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	<title>Manfred Stern - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;2emeeos am 8. März 2026 um 18:13 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Manfred (Moses) Stern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Emilio Kléber&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lazar Stern&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Moishe Stern&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mark Zilbert&amp;#039;&amp;#039;; * [[1896]] in [[Woloka (Tscherniwzi)|Woloka]] bei [[Czernowitz]], [[Bukowina]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[18. Februar]] [[1954]] im [[Arbeitslager Sosnowka]], [[Sosnowka (Mordwinien)|Sosnowka]], [[Mordwinische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik]], [[Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik]]) war ein [[Kommunismus|Kommunist]], [[Kommunistische Internationale|Kominternmitarbeiter]] und Agent des [[Sowjetunion|sowjetischen]] [[Militärnachrichtendienst]]es, [[Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije|GRU]]. Im [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] wurde er als &amp;#039;&amp;#039;General Kléber&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Als Opfer des [[Großer Terror (Sowjetunion)|Großen Terrors]] starb er im [[Gulag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Von der Bukowina bis Fernost ===&lt;br /&gt;
Manfred Stern wurde 1896 in einem Dorf bei Czernowitz in der damals zur [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischen]] Doppelmonarchie gehörenden [[Bukowina]] als einer von vier Söhnen in einer [[Juden|jüdischen]] Familie geboren. Zwei seiner Brüder, [[Wolf Stern|Wolf]] und [[Leo Stern|Leo]], wurden später ebenfalls [[Kommunismus|Kommunisten]] und nahmen in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] bedeutende Funktionen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Medizinstudent in Wien trat Manfred Stern 1914 freiwillig in die [[Österreich-Ungarns Heer im Ersten Weltkrieg|österreichisch-ungarische Armee]] ein. 1916 geriet er in [[Russisches Kaiserreich|russische]] Gefangenschaft und kam in ein [[Kriegsgefangenenlager]] in [[Sibirien]]. Dort schloss er sich einer [[Bolschewiki|bolschewistischen]] Organisation an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Oktoberrevolution]] kam Stern frei und trat der [[Rote Armee|Roten Armee]] bei. In deren Auftrag führte er als [[Politoffizier|Kommissar]] eine [[Partisan]]eneinheit gegen die [[Weiße Armee]] unter [[Alexander Wassiljewitsch Koltschak|Koltschak]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1920/21 kämpfte er als Brigadekommandeur der Roten Armee gegen die Truppen von [[Roman von Ungern-Sternberg]] in der [[Mongolei]]. In dieser Zeit wurde er ebenso in die konstituierende Versammlung der kurzlebigen [[Fernöstliche Republik|Fernöstlichen Republik]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Russischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg]] studierte Stern in [[Moskau]] zuerst an der höchsten Kaderschule der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|KPdSU]]. 1923 wurde er nach [[Deutschland]] entsandt, um als Bürgerkriegsspezialist im Auftrag der [[Kommunistische Internationale|Komintern]] den Militär-Politischen Apparat (MP) der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] mit aufzubauen. Er fungierte dabei im Range eines Brigadegenerales unter dem Decknamen &amp;#039;&amp;#039;Lazar Stern&amp;#039;&amp;#039; als militärischer Berater des KP-Oberleiters [[Albert Schreiner (Historiker)|Albert Schreiner]], dem der MP-Bezirk Nord-West unterstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erich Wollenberg]] schreibt Stern bei der Entstehung des [[Hamburger Aufstand]]s eine entscheidende Rolle zu. Statt [[Kiel]], welches zuerst für ein leninsches „mit dem Degen vorfühlen“ vorgesehen war, schlug er Hamburg vor. Auf diesen Vorschlag hin wurde der Aufstand dann in Hamburg begonnen, so Wollenberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924, Stern war wieder nach Moskau zurückgekehrt, studierte er nun an der [[Allgemeine Militärakademie der Russischen Streitkräfte|Frunse-Militärakademie]]. Nach Abschluss des Studiums wurde er Mitarbeiter des GRU und unterrichtete im Auftrag von [[Ernst Thälmann]] KPD-Kader.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wurde Stern nach [[New York City|New York]] geschickt und leitete dort die illegale GRU-Residentur. Er agierte dabei unter dem Decknamen Mark Zilbert und baute ein Netz von Quellen und Agenten auf, die sich mit der Beschaffung von Militärgeheimnissen befassten. Beleg dafür war zum Beispiel der Diebstahl eines Panzerprototypen und dessen Verschiffung in die Sowjetunion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von New York reiste Stern 1932 nach [[Shanghai]], wo er im Auftrag der Komintern als Militärberater der neu geschaffenen [[Chinesischer Bürgerkrieg|Sowjetrepublik China]] tätig war. Dafür lernte er auch Chinesisch. Er versuchte unter anderem eine Allianz zwischen der [[Volksbefreiungsarmee|Chinesischen Roten Armee]] und den [[Nationalrevolutionäre Armee|Truppen]] von [[Chiang Kai-shek]] zu schmieden. Das Scheitern dieser Allianz war letztendlich der Auslöser für den [[Langer Marsch|Langen Marsch]]. Stern ging daraufhin im Jahre 1935 zurück nach Moskau und arbeitete kurz für [[Otto Wille Kuusinen|Otto Kuusinen]] im Sekretariat des [[Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale|EKKI]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Spanischen Bürgerkrieg ===&lt;br /&gt;
