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	<title>Mannesmann-Poll-Dreidecker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T04:44:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mannesmann-Poll-Dreidecker&amp;diff=1470769&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leuni: Am 1. Juli 1974 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Hessen durch Gesetz die Eingliederung der Stadt Großauheim in die Stadt Hanau, Porz wurde ein halbes Jahr später nach Köln eingemeindet</title>
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		<updated>2024-11-30T10:56:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Am 1. Juli 1974 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Hessen durch Gesetz die Eingliederung der Stadt Großauheim in die Stadt Hanau, Porz wurde ein halbes Jahr später nach Köln eingemeindet&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:WP Poll Dreidecker Rumpf.jpg|mini|Der Rumpf des Mannesmann-Poll-Dreideckers beim Transport von [[Großauheim]] nach [[Westhoven (Köln)|Porz-Westhoven]] am Wasserübungsplatz Main bei Hanau, 1918]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mannesmann Poll Wheel.jpg|mini|Fahrwerksrad des Mannesmann-Poll-Dreideckers nach der Auffindung, 1919]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mannesmann-Poll-[[Dreidecker]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Poll Giant Triplane&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Forssman Tri-Plane&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Riese von Poll&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brüningsches Riesenflugzeug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brüningscher Riese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;RieseVonPoll179&amp;quot;&amp;gt;Gebhard Aders: &amp;#039;&amp;#039;Der Riese von Poll.&amp;#039;&amp;#039; S. 179.&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein nicht fertiggestelltes [[Deutsches Kaiserreich|deutsches]] Großflugzeug des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]]. Es war als [[Langstreckenflugzeug|Transozeanflugzeug]] geplant.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RieseVonPoll179&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entdeckung ==&lt;br /&gt;
Pläne und Flugzeugteile wurden laut den offiziellen Berichten am 15. September 1919 von einer [[Vereinigtes Königreich|britischen]] Abordnung der [[Interalliierte Militär-Kontrollkommission|Interalliierten Militär-Kontrollkommission]] in einem [[Hangar]] des Unternehmens [[Mannesmann-MULAG]] in [[Poll (Köln)|Köln-Poll]] vorgefunden. Wegen der für jene Zeit gigantischen Dimensionen erregte die Entdeckung großes Aufsehen: Der [[Flugzeugrumpf]] des [[Dreidecker]]s hatte eine Länge von 45,70 Metern, die Spannweite der [[Tragfläche]]n betrug 50,30 Meter. Für den Antrieb hätten zehn [[Flugmotor|Motoren]] gesorgt, von denen sich acht, paarweise in vier Gehäusen mit [[Schubpropeller|Schub-]] und [[Zugpropeller]] zusammengefasst, auf der Mitteltragfläche befanden. Das Gehäuse mit dem fünften Motorenpaar saß zentral auf der Untertragfläche, unterhalb des Rumpfes. Der Mannesmann-Poll-Dreidecker hätte eine geschätzte Geschwindigkeit von 130&amp;amp;nbsp;km/h und die seinerzeit nahezu undenkbare Reichweite von 10.500 Kilometern gehabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In neueren Forschungen wird angezweifelt, ob der Fundort tatsächlich Poll war oder nicht eher der Nachbarort [[Westhoven (Köln)|Westhoven]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;RieseVonPoll179&amp;quot; /&amp;gt; Während das große Rad gemäß Kommissionsberichten in Poll gefunden wurde, belegen Fotos unbekannter Herkunft von Flügel- und Rumpfbauteilen den Standort [[Westhoven (Köln)|Westhoven]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRI-PLANE&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Günther Sollinger |url=https://ortus.rtu.lv/science/lv/publications/7345/fulltext |titel=The Forssman Tri-Plane |datum=2009-06-08 |sprache=en |format=pdf, 796&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2019-09-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf diesen Fotos ist auch [[Villehad Forssman]] abgebildet, der seinerzeitige Leiter des Flugzeugbaus bei Mannesmann-MULAG, der wahrscheinlich an der Konstruktion des Flugzeugs beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Die