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	<title>Maniok - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T02:56:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Serols: Änderungen von ~2026-19476-43 (Diskussion) rückgängig gemacht (HG) (3.4.13)</title>
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		<updated>2026-03-29T13:52:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-19476-43&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-19476-43&quot;&gt;~2026-19476-43&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-19476-43&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-19476-43 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) rückgängig gemacht (&lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:Huggle&quot; title=&quot;Wikipedia:Huggle&quot;&gt;HG&lt;/a&gt;) (3.4.13)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Zu Informationen über den Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Maniok&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Manihot esculenta&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Heinrich Johann Nepomuk von Crantz|Crantz]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Manihot&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Wolfsmilchgewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Euphorbiaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Malpighienartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Malpighiales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Eurosiden I&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Rosiden&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Manihot esculenta - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-090.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Maniok (&amp;#039;&amp;#039;Manihot esculenta&amp;#039;&amp;#039;),&amp;lt;br /&amp;gt;Illustration aus &amp;#039;&amp;#039;[[Köhler’s Medizinal-Pflanzen]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maniok&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Manihot esculenta&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;[[Manihot]]&amp;#039;&amp;#039; in der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Wolfsmilchgewächse]] (Euphorbiaceae). Andere Namen für diese [[Nutzpflanze]] und ihr [[landwirtschaft]]liches Produkt (die geernteten Wurzelknollen) sind &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mandi&amp;#039;o&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Paraguay), &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mandioca&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Brasilien, Argentinien, Paraguay), &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cassava&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kassave&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder im spanischsprachigen [[Lateinamerika]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Yuca&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Der Anbau der Pflanze ist wegen ihrer stärkehaltigen Wurzelknollen weit verbreitet. Die verarbeitete Stärke wird [[Tapioka]] genannt. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika und wurde schon von den Ureinwohnern zur Ernährung verwendet. Mittlerweile wird sie weltweit in vielen Teilen der [[Tropen]] und [[Subtropen]] angebaut. Auch andere Arten aus der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Manihot&amp;#039;&amp;#039; werden als Stärkelieferant verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cassava (PSF).jpg|mini|Die knolligen Wurzeln der Maniokpflanze, gezeichnet]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Iwata kenichi cassava.jpg|mini|Kleine Maniokpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cassava flower, Manihot esculenta.jpg|mini|Weibliche Blüte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cassava - male flower (8698607836).jpg|mini|Männliche Blüte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Manihot esculenta MHNT.BOT.2004.0.508.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Manihot esculenta&amp;#039;&amp;#039;, Frucht und Samen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maniokpflanzen sind [[halbimmergrün]]e [[Strauch|Sträucher]] mit einer Wuchshöhe von 1,5&amp;amp;nbsp;m bis 5&amp;amp;nbsp;m. Alle Pflanzenteile führen [[Milchsaft]]. Sämlinge bilden zunächst eine [[Wurzel (Pflanze)|Pfahlwurzel]]. Die faserigen Seitenwurzeln verdicken sich und bilden große, spindelförmige [[Wurzelknolle]]n. Die Stängel zeigen je nach [[Cultivar|Sorte]] unterschiedliche Wachstumsmuster: mit starker Verzweigung von der Basis oder mit einem durchgehenden, wenig verzweigten Leittrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schraubigen und gestielten [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind handförmig in drei bis neun Segmente geteilt, zerschnitten; jedes misst 8 bis 18&amp;amp;nbsp;cm in der Länge und 1,5 bis 4&amp;amp;nbsp;cm in der Breite. Die Blätter stehen, fast schildförmig, an 6 bis 35&amp;amp;nbsp;cm langen Blattstielen. Am Grund des Blattstieles befinden sich zwei pfriemliche [[Nebenblatt|Nebenblätter]]. Diese werden 5 bis 7&amp;amp;nbsp;mm lang, sie sind ganzrandig oder in wenige borstige Segmente geteilt. Die ganzrandigen Blattsegmente sind verkehrt-eiförmig, -eilanzettlich, manchmal leierförmig und zugespitzt oder bespitzt bis geschwänzt. Die Blätter werden bei Trockenperioden abgeworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rispe|rispigen]], 5 bis 8&amp;amp;nbsp;cm großen und lockeren [[Blütenstand|Blütenstände]] können endständig sein oder in den Blattachseln stehen. Es gibt männliche und weibliche [[Blüte]]n, die beide auf einer Pflanze vorkommen ([[Monözie]]). Es sind mehr männliche Blüten vorhanden die in den Blütenständen oben stehen. Die kurz und dünn gestielten, kleineren männlichen Blüten bestehen aus fünf gelblichen bis weißlichen und rötlichen bis purpurnen [[Tepalen]], die bis zur Hälfte ihrer Länge oder weniger miteinander verwachsen sind. Auf der Innenseite sind sie behaart. Die länger, kurvig und dicker gestielten weiblichen Blüten besitzen ebenfalls fünf miteinander wenig verwachsene Tepale, diese sind mit 1&amp;amp;nbsp;cm Länge größer als die der männlichen Blüten. Der dreikammerige, rippige [[Fruchtknoten]] ist oberständig, die [[Griffel (Botanik)|Griffel]] sind sehr kurz mit fleischigen und rüschigen [[Narbe (Botanik)|Narben]]. In den männlichen Blüten kann ein Pistillode vorhanden sein. Es sind zehn Staubblätter in zwei Kreisen mit länglichen Antheren ausgebildet; die äußeren sind länger. Bei den weiblichen Blüten können Staminodien vorhanden sein. Die Blüten besitzen jeweils einen mehrlappigen und fleischigen, gelblich bis rötlichen [[Diskus (Botanik)|Diskus]], bei den männlichen ist er gelappt, bei den weiblichen wulstig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grüne, eiförmig bis rundliche, septizid-lokulizide [[Kapselfrucht]] mit Diskusresten an der Basis, ist 1,5 bis 1,8&amp;amp;nbsp;cm lang bei 1,0 bis 1,5&amp;amp;nbsp;cm Breite. Sie weist sechs längs verlaufende Rippen auf und enthält drei glatte, abgeflacht, leicht dreieckige, etwa 1&amp;amp;nbsp;cm große, dunkelbraune, grau gesprenkelte [[Same (Pflanze)|Samen]]. An frischen Samen haftet noch die [[Elaiosom|Caruncula]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LiGilbert2008&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bingtao Li, Michael G. Gilbert |Hrsg=Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Hong Deyuan |Titel=Manihot esculenta |Sammelwerk=Flora of China |Band=11 |Verlag=Missouri Botanical Garden Press |Ort=St. Louis |Datum=2008&lt;br /&gt;
|Seiten=275 |Online=[http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&amp;amp;taxon_id=200012596 efloras.org]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;RubatzkyYamaguchi1999&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Carlos E. Dominguez u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Morphology of the cassava plant.&amp;#039;&amp;#039; CIAT, 1984, S.&amp;amp;nbsp;9–31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 36, seltener 30 oder 54.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot;&amp;gt;{{Tropicos|ID=12800237|WissName=Manihot esculenta|ProjektID=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Die weiblichen Blüten reifen vor den männlichen ([[Protogynie]]), so dass eine Selbstbestäubung vermieden wird. Bei künstlich herbeigeführter Selbstbestäubung kommt es zu [[Inzuchtdepression]]. Die Blüten enthalten Nektar, der Insekten als Bestäuber anlockt. Die Früchte platzen bei der Reife auf und schleudern die Samen heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maniokpflanzen bevorzugen sandige oder sandig-lehmige Böden. Das Wachstum ist auf leicht saurem Substrat am besten, es wird jedoch ein weiter Bereich von pH-Wert 4 bis 8 toleriert. Maniok kommt gut mit typischen tropischen Böden zurecht, die einen hohen Gehalt an Aluminium und Mangan und wenig verfügbare Nährstoffe aufweisen. Trockenzeiten überstehen sie gut, indem sie das Laub abwerfen, nach dem Einsetzen von Regenfällen treiben sie schnell wieder aus. Maniok verlangt einen sonnigen Standort, Temperaturen unter 10&amp;amp;nbsp;°C werden nicht vertragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RubatzkyYamaguchi1999&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Yucamuseolarco.jpg|mini|Darstellung von Yuca in der [[Moche-Kultur]], um 100&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr., [[Museo Arqueológico Rafael Larco Herrera|Larco-Museum]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fazendo Farinha.jpg|mini|Traditionelle Herstellung von Maniokmehl in [[Tocantins]], [[Brasilien]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maniok ist nur aus Kultur bekannt, er ist wahrscheinlich als [[Allopolyploidie|allotetraploide]] Pflanze aus südamerikanischen &amp;#039;&amp;#039;Manihot&amp;#039;&amp;#039;-Arten entstanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RubatzkyYamaguchi1999&amp;quot; /&amp;gt;  Als Ursprungsorte kommen [[Goiás]], das Hinterland [[Bahia]]s oder die [[Amazonasbecken|Amazonasregion]] in Frage. In der [[Moxos-Ebene]] wurde