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	<title>Manolis Glezos - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Manolis Glezos with LAE 3.jpg|mini|Manolis Glezos (2015)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Manolis Glezos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Μανώλης Γλέζος}}, * [[9. September]] [[1922]] in [[Aperathos]] auf [[Naxos]]; † [[30. März]] [[2020]] in [[Athen]]) war im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ein [[Widerstandskämpfer]] gegen die [[deutsche Besetzung Griechenlands]], im [[Griechenland|Nachkriegsgriechenland]] war er ein linksgerichteter [[Politiker]] und [[Autor]]. Von 2014 bis zum 7. Juli 2015 war er das älteste Mitglied des [[Europäisches Parlament|Europaparlaments]].&amp;lt;ref Name=Mayer2014&amp;gt;Thomas Mayer: [https://derstandard.at/2000002497614/Schulz-EU-Parlamentspraesident-Lunacek-seine-Vizepraesidentin &amp;#039;&amp;#039;EU-Parlament wählt Spitze.&amp;#039;&amp;#039;] derstandard.at, 1. Juli 2014, abgerufen am 1. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;nd&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/977077.griechischer-widerstandskaempfer-verlaesst-eu-parlament.html &amp;#039;&amp;#039;Griechischer Widerstandskämpfer verlässt EU-Parlament&amp;#039;&amp;#039;] [[Neues Deutschland|neues deutschland]] 7. Juli 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Glezos war der älteste Sohn einer Lehrerin und eines Buchhalters und Journalisten. Der Vater starb, als er drei Jahre alt war, und bevor sein Bruder Nikos zur Welt kam. Im Alter von zwölf Jahren zog Glezos mit seiner Mutter, seinem Bruder, seinem Stiefvater und zwei Halbgeschwistern von Naxos nach [[Metaxourgio]] ins nördliche [[Athen]]. Der Stiefvater erhielt ein Stipendium und reiste ohne Familie nach Deutschland und Frankreich.&amp;lt;ref&amp;gt;Erwin Koch: &amp;#039;&amp;#039;Der Held. In der Nacht vom 30. auf den 31. Mai 1941 stahl Manolis Glezos gemeinsam mit einem Freund die Fahne der Nationalsozialisten von der Akropolis. Besuch bein einem ewigen Partisanen.&amp;#039;&amp;#039; [[Das Magazin (Schweiz)|Das Magazin]], [[Tamedia]], Zürich 29. Oktober 2016, Seiten 12–17&amp;lt;/ref&amp;gt; Glezos besuchte das Gymnasium und studierte ab 1940 an der [[Wirtschaftsuniversität Athen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-164-0368-04, Athen, Hakenkreuzflagge auf der Akropolis.jpg|mini|hochkant|Hakenkreuzfahne auf der Akropolis in Athen]]&lt;br /&gt;
1939 wirkte Glezos noch als Schüler an der Gründung einer antifaschistischen Jugendgruppe mit, die sich gegen die italienische Besatzung des [[Dodekanes]] und die Diktatur von [[Ioannis Metaxas]] wandte. Zu Beginn des [[Griechisch-Italienischer Krieg|Griechisch-Italienischen Kriegs]] wurde seine Bewerbung zur griechischen Armee aus Altersgründen abgelehnt. Dafür arbeitete er als Freiwilliger für das griechische Wirtschaftsministerium. Nachdem die [[Wehrmacht]] Griechenland im [[Balkanfeldzug (1941)|Balkanfeldzug]] besetzt hatte, arbeitete er für das [[Griechisches Rotes Kreuz|Griechische Rote Kreuz]], war daneben aber im [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|griechischen Widerstand]] aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Mai 1941 erklomm er zusammen mit [[Apostolos Sandas]] die [[Akropolis]] und riss die dort seit der deutschen Einnahme von Athen am 27. April 1941 gehisste [[Hakenkreuz]]fahne herunter. Diese erste Widerstandshandlung in Griechenland, durch die Glezos ein antifaschistischer Held wurde, war ein [[Fanal]], das viele Griechen zum Widerstand anregte. Glezos und Sandas wurden in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Am 24. März 1942 wurde Glezos verhaftet und von der deutschen Besatzungstruppe gefangen gehalten und gefoltert. In der Haft erkrankte er schwer an [[Tuberkulose]]. Nachdem er wegen seines schlechten Gesundheitszustandes freigelassen worden war, wurde er am 21. April 1942 von [[Italienische Streitkräfte|italienischen Besatzungstruppen]] verhaftet und drei Monate lang gefangen gehalten. Am 7. Februar 1944 wurde er wieder verhaftet, diesmal von griechischen [[Kollaborateur]]en. Er verbrachte weitere siebeneinhalb Monate im Gefängnis, bis er am 21. September 1944 fliehen konnte. Im selben Jahr wurde sein