Hintergründe für den Bau dieses übergroßen Flugzeuges sind unklar. Möglicherweise sollte es als [[strategischer Bomber]] eingesetzt werden, wobei es eine zu seiner Zeit sehr große Bombenlast hätte mitführen können. Aufgrund der großen Reichweite wurde spekuliert, dass der Dreidecker für einen spektakulären Angriff auf die [[Ostküste der Vereinigten Staaten]] dienen sollte. Es existiert auch die Annahme, dass durch den Abwurf von [[Flugblatt|Flugblättern]] über [[New York City|New York]] den [[Vereinigte Staaten|USA]] die technologische Überlegenheit des Deutschen Reiches vor Augen geführt werden sollte. Auch der Einsatz als [[Frachtflugzeug]] wurde vermutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRI-PLANE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mangels Dokumenten lässt sich über den tatsächlichen Einsatzzweck allerdings keine sichere Aussage treffen. Lange Zeit blieb auch unbekannt, wer für Konstruktion und Bau des Flugzeugs verantwortlich war. Die wenigen von der Kontrollkommission aufgefundenen Unterlagen nannten einen [[Ingenieur|Chefingenieur]] namens &amp;#039;&amp;#039;Forstman&amp;#039;&amp;#039;. Da nichts über einen Flugzeugkonstrukteur dieses Namens bekannt ist, wurde allgemein angenommen, dass tatsächlich Villehad Forssman gemeint ist. Gestützt wurde diese Annahme durch die Feststellung, dass das unvollendete Flugzeug ähnliche konstruktive Merkmale und Schwächen wie ein erfolgloses viermotoriges Großflugzeug aufwies, das Forssman 1914/15 für [[Siemens-Schuckertwerke|Siemens-Schuckert]] gebaut hatte. Jüngste Untersuchungen bestätigen Forssman als tatsächlichen Konstrukteur des Riesendreideckers.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRI-PLANE&amp;quot; /&amp;gt; Gebaut wurde er zunächst wahrscheinlich bei Brüning in [[Großauheim]]&amp;lt;ref&amp;gt;https://vorsprung-online.de/grossauheim/110436-das-bruening-sche-riesenflugzeug-aus-grossauheim.html&amp;lt;/ref&amp;gt;, ab 1917 zumindest teilweise bei Mannesmann-MULAG in Westhoven. Es wird vermutet, dass um 1917 über einen Entwicklungsauftrag des [[Reichsmarineamt]]es für einen ferngesteuerten [[Torpedo]] Mannesmann-MULAG und Forssman Kontakt zueinander fanden. Forssman siedelte 1917 nach Köln um und wurde im Jahr darauf in Westhoven Leiter des Flugzeugbaus. Es ist jedoch nicht bekannt, ob außer den Lufttorpedos tatsächlich auch Flugzeuge in Westhoven fertiggebaut wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Gebhard Aders: &amp;#039;&amp;#039;Der Riese von Poll.&amp;#039;&amp;#039; S. 185.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlagen in Poll ==&lt;br /&gt;
Es gibt keine Hinweise auf Anlagen des Unternehmens Mannesmann-MULAG in Poll. Einen spekulativen Bezug gibt es hinsichtlich Behelfsbauten des Unternehmens &amp;#039;&amp;#039;Rheinwerk&amp;#039;&amp;#039;, dessen Fabrikhallen aber laut Literatur erst 1919 gebaut wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martin Schiffmannam |url=http://www.mysnip.de/forum-archiv/thema-13175-1485458/__von+Europas+Eisenbahnen++-+Zur+Geschichte+der+Waggonfabrik+Talbot+in+Aachen.html |titel=..von Europas Eisenbahnen – Zur Geschichte der Waggonfabrik Talbot in Aachen |werk=Werkbahnforum, Europas Eisenbahnen |datum=2009-08-22 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130909112846/http://www.mysnip.de/forum-archiv/thema-13175-1485458/__von+Europas+Eisenbahnen++-+Zur+Geschichte+der+Waggonfabrik+Talbot+in+Aachen.html |archiv-datum=2013-09-09 |abruf=2019-09-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Werk lag in Poll unmittelbar an einem neu gebauten Abstell- und Verschiebebahnhof der Kölner Hafenbahn&amp;lt;ref name=&amp;quot;Netzplan&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=O. Hain, R. Engels |url=http://s253428520.online.de/images/downloads/netzplan.pdf |titel=Betriebsanlagen der HGK |datum=2016-06-13 |format=pdf, 370&amp;amp;nbsp;kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170301180712/http://s253428520.online.de/images/downloads/netzplan.pdf |archiv-datum=2017-03-01 |abruf=2019-09-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und hatte damit einen Güterverkehrsanschluss zum 3&amp;amp;nbsp;km entfernten Mannesmann-MULAG-Werk in Westhoven, zum [[Deutzer Hafen]] und zum allgemeinen Bahnnetz. Aus den Fotografien der Flügel- und Rumpfbauteile ergibt sich, dass große Flugzeugteile zumindest auf den letzten Kilometern mit der Eisenbahn transportiert wurden. Nach neuen Forschungen sollen die Teile über Main und Rhein per Schiff transportiert worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jens Arndt |url=https://www.hanauonline.de/2015-07-14-14-04-35/56-kunst-kultur/museen/22721-vortrag-ueber-luftfahrtsensation |titel=Vortrag über Luftfahrtsensation: Flugzeugbau in Hanau! |werk=hanauonline.de |hrsg=Hanauer Geschichtsverein 1844 |datum=2011-02-11 |abruf=2019-09-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbleib ==&lt;br /&gt;
