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	<title>Manifest Destiny - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Manifest_Destiny&amp;diff=46303&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bernhard Pfitzner am 10. Januar 2026 um 15:10 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:American Progress (John Gast painting).jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Der Fortschritt Amerikas&amp;#039;&amp;#039; ([[John Gast]], ca. 1872). [[Allegorie|Allegorische]] Darstellung des Manifest Destiny: Die Figur [[Columbia (Personifikation)|Columbia]] personifiziert die USA, die mit den Siedlern das „Licht der Zivilisation“ nach Westen tragen und [[Indianer Nordamerikas|Indianer]] und wilde Tiere vertreiben. Columbia zieht einen [[Fernschreiber|Telegraphendraht]] und hält ein Schulbuch in der rechten Hand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martha A. Sandweiss |url=https://picturinghistory.gc.cuny.edu/john-gast-american-progress-1872/ |titel=John Gast, American Progress, 1872 |werk=[[City University of New York|Picturing US History]] |sprache=en |zugriff=2019-01-01 |zitat=In her right hand she carries a book—common school—the emblem of education and the testimonial of our national enlightenment&amp;amp;nbsp;…}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Manifest Destiny&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Englisch, in etwa „offensichtliche Bestimmung“, oder „offenkundiges Schicksal“; Manifest = {{laS|&amp;#039;&amp;#039;manifestus&amp;#039;&amp;#039;}} ‚handgreiflich gemacht‘, &amp;#039;&amp;#039;‚&amp;#039;&amp;#039;offenbart‘) versteht man eine US-amerikanische [[Ideologie]]. Sie besagt, ähnlich der [[Monroe-Doktrin]], dass es eine [[Teleologie|teleologische]] Mission gibt, die kulturellen Vorstellungen der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten von Amerika]] zu verbreiten. Im 19. Jahrhundert galt das nicht nur für das Land der [[Indianer Nordamerikas|Indianer]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Grenzland#„Frontier“ in den USA|Frontier]]&amp;#039;&amp;#039;) in Richtung [[Pazifischer Ozean|Pazifik]], sondern auch für Konflikte mit [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] und [[Mexiko]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manifest Destiny war nie bloß eine bestimmte Politik oder Ideologie; es ist ein allgemeiner Begriff, der Elemente des [[Amerikanischer Exzeptionalismus|amerikanischen Exzeptionalismus]], [[Nationalismus]] und [[Expansionismus]] in einem übergreifenden [[Sendungsbewusstsein]] vereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele US-amerikanische Pioniere verfochten die Meinung, die Ideale der Freiheit und der Nation seien von weitreichender Bedeutung und müssten in die neuen Länder gebracht werden, indem sie die Reichweite der Nation (und damit ihrer Grenzen) erweiterten. Um 1630 hatte der Gouverneur der [[Massachusetts Bay Colony]] [[John Winthrop]] behauptet, seine Kolonie sei die [[City upon a Hill|Stadt auf dem Berg]] und werde dem Rest der Welt die Lebensweise einer freien, [[gott]]gemäßen Gesellschaft demonstrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fortführung dieser Idee argumentierten viele, es sei ein göttlicher Auftrag, die USA über den gesamten nordamerikanischen Kontinent auszudehnen. Das [[Young America Movement]] unter [[Franklin Pierce]] unterstützte diese Vision aktiv. Den Hintergrund bildete die [[Religion|religiöse]] Auffassung, die [[Weißsein|Weißen]] seien für diesen Auftrag prädestiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Terminologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:John O&amp;#039;Sullivan.jpg|mini|hochkant|John O’Sullivan, Begründer des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Manifest Destiny&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die Redewendung, die so viel wie „offensichtliches“ oder „unabwendbares Schicksal“ bedeutet, hatte der [[New York City|New Yorker]] Journalist [[John L. O’Sullivan]] 1845 in Artikeln der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;The United States Magazine and Democratic Review&amp;#039;&amp;#039; geprägt, als er schrieb, es sei „die offenkundige