bereits vor über 10.000 Jahren Maniok angebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1038/s41586-020-2162-7&amp;quot;&amp;gt;Umberto Lombardo, José Iriarte, Lautaro Hilbert, Javier Ruiz-Pérez, José M. Capriles, Heinz Veit: &amp;#039;&amp;#039;Early Holocene crop cultivation and landscape modification in Amazonia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; 2020, {{DOI|10.1038/s41586-020-2162-7}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.unibe.ch/aktuell/medien/media_relations/medienmitteilungen/2020/medienmitteilungen_2020/landwirtschaft_begann_im_amazonas_vor_10000_jahren/index_ger.html |titel=Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10’000 Jahren |hrsg=[[Universität Bern]] |datum=2020-04-08 |abruf=2020-04-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fest steht, dass der Maniok von Südamerika aus in die [[Karibik]] kam. Die Kariben und Arawak kannten Maniok bereits, als sie die karibischen Inseln von Süden her besiedelten, und sie hatten bereits bei ihrer Migration auch das Wissen über Vermehrung, Anbau und Verarbeitung der Pflanzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karasch182&amp;quot;&amp;gt;Mary Karasch: &amp;#039;&amp;#039;Manioc&amp;#039;&amp;#039;, in: Kenneth F. Kiple und Kriemhild Coneè Ornelas: &amp;#039;&amp;#039;Cambridge World History of Food&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge 2000, S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste europäische Beschreibung von Maniok stammt aus dem Jahre 1494. Die Spanier stießen in der Karibik und die Portugiesen im heutigen Brasilien auf die Pflanze, man berichtete von &amp;#039;&amp;#039;Brot aus giftigen Wurzeln&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karasch183&amp;quot;&amp;gt;Mary Karasch: &amp;#039;&amp;#039;Manioc&amp;#039;&amp;#039;, in: Kenneth F. Kiple und Kriemhild Coneè Ornelas: &amp;#039;&amp;#039;Cambridge World History of Food.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge 2000, S.&amp;amp;nbsp;183.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den mittel- und südamerikanischen Kolonialgesellschaften erlangte Maniok schnell große Bedeutung für die Ernährung der Siedler und der [[Sklave]]n. Während das fruchtbare Land zum [[Zuckerrohr]]anbau genutzt wurde, bepflanzte man weniger fruchtbare Äcker mit Maniok. Verarmte Bauern und entlaufene Sklaven bauten Maniok an und verkauften ihn in die Städte und an die Zuckerpflanzer. Das auch bei tropischen Temperaturen haltbare Maniokmehl diente Soldaten und Eroberern ([[Bandeirantes]]) als Proviant.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karasch183&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Portugiesen brachten Maniok nach Afrika, sowohl in der Form von Mehl oder [[Maniokbrot|Brot]] als Nahrung für die Sklaven während ihres Transportes von Afrika nach Amerika als auch in Form von Pflanzen, die in Afrika vermehrt werden sollten. Zusammen mit den Pflanzen musste auch das Wissen über ihren Anbau und vor allem die richtige Verarbeitung weitergegeben werden. Es gelang den Portugiesen nur im heutigen [[Angola]], Maniok einzuführen, was auf die guten Beziehungen zu den im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert herrschenden [[Königreich Kongo|Bakongo-Königen]] zurückzuführen sein dürfte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karasch183&amp;quot; /&amp;gt; Vor allem im Regenwald des heutigen Kongo verbreitete sich der Maniokanbau rasch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karasch184&amp;quot;&amp;gt;Mary Karasch: &amp;#039;&amp;#039;Manioc&amp;#039;&amp;#039;, in: Kenneth F. Kiple und Kriemhild Coneè Ornelas: &amp;#039;&amp;#039;Cambridge World History of Food.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge 2000, S.&amp;amp;nbsp;184.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Westafrika, wo die Portugiesen vergeblich versucht hatten, den Maniok einzuführen, wurde die Pflanze erst im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert von der Bevölkerung akzeptiert. Die Maniokkultivierung wurde von befreiten Sklaven, die aus Amerika zurückgekehrt waren, vermittelt, die Kolonialherren förderten den Maniokanbau als Maßnahme zur Vermeidung von Hungersnöten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karasch184&amp;quot; /&amp;gt; In Ostafrika wurde Maniok im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert von den Portugiesen und Franzosen eingeführt, wobei auch letztere Schwierigkeiten hatten, die richtige Verarbeitung der Wurzeln zu vermitteln: auf [[Madagaskar]] waren die ersten Versuche des Maniokanbaus mit Massenvergiftungen verbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karasch184&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Asien begann man bereits im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, den Maniok einzuführen. Dies gelang zunächst auf den [[Molukken]], später auf Java und im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in [[Goa]] und auf den Inseln im [[Indischer Ozean|Indischen Ozean]]. In [[Indonesien]] und in Indien wurde mit dem Ziel des Vermeidens von Hungersnöten der Maniokanbau von den Kolonialmächten gefördert.