jüngerer Bruder Nikos von den deutschen Besatzern hingerichtet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Acropolis of Athens 0.JPG|miniatur|hochkant|Fahnenmast auf der Akropolis heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Krieges übernahm Glezos 1945 die Leitung der kommunistischen Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Rizospastis&amp;#039;&amp;#039;. Drei Jahre später wurde er inhaftiert und wegen Pressedelikten 28 Mal angeklagt. Am 3. März 1948 wurde Glezos zum Tode verurteilt. Wegen internationaler Proteste wurde das Urteil nicht vollstreckt, sondern 1950 in eine lebenslange Freiheitsstrafe umgewandelt. 1951 wurde Glezos – weiterhin in Haft – auf der Liste der [[Eniea Dimokratiki Aristera]] ({{elS|Ενιαία Δημοκρατική Αριστερά ΕΔΑ}}, &amp;#039;&amp;#039;Vereinigung der Demokratischen Linken, EDA&amp;#039;&amp;#039;) in das griechische Parlament gewählt. Nach seiner Wahl trat er in den [[Hungerstreik]], um die Freilassung der anderen EDA-Abgeordneten zu erreichen, die in Haft oder auf Inseln verbannt waren. Nach der Freilassung sieben verbannter Abgeordneter beendete er den Hungerstreik. Im Juli 1954 wurde er aus der Haft entlassen. Am 5. Dezember 1958 wurde er erneut verhaftet und (wie zahlreiche Linke in den Zeiten des Kalten Krieges) wegen Spionage verurteilt. Seine Freilassung am 15. Dezember 1962 erfolgte aufgrund der öffentlichen Empörung in Griechenland und im Ausland. Während der zweiten Periode seiner Gefangenschaft nach dem Krieg wurde Glezos 1961 als Abgeordneter der EDA wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärdiktatur 1967 bis 1974 ===&lt;br /&gt;
Beim Militärputsch am 21. April 1967 wurde Glezos ebenso wie die anderen führenden Politiker um zwei Uhr nachts verhaftet. Während der [[Griechische Militärdiktatur|Herrschaft der Obristen]] unter [[Georgios Papadopoulos]] war er bis 1971 weitere vier Jahre in Haft und Verbannung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt erlitt Manolis Glezos aufgrund politischer Verfolgung elf Jahre und vier Monate Gefangenschaft und vier Jahre und sechs Monate Exil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit 1974 ===&lt;br /&gt;
Nach der Wiederherstellung der Demokratie in Griechenland 1974 beteiligte sich Glezos am Wiederaufbau der [[Eniea Dimokratiki Aristera]] &amp;#039;&amp;#039;(EDA).&amp;#039;&amp;#039; Bei den Wahlen 1981 und 1985 wurde er auf der Liste der sozialistischen [[Panellinio Sosialistiko Kinima|PASOK]] ins Parlament gewählt. [[Europawahl 1984|Im Juni 1984]] wurde er ebenfalls auf der Liste der PASOK als Abgeordneter des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] (MdEP) gewählt. Von 1985 bis 1989 war er Vorsitzender der EDA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Januar 1985 legte er sein Mandat als MdEP nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://euparl.net/9353000/1/j9vvhskmycle0vf/vj6y5dl2ctyh |wayback=20160916063041 |text=http://euparl.net   }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl in Griechenland 1985|Parlamentswahl im Juni 1985]] wurde er Abgeordneter im griechischen Parlament. Später&amp;lt;!-- ab 1986 ?--&amp;gt; arbeitete er bei einem [[Basisdemokratie|basisdemokratischen]] Modellversuch in seinem Heimatdorf [[Aperathos]] mit, wo er zum Vorsitzenden des Gemeinderats gewählt wurde. Er beschnitt die Kompetenzen des Rates durch die Einführung einer Verfassung, die einer örtlichen „Beratenden Versammlung“ die Kontrolle über die Gemeindeverwaltung übertrug. Dieses Modell funktionierte einige Jahre, aber längerfristig ließ das Interesse nach und die Versammlung wurde abgeschafft. Neben seiner politischen Arbeit entwickelte Glezos hier auch ein System zur Verhinderung von [[Überschwemmung]]en, Bekämpfung der [[Bodenerosion]] und zum Schutz des [[Grundwasser]]s; es basiert auf dem Bau einer Reihe von sehr kleinen Dämmen, die das Wasser in [[Grundwasserleiter]] leiten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://nibis.ni.schule.de/~trianet/naxos/mountain/mg_3b.htm |wayback=20050503055010 |text=Bodenschutz und Wasserkonservierung - Modellprojekt Aperathou   }}.&amp;#039;&amp;#039; Website von &amp;#039;&amp;#039;Trianet.