Bestimmung der Nation, sich auszubreiten und den gesamten Kontinent in Besitz zu nehmen, den die Vorsehung uns für die Entwicklung des großen Experimentes Freiheit und zu einem Bündnis vereinigter Souveräne anvertraut hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Marianne Braig: &amp;#039;&amp;#039;Hinterhof der USA? Eine Beziehungsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aus Politik und Zeitgeschichte,&amp;#039;&amp;#039; 40–42, 2011, online [https://www.bpb.de/apuz/33096/hinterhof-der-usa-eine-beziehungsgeschichte?p=1]. Abgerufen am 16. Dezember 2020. Siehe auch detaillierter Adam Gomez: &amp;#039;&amp;#039;Deus Vult: John L. O’Sullivan, Manifest Destiny, and American Democratic Messianism&amp;#039;&amp;#039;. In: American Political Thought, Vol. 1, No. 2, veröffentlicht von der [[University of Chicago]] Press, September 2012, S. 236–262.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theorie und Praxis ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1846 verwendeten Politiker diese Redewendung, um die territoriale Expansion über den gesamten [[Nordamerika|nordamerikanischen Kontinent]] zu rechtfertigen, indem sie ein Missionsbewusstsein in der Bevölkerung schürten. Theoretisch bestand die Absicht, allen Völkern die Ideale der Demokratie und der Zivilisation zu vermitteln; praktisch bedeutete sie häufig den Ausschluss der [[indigenen Amerikaner]] und der Menschen mit nichteuropäischen Vorfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Westexpansion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:&amp;#039;Moving Further Westward&amp;#039; by James Henry Beard, Cincinnati.JPG|mini|[[James Beard (Maler)|James Beard]]: &amp;#039;&amp;#039;Moving Further Westward&amp;#039;&amp;#039;, 1849, [[Cincinnati Art Museum]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mitchell A New Map of Texas, Oregon, and California 1846 UTA.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;A New Map of Texas, Oregon, and California,&amp;#039;&amp;#039; [[Samuel Augustus Mitchell]], 1846]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die US-Bürger nach Westen vorrückten, waren schwere Konflikte sowohl mit den indigenen Amerikanern als auch mit [[Mexiko]] unvermeidlich. Bereits schwer durch Krankheiten dezimiert, waren die Indianer nicht im Stande, dem endlosen Strom weißer Siedler und dem begleitenden Militär Widerstand entgegenzusetzen; der indianische Niedergang und die [[Indianerkriege]] bilden dunkle Kapitel der US-amerikanischen Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konflikt mit Mexiko war weniger dramatisch, aber er brachte den US-Siedlern mit dem [[Mexikanisch-Amerikanischer Krieg|Mexikanisch-Amerikanischen Krieg]] und seinem Ende, dem [[Vertrag von Guadalupe Hidalgo]] enormen Landgewinn. Präsident [[James K. Polk|Polk]] dokumentierte in seinen Tagebüchern seinen festen Entschluss, jedes mexikanische Territorium in Besitz zu nehmen, das in US-Hand fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die USA das Manifest Destiny soweit erfüllt hatten, dass sie das Land bis zum Pazifischen Ozean vollständig besetzt hatten, waren die britischen Reeder gezwungen, ihren Betrieb nach Norden in die geringer besiedelte [[Kanada|kanadische]] Gegend zu verschieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Emanuel Leutze - Westward the Course of Empire Takes Its Way - Capitol.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Westward the course of empire takes its way]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Emanuel Leutze]], 1861). Szenerie mit Siedlern bei der Überquerung der [[Rocky Mountains]]. Im unteren Bild steht die im Gegensatz dazu noch unberührte [[Bucht von San Francisco]]. Das Gemälde ist eines der bekanntesten Symbole des Manifest Destiny, das die Besiedlung des amerikanischen Westen propagierte.]]&lt;br /&gt;