&amp;lt;ref&amp;gt;Mary Karasch: &amp;#039;&amp;#039;Manioc&amp;#039;&amp;#039;, in: Kenneth F. Kiple und Kriemhild Coneè Ornelas: &amp;#039;&amp;#039;Cambridge World History of Food.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge 2000, S.&amp;amp;nbsp;185.&amp;lt;/ref&amp;gt; Maniok gelangte auch nach China, er wird dort jedoch nur in beschränktem Umfang als Viehfutter angebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karasch186&amp;quot;&amp;gt;Mary Karasch: &amp;#039;&amp;#039;Manioc&amp;#039;&amp;#039;, in: Kenneth F. Kiple und Kriemhild Coneè Ornelas: &amp;#039;&amp;#039;Cambridge World History of Food.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge 2000, S.&amp;amp;nbsp;186.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der Maniok auf die pazifischen Inseln gelangte, ist nicht genau geklärt. Eine spanische Expedition berichtete bereits 1770 von Maniokanbau auf der [[Osterinsel]], was Theorien der [[Geschichte Ozeaniens|Besiedlung Ozeaniens]] von Südamerika aus unterstützen würde. Besser dokumentiert ist, dass die Pflanze im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert von Engländern nach [[Tahiti]] gebracht wurde und sich von dort aus auf alle anderen pazifischen Inseln verbreitete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karasch186&amp;quot; /&amp;gt; Heute wird Maniok verbreitet in den Tropen angebaut, vor allem in Regionen mit einer trockenen Jahreszeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RubatzkyYamaguchi1999&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
Maniok ist unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Maniok&amp;#039;&amp;#039; stammt vom Wort &amp;#039;&amp;#039;Maniot&amp;#039;&amp;#039; der ursprünglich an der [[Brasilien|brasilianischen]] Atlantikküste verbreiteten [[Tupi-Sprache|Tupi-Guarani-Sprache]] ab. Heute wird das Guarani-Wort mandi&amp;#039;o&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.uni-mainz.de/cgi-bin/guarani2/dictionary.pl |wayback=20160806061942 |text=Interactive Guarani Dictionary}}, uni.mainz.de, Suchbegriff: mandi&amp;#039;o.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Paraguay]] verwendet. In Brasilien wird Maniok heute als &amp;#039;&amp;#039;Mandioca&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, was vom Namen der Frau &amp;#039;&amp;#039;Mandi-Oca&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;mãdi&amp;#039;og&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;A. B. H. Ferreira: &amp;#039;&amp;#039;Novo Dicionário da Língua Portuguesa.&amp;#039;&amp;#039; Segunda edição. Rio de Janeiro: Nova Fronteira, 1986. S.&amp;amp;nbsp;1077.&amp;lt;/ref&amp;gt; abgeleitet ist – ihrem Körper soll, nach einer Legende der brasilianischen Ureinwohner, die Maniokpflanze entsprungen sein. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Cassava&amp;#039;&amp;#039; stammt vom [[Arawak]]-Wort &amp;#039;&amp;#039;Kasabi&amp;#039;&amp;#039; ab und das Wort &amp;#039;&amp;#039;Yuca&amp;#039;&amp;#039; entstammt der Sprache der [[Kariben]].&amp;lt;ref&amp;gt;Mary Karasch: &amp;#039;&amp;#039;Manioc&amp;#039;&amp;#039;, in: Kenneth F. Kiple und Kriemhild Coneè Ornelas: &amp;#039;&amp;#039;Cambridge World History of Food.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge 2000, S.&amp;amp;nbsp;181.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Sprache der yukatekischen Maya [[Mayathan|Maaya t&amp;#039;aan]] heißt der Maniok &amp;#039;&amp;#039;ts&amp;#039;íin&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Casa de farinha 01.webm|mini|Handwerkliche Herstellung von Maniok&amp;amp;shy;mehl in Barreirinhas, [[Maranhão]].]]&lt;br /&gt;
2023 wurden laut der [[Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation]] FAO weltweit 333.681.193 t Maniok (Cassava) geerntet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fao&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fao.org/faostat/en/#data/QCL |titel=Crops, primary &amp;gt; Cassava, fresh |werk=Offizielle Produktionsstatistik der FAO für 2023 |hrsg=fao.org |abruf=2025-10-28|sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die zehn größten Produzenten von Maniok weltweit, die insgesamt 73,1 % der Erntemenge produzierten.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Größte Maniokproduzenten (2023)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Rang&lt;br /&gt;
! Land&lt;br /&gt;