&amp;#039;&amp;#039; 2000&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl in Griechenland 2000|Parlamentswahl am 8. April 2000]] führte Glezos die Liste [[Synaspismos]] an, einen Zusammenschluss radikaler Linker. 2002 gründete er die politische Gruppe &amp;#039;&amp;#039;Aktive Bürger,&amp;#039;&amp;#039; die mit dem Synaspismos und anderen kleineren linken Parteien Teil des Bündnisses [[SYRIZA – Enotiko Kinoniko Metopo|SYRIZA]] war, bis das Bündnis zur Partei SYRIZA verschmolz, und kandidierte für das Amt des Präfekten der [[Attika (griechische Region)|Region Attika]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glezos setzte sich über Jahrzehnte unter anderem für Entschädigungs- und [[Deutsche Wiedergutmachungspolitik|Wiedergutmachungszahlungen]] der [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]] an Griechenland und an griechische Opfer des Nationalsozialismus ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Manolis Glezos: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeit.de/1995/40/Ein_Unrecht_muss_gesuehnt_werden/komplettansicht Ein Unrecht muß gesühnt werden].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 40, 29. September 1995&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Interview mit Manolis Glezos: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.taz.de/70-Jahre-nach-dem-Tag-der-Befreiung/!5009141/ &amp;quot;Es geht um Gerechtigkeit&amp;quot;]&amp;#039;&amp;#039; In: [[taz]] vom 8. Mai 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. März 2010 wurde Glezos bei Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten anlässlich einer Demonstration gegen die Sparmaßnahmen aufgrund der hohen [[Staatsverschuldung Griechenlands]] leicht verletzt, als die Polizei [[Tränengas]] einsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-03/merkel-papandreou-griechenland Griechenland-Krise: Merkel sagt Spekulanten den Kampf an].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]].&amp;#039;&amp;#039; 5. März 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober 2011 rief er zusammen mit [[Mikis Theodorakis]] in einem „Appell für die Rettung der Völker Europas“ zum Kampf gegen das „Imperium des Geldes“ auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Mikis Theodorakis &amp;amp; Manolis Glezos: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.koalition-des-widerstands.de/ Gemeinsamer Appell für die Rettung der Menschen Europas].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;koalition-des-widerstands.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Schmid: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.fr.de/politik/zorn-alten-kaempen-glezos-11324632.html Griechenland: Der Zorn des alten Kämpen Glezos].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Rundschau]].&amp;#039;&amp;#039; 13. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Glezos schlug gegen Griechenlands Schuldenkrise vor, kein Geld [[Griechische Streitkräfte|für Rüstung]] auszugeben, wandte sich gegen unrechtmäßige staatliche Schulden und Steuerbetrug und forderte Ausgaben in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Forschung.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/733023/Athen_Auf-Unterwerfungsskala-fast-100-Prozent Athen: „Auf Unterwerfungsskala fast 100 Prozent“].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Presse]].&amp;#039;&amp;#039; 17. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner forderte er Deutschland auf, die sich aus dem [[Pariser Reparationsabkommen]] ergebenden [[Reparationen|Kriegsschulden]] zu begleichen (von Glezos auf 108 Milliarden Euro beziffert) und eine während der deutschen Besatzung bei der [[Bank von Griechenland]] erhobene [[Deutsche Zwangsanleihe in Griechenland|Zwangsanleihe]] (die einem heutigen Wert von 54 Milliarden Euro entspreche) zurückzuzahlen. Es müsse kein Geld an die [[griechische Regierung]] fließen, Deutschland könne auch Stipendien für griechische Studenten oder Infrastrukturprojekte finanzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Boris Kálnoky &amp;amp; Dimitra Moutzouri: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.welt.de/politik/ausland/article115121884/Es-geht-nicht-um-Geld-sondern-um-Gerechtigkeit.html Reparationen: „Es geht nicht um Geld, sondern um Gerechtigkeit“].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]].