Ein Teil des Rumpfes und eines der 2,20&amp;amp;nbsp;m hohen Räder des [[Fahrwerk (Flugzeug)|Fahrwerks]] wurden nach Auffindung nach Großbritannien verschifft. Dieses Rad, 1994 restauriert, ist als einziger Überrest des Mannesmann-Poll-Dreideckers erhalten und im [[Imperial War Museum Duxford]] ausgestellt. Die restlichen Teile sollen unter alliierter Aufsicht 1919 verschrottet worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Gebhard Aders: &amp;#039;&amp;#039;Der Riese von Poll.&amp;#039;&amp;#039; S. 180.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=George William Haddow, Peter Michael Grosz&lt;br /&gt;
   |Titel=The German giants: the story of the R-planes, 1914–1919&lt;br /&gt;
   |Verlag=Putnam&lt;br /&gt;
   |Datum=1962}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=James Gilbert&lt;br /&gt;
   |Titel=Meistens flogen sie doch&lt;br /&gt;
   |Verlag=Schweizer Verlagshaus&lt;br /&gt;
   |Ort=Zürich&lt;br /&gt;
   |Datum=1978&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7263-6223-1}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Dale M. Titler&lt;br /&gt;
   |Titel=Wings of Mystery: True Stories of Aviation History&lt;br /&gt;
   |Verlag=Tower Publications, Inc.&lt;br /&gt;
   |Datum=1966}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Günther Sollinger&lt;br /&gt;
   |Titel=Villehad Forssman: Constructing German Bombers 1914–1918&lt;br /&gt;
   |Verlag=Rusavia Publishing House&lt;br /&gt;
   |Datum=2009&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-5-900078-62-5}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Günther Sollinger&lt;br /&gt;
   |Titel=The Forssman Tri-Plane, the Largest Aeroplane of World War I.&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Humanitārās un sociālās zinātnes&lt;br /&gt;
   |Reihe=Scientific Journal of RTU, the humanities and social sciences&lt;br /&gt;
   |Band=Jahrgang 15&lt;br /&gt;
   |Ort=Riga&lt;br /&gt;
   |Datum=2009-06&lt;br /&gt;
   |ISSN=1407-9291&lt;br /&gt;
   |Online=[https://ortus.rtu.lv/science/lv/publications/7345/fulltext ortus.rtu.lv]&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=796}}&lt;br /&gt;
* [[Gebhard Aders]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Riese von Poll – Die Baugeschichte des unvollendeten ersten deutschen Transozeanflugzeuges.&amp;#039;&amp;#039; In: Geschichts- und Heimatverein Rechtsrheinisches Köln (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rechtsrheinisches Köln – Jahrbuch für Geschichte und Landeskunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 5. Eigenverlag, Köln 1979.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.poller-heimatmuseum.de/poller-geschichte-n.html |titel=Der Riese von Poll, geheime Fluggeräte in Westhoven: Zeugen gesucht |werk=Virtuelles Poller Heimatmuseum |abruf=2012-06-16 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-264308 Mannesmann-MULAG AG in Westhoven] (zum Produktions- und Firmengelände von 1918 bis 1928 in der damaligen Nikolausstraße). In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. (abgerufen am 5. April 2020)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50.898729|EW=7.016938|type=landmark|dim=280|region=DE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flugzeugtyp des Ersten Weltkrieges (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:R-Flugzeugtyp der deutschen Luftstreitkräfte im Ersten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nicht realisiertes Flugzeugprojekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mannesmann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zehnmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotoren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leuni</name></author>
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