! Menge&amp;lt;br /&amp;gt;(in [[Tonne (Einheit)|t]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{NGA}} || 62.690.091&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{COD}} || 45.173.584&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{THA}} || 30.616.586&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{GHA}} || 25.592.014&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{BRA}} || 18.514.317&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{IDN}} || 17.213.042&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{CAM}} || 13.885.310&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{ANG}} || 11.240.420&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{VNM}} || 10.377.129&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{MOZ}} || 7.610.852&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  ||&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Summe Top Ten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ||| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;243.842.111&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  ||&amp;#039;&amp;#039;restliche Länder&amp;#039;&amp;#039; ||| &amp;#039;&amp;#039;89.839.082&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Nahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Als Nahrungsmittel werden hauptsächlich die Wurzelknollen verwendet, gelegentlich auch die Blätter als Gemüse. Die 0,15&amp;amp;nbsp;m bis 1&amp;amp;nbsp;m langen und 3&amp;amp;nbsp;cm bis 15&amp;amp;nbsp;cm dicken Knollen können ein Gewicht von bis zu 10&amp;amp;nbsp;kg erreichen. Sie werden von einer verkorkten, meist rötlich braunen äußeren Schicht umgeben, innen sind sie meist weiß, gelegentlich auch gelb oder rötlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RubatzkyYamaguchi1999&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Inhaltsstoffe ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| 100 g Maniok (essbarer Anteil) enthalten&amp;lt;ref name=&amp;quot;RubatzkyYamaguchi1999&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bestandteil&lt;br /&gt;
! Menge in der Knolle&lt;br /&gt;
! Menge im Blatt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser&lt;br /&gt;
| 60 g&lt;br /&gt;
| keine Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Proteine]]&lt;br /&gt;
| 1,2 g&lt;br /&gt;
| keine Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kohlenhydrate]]&lt;br /&gt;
| 35 g&lt;br /&gt;
| keine Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Fette]]&lt;br /&gt;
| 0,3 g&lt;br /&gt;
| keine Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ballaststoffe]]&lt;br /&gt;
| 1,4 g&lt;br /&gt;
| keine Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Phosphor]]&lt;br /&gt;
| 75 mg&lt;br /&gt;
| 116 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Calcium]]&lt;br /&gt;
| 35 mg&lt;br /&gt;
| 297 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Eisen]]&lt;br /&gt;
| 0,7 mg&lt;br /&gt;
| 7,8 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Vitamin A]]&lt;br /&gt;
| Spuren&lt;br /&gt;
| 12450 [[Internationale Einheit|IE]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Vitamin C]]&lt;br /&gt;
| 36 mg&lt;br /&gt;
| 316 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Vitamin B1]]&lt;br /&gt;
| 0,05 mg&lt;br /&gt;
| 0,26 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Vitamin B2]]&lt;br /&gt;
| 0,03 mg&lt;br /&gt;
| 0,5 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Niacin]]&lt;br /&gt;
| 0,7 mg&lt;br /&gt;
| 3 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im rohen Zustand sind die Wurzelknollen giftig, da sie [[Glucoside]], hauptsächlich [[Linamarin]], enthalten. Dieses [[Cyanogene Glykoside|cyanogene Glykosid]] wird in der [[Vakuole]] der Pflanzenzelle gespeichert und hat keine toxische Wirkung. Wird die Pflanze jedoch verletzt (z.&amp;amp;nbsp;B. durch Fraßfeinde), gelangt die Substanz in Kontakt mit dem Enzym [[Linamarase]], und [[D-Glucose|&amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Glucose]] wird abgespalten. Das nun entstandene [[Acetoncyanhydrin]] kann, spontan oder katalysiert durch das Enzym Hydroxynitril-Lyase, zu [[Aceton]] und [[Blausäure]] zerfallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SiritungaSayre2007&amp;quot;&amp;gt;Dimuth Siritunga, Richard Sayre: &amp;#039;&amp;#039;Engineering cyanogen synthesis and turnover in cassava (Manihot esculenta)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Plant Molecular Biology&amp;#039;&amp;#039; Band 56, 2004, S.&amp;amp;nbsp;661–669, PMID 15630626.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gehalt an giftigen Stoffen ist stark sortenabhängig, sogenannte „süße“ Sorten enthalten nur wenig Glucosid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergiftungserscheinungen sind zum Beispiel eine [[Ataxie]] oder [[Optikusatrophie]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Peter Berlit]] |Titel=Therapielexikon Neurologie |Verlag=Springer Berlin Heidelberg |Datum=2004 |ISBN=3-540-67137-4 |Online={{Google Buch |BuchID=cnQGZZAitEMC}} |Abruf=2017-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Blausäure verflüchtigt sich zwar bei Zimmertemperatur, um jedoch ein vollständiges Ausgasen zu bewirken, muss die Knolle gründlich zerkleinert werden. Methoden, die Pflanzen zu entgiften, bestehen darin, die Pflanze zu Mehl zu mahlen und dann mit kochendem Wasser auszuwaschen, im [[Fermentation|Fermentieren]] und im Erhitzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RubatzkyYamaguchi1999&amp;quot; /&amp;gt; Eine andere Methode wurde von Howard Bradbury und Kollegen entwickelt. Die Pflanze wird zu Mehl gemahlen und mit Wasser vermischt. Anschließend wird das Gemisch im Schatten dünn (ca.