&amp;#039;&amp;#039; 9. April 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Europawahl in Griechenland 2014|Europawahl 2014]] wurde Glezos zum zweiten Mal nach 1984 ins [[Europaparlament]] gewählt. Er war dort für [[Synaspismos Rizospastikis Aristeras|SYRIZA]] der älteste [[Liste der Mitglieder des 8. Europäischen Parlamentes|aller Abgeordneten]].&amp;lt;ref Name=Mayer2014/&amp;gt; Er kündigte bereits nach seiner Wahl an, er werde sein Mandat nur ein Jahr lang ausüben und dann den Platz einem Jüngeren überlassen. Am 7. Juli 2015 verabschiedete er sich aus dem EU-Parlament mit einem Zitat zum Kampf der Griechen gegen die „Tyrannen“ aus der EU-Volksvertretung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nd&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Parlamentswahl in Griechenland Januar 2015|Parlamentswahl in Griechenland im Januar 2015]] machte Glezos Wahlkampf für SYRIZA. Vier Wochen später unterstellte er Ministerpräsident [[Alexis Tsipras]] Augenwischerei.&amp;lt;ref&amp;gt;FAZ.net 22. Februar 2015: [https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/tsipras-kaempft-gegen-protest-in-eigenen-reihen-manolis-glezos-wirft-ihm-augenwischerei-vor-13443704.html Tsipras kämpft gegen Protest in eigenen Reihen]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den vorgezogenen Neuwahlen im September 2015 kandidierte Glezos auf der Liste der SYRIZA-Abspaltung [[Laiki Enotita]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kathimerini]], 11. September 2015 (englisch) &amp;#039;&amp;#039;[https://www.ekathimerini.com/201418/article/ekathimerini/news/leftist-veteran-glezos-calls-on-greeks-to-vote-either-popular-unity-or-for-communists]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; die allerdings mit 2,86 % knapp an der Sperrklausel für den Einzug ins Parlament scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manolis Glezos starb im Frühjahr 2020 im Alter von 97 Jahren an Herzversagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;death&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ekathimerini.com/251143/article/ekathimerini/news/veteran-leftist-and-resistance-fighter-manolis-glezos-dies-at-98 &amp;#039;&amp;#039;Veteran leftist and resistance fighter Manolis Glezos dies at 98&amp;#039;&amp;#039; (sic)]. [[Kathimerini]], 30. März 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publizistisches Werk ==&lt;br /&gt;
Manolis Glezos schrieb seit 1942 Artikel für griechische Zeitungen; ferner war er Herausgeber der Zeitungen &amp;#039;&amp;#039;[[Rizospastis]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[I Avgi|Avgi]]&amp;#039;&amp;#039; in den 1950er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er veröffentlichte sechs Bücher auf Griechisch:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Η ιστορία του βιβλιού. 1974&amp;#039;&amp;#039; [Die Geschichte des Buches]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Από τη δικτατορία στη ∆ηµοκρατία. 1974&amp;#039;&amp;#039; [Von der Diktatur zur Demokratie]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Το φαινόµενο της αλλοτρίωσης στη γλώσσα. 1977&amp;#039;&amp;#039; [Das Phänomen der Verfremdung in der Sprache]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Η συνείδηση της πετραίας γης.&amp;#039;&amp;#039; 1997 [Das Gewissen der felsigen Erde]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ύδωρ, Αύρα, Νερό. 2001&amp;#039;&amp;#039; [Hydor, Aura, Nero]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Εθνική Αντίσταση 1940-1945. 2006&amp;#039;&amp;#039; [Nationaler Widerstand 1940–1945]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1959 CPA 2379.jpg|miniatur|„Freiheit für den Helden des griechischen Volkes, Manolis Glezos!“, sowjetische Briefmarke (1959)]]&lt;br /&gt;
