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	<title>Mangbetu - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T11:01:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mangbetu&amp;diff=962318&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-03T23:41:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kazimierz Zagórski - Mangbetu woman.jpg|mini|hochkant|Mangbetu-Frau mit [[Turmschädel]]. Foto von Kazimierz Zagórski, 1928–1938]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mangbetu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Monbuttu&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;Monbuttu.&amp;#039;&amp;#039; In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 11, Seite 738. Digitale Ausgabe in Wikisource: [https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Monbuttu Link.] Version vom 29.08.2021. Abgerufen am 2. März 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;) sind eine Ethnie im Nordosten der [[Demokratische Republik Kongo|Demokratischen Republik Kongo]], in der Provinz [[Haut-Uele]]. Ihre Bevölkerungszahl liegt bei geschätzt 2 Millionen. Die Sprache der Mangbetu ist das [[Zentralsudanische Sprachen|zentralsudanische]] Mangbetuti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Linguistische Anhaltspunkte legen nahe, dass die Mangbetu aus dem Nordosten, möglicherweise aus dem Gebiet des heutigen [[Südsudan]], einwanderten. Auf ihrem Weg nach Süden trafen sie auf [[Bantu]], die in nördliche Richtung zogen. Im 19. Jahrhundert ließen sich die Mangbetu in ihrem heutigen Gebiet nieder. Sie vermischten sich mit den zuvor dort ansässigen [[Mbuti]] und den Bantu. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die politischen Institutionen der Mangbetu auf Betreiben des Königs Nabiembali zusammengefasst und ein Mangbetu-Königreich gegründet, das die Region politisch dominierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge permanenter Angriffe der benachbarten [[Azande (Ethnie)|Azande]] wurde das Reich allerdings so geschwächt, dass es um 1850 zerfiel. Um dieselbe Zeit verwickelten die muslimischen [[Nubier]] die Azande- und Mangbetu-Herrscher in den Elfenbein- und Sklavenhandel, wodurch das Königreich in von muslimischen Sultanen geführte Sultanate fragmentiert wurde. Der deutsche Botaniker [[Georg Schweinfurth]] zog den Nil flussaufwärts folgend durch die Gegend am [[Bahr al-Ghazal (Fluss)|Gazellenfluss]] und gelangte mit Hilfe arabischer Sklavenhändler bis in den heutigen Nordost-Kongo, wo er als erster Europäer den [[Uelle]]fluss überquerte. Ende März 1870 erreichte Schweinfurth das „Wunderland der Mangbattus“, wie er das Reich von König Mbunza nannte. Dieser fiel 1873 im Kampf gegen die arabischen Sklavenhändler aus [[Khartum]] durch die Kugel eines schwarzen Soldaten. An seiner Stelle wurde der Abangba-Häuptling Niangara unter ägyptischer Militärverwaltung eingesetzt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts trafen die Europäer ein (Belgier, Franzosen, Engländer; die [[Belgisch-Kongo|belgische Kolonialmacht]] verdrängte später die Sklavenjäger) und zwangen den Mangbetu ihre Herrschaft auf. Im Juni 1906 traf der Engländer [[Boyd Alexander]] in der ehemaligen Residenz König Mbunzas, im Uelledistrikt des belgischen Kongostaats, den Abangba-Häuptling Okonda als Herrn des Landes an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=http://www.lexikus.de/bibliothek/Im-Herzen-von-Afrika|author=Georg Schweinfurth |title=Im Herzen von Afrika |comment=Kapitel 15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herrscher der Mangbetu ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Richard Buchta - Mangbetu woman.jpg|mini|hochkant|Mangbetu-Frau. Foto von [[Richard Buchta]], 1877–1880]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Regentschaft || König (Titel &amp;#039;&amp;#039;mkinyi kpokpo&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.worldstatesmen.org/Congo-Kinshasa_native.html#Mangbetu | title=Congo (Kinshasa) Traditional states | language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| …–… || Orua Ero&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| …–… || Mebula&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| …–1815 || Manzika&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1815–1859 || Nabiembali&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1859–1867 || Tuba&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1867–1873 || Mbunza&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1873–1879 || Nesogo&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1873 – 27. Dezember 1895 || Niangara (errichtet eine eigene Herrschaft)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1879–1881 || Mambanga&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| November 1881 – 1883 || Mbittima (unter ägyptischer Besetzung)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1883–1883 || Mambanga (2. Regentschaft)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1883–… || Koi Mbunza&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landwirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:The American Museum journal (c1900-(1918)) (18161942371).jpg|mini|hochkant|Ein Mangbetu mit einer quer geblasenen [[Elfenbeintrompete]], die paarweise in der Zeremonialmusik des Königs verwendet wurde.]]&lt;br /&gt;