&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;cm) ausgebreitet. Dort lässt man es für fünf bis sechs Stunden ruhen. So kann fast die gesamte Blausäure [[ausgasen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;LiGilbertCumbana et al2007&amp;quot;&amp;gt;A. Cumbana, E. Mirione, J. Cliff, J. H. Bradbury: &amp;#039;&amp;#039;Reduction of cyanide content of cassava flour in Mozambique by the wetting method.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Food Chemistry]].&amp;#039;&amp;#039; Band 101, 2007, S. 894–897, {{DOI|10.1016/j.foodchem.2006.02.062}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Maniok einen geringen Gehalt an [[Protein]] (ca.&amp;amp;nbsp;2–3 % der Trockenmasse) und sehr wenige essenzielle [[Aminosäure]]n (Gefahr des [[Kwashiorkor]]-Syndroms) hat, empfiehlt sich bei stark maniokbasierter Ernährung zum Beispiel der zusätzliche Verzehr der proteinreichen (ca.&amp;amp;nbsp;30 % der Trockenmasse) Maniokblätter, um Mangelerscheinungen entgegenzuwirken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RubatzkyYamaguchi1999&amp;quot; /&amp;gt; Da dies in vielen afrikanischen Ländern nicht üblich ist, wird derzeit auch an einer Manioksorte gearbeitet, die Provitamin A und andere Mikronährstoffe in der Wurzel produziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PFE&amp;quot;&amp;gt;Pflanzen.Forschung.Ethik: [https://www.pflanzen-forschung-ethik.de/konkret/cassava.html &amp;#039;&amp;#039;Mit Cassava gegen den Vitamin A-Mangel&amp;#039;&amp;#039;.] pflanzen-forschung-ethik.de; abgerufen am 19. Februar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Maniok nur geringe Mengen an [[Eisen]] und [[Zink]] enthält, führt dies zu Mangelerscheinungen bei Menschen, die sich hauptsächlich von Maniok ernähren und damit nur etwa 10 % des täglichen Bedarfs an diesen Mineralien decken. Forscher haben durch den [[Gentechnik|gentechnischen]] Einbau der Gene für das Eisen-Transporter-Proteins VIT1 und des [[Ferritin]]-Proteins FER1 von &amp;#039;&amp;#039;[[Arabidopsis thaliana]]&amp;#039;&amp;#039; eine Sorte erschaffen, die deutlich erhöhte Menge an Eisen und Zink aus dem Boden binden kann. In Feldtests nahmen diese Pflanzen die 7- bis 18-fache Menge Eisen und die bis zu 10-fache Menge Zink auf&amp;lt;ref name=&amp;quot;Narayanan et al. 2019&amp;quot;&amp;gt;Narayanan Narayanan, Getu Beyene, Raj Deepika Chauhan et al.: &amp;#039;&amp;#039;Biofortification of field-grown cassava by engineering expression of an iron transporter and ferritin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature Biotechnology.&amp;#039;&amp;#039; 37, 2019; S. 144–151. {{DOI|10.1038/s41587-018-0002-1}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.acsh.org/news/2019/02/11/gmo-cassava-can-provide-iron-zinc-malnourished-african-children-13805 |titel=GMO Cassava Can Provide Iron, Zinc to Malnourished African Children | werk=American Council on Science and Health |sprache=en |datum=2019-02-11 |zugriff=2019-02-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
100&amp;amp;nbsp;g Maniokknollen haben einen [[Physiologischer Brennwert|Brennwert]] von 620&amp;amp;nbsp;[[Joule|kJ]] (148&amp;amp;nbsp;[[Kalorie|kcal]]), die Blätter entsprechend 381&amp;amp;nbsp;kJ (91&amp;amp;nbsp;kcal).&amp;lt;ref name=&amp;quot;RubatzkyYamaguchi1999&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Vincent E. Rubatzky, Mas Yamaguchi |Titel=World Vegetables: principles, production and nutritive values |Auflage=2 |Verlag=Aspen Publishers |Ort=Gaithersburg |Datum=1999 |ISBN=0-8342-1687-6 |Seiten=147–161, S. 812}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bearbeitung ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Manihot esculenta dsc07325.jpg|mini|Die Wurzelknollen nach der Ernte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bearbeitung beruht im Wesentlichen auf Verfahrensweisen, die von den Indianern im Amazonasgebiet insbesondere auch zur Entgiftung praktiziert wurden und von Chronisten bereits im 16. Jahrhundert erwähnt wurden, wie beispielsweise 1587 von [[Gabriel Soares de Sousa]] in seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;Tratado descriptivio do Brasil&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Jens Soentgen]], Klaus Hilbert |Titel=Präkolumbianische Chemie – Entdeckungen der indigenen Völker Südamerikas |Sammelwerk=[[Chemie in unserer Zeit]] |Band=46 |Nummer=5 |Datum=2012 |Seiten=322–334 |DOI=10.1002/ciuz.201200575}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell werden die Knollen geschält, zerrieben oder geraspelt und dann eingeweicht. Nach einigen Tagen presst man die Masse aus, wäscht sie durch den sogenannten [[Tipiti]] und röstet sie in Öfen. Die in der Presse zurückbleibende Masse liefert das Maniok- oder Mandiokamehl. Ein Nebenprodukt der Herstellung von Maniokmehl ist Stärke, die in Brasilien &amp;#039;&amp;#039;Polvilho&amp;#039;&amp;#039;, auch [[Tapioka]] genannt wird. Es besteht bei manchen (glykosidarmen) Sorten auch die Möglichkeit, die geschälten und zerkleinerten Knollen in Salzwasser essbereit zu kochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verwendung ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Maniok gekocht.JPG|mini|Maniok gekocht]]&lt;br /&gt;