Im September 1936 reiste Stern, getarnt als ein in Österreich geborener kanadischer Staatsbürger, unter dem Namen Emilio Kléber nach Spanien ein. Als Vorbild für seinen Nachnamen diente einer von Napoleons [[General]]en, [[Jean-Baptiste Kléber]]. Er fungierte hier anfangs im Auftrag der Komintern als [[Militärberater]] der [[Partido Comunista de España|spanischen KP]]-Führung. Im Oktober 1936 wurde er der militärische Befehlshaber der [[XI. Internationale Brigade|XI. Internationalen Brigade]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Antony Beevor]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Spanische Bürgerkrieg.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Goldmann, München 2008, ISBN 978-3-442-15492-0, S. 209.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er reiste im Januar 1937 mit [[André Marty (Politiker)|André Marty]] nach Moskau, nachdem man ihn seines Kommandos enthoben hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Antony Beevor: &amp;#039;&amp;#039;Der Spanische Bürgerkrieg.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Goldmann, München 2008, ISBN 978-3-442-15492-0, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Tod [[Máté Zalka|General Lukacs]]’ übernahm Stern dessen [[XII. Internationale Brigade|XII. Interbrigade]]. Schon im November wurde er gemeinsam mit der XII. Interbrigade bekannt, indem der Zugriff der Franco-Truppen auf das schon aufgegebene [[Madrid]] verhindert wurde. Als „Retter von Madrid“ damals populärster Mann der [[Zweite Spanische Republik|Spanischen Republik]], machte sich der nunmehrige General Kléber jedoch langsam bei hochrangigen Militärs und kommunistischen Funktionären unbeliebt. Reibungspunkte waren unter anderem unterschiedliche militärische Auffassungen. So wandte sich Kléber zum Beispiel gegen sinnloses Verheizen kommunistischer Kader bei Sturmangriffen gegen uneinnehmbare Positionen. Außerdem wurde ihm vorgeworfen, aus Ruhmsucht einen Presserummel um sich zu veranstalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Konflikt zog Kléber letztendlich den Kürzeren und wurde nach Moskau zurückberufen. Im Wissen um die Tragweite dieser Rückbeorderung versuchte der [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]]-Chef für Spanien, [[Alexander Michailowitsch Orlow|Alexander Orlow]], Kléber zum NKWD zu bekommen. Dieses Ansinnen wurde jedoch von Moskau abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opfer des Stalinismus ===&lt;br /&gt;
Vorerst war Stern wieder für Otto Kuusinen tätig, bis er verhaftet wurde. Im Rahmen der NKWD-[[Folter|Verhöre]] wurden von ihm Geständnisse erzwungen, nach denen er Thälmanns Kurs im Hamburger Aufstand sabotiert hätte und in Spanien ein Agent im Dienste Deutschlands gewesen sei. Der Vorwurf des [[Trotzkismus]] wurde ihm ebenfalls gemacht. Im Mai 1939 verurteilte ihn das [[Militärgericht|Militärkollegium]] des Obersten Gerichts der UdSSR zu 15 Jahren Haft, die er im [[Gulag]] an der  [[Kolyma#Straflager des Gulag|Kolyma]] verbüßen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1945 wurde Stern zu weiteren zehn Jahren Arbeitsbesserungslager verurteilt, da er und acht Mitgefangene weiter „antisowjetische Auffassungen“ vertreten und u. a. behauptet hätten, „daß die KPdSU/B/ angeblich entartet und von [[Marxismus-Leninismus|marxistisch-leninistischen]] Positionen abgerückt sei“. Nach Überweisung in ein Sonderlager wurde Stern, der mittlerweile schwer krank und ausgezehrt war, in das Arbeitslager Sosnowka im hohen Norden Sibiriens verlegt, wo er am 18. Februar 1954 verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Belagerung von Madrid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walerij Brun-Zechowoj: &amp;#039;&amp;#039;Manfred Stern – General Kleber. Die tragische Biographie eines Berufsrevolutionärs (1896–1954)&amp;#039;&amp;#039;. Wolfgang Weist, Berlin 2000, ISBN 3-89626-175-4.&lt;br /&gt;
* Sidi Gross: &amp;#039;&amp;#039;General Manfred Stern alias Emilio Kleber. Die Familiengeschichte der Sterns.&amp;#039;&amp;#039; Papyrus, Tel Aviv 1995.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/manfred-stern?ID=5246 Stern, Manfred]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|122254481}}&lt;br /&gt;
* [https://www.klahrgesellschaft.at/Mitteilungen/Oberkofler_1_99.html Gerhard Oberkofler: Die Wahl von Leo Stern in die Deutsche Akademie der Wissenschaften (1955)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122254481|LCCN=nb2001051644|VIAF=98237459}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stern, Manfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Russischen Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Spanischen Bürgerkrieg (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agent (Nachrichtendienst)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije, Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interbrigadist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Großen Terrors (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Gulag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionär der Kommunistischen Internationale]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1954]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stern, Manfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stern, Moses; Kléber, Emilio; Stern, Lazar; Stern, Moishe; Zilbert, Mark&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Kommunist, Kominternmitarbeiter und Spion des sowjetischen Militärnachrichtendienstes, GRU&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Woloka (Tscherniwzi)|Woloka]] bei [[Czernowitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Februar 1954&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Arbeitslager Sosnowka]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;2emeeos</name></author>
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