp;nbsp;[[Aplousobranchia]]&amp;amp;nbsp;(„Seescheiden“)&lt;br /&gt;
           |2=&amp;amp;nbsp;Larvacea&amp;amp;nbsp;([[Appendikularien]])&lt;br /&gt;
           }}&lt;br /&gt;
        }}&lt;br /&gt;
    }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Rüdiger Wehner]], [[Walter Gehring]]: &amp;#039;&amp;#039;Zoologie.&amp;#039;&amp;#039; 24. Auflage. Thieme Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-13-367424-9, S. 787 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tunicata}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4168855-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manteltiere| ]]&lt;/div&gt;</summary>
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