Die Mangbetu leben traditionell als Hackbauern, von der Fischerei und etwas Jagd. Wichtigste Anbauprodukte sind [[Maniok]] und Kochbananen, daneben wird Rinderhaltung betrieben. Das Vieh gilt als Symbol für Wohlstand und dient oft zur Zahlung des [[Brautpreis]]es. Anders als bei anderen sudanischen Völkern dürfen bei den Mangbetu ausschließlich Männer die Arbeit des Melkens verrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Der Schöpfergott in der traditionellen Religion der Mangbetu wird &amp;#039;&amp;#039;Kilima&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Noro&amp;#039;&amp;#039; genannt. Daneben glauben die Mangbetu auch an weitere Götter, böse Geister und Hexerei. Auch der Glaube an [[Reinkarnation]] ist unter dem Volk verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.uiowa.edu/~africart/toc/people/Mangbetu.html |text=Mangbetu Information |wayback=20090305210202}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
Zu den traditionellen Musikinstrumenten gehören oder gehörten die Bogenharfe &amp;#039;&amp;#039;[[Kundi (Harfe)|kundi]]&amp;#039;&amp;#039;, eine quer geblasene [[Elfenbeintrompete]] (&amp;#039;&amp;#039;bongo&amp;#039;&amp;#039;), eine zweifellige [[Röhrentrommel]] (&amp;#039;&amp;#039;abiba&amp;#039;&amp;#039;), die früher für Initiationsrituale (&amp;#039;&amp;#039;mambela&amp;#039;&amp;#039;) verwendet wurde, und eine [[Erdzither]] (&amp;#039;&amp;#039;nedongu&amp;#039;&amp;#039;). Bogenharfen mit einem aufwendig figürlich geschnitzten Hals aus Elfenbein wurden wahrscheinlich eigens für Sammler hergestellt und finden sich in vielen westlichen Museen.&amp;lt;ref&amp;gt;Sue Carole DeVale: &amp;#039;&amp;#039;Harp. III. Africa. 2. Organology and construction. (iii) Construction, materials and stringing.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online&amp;#039;&amp;#039;, 2001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als charakteristischen Körperschmuck trugen die Mangbetu Pflöcke durch die Ohrmuschel, entsprechend dem heutigen [[Conch-Piercing]]. Dabei wurden Pflöcke aus [[Elfenbein]] oder Affenknochen in die perforierten Ohrmuscheln eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul King: [http://www.scribd.com/doc/5811158/About-the-conch-piercing &amp;#039;&amp;#039;About the conch piercing.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute ist diese Form der Körpermodifikation bei den Mangbetu jedoch nur noch selten zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Angela Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Africa Adorned.&amp;#039;&amp;#039; 1984, ISBN 0-8109-1823-4, S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mangbetu trugen über mehrere Generationen hinweg [[Turmschädel]]. Als kulturelles Identitätsmerkmal und Zeichen der Stammeszugehörigkeit wurde bei den Säuglingen, besonders unter höhergestellten Stammesfamilien,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johannes Hoops, Heinrich Beck, [[Dieter Geuenich]], [[Heiko Steuer]] |Titel=Reallexikon der germanischen Altertumskunde |Band=26 |Verlag=Walter de Gruyter |Ort= |Datum=2004 |ISBN=3-11-017734-X |Seiten=574 |Kommentar=Leseprobe |Online=[http://books.google.com/books?id=XncmdPu_yykC&amp;amp;pg=PA574 books.google.com]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; eine [[Schädeldeformation]] durch das Zusammenbinden mit geflochtenen Lianen durchgeführt. Laut Vorstellung der Mangbetu sollten sich dadurch auch Denkvermögen und Lernfähigkeit verbessern. In den 1950er-Jahren begann die Tradition jedoch mit zunehmendem Kontakt zur westlichen Kultur langsam zu verschwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mangbetu knives.jpg|mini|hochkant|Messer der Mangbetu, konnte auch als [[Brautpreis]] dienen]]&lt;br /&gt;
* [[Namambele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ivan Bargna: &amp;#039;&amp;#039;Bildlexikon der Völker und Kulturen. Afrika: Der schwarze Kontinent.&amp;#039;&amp;#039; Band 6, Parthas, Berlin 2008, ISBN 978-3-936324-79-2, S. 62–65.&lt;br /&gt;
* Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;Monbuttu.&amp;#039;&amp;#039; In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 11, Seite 738. Digitale Ausgabe in Wikisource: [https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Monbuttu Link.] Version vom 29.08.2021. Abgerufen am 2. März 2025.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mangbetu people|Mangbetu}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in der Demokratischen Republik Kongo]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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