Die Entdeckung von Gold 1849 (siehe [[Goldrausch]]) und anderen [[Mineral]]ien beschleunigte das Wachstum des Wohlstands und des Reichtums einiger weniger Industrieller. Der [[Sezessionskrieg|Amerikanische Bürgerkrieg]] und die [[Sklavenbefreiung]] förderten eine weitere Einwanderung in die neuen Länder des Westens. Der Glaube an das &amp;#039;&amp;#039;Manifest Destiny&amp;#039;&amp;#039; lieferte in der politischen Rhetorik auch die Legitimation für den [[Mexikanisch-Amerikanischer Krieg|Mexikanisch-Amerikanischen Krieg]] 1846–1848, in dem die späteren Staaten [[Nevada]], [[Arizona]], [[Utah]], [[Kalifornien]] und [[New Mexico]] erobert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Lyon Rathbun: &amp;#039;&amp;#039;The Debate over Annexing Texas and the Emergence of Manifest Destiny&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Rhetoric &amp;amp; Public Affairs&amp;#039;&amp;#039;, Volume 4, Number 3, veröffentlicht von der [[Michigan State University]] Press, Herbst 2001, S. 459–493, hier bes. S. 475ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Dezember 1845 verkündete US-Präsident Polk dem Kongress, dass die [[Monroe-Doktrin]] konsequent durchzusetzen sei und dass die USA ihre Sphäre im Westen aggressiv erweitern würden. Das &amp;#039;&amp;#039;Manifest Destiny&amp;#039;&amp;#039; und viele Aussagen hinsichtlich einer moralischen, politischen und häufig [[Rasse|rassischen]] Überlegenheit dienten dazu, die Deportation der Indianer in Reservate zu rechtfertigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine globale Fortsetzung findet &amp;#039;&amp;#039;Manifest Destiny&amp;#039;&amp;#039; im [[Amerikanischer Exzeptionalismus|Amerikanischen Exzeptionalismus]] als einer politischen Doktrin des 20. und 21. Jahrhunderts.&amp;lt;ref&amp;gt;Hilde Eliassen Restad: &amp;#039;&amp;#039;American Exceptionalism: An Idea that Made a Nation and Remade the World.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, New York 2014, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Tradition ist auch die Erforschung und geplante „Eroberung“ des [[Weltraum]]s zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. Igor J. Polianski, Matthias Schwartz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Spur des Sputnik. Kulturhistorische Expeditionen ins kosmische Zeitalter.&amp;#039;&amp;#039; Campus-Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-593-39042-0, [https://books.google.de/books?id=NYPlAgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA72&amp;amp;hl=de S. 72.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sam W. Hayes, Christopher Morris (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Manifest Destiny and Empire: American Antebellum Expansionism.&amp;#039;&amp;#039; Texas A&amp;amp;M University Press, College Station, Texas 1997, ISBN 0-89096-756-3.&lt;br /&gt;
* Reginald Horsman: &amp;#039;&amp;#039;Race and Manifest Destiny: The Origins of American Racial Anglo-Saxonism.&amp;#039;&amp;#039; Harvard University Press, Cambridge, Massachusetts 1981, ISBN 0-674-74572-8.&lt;br /&gt;
* Frederick Merk: &amp;#039;&amp;#039;Manifest Destiny and Mission in American History: A Reinterpretation.&amp;#039;&amp;#039; Knopf, New York 1963.&lt;br /&gt;
* Anders Stephanson: &amp;#039;&amp;#039;Manifest Destiny: American Expansionism and the Empire of Right.&amp;#039;&amp;#039; Hill and Wang, New York 1995, ISBN 0-8090-6721-8.&lt;br /&gt;
* Albert K. Weinberg: &amp;#039;&amp;#039;Manifest Destiny: A Study of Nationalist Expansionism in American History.&amp;#039;&amp;#039; Johns Hopkins, Baltimore 1936.&lt;br /&gt;
* Jürgen Heideking: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der USA.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Franke, Tübingen 2003, ISBN 3-8252-1938-0, S. 145–146.&lt;br /&gt;
* [[Udo Sautter]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 443). 7., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-44307-4, S. 191–195.&lt;br /&gt;
* Howard Zinn: &amp;#039;&amp;#039;Eine Geschichte des Amerikanischen Volkes.&amp;#039;&amp;#039; Nikol, Hamburg 2013, ISBN 978-3-86820-192-5, S. 127–168.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Expansion der Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Ideengeschichte (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Doktrin (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Patriotismus|Vereinigte Staaten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bernhard Pfitzner</name></author>
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