In Afrika und Teilen von Südostasien sowie in vielen Regionen Süd- und Zentralamerikas bildet Maniok gekocht als Beilagengemüse einen wichtigen Bestandteil verschiedener Gerichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Maniokmehl.JPG|mini|Maniokmehl]]&lt;br /&gt;
Maniokmehl kann ähnlich wie Weizenmehl verwendet werden. Menschen mit [[Allergie]]n gegen [[Weizen]] und andere [[Getreide]] verwenden deshalb häufig Maniokmehl als Ersatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mehl wird je nach Region unterschiedlich weiterverarbeitet. Man bereitet unter anderem daraus eine Art Kuchen (zum Beispiel der brasilianische [[Beiju]]), der [[Brot]] mehr oder weniger ähnlich ist, oder vermischt das Mandiokamehl mit Weizenmehl, wie zum Beispiel beim &amp;#039;&amp;#039;[[Conaque]]&amp;#039;&amp;#039; auf den [[Antillen]]. In Brasilien werden auch die Beilage [[Farofa]] und das Getränk [[Tarubá]] aus Maniokmehl hergestellt. Während man in Deutschland unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Mehl&amp;#039;&amp;#039; das [[Weizenmehl]] versteht, so ist in Brasilien der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;farinha&amp;#039;&amp;#039; ein Synonym für Maniokmehl, während Weizenmehl als &amp;#039;&amp;#039;farinha de trigo&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten [[lateinamerika]]nischen Ländern wird Maniok auch ähnlich wie [[Salzkartoffel]]n zubereitet und als Beilage serviert. Die Maniokwurzel kann nach dem Kochen frittiert werden und ähnelt dann [[Pommes frites]]. Auch im [[Sudan]] werden Würfel der Knolle frittiert. Ein vor allem in [[Peru]] äußerst beliebtes Gericht ist &amp;#039;&amp;#039;[[Yuca a la Huancaína]]&amp;#039;&amp;#039;; frittierte &amp;#039;&amp;#039;[[Yuquitas]]&amp;#039;&amp;#039; gibt es dort bei allen großen [[Fastfood]]-Ketten als Snack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Wasser vermischt wird Maniokmehl zu Manioksaft, das von [[Indigene Völker Südamerikas|Indigenen in Südamerika]] &amp;#039;&amp;#039;Chimbé&amp;#039;&amp;#039; genannt, getrunken wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicola Abé |Titel=Klimakrise und Ernährung: Wie wird die Welt in Zukunft satt? |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2021-11-21 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/ausland/klima-krise-und-ernaehrung-wie-wird-die-welt-in-zukunft-satt-a-dfb616f3-837c-4000-9163-3a80c4f808a6 |Abruf=2021-11-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Afrika (vor allem [[Kamerun]], [[Gabun]] und [[Demokratische Republik Kongo|Kongo]]) wird das Mehl für eine Art [[Kloß]]teig &amp;#039;&amp;#039;([[Fufu (Speise)|Fufu]])&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Die Knolle wird im Dampf oder in Wasser gekocht oder frittiert. Sehr beliebt und für europäische Gaumen gewöhnungsbedürftig sind in Palmblätter eingewickelte Maniokstangen, die &amp;#039;&amp;#039;Bobolo&amp;#039;&amp;#039; oder im Kongo &amp;#039;&amp;#039;[[Maniokbrot|Kwánga]]&amp;#039;&amp;#039; genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Spicy and Non Spicy Tapioca Chips.jpeg|mini|Gewürzte und schlichte Maniokchips]]&lt;br /&gt;
In Südindien, Sri Lanka und Indonesien werden aus den Knollen auch Chips hergestellt, die in Aussehen und Geschmack den [[Kartoffelchips]] sehr ähnlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Wurzel wird auch als Heilmittel bei [[Geschwür]]en benutzt. Die Samen einiger Sorten wirken abführend und brechreizerregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Futtermittel ===&lt;br /&gt;
Maniok bzw. Tapioka kann als Futtermittelzusatz für die Fleischproduktion verwendet werden, da es ein billiger Rohstoff ist. Etwa 25 % der weltweiten Maniokproduktion werden heute für Futtermittel verwendet. In Afrika und Asien beträgt dieser Anteil 17 % bzw. 24 %, in Lateinamerika 47 %.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Prakash 2008: [http://siteresources.worldbank.org/INTAFRICA/Resources/257994-1215457178567/Cassava_Profile.pdf &amp;#039;&amp;#039;Cassava: International market profile&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 135&amp;amp;nbsp;kB), Hintergrundpapier für die Studie Competitive Commercial Agriculture in Sub–Saharan Africa der FAO.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Anteil von Maniok in der Mischfutterzusammensetzung der EU-27 betrug 2007 lediglich 0,5 %. Anfang der 1990er Jahre betrug der Anteil noch 6 %. Von den gesamten Futtermittelimporten machte Maniok 2007 gerade noch 0,2 % aus.&amp;lt;ref&amp;gt;FEFAC (Féderation Européenne des Fabricants d’Aliments Composés) 2008: {{Webarchiv|url=http://www.fefac.org/statistics.aspx |wayback=20100413102659 |text=&amp;#039;&amp;#039;From Farm to Table: key figures 2007.&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachwachsender Rohstoff ===&lt;br /&gt;