Schon 1959 ehrte die Post der [[Sowjetunion]] Manolis Glezos durch eine Briefmarke, die sein Porträt vor dem Hintergrund der Akropolis zeigt. Er wurde ferner mit dem Internationalen Journalistenpreis 1958, der Goldmedaille [[Frédéric Joliot-Curie|Joliot-Curie]] des [[Weltfriedensrat]]es 1959 und dem [[Internationaler Lenin-Friedenspreis|Lenin-Friedenspreis]] 1963 ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Verdienste um Demokratie, [[Geologie]] und [[Linguistik]] erhielt er 1996 die [[Ehrendoktor]]würde der Philosophischen Fakultät (Abteilung Geologie) der [[Universität Patras]], 2001 die der [[Aristoteles-Universität Thessaloniki]] (Abteilung Ingenieurwesen), 2003 die der [[Nationale Technische Universität Athen|Nationalen Technischen Universität Athen]] (Fakultät für Bergbau und Metallurgie) und 2008 die der Philosophischen Fakultät der [[Nationale und Kapodistrias-Universität Athen|Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [[Akropolis]] in Athen erinnert eine Bronzetafel im Bereich des Fahnenmastes an die Heldentat von Glezos und Sandas im Jahre 1941.&amp;lt;ref&amp;gt;Matt Barrett: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.athensguide.com/acropolis.html The Acropolis of Athens].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Athens Survival Guide&amp;#039;&amp;#039; (mit Foto der Bronzetafel)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text auf der Tafel lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|ΤΗ ΝΥΧΤΑ ΤΗΣ 30ης ΜΑΙΟΥ 1941 ΚΑΤΕΒΑΣΑΝ ΟΙ ΠΑΤΡΙΩΤΕΣ ΜΑΝΩΛΗΣ ΓΛΕΖΟΣ ΚΑΙ ΑΠΟΣΤΟΛΟΣ ΣΑΝΤΑΣ ΤΗ ΣΗΜΑΙΑ ΤΩΝ ΝΑZΙ ΚΑΤΑΚΤΗΤΩΝ ΑΠΟ ΤΟ ΙΕΡΟ ΒΡΑΧΟ ΤΗΣ ΑΚΡΟΠΟΛΙΣ. &amp;lt;br /&amp;gt;ΕΝΤΟΙΧΙΣΤΗΚΕ ΑΠΟ ΤΗ „ΕΝΩΜΕΝΗ ΕΘΝΙΚΗ ΑΝΤΙΣΤΑΣΗ 1941–1944“ ΤΟ 1982. &amp;lt;br /&amp;gt;In der Nacht des 30. Mai 1941 rissen die Patrioten Manolis Glezos und Apostolos Sandas die Fahne der Nazi-Besatzer vom heiligen Felsen der Akropolis. &amp;lt;br /&amp;gt;Angebracht vom &amp;#039;&amp;#039;Vereinten nationalen Widerstand 1941–1944&amp;#039;&amp;#039; im Jahre 1982.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Erwin Koch: &amp;#039;&amp;#039;Der Held. In der Nacht vom 30. auf den 31. Mai 1941 stahl Manolis Glezos gemeinsam mit einem Freund die Fahne der Nationalsozialisten von der Akropolis. Besuch bei einem ewigen Partisanen.&amp;#039;&amp;#039; [[Das Magazin (Schweiz)|Das Magazin]], [[Tamedia]], Zürich 29. Oktober 2016, Seiten 12–17&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://schattenkampf.arte.tv/#/manolis-glezos/ Zeitzeugenbericht] in &amp;#039;&amp;#039;Schattenkampf,&amp;#039;&amp;#039; Dokumentation von Bernard George in &amp;#039;&amp;#039;[[arte]],&amp;#039;&amp;#039; 2011&lt;br /&gt;
* {{MdEP|1654}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.cicero.de/weltbuehne/griechenland-protest-euro-manolis-glezos-deutschland-will-uns-an-die-gurgel/48624 Griechischer Widerstandskämpfer: „Deutschland will uns an die Gurgel“],&amp;#039;&amp;#039; Interview mit Chrissi Wilkens in &amp;#039;&amp;#039;[[Cicero (Zeitschrift)|Cicero]],&amp;#039;&amp;#039; 15. März 2012&lt;br /&gt;
* [https://www.ardmediathek.de/video/aktuelle-kamera/interview-mit-manolis-glezos/ard/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xMTM2MzI Interview mit Manolis Glezos] [[Deutscher Fernsehfunk]], 15. Dezember 1965 (Video im [[ARD Retro|ARD-Retro]]-Angebot der [[ARD Mediathek]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132240521|LCCN=n86027629|VIAF=39579980}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Glezos, Manolis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (griechischer Widerstand 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter (Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Europäischen Parlaments für Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Syriza-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Neugriechisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Internationalen Lenin-Friedenspreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Patras]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Aristoteles-Universität Thessaloniki]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grieche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2020]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Glezos, Manolis&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Γλέζος, Μανώλης (griechisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=griechischer Politiker, MdEP und Autor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. September 1922&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aperathos]] auf [[Naxos]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. März 2020&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Athen]]&lt;br /&gt;
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