Ein großes Potenzial wird Maniok für die [[Bioethanol]]produktion beigemessen. Derzeit findet die Ethanolproduktion aus Maniok allerdings nur in China und Thailand statt. Die Produktionskosten von Ethanol liegen bei etwa 0,27&amp;amp;nbsp;€/l und der Ethanolertrag bei 3,5 bis 4&amp;amp;nbsp;m³/ha. Als erzielbaren Kraftstoffertrag aus Maniok in Asien werden etwa 78&amp;amp;nbsp;GJ/ha angegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Méo 2008: Biokraftstoffe: Eine vergleichende Analyse für Entscheidungsträger in Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Unveröffentlichte Studie.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maniok spielt auch als [[Stärke als nachwachsender Rohstoff|Stärkelieferant]] für die [[Fermentation]]sindustrie eine Rolle. Die Maniokstärke kann zur Herstellung von [[bio-basierter Kunststoff|bio-basierten Kunststoffen]] wie [[Polylactid]] auf der Basis von [[Milchsäure]] verwendet werden, wie dies zum Beispiel in [[Thailand]] geplant ist. Dadurch könnte sich das Marktvolumen der thailändischen Maniokindustrie nach Schätzungen der National Innovation Agency (NIA) auf nahezu drei Mrd.&amp;amp;nbsp;€ mehr als verdoppeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://plasticker.de/ Plasticker.de] 2008: &amp;#039;&amp;#039;[https://plasticker.de/Kunststoff_News_6053_Thailand_Herstellung_von_neuen_Biokunststoffen_soll_gefoerdert_werden?div=n&amp;amp;start=10&amp;amp;anzeige=39&amp;amp;begriff=Thailand Thailand: Herstellung von neuen Biokunststoffen soll gefördert werden]&amp;#039;&amp;#039;, Pressemitteilung vom 15. August 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[Food and Agriculture Organization]] (FAO) sieht ein großes Potenzial für die Nutzung von Maniok als nachwachsendem Rohstoff vor dem Hintergrund, dass derzeitige Erträge nur bei 20 % des unter optimalen Bedingungen erreichbaren Niveaus liegen. Allerdings dürfte die Tatsache, dass Maniok etwa eine Milliarde Menschen mit bis zu einem Drittel ihrer täglichen Kalorienaufnahme versorgt und damit ein wichtiges Grundnahrungsmittel ist, der weiteren Nutzung als nachwachsender Rohstoff vor dem Hintergrund der Diskussion um den Konflikt zwischen Nahrungsproduktion und industrieller Nutzung entgegenstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Agra-Europe 2008: Bedeutung von Maniok unterstrichen. Kurzmeldung vom 28. Juli 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz von Maniok als Rohstoff für die [[Bierherstellung]] wird von afrikanischen Regierungen gefördert, um den Import von [[Braumalz]] zu reduzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Ebbinghaus: [http://blogs.faz.net/bierblog/2017/09/29/was-kann-das-cassava-bier-2638/ &amp;#039;&amp;#039;Reinheitsgebot – Was kann das Cassava-Bier?&amp;#039;&amp;#039;] In: FAZ Blog vom 27. September 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz von Maniokschalen als Zusatzstoff für [[Beton]] würde ein Entsorgungsproblem lösen und Beton grüner machen. Die Schalen fallen in großen Mengen an und werden zurzeit nicht genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/hintergrund/Tech2go-Klimafreundlicher-Beton-6136955.html &amp;#039;&amp;#039;Deep Dive: Wie aus Maniok-Schalen sauberer Zement entsteht&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[heise online]].&amp;#039;&amp;#039; Gregor Honsel, 16. Juli 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ingrid und [[Peter Schönfelder]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Neue Handbuch der Heilpflanzen, Botanik Arzneidrogen, Wirkstoffe Anwendungen.&amp;#039;&amp;#039; Franckh-Kosmos, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-440-12932-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Manihot esculenta|Maniok (&amp;#039;&amp;#039;Manihot esculenta&amp;#039;&amp;#039;)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.nationaalherbarium.nl/Euphorbs/specM/Manihot.htm &amp;#039;&amp;#039;Manihot&amp;#039;&amp;#039;] bei Nationaal Herbarium Nederland.&lt;br /&gt;
* [http://www.giftpflanzen.com/manihot_esculenta.html Maniok – eine giftige Nahrungspflanze]&lt;br /&gt;
* [https://hort.purdue.edu/newcrop/CropFactSheets/cassava.html Cassava] Purdue University (englisch).&lt;br /&gt;
* [https://www.botanybrisbane.com/plants/euphorbiaceae/manihot/manihot-esculenta/ &amp;#039;&amp;#039;Manihot esculenta&amp;#039;&amp;#039;] bei Botany Brisbane (Detailbilder).&lt;br /&gt;
* [https://sweetgum.nybg.org/science/world-flora/monographs-details/?irn=8097 &amp;#039;&amp;#039;Manihot esculenta&amp;#039;&amp;#039;] bei NYBG (Bilder bei Scientific Name).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4132070-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wolfsmilchgewächse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nutzpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brasilianische Küche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blattgemüse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wurzelgemüse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Serols</name></author>
	</entry>
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